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letzter Beitrag von Beorn am

Meine Schichtpilzschwäche...

  • Hallo zusammen,....

    das hier ist ein Schichtpilz den ich auf Acer tataricum ssp. ginnala entdeckt habe.

    Richtet nicht viel Schaden an; hat sich auf dem Versorgungsschatten einer Astungswunde angesiedelt und macht dort kleine Fäulen.

    Ist es eine Stereum-Art?

    Und wenn: Welche könnte das sein?



    Ps: Die Fotos sind so gut wie ich sie bei den heutigen Wetter bzw. Lichtverhältnissen machen konnte.

    Meine Kalilauge färbt den Fruchtkörper übrigens SCHWARZ ein...



    (Bin mal gespannt....)



    Gruss Frank

  • Hallo, Frank!


    Da würde ich mal auf Stereum rugosum (Runzliger Schichtpilz) tippen. Nicht die frischesten Exemplare, darum auch die ockerlichen verfärbungen des Hymeniums und fehlendes Röten bei Verletzung.

    Was für ein KOH und in welcher Konzetration verwendest du denn?



    LG, Pablo.

  • Hallo, Frank!


    Nimm eine niedrigere Dosierung für solche Pilze.
    >20% brauchst du nur für Phellinus oder Fomes, um da was sichtbar zu machen. Besser ist bei vitalen Krusten, Schichtpilzen und Porlingen 5% - 10%, sonst kommt es doch öfters mal zu "falschen" Reaktionen wie hier. :gverstanden:



    LG, Pablo.

  • Der leicht rosafarbene Belag könnte ein Rindersprenger sein; mit dem Anderen hab ich so meine Probleme.

    Leider sind die Fotos nicht so toll.

    Danke noch das du immer so ins Detail gehst (ockerliche Verfärbung,fehlendes Röten,etc.) ..

    :thumbup:

  • Hallo, Frank!


    Der Porling sieht tatsächlich spannend aus. Wenn ich nicht wüsste, daß man sich bei dir auf die Baumbestimmung gut verlassen kann, würde ich jetzt am liebsten das Substrat anzweifeln und die Ähnlichkeit des Porlings mit dem Haselporling (Dichomitus campestris) anmerken.
    Aber wenn du das Substrat als Roteiche bestimmt hast, dann wird das wohl so sein und die Bestimmung damit etwas komplizierter. Dichomitus campestris kann gelegentlich fremd gehen, hat zudem noch ein-zwei Nachbararten (die wenig bekannt wären) und an man muss an Eiche wohl noch Arten aus anderen Gattungen berücksichtigen. Der Porling wird also ein Falll für's Mikroskop.


    Der Rindensprenger dagegen ist ziemlich eindeutig, die mit Abstand häufigste Art an Eiche ist ja der gemeine Rindensprenger (Vuilleminia comedens), aber auch da kommen ein paaar seltenere Arten ins Spiel, die man dann mikroskopisch abgrenzen müsste. An Hasel hat man übrigens oft Vuilleminia coryli (Hasel - Rindensprenger), der auch gerne mal mit Haselporlingen (Dichomitus campestris) vergesellschaftet ist.



    LG, Pablo.

  • Hallo, Frank!


    Vom Eichenwirrling gibt es auch eine recht seltene, rein poroide Form, Daedalea quercina forma trametea:


    Aber das kommt hier auch nicht in Frage. Habitus und Verfärbungsverhalten der Fruchtkörper sollten das ausschließen. Auch das Wachstum an einem eher dünnen Ast (Fruchtkörper vermutlich auch an noch ansitzendem Substrat gebildet) ist schon fast ein KO - Kriterium an sich. Daedalea quercina mag Stammholz, möglichst dick, tendenziell lieber bodennah und generell auch an eher stärker zersetztem Substrat.

    Daß Fruchtkörper an einem Substratteil gebildet werden, das zugleich von einem Rindensprenger besiedelt wird, ist extrem unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit für einen "fremdgehenden" Dichomitus campestris wäre wohl deutlich höher.

    Man wird hier mikroskopieren müssen, alles andere ist zu spekulativ.



    LG, Pablo.

  • Hallo, Frank!



    Deine Beobachtungen zum Wuchsort der eichenwirrlinge sind interessant. Vielleicht gucke ich zu wenig nach oben, aber wenn ich es mal tue, finde ich in solcher Höhe zwar allerhand Porlinge, aber eine Daedalea habe ich so noch nicht wachsen sehen. Werde da also mal mehr drauf achten. :thumbup:



    LG; Pablo.

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