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letzter Beitrag von nochn Pilz am

Abstimmung: Das Pilzgedicht des Jahres 2021

  • Welches Gedicht hat Euch am Besten gefallen? Ihr dürft zwei Stimmen vergeben. 14

    1. Overtime Blues von nochn Pilz (6) 43%
    2. Das Buch von Suku (3) 21%
    3. Vom Untergang des Ur von Suku (3) 21%
    4. Ich kenn´ alle Pilze von Da_Schwammalmo (5) 36%
    5. Herbstmorgen von Suku (6) 43%
    6. Verdammp´ lang her von nochn Pilz (5) 36%

    Hier

    versammeln sich die Contest-Gewinner

    aller regulären PPC ´s

    des Jahres

    2021


    Während ihr fleißig beim APR rätselt

    wird hier

    das beste Pilzgedicht des zurückliegenden Jahres gesucht.

    Seid so gut und wählt euren Liebling, bitte!





    Ihr habt 2 Stimmen zur Verfügung.

    Damit sollte es weniger schmerzhaft sein sich zu entscheiden.

    Eure Stimme lässt sich zudem bis zum Ende noch beliebig ändern.

    Die Abstimmung endet am 27.Dezember 2019 um Mitternacht.



    Ich bedanke mich eure Teilnahme!



    Und hier die Auswahl:



    Juni 2021

    Sonne - Urlaub - Überstunden

    von nochn Pilz



    Overtime Blues


    Die Arbeit macht sich nicht allein

    D´rum muss man fleißig rackern

    Denn sonst kommt bald der Chef herein

    Und fängt gleich an zu mackern:

    „Nu´ aber hopp, Herr Geodät

    Der Flur ist voller Kunden!“

    Verdammt, dabei ist es schon spät

    Mal wieder Überstunden!


    Zu Hause ist das Leben fein

    Und außerdem gemütlich

    Doch manchmal kommt die Gattin rein

    Und dieses zehnminütlich

    Kartoffeln schälen, Rasen mäh´n

    Das Klo als schmutzig wird empfunden

    Die Sportschau kann ich heut´ nicht seh´n

    Schon wieder Überstunden!


    Ich laufe durch des Waldes Grün

    Und habe gute Laune

    Ich freu mich, dass die Blumen blüh´n

    Und Vögel ich bestaune

    Grad dieser Wald weit vor der Stadt

    Den will ich wohl erkunden

    Was der denn so für Pilze hat

    Heut´ mach´ ich Überstunden!




    Juli 2021

    Fußball - Europa- Meisterschaft

    von Suku


    Das Buch


    Es begann ganz harmlos mit einem Buch,

    Letztes Jahr im Oktober; es wurde zum Fluch.

    Als Geschenk meiner Frau wurde es mir zuteil,

    Der Inhalt ganz simpel: Pilze suchen ist geil.


    "Man kann unterscheiden vielerlei Arten,

    Lamellen und Röhren, zum Kochen und Braten."

    So steht's da geschrieben, das schien mir ganz leicht,

    Schon war ich nur noch auf Pilze geeicht.


    Mit Messer und Körbchen und Buch in den Wald:

    Da, am Wegrand, 'ne pilz'ge Gestalt.

    "Ein riesiger Steinpilz", freu ich mich zu früh,

    Der ist schon vergammelt und völlig perdü.


    "Ach komm, das macht nix", denke ich heiter.

    "Reiss dich zusammen und such einfach weiter".

    Es dauert nicht lange, dann stehn da versammelt,

    'Ne Gruppe Parasols, kein bisschen vergammelt.


    Die Freude war riesig: juhu und jipieh,

    Doch wieso riechen die so stark nach Pippie?

    Ich hab's dann kapiert: Menschen mit Hunden,

    Drehen im Wald hier auch ihre Runden.


    Der Herbst vergeht, der Erfolg ist mau,

    Aber dazu kann sie ja nix, meine Frau.

    Im Buch steht drin, es ist fast zum Lachen:

    "Im Winter suchen, kann man machen".


    Es gebe Austern und solche Ohren,

    Auch Samtfussrüblinge werden beschworen.

    Ich werde ermuntert von der Lust auf 'nen Fund,

    Im Wald mich bewegen wäre gesund.


    Mit Stiefeln, Mantel, Handschuh und Schal

    Im Wald rumzulatschen erweist sich als Qual.

    Der Forst ist leer, da hilft auch kein Suchen,

    Mir platzt der Kragen, muss lautstark fluchen.


    Doch da: Trameten, kann man die essen?

    Ne, lass stecken, kannste vergessen.

    Auch die and'ren Porlinge an Holz

    Erfüllen mein Herzchen nicht wirklich mit Stolz.


    Die wilde Hoffnung stirbt nunmal zuletzt

    Im Lenz ist sie es, die durch's Gebüsch mich hetzt.

    Das Buch sagt: "es gibt Morcheln, geh die suchen".

