Hallo Jan!
Ich bin da bei Pablo, Tubaria ist extrem hygrophan, durchfeuchtet braun (siehe kleinen Fruchtkörper), abtrocknend fast weiß.
VG Ingo W
Hallo Jan!
Ich bin da bei Pablo, Tubaria ist extrem hygrophan, durchfeuchtet braun (siehe kleinen Fruchtkörper), abtrocknend fast weiß.
VG Ingo W
Hallo Tuppie!
Irgendso eine App wollte Zugriffsrechte bestätigt haben. Möglicherweise geht das jetzt, aber auf dem Smartphone finde ich jetzt die Bilder nicht mehr.
Vielleicht kannst du ja die 3 Bilder vom Morgen schon mal hochladen in der Rätselecke (nur, falls du Zeit hast).
Ansonsten probier ich das heute Abend von zu Hause.
Grüße
Ingo
Hallo zusammen!
Also die 2 Minipilze, welche nach getrockneten Schweißfußsocken rochen, das waren 2 unbestimmte Schleierlinge.
Der Pappelschüppling riecht angekratzt an der Stielbasis recht eindeutig nach Kohlrabi, im Hut-/Stielbereich ohne zu kratzen, hatte sich die Mehrzahl der "Probanten" dafür ausgesprochen, dass Geruchsrichtung "Innenseite einer unreifen Bananenschale im Stielbereich" (Idee war von Isa glaub ich?) besser passt als süße Nüsse, Haferflocken oder Müsli.
An Chorknabe erinnere ich mich noch sehr gut. Angebundenes Baby als Kennzeichen ist natürlich auch nicht schlecht. Namensschilder scheinen mir manchmal so unlebendig.....
Der anwelkende Rettich-Helmling mit Mohnkuchengeruch hatte zuletzt eine fast 100%-ige Trefferquote bei der geruchlichen Nachvollziehung.
Am interessantesten waren für mich wieder die Arten, welche 2-gleisig fahren, also bei denen strikt entweder der eine oder der andere Geruch wahrgenommen wird ("eher negativ erdig dumpf" versus "positiv angenehm fruchtig")
VG Ingo W
Hallo Harald!
ZitatDer Fund stammt von einer Rund hinter Siegen und ist nicht auf die schnelle neu zu finden. Ich habe ihn auf "Wiedervorlage" und werde mich dann melden.
Ok., ist jetzt auch nicht überlebenswichtig. Aber kann ja sein, dass der dir nochmal begegnet.
Es gibt nicht selten Pilzfunde in dem Metier, bei denen man vermuten muss, dass die nicht beschrieben sind.
Oder vielleicht auch schon vielfach gefunden, aber trotzdem noch ohne offiziellen Namen. Daten sammeln ist da immer gut.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Ich versuch mal Stück für Stück auf alle Fragen zu antworten.
Die Hemiamyloidotät der Asci-Pori hast du ja jetzt nochmal bestätigt. Die schließt dann auch Niptera lacustris aus.
Um Mollisia sauber zu identifizieren oder eine andere verwandte Gattung auszuschließen, müsste man die lebendigen Paraphysen dokumentieren, ob da lichtbrechende Vakuolen drin sind oder nicht und am besten noch, wie die mit KOH reagieren.
mollisia-paraphysen-vakuolen33511.php
Dextrinoide Färbung des Inhalts der Asci hat man oft. Das ist reifegradabhängig, da habe ich noch nichts feststellen können, was irgendwie für eine Bestimmung hilft.
Die punktuelle Rotfärbung, die du den Sporen zuschreibt, müsste man genauer herausstellen. Das sind vielleicht darunterliegende rotgefärbte Pori?
Die von dir als dextrinoid bezeichnete Fruchtschicht sehe ich lediglich als angefärbt. Ich sehe da keine chemische Reaktion. Jodlösungen machen ja braun.
Was war's noch?
Also mir sagt dein Fund erst mal nichts, deswegen hätte ich den ja gern, falls du den wiederfindest.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Hattest du Zotto kontaktiert?
