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letzter Beitrag von Beorn am

Ceriporia purpurea = Purpurroter Wachsporling

  • Ceriporia purpurea (Fr.) Donk
    Purpurfarbener Wachsporling
    Synonyme:
    - Polyporus purpureus Fr.
    - Poria purpurea (Fr.) Cooke


    Familie: Meruliaceae
    Ordnung: Polyporales
    Klasse: Agaricomycetes



    makroskopische Eigenschaften: Fruchtkörper resupinat, kleinfleckig bis ausgebreitet; mit dünnem, weißlichem Subikulum und unauffälligen oder fehlenden, weißen Rändern; Hymenium frisch wachsartig, trocken hart und brüchig; jung cremeweißlich mit hellen fleischrosa Farbtönen, bald rosarot bis purpurrot, getrocknet zuletzt auch dunkel rostbraun; Porenränder meist etwas heller; Poren rundlich bis eckig, um 2-4/mm; Geruch und Geschmack unspezifisch


    mikroskopische Eigenschaften: Hyphenstruktur monomitisch, Hyphen überwiegend dünnwandig, stellenweise mit inkrustierendem Pigment (normalerweise nicht kristallin, eingelagerte Kristalle können vorkommen); alle Septen ohne Schnallen; Basidien keulig, (2-)4-sporig, ohne Basalschnalle; Zystiden fehlen (zystidiolenartige Elemente können vereinzelt vorkommen); Sporen glatt, hyalin, dünnwandig, inamyloid, allantoid, um 5-7,5 x 2-3 µm


    Vorkommen: Gebietsweise verbreitet bis relativ häufig; andernorts bestenfalls zerstreut; meist an liegenden oder im Luftraum hängenden, abgestorbenen Laubholzästen und -stämmen, selten an Nadelholz; eigene Funde bisher vor allem in den planaren Wäldern der Oberrheinebene, besonders in Gebieten mit Auwaldcharakter auf feuchteren Böden.



    Bilder (Anklicken ---> Vollversion!):









    Verwechslungen: Ceriporia purpurea ist durch die Färbung und die großen Sporen gut definiert. Andere Arten der Gattung unterscheiden sich durch andere Farbverläufe (zB mehr weiß bleibend wie Ceriporia erticulata) oder kleinere Sporen (wie zB Ceriporia excelsa).
    Makroskopisch gibt es sehr ähnliche Arten in der Gattung Ceriporiopsis (die häufigste wäre Ceriporiopsis gilvescens), aber alle Arten der Gattung Ceriporiopsis bilden Septen mit Schnallen aus.
    Chaetoporellus latitans hat Zystiden, Schnallen und kleinere, sehr schmale Sporen.
    In den Gattungen Rigidoporus und Physisporinus gibt es Arten ohne Schnallen an den Septen, aber keine Art in diesen Gattungen hat so große, allantoide Sporen.
    Junghuhnia –“ Arten haben kleinere Sporen und dickwandige, inkrustierte Pseudozystiden.
    Makroskopisch ähnlich ist Schizopora flavipora, die durch rundliche bis breitelliptische, kleinere Sporen, kopfige Pseudozystiden und Schnallen an den Septen leicht zu unterscheiden ist.
    Resupinat wachsende Saftporlinge (Oligoporus s.l., insbesondere Rhodonia placenta) haben ebenfalls Schnallen.
    Auriporia aurulenta: durch kleinere Sporen, Lamprozystiden, Septen mit Schnallen leicht zu unterscheiden.
    Aporpium canescens und Aporpium macroporum sind deutlich dimitisch.
    Ebenso wie die eine oder andere, makroskopisch +/- ähnliche Antrodia –“ Art.


    Vergleichsvorschläge:
    >Ceriporia excelsa = Violettroter Wachsporling<
    >Ceriporia reticulata = Netziger Wachsporling<
    >Ceriporiopsis gilvescens = Verfärbender Wachsporling<
    >Chaetoporellus latitans = ???<
    >Rigidoporus undatus = ???<
    >Physisporinus sanguinolentus = Rötender Wachsporling<
    >Junghuhnia lacera = Großporiger Resupinatporling<
    >Schizopora flavipora = Gelbporiger Spaltporling<
    >Antrodia hyalina = Durchscheinende Braunfäuletramete<
    >Rhodonia placenta = Rosafarbiger Saftporling<
    >Auriporia aurulenta = Duftender Goldporling<
    >Aporpium canescens = Bräunender Phragmobasidienporling<

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