Tintenschopfling ohne Ringe gefunen

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 6.510 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Gerd.

  • Hallo,


    wir haben heute Mittag unserers Erachtens nach Tintenschopflinge gefunden. Sie sehen zumindest so aus.
    Aber was uns irritiert ist, dass die Pilze weder im ganz jungen Zustand noch bei fortgeschrittener Größe einen Ring aufweisen, so wie es in unseren Pilzbüchern beschrieben steht.
    Die älteren, die wir stehen gelassen hatten waren auch in tintenähnliche Sustanz verlaufen.


    Gibt es denn einen Schopfling, der dem Tintenschopfling so ähnlich sieht?
    Wir sind blutige Anfänger und möchten uns natürlich nicht aus dem Leben schießen. ;)


    Ich werde gleich mal versuchen ein Bild davon hochzuladen, nachdem ich mich schlau gemacht habe wie das funktioniert.
    Kann man gleich hier im post Bilder mit einfügen?


    Besten Dank schon mal im Voraus.


    Liebe Grüße


    Thomas

  • hallo thomas,
    schopftintlinge haben m.e. keinen ring.
    ich füge mal ein foto bei. wenn dein pilz so aussieht, ist es ein schopftintling.

    Bilder

    • schopftintling.jpg

    gruß
    mackie
    (klammere dich nicht so an dein leben. ein restrisiko muss jeder pilzfreund tragen.)

    Einmal editiert, zuletzt von mackie ()

  • Hi, für mich sieht das recht deutlich nach einem Schopf Tintling aus.


    Zudem hast du da n dreher in der Bezeichung, es dreht sich hier um einen Tintling genauere Bezeichnung "Schopftintling, nicht Tintenschopfling :)

  • Hier mal ein Bild von den Kameraden:[hr]
    Irgendwie funktioniert das nicht mit dem Bild hochladen.


    Dann versuch ichs mal so:


    show_img.php?img=38f111-1282417674.jpg&size=thumb[hr]
    Hallo mackie,


    wenn ich mir das Bild von dir anschaue, dann kommt das hin.
    Die älteren Pilze sahen so aus.
    Mich hat nur das mit dem Rimg etwas verunsichert, weil wir überall gelesen haben, der müsste dran sein.
    Ich hab jetzt nochmal Bilder eingestellt. Vielleicht mag nochmal jermand drüber schauen. :)


    Liebe Grüße


    Anya (Frau von Thomas)


    Übrigens tolles Forum. :)

  • Hallo Anya und Thomas,


    bei dem oberen bin ich mir nicht sicher, die in der unteren Reihe sind aber Schopftintlinge. Den dünnen, locker sitzenden Ring sieht man beim zweiten von links am unteren Ende der Lamellen.


    Gruß, Carsten

  • Guten Morgen,


    vielen herzlichen Dank für die Infos.
    Nun kommen wir auch mal in den ersten Genuss von Schopftintlingen. :)


    Ich werde die ganz jungen heute Mittag panieren und einen leckeren Kartoffelsalat dazu machen.


    Ich wünsche einen schönen Tag und ganz viel Erfolg beim Sammeln.


    Liebe Grüße


    Anya


  • Hallo Thomas H.,
    ich weiß, ich bin eine Woche zu spät dran mit meinem Tipp:
    Zu Schopftintlingen sollte man keinen Alkohol trinken. Davon könnte einem ein bisschen übel werden <X


    Falsch, "Schopftintlinge" sind harmlos.
    ---> Und übel wird dir hier höchstens, wenn du "besoffen aus den Latschen kippst" oder keinen Alkohol veträgst. Doch dafür kann man "Coprinus commatus" (Schopftintling) nicht verantwortlich machen.


    - Völlig anders sieht es z.B. beim Genuss vom "Glimmer-Tintling" (Coprinus atramentarius) und weiteren "Tintlings"-Arten aus.


    ---> Hier führen auch kleine Mengen "Alkohol" (vor der Mahlzeit oder bis zu 3 - 4 Tagen danach genossen) zu einer heftigen Kreislaufreaktion (Coprinus-Syndrom oder Antabus-Reaktion genannt).


    Erste Symptome: Hitzegefühl, Beengung, Gesichtsröte,Atemnot, Schwindel, Herzklopfen, Brustschmerzen, Kollops.


    Latenzzeit: Minuten bis 1 Stunde nach der Pilzmahlzeit


    Prognose: Bei ärzlicher Behandlung (Details erspare ich mir) gut. Komplikationen sind evtl. bei Herzkranken möglich.


    Wichtig: Auch nach dem Abklingen der Beschwerden und erneutem Alkoholgenuss innerhalb der oben angegebenen Zeit, geht der Spass von vorne los.


    Ursache für die Vergiftung: Das Pilzgift "Coprin" verursacht eine "Aldehyd-Vergiftig", da es den Alkohol-Abbau auf der Stufe des Aldehyds blockiert.
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    Es weiter Pilzart, bei der "Coprin" nachgewiesen wurden, wäre der "Ochsen-Röhrling" (Boletus torosus), ein seltener Röhrling, der evtl. mit dem "Netzstieligen Hexenröhrling (Boletus luridus), in dem bisher kein "Coprin" nachgewiesen wurde, verwechselt werden kann.


    Grüße
    Gerd


    Literatur:


    R. Flammer; E. Horak (2003): Giftpilze - Pilzgifte; Schwabe-Verlag