Beiträge von Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Kirsche war ´s


    Passt auch schön zum linken Gesellen Radulomyces/Hyphoderma radula (Reibeisen-Rindenpilz.
    Corticium roseum kann ´s nicht sein, der hier gezeigte macht Hutkanten (oder sieht das nur so aus?). M.E. nach ist das wahrscheinlichste Stereum rugosum (Runzeliger Schichtpilz), da sollte die Hutkantenoberseite sich in Braun und Schwarz halten.
    http://www.velutipes.com/natural/stereum_rugosum.htm


    Was mich allerdings stört ist die relative Einfarbigkeit des gesamten Fruchtkörpers. So sieht man das eigentlich nur an abgetrockneten Fruchtkörpern, aber bei dir war ´s ja nass im Urlaub, oder?
    Ich könnte mir also durchaus noch den Ablösenden Rindenpilz (Cylindrobasidium evolvens/laeve) vorstellen, ich glaube, das ist sogar besser.
    http://www.leifgoodwin.co.uk/F…ndrobasidium%20laeve.html
    Allerdings hätte der eine häutige Konsistenz im Gegensatz zu Stereum, der eher an alten bröckeligen Fensterkitt erinnert.


    Falls Andreas (AK_CCM) noch mal vorbeischaut: hattest du dein Beispiel auf Fungiworld mikroskopiert?


    VG Ingo W


    Edit: Ob "glatt" in der Überschrift passt?

    Hallo Markus!


    Sehe erst jetzt, dass sich beim Thema noch was getan hat. Eigentlich müsste ich es nicht auch noch schreiben, aber von den zuletzt eingestellten Bildern hätte ich, ganz genau wie das Andreas schon geschrieben hat, im Hintergrund Zapfenrüblinge (Strobilurus) gesehen wegen zweifarbigem Stiel in Gelb und Weiß und im Vordergrund auf Zapfen-Helmling (Mycena strobilicola) getippt wegen glänzigem Hut, frisch (grau)braunen Farben am Stiel, ausgeprägtem Myzelfilz und relativ glockigem Hut.
    Oder wenn kein Zapfen, dann würde ich trotzdem zunächst an Mycena glauben, denn irgendwie sollten beim großen Fruchtkörper die Lamellen nicht mehr so schön weiß sein, wenn es sich um einen Rötling (Entoloma) handeln würde.
    Was Forum-Altes gefunden, wo Glanz (im Abtrocknen) und Hutform auch noch mal zu sehen ist:
    http://www.pilzforum.eu/board/printthread.php?tid=5827


    Bleibt die Frage, woher kommt deine Sporenpulver-Farbangabe. Irgendwas ist da sicher schief gelaufen. Hast du Bild gemacht?


    VG Ingo W

    Hallo Sven!


    Tja, was für schöne Funde, die entschädigen sicher die fehlenden Lorcheln.


    Ich haue mal in die Kerbe von Nobi, weil ich selbst gar nicht so recht an die Existenz von Lachnellula willkommii (Krebs-Nadelholzhaarbecherchen) glaube. An solch einem willkommii-Fund bin ich nämlich schon länger interessiert.
    Problem: PdS-willkommii ist ebenfalls occidentalis.
    Die richtige willkommi soll angeblich keine moniliformen Paraphysen haben. Das Dumme, junge occidentalis haben auch keine, diese moniliformen bilden sich mit der Reife erst auffällig.
    Sie soll größere Sporen haben, nämlich 21-24. Das Nochmal-Dumme: hier hält occidentalis mit, hatte ich auch schon mit Längen von bis 24.
    Und willkommii soll Porus negativ sein. Das Oberdumme: in occidentalis-Kollektionen befinden sich manchmal einzelne Becher, die nicht reagieren. Diese Nicht-Konstanz ist recht einzigartig bei Bechern, aber gerade in der Gattung Lachnellula mit Vorsicht zu genießen.


