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Voreilender Dachpilz?

  • Hallo zusammen,


    auf unserer heutigen Suche nach Morcheln - leider keine gefunden - lief uns dieser Pilz ins Netz:


    Fundort: Mischwald, mehr Fichten als Buchen auf einem schon länger gelagerten Haufen Fichtenreisig und Holz. Da wird wohl schon seit Jahren immer wieder Reisig hingebracht, zum Teil schon zu richtig schönem Humus zersetzt.


    Hut: Gebuckelt, braun, in der Mitte dunkler, die älteren Pilze heller braun, die jungen sind um einiges dunkler. Der größte Pilz war etwas 10 cm und ausgebreitet wie der typische Rehbraune Dachpilz. Hut leicht feucht und glänzend, aber nicht schmierig.


    Lamellen: bei den jungen Pilzen weiß, bei den älteren gelblich mit einem Hauch rosa, frei, gegabelt (wobei ich mir nie sicher bin, ob das nicht Zwischenlamellen sind).


    Stiel: an der Basis verdickt, mit bräunlichen Längsfasern, manche Stiele etwas verdreht. Oft wuchsen zwei Pilze nebeneinander, deren Stiel an der Basis verbunden war. An der Stielspitze heller, Richtung ins Bräunliche übergehend.


    Geruch: nach nichts Speziellem, auch nicht unbedingt pilzig, einfach nach Wald irgendwie.


    Geschmack: mild, eher nach nichts, zumindest konnte ich keine Geschmacksrichtung identifizieren.


    Sporenfarbe: noch weiß ich es nicht, einer liegt zum Aussporen da.


    Und hier zwei Fotos:




    Sind denn die Dachpilze schon so weit?!


    Grüßle


    Heide

    Liebe Grüßle

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  • Vergleiche mal deinen Fund mit Frühlings-Weichritterling (Melanoleuca cognata)


    Hallo Sven,


    dankeschön, Volltreffer, das müsste er sein. Ich habe immer noch Probleme mit freien Lamellen und ausgebuchtet mit Zahn angewachsen, die Unterscheidung krieg ich irgendwie nicht auf die Reihe ... :(


    Grüßle
    Heide

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  • So, nun sind die Sporen da - und zwar weiß. Was mich irritiert: Im "Handbuch für Pilzsammler" von Andreas Gminder ist die Sporenfarbe für den Frühlings-Weichritterling als ockergelb angegeben, ansonsten überall weiß (im Netz und u.a. im Grundkurs Pilzbestimmung von Rita Lüders). Ist das im Handbuch Gminder nun ein Fehler oder nicht? :hmmnmz:


    Grüßle


    Heide

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  • So, nun sind die Sporen da - und zwar weiß. Was mich irritiert: Im "Handbuch für Pilzsammler" von Andreas Gminder ist die Sporenfarbe für den Frühlings-Weichritterling als ockergelb angegeben, ansonsten überall weiß (im Netz und u.a. im Grundkurs Pilzbestimmung von Rita Lüders). Ist das im Handbuch Gminder nun ein Fehler oder nicht? :hmmnmz:


    Grüßle


    Heide


    Hallo,


    nein, das ist kein Fehler, für Weichritterlinge gilt allgemein: weißes Sporenpulver. Die Spp-Farbe ist für die Bestimmung von Lamellenpilzen von großer Bedeutung, man kann sie nutzen um sich einen groben Überblick über die Gattungen und Familien zu machen. Im Gegensatz zu den anderen Weichritterlingen hat der Frühlings-Weichritterling aber leicht gelbliches Spp. und fällt damit etwas aus dem Rahmen. Wers weiß, hat aber bei der Bestimmung einen Vorteil: Erkennt man den Weichritterling als solchen, ist er unverwechselbar (cognata = Cognacfarben, Anspielung auf die Lamellenfarbe im Alter).


    lg björn

    Projekt Fungi: 3277

    [FERTIG] Band 1a: 440 Pyrenomyceten mit 0-1fach sept. Sporen; Band 1b: 380 Pyrenomyceten mit 2-M.

    Band 2a: Pezizomycetes, Hypogäische Eurotiomycetes, Lecanoromycetes, Arthoniomycetes

    Band 2b: Leotiomycetes, Geoglossomycetes, Taphrinomycetes, Laboulbeniales, Orbiliomycetes

    Band 3: Rindenpilze, Heterobasidiomycetes, Cyphelloide Pilze
    Schwarzwälder Pilzlehrschau

  • Hallo Björn,


    nachdem ich das Sporenpulver mit einer Rasierklinge zusammengeschoben habe, ist schon ein leicht gelblicher Stich zu erkennen, aber unter Ockergelb stelle ich mir da schon eine andere Farbe vor, viel intensiver. ;-) Die Lamellen des Pilzes sind inzwischen nicht mehr weiß, sondern haben eine warme helle Cognacfarbe angenommen, daher speichere ich ihn nun endgültig als Frühlings-Weichritterling ab.


    Grüßle und schöne Osterfeiertage


    Heide

    Liebe Grüßle

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