Natürlich wird hier jeder Beteiligte neugierig sein, was er zur Orbilia sagte.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Hemiamyloide Reaktion bedeutet ja auch, dass die rote Porusreaktion mit KOH-Vorbehandlung oder bei Verwendung von schädigenden Reagenzien unter Umständen unentdeckt bleibt, weil der Porus dann blau reagieren kann. Daher hast du auch welche, die blau sind.
info-hemiamyloiditaet-pezicula-mcol-0129011.php?group_id=7361&position=15
Deshalb wäre es wichtig für helotiale Becherchen Baralsche Lösung oder Lugol zu verwenden, das wirkt weniger lethal.
Nur diese Hemiamyloidreaktion allein für sich ist schon ein Killkriterium für Mollisia hydrophila. Die kann das nicht.
Mollisia hydrophila darf überaltert selten ein paar wenige Sporen mit Septierung haben, das ist aber die Ausnahme. Das ist mit der Gminder-Schlüssel-Aussage auch so gemeint.
Bei dir sind die aber nur septiert, da sind ja unseptierte die Ausnahme. Daneben passt die Spindelform nicht und die Sporenbreiten sind zu groß. Das schmeißt M. hydrophila nochmal astrein raus.
Mollisia hydrophila ist noch nicht endgültig klar definiert, man schaue nach den Aussagen zu Subikulum, und KOH-Reaktion der Paraphysenvakuolen (Sequenzierung kann da Klarheit schaffen, eine Sequenz ist schon da aus der Zeit mit Florian).
Es ist also eine Art möglich, die "von-bis" kann oder auch ein Formenschwarm mit leicht verschiedenen Eigenheiten. Dabei ist die Ausprägung Subikulum und KOH-Reaktion verhandelbar, aber nicht die Sporen und die Porusreaktion.
Wenn du irgendwo neben dem Porus eine rote Reaktion wahrgenommen hast, dann müsstest du das zeigen oder beschreiben. Es gibt mehrere Möglichkeiten angefangen von dextrinoider Reaktion des Inhalts von Asci bis Zerlegung der Farben durch die Optik, was dann manchmal an Rändern von untersuchten Bauteilen zu beobachten ist.
Ein naher Verwandter zu deinem Fund könnte vielleicht auch Mollisia pilosa sein, der funktioniert ähnlich:
mollisia-pilosa-160618-tr-fp291-mcol-01jj39439.php?group_id=39438&position=166
Wie gesagt, Aussagen oder Bilder zum Inhalt der Paraphysen und der Sporen wären gut.
Im Exsikkatmaterial ist vieles wichtige zerstört, ich weiß nicht, ob das Sinn macht mit dem Wiederbeleben, aber die Inhalte könnten vielleicht nach so viel Zeit trotzdem noch erkennbar sein.
Ich bleibe neugierig.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Wie sicher ist Phragmitis?
Freischwimmende Sporen waren wohl nicht da? Sporeninhalt wäre gut zu wissen.
Ich bewerbe mich schon mal, falls du eine vitale Kollektion findest mit mindestens 20 Becherchen, dann hätte ich die gern!
Nichts, was ich schon kenne, könnte aber eventuell das sein, was im Andreas-Gminder-Schlüssel auf Position 100 mit Mollisia spec. M006 steht.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Nur kurz von der Arbeit: das ist was besseres, denn hemiamyloide Porusreaktion (keine Kongorotverschleppung) und spindelige septierte Sporen schließen Mollisia hydrophila aus.
Schade, dass die Becherchen recht zerfleddert sind, denn geschädigt entwickeln die Bauteile ein ungesundes Eigenleben.
Ich melde mich heute Abend nochmal.
VG Ingo W
Hallo PilzMichi!
Deinen Beitrag kannst du ja bearbeiten und die Bilder sicherlich in die richtige Reihenfolge bringen.