    Solltest du mit PdS bestimmt haben, hier sind die Sporen-Längenwerte für occidentalis so klein (12-17), dass man sich hier Gedanken machen muss, ob das nicht sogar eine andere Art ist. Oder eben unreif gewertet.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Für mich wäre Trametes suaveolens (Anis-Tramete) der Favorit. Sind halt vom letzten Jahr, aber die Wuchsweise, Dicke und das Einbräunen der Poren passt sehr gut.
    http://www.pilze-insa.de/pilzg…Trametes_suaveolens_1.htm
    Was nicht so optimal passt, ist der fehlende Anis-Geruch, aber das kann man in dem Alter sicherlich tolerieren.
    Der 2. wunde Punkt wäre Ahorn als Substrat. Weide wäre schöner gewesen, ich kenne die eigentlich bisher nur von Weide, Ahorn muss aber die Art sicherlich nicht völlig ausschließen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich werde mich da diesmal ein wenig zurückhalten mit einer makroskopischen Idee, mir sieht das alles zu unterschiedlich aus.
    Was Ulis Bild 03 betrifft, kann ich mir Irpex lacteus (Milchweißer Eggenpilz) oder eben Steccherinum oreophilum (Berg-Resupinatstacheling) vorstellen.
    Bei Ulis Bilder 02 und 03 (= Pablo-Bild 1) mit seinen scheinbar mehrspitzigen platten Stacheln kommt mir das schon wieder etwas fremder vor, aber wahrscheinlich sehen die dann trockener so aus (Netzbilder in dieser Art gibt es).
    Für alle Genannten kommt zumindest Radulomyces radula (Reibeisen-Rindenpilz) nicht in Frage, denn die Art entwickelt keine dünnen Hutkanten. Aus gleichem Grund ist Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) aus dem Rennen (Hutkanten höchstens dicke Knubbel), für den vielleicht die mehrspitzigen Stacheln der Bilder Uli 02 und 03 gesprochen hätten.


    Ja, und dann kommt noch Pablo-Bild 3 und 4, die wohl das gleiche sein sollen wie das Pablo-Bild 5. Da kann ich mich aber kaum reindenken, dass die zusammengehören. Ist aber wohl so, ich schmeiß hier aber das Handtuch.
    Vor Ort würde ich wohl auch nicht mehr wissen, würde aber wohl noch kontrollieren, ob die Hütchenbildung nicht tatsächlich zum oberen "Trametenpilz" gehört. Sollte es so sein, käme bei Farbe Gelb dann schon eher Radulomyces radula (Reibeisen-Rindenpilz) in Frage, sollte Farbe rötlich die richtige sein, widerrufe ich das aber ganz schnell wieder.
    Obwohl, mit diesem Riesen-Flächenwuchs ist es wohl doch was ganz anderes. Nach-Mikroskop-Schrei!!


    VG Ingo W

    Hallo Ix2!


    Danke für deine ausführlichen Informationen zum Projekt.

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    Wenn man auf einen Filterbutton klickt und 1 Sekunde gedrückt hält, öffnet sich die Hilfe und beschreibt was dieser Filter genau bedeutet.


    Finde ich genial, kann man gleichzeitig lernen.


    Kann sein, dass meine Skepsis daher rührt, dass ich selbst mit einer gewissen Vorkenntnis auf pilzigem Gebiet manchmal mit sämtlich angewandten Mitteln nicht zu einem befriedigenden Bestimmungsergebnis komme, ein Programm gefüttert, nur nach makroskopischen Gesichtspunkten, das aber schaffen will.


    Vielleicht sollte man hier nicht von "Pilze bestimmen", sondern von "mögliche Pilze vorschlagen" sprechen.


    Ansonsten ziehe ich schon den Hut, was ihr versucht.
    Das große Problem, das ist ja hier oft zur Sprache gekommen, und trifft genauso für die Arbeit mit Pilzbüchern zu, ist eben die korrekte Eingabe.
    Da nützt das Buch genausowenig und wie das Aussortierungsprogramm, wenn man z.B. mit dem Geruch "mehlartig" nichts anzufangen weiß.
    Ein Normalsterblicher, dessen Großvater nicht gerade in einer Mühle arbeitet, weiß das für gewöhnlich nicht (wäre vielleicht was für den Erklär-Button, kann man mit "angeschnittene Gurke" synonymisieren).


