Beiträge von Ingo W

    Hallo PilzMichi!


    Deinen Beitrag kannst du ja bearbeiten und die Bilder sicherlich in die richtige Reihenfolge bringen.

    Bei der Gelegenheit schreibst du gleich noch was zum Fundort, Geruch (ich könnte mir ja was spermatisches vorstellen) und was du sonst noch so über die Arten rausgefunden hast.


    VG Ingo W

    Zitat

    Gnausmann weiß:

    "Und anhand deines Pilzvereins ist schon ersichtlich daß wir dich auf den Dezember vorbereiten müssen ... um dich dann zu überzeugen g:D ... daß du auch hier im APR eingeschrieben sein solltest. :gzwinkern:"

    Gnihihihi!

    smileys-hexen-638731.gif

    (Gnolm-Smilies find ich grade nicht.)

    Hallo Harald!


    Der Felli hat ja beinahe schon alles Wesentliche geschrieben.

    Ich denke, Orbilia sarraziniana ist ein guter Name für die Aufsammlung.

    Auf dem letzten Mikro rechts unten sieht man, dass die Sporenkörper der oberen Sporen im Ascus unten sind, was gut zu O. sarraziniana passt.


    Die Problematik mit O. sarraziniana, O. luteorubella und O. rosea ist schon ordentlich.

    Hilfreich zur Klärung wäre das Auffinden der Nebenfruchtform. Die muss man sich wie septierte Blutegel vorstellen, um die 30 µm lang. Selbst ist mir das bei denen aber noch nicht gelungen.

    Gestern hatte ich mal spindelige NFFs von O. rectispora (rechtes Bild):

    orbilia-rectispora-180803-mcol-01jj40386.php?group_id=40383&position=2


    Da sich Zotto mit der Materie auseinandersetzt, würde ich ihn persönlich kontaktieren. Solange es um Orbilia geht mit so schönen Mikrobildern und Funddaten sind E-Mails gern gesehen.

    Solltest du E-Mail-Adresse benötigen, kontaktiere mich.


    Viele Grüße

    Ingo W


    P.S.:

    Übrigens Harald, dafür, dass du dich nicht mit Orbilia beschäftigst, hast du ziemlich viel gut erkannt und beschrieben. Hut ab!!

    Hallo Christoph!


    Ist ja toll, dass du sowas schon mal woanders fotografiert hast.

    Kennst du da irgendwie die Funktion oder Bedeutung oder den Zusammenhang?

    Ist das fester Bestandteil der Hundsrute oder hast du solche Strukturen eben gerade dort gefunden und vermutest eine Zugehörigkeit?


    Mit dem Holz hast du wohl recht, so rillig sollte Kiefer nicht sein.


    VG Ingo W

    Hallo beli!


    Die Verwirrung stammt aus einer Zeit als man beide Arten, also 1. Exidia nigricans/plana (= Hexenbutter, Warziger Drüsling) und 2. Exidia truncata (Abgestutzter oder Stoppeliger Drüsling) für das gleiche hielt.


    Beide liefen unter Exidia glandulosa, heute wissen wir, es sind zwei verschiedene. Aktuell korrekt ist Exidia nigricans für den Warzigen und Exidia glandulosa für den Stoppeligen.

    Interessierst du dich für aktuelle Namen sind solche Seiten empfehlenswert:

    Species Fungorum - Search Page

    Gib hier z.B. Exidia truncata ein, so kriegst du den aktuellen glandulosa ausgeworfen, oder gib Exidia plana ein, so wirst du zu nigricans geleitet.

    "Mycobank" wäre die Alternative dazu:

    MycoBank Database


    Natürlich müssen auch solche Seiten nicht immer korrekt sein, Exidia pithya (auf Nadelholz) wird auf Index fungorum z.B. als Synonym zu nigricans gesehen.


    Warum der Drüsling von Nosozia nicht Exidia nigricans sein kann, schrieb ich ja oben schon. Ihrer hat eine glänzige und eine matte, fast samtige Seite, damit ist das also klar der Stoppelige Drüsling in jung.


    VG Ingo W

    Zitat

    BTW: die Schuhe sind Größe 41, und mir leider doch zu schmal vorne...... Falls sie jemand gegen Unkosten und Porto (also dann ca 18 Euro) haben möchte, also die Schuhe, ....

    Nümma lang Winta is, gnähnnn.


    Somma-Schlafschuh schön anmalt hast!


    Gnachti!!

    Hallo Ingo,

    da gehe ich voll mit und werfe als weiteren lateinischen Namen für den Warzigen Drüsling noch Exidia nigricans dazu. ;)

    LG, Jan-Arne

    Hallo Jan-Arne!


    Genau, ich vergesse immer irgendwas: Exidia nigricans ist der aktuellste Name für den Warzigen.

    Danke für die Ergänzung!


    VG Ingo W

    Hallo Helmut!


