Hallo Horst!
Ja, sehe ich genauso wie Gerd schreibt. Dass einige Becher sich auch unter der Rinde entwickeln ist zu der Gerhardt-Angabe kein Widerspruch. Anders würde es wiegen, wenn du die Becher prinzipiell unter der Rinde hättest wachsen sehen oder noch schlimmer, auf der Rinde.
Auch Größenangaben musst du eher als Durchschnitt sehen, es wird bei Pilzen immer Ausreißer geben.
1-3 mm für Bisporella citrina ist recht klein angesetzt, bis 5 mm kann man da durchaus gehen. Man könnte jetzt auch diskutieren, ob die kleinere Zahl bei solchen Angaben eine Berechtigung hat, denn logischerweise waren alle Pilze nicht gleich mindestens 1mm im Durchmesser, müssen also auch irgendwann mal kleiner gewesen sein.
Zusätzlich kommen halt noch die persönlichen Erfahrungen des jeweiligen Autors zum Tragen.
Riefe ich hier zum Beispiel alle Forum-Spezies auf, eine gleiche, jedem bekannte Pilzart zu beschreiben, so wäre die Beschreibung jedes mal unterschiedlich.
Zitat
...Nun ja, Du hast ja genügend stichhaltige Gründe genannt die sicher schwerer wiegen, da sie den Aufbau des Pilzes betreffen.
Also sagen wir mal so. Ich muss mit meinen Chips ja auch vorsichtig hantieren ([warum ist eigentlich dieses Wort nicht von der Rechtschreibreform betroffen, kommt das nicht von Hand?]),
Bisporella steht für mich außer Frage, allerdings gibt es da noch eine großsporige Art, nennt sich Bisporella confluens, dürfte makroskopisch nicht unterscheidbar sein (ich hatte sie selbst wissentlich noch nicht).
VG Ingo W