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    Übrigens der Testpilz –žSchwarzfaseriger Ritterling–œ (Tricholoma Portentosum) ist in den 1077 Pilzen dann auch enthalten! Man kann ihn ganz einfach Rausfiltern:
    [Stielfarbe –“ grün]
    [Geschmack –“ mehl]
    Da bleibt er sogar als einziges Ergebnis übrig.


    Bei Tricholoma portentosum würde z.B. auch keiner "grüner Stiel" eingeben. Der ist eigentlich weiß, kann aber (wie auch in den Lamellen) einen grünlichen Reflex/Schein haben.
    Bei grüner Stiel und mehlartigem Geruch sollte mindestens noch der Grünling, der ja inzwischen als recht giftig gilt, noch mit von der Partie sein.
    Oder ist der Grünling mit Stiel oliv gespeichert, dann müsste man das aber als Nutzer wieder wissen, dass zwischen oliv und grün ein Unterschied gemacht wird.
    Alles nicht so einfach, deshalb bewundere ich schon die Zeit, die ihr in das Projekt steckt.


    Ich finde übrigens nicht, dass das Thema im Thread zerredet wurde. Man wird halt mit was noch Neuem konfrontiert und äußert dazu seine Gedanken.


    Viele Grüße
    Ingo W

    Hallo Julia!


    Ncht, dass du denkst, dass deine Beiträge nicht gelesen werden. Wieder schöne Bilder und Einblicke!


    Wie stellt man eigentlch den Zusammenhang der verschieden aussehenden Entwicklungsstadien an oft unterschiedlichen Substraten her?
    Wie erkennt man, oder besser, woher weiß man, dass das alles der gleiche Pilz ist?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Kann auch die Wuchsweise hier ein Bestimmungskriterium sein?


    Schön erkannt. Serpula himantioides (Wilder Hausschwamm) wächst nämlich oft genauso, wie das dargestellt ist. An sehr morschem verrotteten Nadelholz, nicht selten ist das dreckig-schmutzig (kaum ein anderer Pilz toleriert so viel Erde und Fremdkörper), oft im Verborgenen.
    Hier habe ich mal die Farben gesammelt, die euch sicherlich nicht fremd erscheinen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…oides-100120-01xs5801.php


    VG Ingo W


    Edit: Übrigens erinnere ich mich auch gerade an Melanies Sandkastenfund vom letzten Jahr. Da hatte ich Probleme, die Art als solche zu erkennen, weil sie mir in relativ gut erhaltenem frischen Zustand viel zu gelb erscheint:
    http://www.pilzforum.eu/board/…en?highlight=himantioides

    Hallo Markus!

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    Da sich in den letzten 3 Stunden auf weißem Untergrund kein Sporenbild zeigt, vermute ich, dass die Sporenfarbe hell ist.


    Kann sein, dass er noch nicht reif ist. Ich vermute aber kein weißes Sporenpulver.
    Leg ihn doch auf einen durchsichtigen Plastebeutel/Glasscheibe (auch immer schön verdunstungsgeschützt abdecken, gelle, abtrocknend werfen die oft keine Sporen!), dann siehst du auch eventuelles weißes Sporenpulver.
    Ich würde meinen, das kann gut ein Rauchblättriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) sein. Im Frühjahr wachsen die meist nur einzeln oder zu wenigen.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

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    ...anderes ist eher blaser gehalten und ohne die auffälligen Flecken.


    Der Pilz an sich sieht auch ursprünglich recht hell aus mit Ocker in den älteren Bereichen. Nur manche verletzte Stellen färben rot oder eben im Alter dann auch mehr.
    Für den folgenden würde ich meine Hand ins Feuer halten.
    http://www.nahuby.sk/obrazok_detail.php?obrazok_id=29861
    Was auch bei frischwachsenden recht typisch ist, sind die sich am Rand wegstreckenden bäumchenartigen Fasern.
    Dieses von dir geschilderte leicht ablösende passt auf jeden Fall dazu. Wenn die aus Versehen trocknen, lösen sich die Fruchtkörper sogar vom Substrat ab.
    Aber eben die Heidelbeerfarbe......