    Ich hätte ja beim Rindenpilz glatt an Phlebiopsis gigantea gedacht, den Großen Zystiden-Rindenpilz wegen der opalisierenden Blaugraufarbe. Nicht vielleicht auf dickem Kiefernholz gewachsen?

    phlebiopsis_gigantea_bt1678.html


    Die Strukturen würde ich für was Fremdes halten. Da sind doch auf dem Pilz gar keine pilzigen Zellen, oder? Wie groß sind denn die Teile?


    VG Ingo W

    Hallo Nosozia!


    Ich halte deinen Drüsling für Exidia glandulosa im Sinne von Exidia truncata, also den Abgestutzten oder Stoppeligen Drüsling. Auf deiner Aufnahme sind eigentlich beide Seiten, also die glänzige und die stoppelige raue Seite, gut zu sehen.


    Wenn was fast nicht vom Substrat absteht und es etwas hirniger aussieht und das ganze weniger große Einzelfruchtkörper produziert, außerdem keine raue stoppelige Seite vorhanden ist, dann ist es Exidia glandulosa im Sinne von Exidia plana, dem Warzigen Drüsling, den wahrscheinlich, aber nicht ganz sicher, beli abbildet.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Der ist eigentlich nicht mal selten, man muss halt danach schauen.
    Am liegenden Schilf sind an den wassernahen Stängelteilen allerhand Mollisien , dann kommen oft Haarbecherchen und an den trockeneren Stellen ist dann Calycina/Bisporella scolochloae. Sieht übrigens aus wie Bisporella sulfurina/claroflava.


    VG Ingo W


    In Facebook schrieb mir Ingo W., daß er Dasyscyphella nivea am wahrscheinlichsten findet aufgrund des Substrates (Eiche) und der Beschaffenheit der Haare.


    Hallo!


    Dazu muss ich erklären, dass ich erwähnten Begleitpilz Hymenochaete rubiginosa (Rotbraune Borstescheibe) nur von Eiche kenne, allerdings wird er selten auch an Buche oder Kastanie erwähnt, was ich als ungläubiger Jonas ja erstmal auf die normale Fehlerquote beim Substratbestimmen schiebe.
    Selbst wenn er anderes Substrat besiedelt, sind das wohl ungefähr 2% von Hundert.


    Lachnum virgineum würde ich mikroskopisch ausschließen wollen, die Art gehört zu den Langhaarigen, welche im Frühjahr meist auf dünnerem Substrat wächst.


    Blieben für den Winter noch die 2 kurzhaarigen (Pablo erwähnte sie schon) Lachnum impudicum und brevipilosum, welche irgendwie dünnfleischiger und dünnstieliger sind und noch kürzere Haare hätten.
    Und natürlich gäbe es auch noch die Möglichkeit, dass es eine Art ist, welche ich nicht auf dem Schirm habe.
    Insgesamt gesehen gebe ich dem abgebildeten Becherchen aber etwa 80% Dasyscyphella nivea, zumal die Art recht gerne Totholz von Eiche besiedelt.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich finde das ziemlich widersprüchlich. Wenn was nach Gurke schmeckt, dann muss das doch auch an Verletzungen zu riechen sein.
    Gäbe ja einige braune Trichterlinge mit Mehl-/Gurkengeruch.


    Wenn allerdings der Geruch alkalisch ist (ist da dieser nitröse, chlorartige Geruch damit gemeint?), wäre das eine völlig andere Richtung.


    Für Rhodocybe nitellina würde mir eigentlich die Lamellenhaltung nicht sehr zusagen.


    Wäre es ein Winterfund, würde ich mich zu Pablo setzen, weil die weißen Gift-Trichterlinge schon auch so fleischfarben braun umfärben können bei widrigen Bedingungen.......
    http://www.hlasek.com/clitocybe_cerussata1en.html
    ....., aber so fällt mir nichts hilfreiches ein.


    VG Ingo W

    Hallo Claudia!


    Danke für Engegement und die Ehrlichkeit.


    Interessant wäre jetzt noch, warum das nicht gleich beim Ankratzen geklappt hat. Frost und Trockenheit sind Möglichkeiten.


    Ich hätte bei Nichtröten dann auch nicht mehr weiter gewusst, denn Amylostereum ist einfach nicht so grazil.


    Hu, Schweiß abwisch, noch mal Glück gehabt.


    Erleichterte Grüße
    Ingo W

    Hallo Claudia!


    Solange du bei Nr.5 kein Foto zeigst, wo du im weißen Bereich drübergekratzt hast, kann ich das als Dauerskeptiker nicht akzeptieren, dass der nicht rot anlaufen soll. Bitte nicht verübeln, aber ich tu mir wahnsinnig schwer jetzt gerade was anderes zu sehen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also Nr. 6 und Nr. 8 finde ich sogar sehr typisch für Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling), da verstehe ich beinahe nicht, was das anderes sein sollte.


    Linde und Exidia cartilaginea fiel mir auch gleich ein.