    Nix da, nicht unter Eschen noch unter Buchen.


    "Jetzt im Sommer wird's endlich famos,

    Da geht es wieder mit den Röhrlingen los",

    Suggeriert mit das Buch und macht mir Beine.

    Denkste, im Wald bleib' ich weiter alleine.


    Nun geb ich's auf, such ein anderes Hobby,

    Fussball zum Beispiel hat 'ne größere Lobby.

    Nein, nicht selber rennen, der Drops ist gelutscht,

    Tief bin ich in das Sofa gerutscht.


    Ist gerade EM, ich werd' Patriot.

    Das hält nur kurz, bin schon wieder Idiot:

    Deutschland-England Null zu Zwei,

    Schnell ist bei mir diese Phase vorbei.


    "Wieder nicht Champions, was will man machen?"

    Denke ich noch und fang an zu lachen.

    "Assoziieren kann hilfreich sein, bringt mich jetzt weiter",

    Freue ich mich und werde ganz heiter.


    Zum Abendessen kommen heute ganz frisch

    Champignons aus dem Supermarkt auf den Tisch!



    August 2021

    Urlaub - Gewitter- Test

    von Suku


    Vom Untergang des Ur

    oder: wie man konsequent Themen umgeht


    Ein Ur sucht man heute leider vergeblich,

    Es wohnte dereinst in unserem Land.

    Seine Zahl reduzierte sich früh schon erheblich,

    Es wurd' ihm zu warm hier, das ist bekannt.


    Dort, wo sich früher Steppen befanden,

    Wuchsen plötzlich Bäume und Wald,

    Das Ur hat das nicht so richtig verstanden,

    Früher war es hier doch angenehm kalt.


    Jetzt suchte das Ur Laub sich zum fressen,

    Denn dieser gewaltig behörnte Stier

    War von ries'gem Hunger besessen,

    Es fand kein Gras mehr, das arme Tier.


    Lange witterte es, noch Gras zu finden,

    Rannte stupide hin und her,

    Es fand leider nichts, außer Blätter und Rinden,

    Sich umzustellen fiel ihm sehr schwer.


    Krieger wohnten auch in diesem Gebiet.

    Deren Lieblingsessen war Rinderbraten,

    Auch davon handelt dieses Lied,

    Was geht das das Ur an? Kannst ja mal raten.


    Die Recken hatten Pferde, gaben dem Schimmel Sporen,

    Jagten das Rind mit erhobenem Speer.

    Damit hatte dies' endgültig verloren,

    Um im Wald zu kämpfen war es zu schwer.


    Das Ur sich darüber nicht sonderlich freute,

    Zur Gänze verspiesen von gieriger Meute.

    Dafür plagt den Menschen die Gicht bis heute:

    Die Strafe für Zuviel von fleischlicher Beute.




    September 2021

    Lieblingswald- Pfifferlinge - gestern

    von Da_Schwammalmo


    Ich kenn´ alle Pilze


    Endlich raus aus der Arbeit, ich kenn keinen Halt.

    Ich schnapp mir meinen Korb und geh in den Wald!

    Ein paar Pilzlein fein, die find ich im Nu.

    Heut Abend gibt’s Pasta mit Rahmsoß´ dazu.


    Der Korb ist halb voll, da kommt Herr Nachbar.

    So neugierig wie er, noch kein anderer war.

    Was hasten da feines drin? Darf ich mal schau´n?

    Oh Gott, die würd ich mich nicht essen trau´n!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Aber, was ist denn jetzt das, was soll das denn sein?

    Pfifferlinge natürlich, ganz jung und ganz fein.

    Ich weiß nicht so recht, mit orangenem Ton?

    Ach, Herr Nachbar, was weißt du schon davon?


    Der Standort, mein Lieber, der macht ganz viel aus.

    Mal steh´n sie im Schatten, mal bleicht die Sonne sie aus.

    Mal sind sie im Trocknen, total zusammengedörrt

    Mal sind sie vor Feuchtigkeit ganz kräftig gefärbt!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Zu Hause angekommen werden sie natürlich gleich geputzt.

    Die Frau kommt vorbei, wie üblich, sie stutzt.

    Die isst du selber, ich rühr´ sie nicht an.

    Du weißt schon, dass man sich mit Pilzen vergiften kann?


    Für mich gibt’s heut´ eine große Schüssel Salat.

    Der schön frisch ist und ordentlich Vitamine drin hat.

    Für dich habe ich auch eine Portion Vitamin.

    Wennst mit´m Kochen fertig bist, im Kühlschrank ist er drin.


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Ich weiß nicht, was los ist, ich sitz´ nur am Pott.

    Mit diesem Salat, da holst dir noch den Tod.

    Diesen Unsinn treibe ich ihr schon noch mal aus.

    Isst nur Salat, da wird doch nichts draus.


    Mit diesem Quatsch hat sogar die Pasta nach Radieschen geschmeckt.