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Bei dir gibt es wohl schon Heidelbeeren mit denen du rumgepanscht hast?
    Ich habe nicht die blasseste Ahnung, was es sein kann. Manche (Rinden)Pilze werden auch mal von Bakterien befallen und machen dann komische Farb-Spiränzchen. Bei Meruliopsis corium (Lederfältling) sieht man das nicht selten.
    Oder hier ist Plicatura crispa (Adernzähling) befallen. Allerdings hat ´s der Autor nicht mitbekommen, für ihn schien Phanerochaete sanguinea die bessere Lösung zu sein.
    http://calphotos.berkeley.edu/…large=0000+0000+0113+0279
    Edit: Halt!! Ich tue hier unrecht. Die Plicatura hat wohl den Farbstoff aufgenommen von der Phanerochaete (oder auch von was anderem, man ist sich da auch nicht sicher). Man sollte eben auch den Text lesen.


    Dieser Vorschlag mit Ph. sanguinea wäre natürlich im vorliegenden Fall auch eine Möglichkeit, Björn hat ja darauf verwiesen. Kenne ich allerdings nicht so heidelbeerrot-violett, aber Netzbilder in dieser Farbschattierung findet man.
    Wäre was, wo man reinschauen sollte.
    Ist denn bei dir, Pablo, mal ein Mikro geplant? So viele schöne Pilze, die du findest. Das Teil wäre bei dir bestimmt ausgelastet.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    ....daß wir keine Proben von den Orbilias genommen haben. Unverantwortlich eigentlich, ich weiß.


    Naja, halb so wild. Alles kann man sowieso nicht mitnehmen.
    Ich selbst ärgere mich immer nur, wenn ich was mitnehme, und dann vergammelt es ununtersucht. Ist halt eben das Kreuz mit manchen Gattungen, dass man ohne Mikroblick nie 100%-ig weiß, ist es was Banales oder was Interessantes.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Der Farbwechsel bei Orbilia ist lichtabhängig. Versteckte Becherchen unter der Rinde oder auch vom Laub zugedeckt sind oft heller als gleiche Becher der Kollektion, welche volles Lichtprogramm bekommen.


    Auf dem letzten Bild der graue bei der gelben Orbilia, ich sag das nur, um Missverständnisse vorzubeugen, das ist eine Mollisia. Eben aus dem Grund des Abtrocknungs-Farbwechsels, z.B. konzentrisch, wie du es schon ansprachst.
    Mein Favorit wäre M. cinerea wegen des relativ lang vorhandenen hellen Randes (M. lividofusca ist meist braun bis zum Rand hinauf). Und das Holz sollte mehr bodennah gelegen haben, also Unterseite von Klotz oder sowas (falls es so war, wird die Orbilia wieder interessant).
    Mollisia fusca hat oft einen überdeutlichen schwarzen Filz (Subikulum), den man jetzt im Frühjahr oft schon vor den Becherchen sieht. Jung sind sie völlig durchsichtig-weiß.


    Aber das grenzt natürlich an Wahrsagerei, es gibt schließlich massenhaft verschiedene Mollisien. Aber M. cinerea ist halt momentan gerade recht häufig.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    An Christoph Hahn kommst du über das Bayernforum, denke ich. Sein "Nick" ist Christoph.
    Vielleicht kann man den Pilz ja dort mal einstellen, um eine Meinung einzuholen. Ich weiß jetzt gar nicht, ob die mikroskopisch überhaupt verifizierbar ist oder ob die Bestimmung über Makroskopie läuft.


    VG Ingo W

    Hallo Malone!


    Ich hatte das Stöckchen ein Zeit lang (mehrere Tage) in der Dose. Ab und zu werden meine Schätze mit einer feinzerstäubenden Sprühflasche feucht gehalten. Sie hätten also Zeit gehabt, sich farblich anzugleichen, denn besprüht wurden sie alle.
    Womöglich eine Kombination von mehreren Faktoren, aber wie gesagt, so richtig dahintergestiegen bin ich noch nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Manchmal tut man sich schon schwer, Pilze in Worte zu fassen. Nennt sich die Pilzgattung dann noch Mollisia (Weichbecherchen), wird es meist nicht einfach.

    Hellgrau oder dunkelgrau? Nein, besser: hellgrau und dunkelgrau!
    Ist an der Unterseite eines liegenden, 2cm starken Buchenastes gewachsen.