    Bei Nr. 5 hat die Wutzi-Claudia wohl ein klein wenig geschludert. Sich über fehlende Zonierung Gedanken machen, aber nicht mitkriegen, dass das Ding keine Poren hat und verletzt im weißen Bereich rot anläuft.
    Der Besen sei mein, wenn das nicht Stereum sanguinolentum ist, und ich finde den von den Farben her auch nicht eingetrocknet, der sieht doch frisch aus.
    Allerdings kann man den dort geschriebenen Text schon sehr missverständlich auffassen, weil nämlich drunter ein Text viel dichter an diesem Bild dran steht und dort Laubholz als Substrat angibt.


    Kannst ja mal drauf achten, dass der Text am zugehörigen Bild klebt, das macht vieles einfacher.
    Auch die Suchmaschinen funktionieren so, dass sie den nächsten Text nach dem Namen durchsuchen.
    Wenn du mal bei Google-Bildersuche statt deinem gesuchten Pfifferling einen Steinpilz gezeigt kriegst, dann ist die Ursache meist das angesprochene.


    Bei Nr. 7 bin ich bei Pablo. Selbst, wenn die dünn angewachsen wäre, ich finde den Farbverlauf zu Tr. ochracea passend.
    Wobei das schon stimmt, diese hellen Schmetterlings-Trameten sehen manchmal furchtbar ähnlich aus. Aber wenigstens in dem gezeigten Stadium verraten sie sich meistens.
    Falls das Thema Trametes versicolor und ochracea mal großzügig sequenzorisch untersucht wird, wird es mich nicht wundern, wenn da nicht alles eindeutig zuordenbar ist.


    Zitat


    Verreum varibilis


    Bitte mit "F" und für hinten schenke ich dir noch ein "a".


    VG Ingo W

    Hallo Adi!


    Zitat


    Könnte dieser flache gelbliche, eher kleine Baumpilz nicht auch zu den "Schichtpilzen Stereum" gehören?


    Hört sich nach einer Vorgeschichte an, und dass der Pilz erst einen anderen Namen hatte?


    Das ist Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) und zwar unterseitig am Substrat wachsend, da kommt die Hütchenbildung etwas zu kurz. Oft hat man aber seitlich am Substrat auch Fruchtkörper, bei denen man dann die striegelige Oberseite der Hütchen ansehen kann.


    Am unteren Ast ist die Fruchtschicht vielleicht eher ockerbraun, weil der trockener gelegen hat oder gefriergetrocknet ist?
    Das könnte man zumindest reininterpretieren, wenn man manche Ränder als eingerollt ansieht.


    Sollte das nicht der Fall sein, müsste man mit dem Ästchen-Schichtpilz (Stereum rameale) vergleichen.


    VG Ingo W

    Hallo Claudia!


    Zitat


    Deine Frage richtet sich ja an Pablo, aber gibts nicht bei den Pilzen nichts, das es nicht gibt?


    Übertrieben gesprochen: wenn der Steinpilz auch mit Lamellen vorkommen könnte und der Düngerling weißes Sporenpulver haben dürfte, dann könnte man Pilze nicht bestimmen.
    Für mich wäre das radiale Einreißen des Hutes ein Ausschlusskriterium für Melanoleuca (Weichritterling). Die Frage ist lediglich, ob ich recht habe.


    VG Ingo W
    [hr]


    Hallo!


    Was haltet ihr beim Unbestimmten vom Seifenritterling?
    Zugegeben: Sehr braun, aber Ritterlingshabitus, hellerer Hutrand, die wachsig-klebrige Optik.


    LG, Jan-Arne


    Ich hatte auch schon an Ritterling gedacht. Die Richtung zu Tr. inocybioides hätte mir gefallen, aber irgendwie reichts nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Habe die Pithya vulgaris (Tannen-Dotterbecherling) aus der Rheinland/Pfalz zugeschickt bekommen, Kreis Trier-Saarburg.


    Sind jetzt im Januar auf Nadelholzreisig gefunden worden, wahrscheinlich Tanne.


    Hätte gar nicht gedacht, dass die so groß werden können, bis 13 mm.
    Pithya-vulgaris-180119-LiSoy-02xs.jpg


    Mikros:




    Der Verwechslungskandidat dazu wäre Pithya cupressina, welcher an Sadebaum, Wacholder, Zypresse wächst. Der hat ebenfalls kugelige Sporen, aber die sind mit Werten um 10 Mikrometer klar kleiner.


    Früher hatte man die beiden Arten synonymisiert. Die Pithya cupressina hat wohl etwas rötlichere Apos, vielleicht kommt dadurch der deutsche Sinnlos-Name Roter Tannenbecherling zustande.


    Ich plädiere ja dafür, Verbreiter und Verwender solcher Unnütznamen mit Herbst-Pilzsammelverbot, nicht unter 8 Wochen, zu bestrafen.


    Viele Grüße
    Ingo W