    Eine Portion ist noch von gestern da, die wird gleich in die Mikro gesteckt.

    Heut´ gibt’s keinen Salat, so viel sie auch jammern mag.

    Heut´ bekommen die Pilze ihren richtigen Geschmack!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!

    Seit einigen Tagen hab ich so trockenen Mund.

    Das kommt vom Salat, sowas ist nicht gesund.

    Es zwickt und es zwackt überall mal im Bauch.

    Und enormen Durst, ja den hab ich auch!


    Ein heftiger Schmerz im Lendenbereich.

    Ich leg mich mal hin, das gibt sich dann gleich.

    Du weißt schon, Schatz, dass ich verunsichert bin?

    War da sicher kein Giftiger mit drin?


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!

    Wir sind heut´ versammelt, um von ihm Abschied zu nehmen.

    Für ihn gab es nichts schöneres, als durch den Wald zu gehen.

    Er war stets gesund, doch dann ging es geschwind,

    hinterlässt in Trauer, Frau, Hund und Kind.


    Er kannte alle Pilze, er kannte sie im Traum.
    Er kannte sie so gut, dass er sie alle hat mitnehmen traun.

    Andere jammerten, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Er ging ihnen nach, sein Korb, der war voll.




    Oktober 2021

    Lieblingswald- Katzeklo - diesig - Freude

    von Suku


    Herbstmorgen


    Zwitschern, Rascheln, Knistern, Huschen, Raureiftropfen fröstelnd kalt.

    Spinnenfäden, Glitzerschimmer im blätterbunten Lieblingswald.

    Des Sommers Echo in der Ferne verhallt in sanftem, klaren Ton,

    Diesig, feuchte Nebelschwaden täuschen, tarnen, schwinden schon.


    Windig, wuchtig, wilde Stürme rücken von Nord düster heran,

    Blätter wiegen sanft von Ästen, schmiegend dem feuchten Boden an.

    Verkleiden heimlich alle Pilze, schützen vor Raub hungriger Gier,

    warme, rote, gelbe Farben, prächtig ist des Haines Zier.


    Am Horizont auf weite Sicht flattern, knattern bunte Drachen,

    reißen sich der Leinen los, stieben den Donnern in den Rachen.

    Taumeln, stürzen, rütteln sich, flattern auf in hellen Fetzen,

    Kronen rauschen, Stämme ächzen, wirbelnd, schwindelnd Blätter hetzen.


    Schwere Trommeltropfen platschen, Geruch nach Erde, Moos und Laub,

    Zeichnen in groben Pinselstrichen Kringelkreise in den Staub.

    Tosend, brüllend, zischend, krachend, zuckend erleuchtet ist der Wald,

    Zähne klappern, klamme Füße, erwartet wird der Winter bald.




    November 2021

    APR- Spätherbst- Zweifel

    von nochn Pilz


    Verdammp´ lang her


    Ich stapfe durch den tiefen Schnee, am Horizont der Similaun

    Verdammt! tun mir die Rippen weh, der Ungk der hat mich arg verhau´n

    Ob ich´s noch heute schaffen werd´, in´s Ötztal abzusteigen

    Zweifel! ich bin ausgezehrt, doch ich darf´s nicht vergeigen


    Zunächst mal Pause hier am Berg, geschützt vor Wind und Wetter

    Wo ich mich besser erstmal stärk´, bevor ich weiterkletter

    Mit Trockenfleisch vom Steinern´bock, und Champignons dort aus dem Tal

    Wo Ungk ganz plötzlich lief Amok, nachdem er fand die Stelle kahl

    Wo sonst er seine Pilze pflückt, und voller Stolz in´s Dorf heimbringt

    Er sieht den Raub, wird schier verrückt, und brüllend er den Knüppel schwingt


    Mit knapper Not bin ich entkommen, bin überstürzt nun auf der Flucht

    Der Schnee macht meine Sicht verschwommen, jetzt bloß kein Sturz in eine Schlucht

    Doch HORCH! - Da kommt mir einer hinterher, nichts wie weg, dass ich enteil´

    Wo nimmt der jetzt den Bogen her, und woher kommt denn jetzt ...

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)

  • ☆flugsnachobenhiev☆

    98 PC vorm APR 2021

    - 10 PC Startgebühr APR 2021

    + 4 PC zweitschnellster Jokerverballerer

    + 4 PC glatter Zwanzger

    + 4 PC lustiger Hiasl

    + 9 PC viertbester Zaunphahl

    = 109 Pilzchips



    Ohne den Pilz selbst in der Hand gehabt zu haben, ist eine 100%ige Bestimmung nie möglich. Keine Verzehrfreigabe übers Internet. Die gibt es nur beim Pilzsachverständigen/-berater/-kontrolleur vor Ort.

  • Eine sehr erfreuliche Beteiligung an der Umfrage.

    Aber kein klarer Sieger.

    Wir gehen deshalb in die Stichwahl!

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)

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