Bei der Gelegenheit schreibst du gleich noch was zum Fundort, Geruch (ich könnte mir ja was spermatisches vorstellen) und was du sonst noch so über die Arten rausgefunden hast.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Rechts oben sind 2 Denkblasen für Konversation. Darüber habe ich dir jetzt was geschickt.
Melde dich mal, wenn es funktioniert hat.
Zotto weiß Bescheid.
Grüße
Ingo
Hallo Harald!
Früher konnte man im Hintergrund miteinander kommunizieren. Mal sehen, wo das jetzt in der neuen Benutzeroberfläche ist.
Etwas Geduld bitte.
Grüße
Ingo W
Hallo!
Ich hätte ja den trockenen Fruchtkörper einfach mal wieder dem Wasser ausgesetzt. Vielleicht hätte er dann ja wieder eine dunkle Farbe angenommen?
peniophora-quercina-090418-01xs6781.php
Ansonsten bin ich inzwischen schon überzeugt. dass das mit P. quercina passt.
Am Anfang wollte ich es eigentlich nicht recht glauben.
VG Ingo W
Hallo Harald!
Der Felli hat ja beinahe schon alles Wesentliche geschrieben.
Ich denke, Orbilia sarraziniana ist ein guter Name für die Aufsammlung.
Auf dem letzten Mikro rechts unten sieht man, dass die Sporenkörper der oberen Sporen im Ascus unten sind, was gut zu O. sarraziniana passt.
Die Problematik mit O. sarraziniana, O. luteorubella und O. rosea ist schon ordentlich.
Hilfreich zur Klärung wäre das Auffinden der Nebenfruchtform. Die muss man sich wie septierte Blutegel vorstellen, um die 30 µm lang. Selbst ist mir das bei denen aber noch nicht gelungen.
Gestern hatte ich mal spindelige NFFs von O. rectispora (rechtes Bild):
orbilia-rectispora-180803-mcol-01jj40386.php?group_id=40383&position=2
Da sich Zotto mit der Materie auseinandersetzt, würde ich ihn persönlich kontaktieren. Solange es um Orbilia geht mit so schönen Mikrobildern und Funddaten sind E-Mails gern gesehen.
Solltest du E-Mail-Adresse benötigen, kontaktiere mich.
Viele Grüße
Ingo W
P.S.:
Übrigens Harald, dafür, dass du dich nicht mit Orbilia beschäftigst, hast du ziemlich viel gut erkannt und beschrieben. Hut ab!!
Hallo Christoph!
Ist ja toll, dass du sowas schon mal woanders fotografiert hast.
Kennst du da irgendwie die Funktion oder Bedeutung oder den Zusammenhang?
Ist das fester Bestandteil der Hundsrute oder hast du solche Strukturen eben gerade dort gefunden und vermutest eine Zugehörigkeit?
Mit dem Holz hast du wohl recht, so rillig sollte Kiefer nicht sein.
VG Ingo W
Hallo beli!
Die Verwirrung stammt aus einer Zeit als man beide Arten, also 1. Exidia nigricans/plana (= Hexenbutter, Warziger Drüsling) und 2. Exidia truncata (Abgestutzter oder Stoppeliger Drüsling) für das gleiche hielt.
Beide liefen unter Exidia glandulosa, heute wissen wir, es sind zwei verschiedene. Aktuell korrekt ist Exidia nigricans für den Warzigen und Exidia glandulosa für den Stoppeligen.
Interessierst du dich für aktuelle Namen sind solche Seiten empfehlenswert:
Species Fungorum - Search Page
Gib hier z.B. Exidia truncata ein, so kriegst du den aktuellen glandulosa ausgeworfen, oder gib Exidia plana ein, so wirst du zu nigricans geleitet.
"Mycobank" wäre die Alternative dazu:
Natürlich müssen auch solche Seiten nicht immer korrekt sein, Exidia pithya (auf Nadelholz) wird auf Index fungorum z.B. als Synonym zu nigricans gesehen.
Warum der Drüsling von Nosozia nicht Exidia nigricans sein kann, schrieb ich ja oben schon. Ihrer hat eine glänzige und eine matte, fast samtige Seite, damit ist das also klar der Stoppelige Drüsling in jung.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
da gehe ich voll mit und werfe als weiteren lateinischen Namen für den Warzigen Drüsling noch Exidia nigricans dazu.
LG, Jan-Arne
Hallo Jan-Arne!
Genau, ich vergesse immer irgendwas: Exidia nigricans ist der aktuellste Name für den Warzigen.
Danke für die Ergänzung!
VG Ingo W
Hallo Helmut!
Ich hätte ja beim Rindenpilz glatt an Phlebiopsis gigantea gedacht, den Großen Zystiden-Rindenpilz wegen der opalisierenden Blaugraufarbe. Nicht vielleicht auf dickem Kiefernholz gewachsen?
phlebiopsis_gigantea_bt1678.html
Die Strukturen würde ich für was Fremdes halten. Da sind doch auf dem Pilz gar keine pilzigen Zellen, oder? Wie groß sind denn die Teile?
VG Ingo W
Hallo Nosozia!
Ich halte deinen Drüsling für Exidia glandulosa im Sinne von Exidia truncata, also den Abgestutzten oder Stoppeligen Drüsling. Auf deiner Aufnahme sind eigentlich beide Seiten, also die glänzige und die stoppelige raue Seite, gut zu sehen.
Wenn was fast nicht vom Substrat absteht und es etwas hirniger aussieht und das ganze weniger große Einzelfruchtkörper produziert, außerdem keine raue stoppelige Seite vorhanden ist, dann ist es Exidia glandulosa im Sinne von Exidia plana, dem Warzigen Drüsling, den wahrscheinlich, aber nicht ganz sicher, beli abbildet.
VG Ingo W
Gnihihihi!
Im Fingahuuut..... putzich is!
Auch der Verschreiber der "kleinen Staunpelzchen".
Schüssi!
Ja genau: Tschau!
Hi Pablo!
Der ist eigentlich nicht mal selten, man muss halt danach schauen.
Am liegenden Schilf sind an den wassernahen Stängelteilen allerhand Mollisien , dann kommen oft Haarbecherchen und an den trockeneren Stellen ist dann Calycina/Bisporella scolochloae. Sieht übrigens aus wie Bisporella sulfurina/claroflava.
VG Ingo W
Hallo!
Doch, wenn man sich mit Schilf beschäftigt, braucht es nicht lange bis man die Art hat.
VG Ingo W
In Facebook schrieb mir Ingo W., daß er Dasyscyphella nivea am wahrscheinlichsten findet aufgrund des Substrates (Eiche) und der Beschaffenheit der Haare.
Hallo!
Dazu muss ich erklären, dass ich erwähnten Begleitpilz Hymenochaete rubiginosa (Rotbraune Borstescheibe) nur von Eiche kenne, allerdings wird er selten auch an Buche oder Kastanie erwähnt, was ich als ungläubiger Jonas ja erstmal auf die normale Fehlerquote beim Substratbestimmen schiebe.
Selbst wenn er anderes Substrat besiedelt, sind das wohl ungefähr 2% von Hundert.
Lachnum virgineum würde ich mikroskopisch ausschließen wollen, die Art gehört zu den Langhaarigen, welche im Frühjahr meist auf dünnerem Substrat wächst.
Blieben für den Winter noch die 2 kurzhaarigen (Pablo erwähnte sie schon) Lachnum impudicum und brevipilosum, welche irgendwie dünnfleischiger und dünnstieliger sind und noch kürzere Haare hätten.
Und natürlich gäbe es auch noch die Möglichkeit, dass es eine Art ist, welche ich nicht auf dem Schirm habe.
Insgesamt gesehen gebe ich dem abgebildeten Becherchen aber etwa 80% Dasyscyphella nivea, zumal die Art recht gerne Totholz von Eiche besiedelt.
VG Ingo W