    Die Farbe bei Mollisien ist oft vom Alter, der Durchfeuchtung und von der Farbe des Untergrundes abhängig. Nun fragt man sich aber schon, warum soll in ein und derselben "Kolonie" ein Becherchen mehr durchfeuchtet sein als das in der Nachbarschaft stehende?

    Beantworten kann ich es nicht so recht, erwischt habe ich sie aber dann trotzdem beim Farbwechsel:

    Ich habe ihnen letztendlich den Namen Mollisia cinerea (Aschgraues Weichbecherchen) gegeben, weil ich nichts sehe, das wirklich dagegenspricht.
    Mikro:



    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Du sprichst natürlich wieder einiges an, worüber man viel sagen kann.


    Zufrieden kann man mit einer Bestimmung halbwegs sein, wenn alles stimmt wie es sein soll. Dabei muss man die Variationbreite mit einfließen lassen, das ist richtig.
    Das große Problem dürfte aber sein, dass das sichere Bestimmen einer Art auch eine gewisse Vorkenntnis zum Pilz vorraussetzt, das wiederum bedeutet, dass man sich schon mal intensiv mit der Materie auseinandergesetzt haben müsste.


    Hermann Jahn war ohne Zweifel ein Mykologe mit makroskopischem Gespür und der seltenen Gabe, Pilze in Worte zu fassen. Er hat mehrfach ältere eigene Theorien revidiert (ziehe ich den Hut dafür, weil etliche Mykologen heutzutage damit Probleme haben), denn wie du Fredy es schon sagst, die Erkenntnis kommt nur mit der Zeit und was wirklich richtig ist, wer will das sagen und "Richtigkeit" ist teilweise an die jeweilige Zeit gebunden.

    Zitat


    Ich denke, dass man irgendwann stets an einem Punkt ankommt, wo man mit einer Diagnose zufrieden sein sollte....


    Tr. pubescens ist momentan sicherlich ein guter Name für die Pilze, dennoch haben wir nicht alles ausgereizt, was möglich ist. Wäre schön, wenn es mikroskopisch noch bestätigt würde. Dazu müsste man aber wohl einen Spezi bemühen, der sich gut in der Materie auskennt, Christoph Hahn vielleicht oder aphyllopower (Werner Pohl).


    Für mich ist aber der Gezeigte ebenfalls ein ausgezeichneter Kandidat, eben diese Art Tr. pubescens darzustellen. Allerdings weiß ich es eben nicht sicher.
    Der Vergleich mit den Nasen hinkt natürlich, aber das Problem, ab wann eine Art eine eigenständige ist, das wird uns wohl immer verfolgen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Nein, die Striegelige Tramete (Tr. hirsuta) ist Pablos Ausgangsbild sicherlich nicht. Am ehesten kann man Trametes ochracea (Ockerfarbene Tramete) mit ins Spiel bringen.


    Da aber die Bilder der Samtigen Tramete von Wissenden (habe ich nachgeschaut in "Bernicchias Polyporaceae s.l.") nun geradezu identisch aussehen, halte ich die Samtige Tramete nun wirklich für einen guten Kandidaten für das Problem. Sicher bin ich mir natürlich nicht, kenne die Art ja nicht.


    Wikimedia zeigt natürlich eine ganz typische Tr. hirsuta, da ist nichts samtig. In diesen Zusammenhang kann ich natürlich auch solche Bilder mit anheften:
    http://commons.wikimedia.org/w…_%28Bracket_Fungus%29.jpg
    Weiß natürlich fast jeder, dass das nur Gloeophyllum (Blättling) sein kann.
    Vielleicht schaut ja Andreas K. oder Steffen mal vorbei, die kümmern sich ja recht viel um die wiki-Pilz-Beiträge, damit solche falschen Bilder verschwinden.


    VG Ingo W

    Hallo Via!


    Da hast du was missverstanden. Dein Pilz ist nicht die Samtige Tramete (Tr. pubescens), sondern wahrscheinlich die Striegelige Tramete (Tr. hirsuta).
    Nicht alle gezeigten Google-Bilder zeigen sicher Trametes hirsuta (Striegelige Tramete), da sind meist auch immer Fehlbestimmungen dabei bzw. Bilder, die im Zusammenhang mit der Art ausgespuckt werden, aber eine ganz andere Art darstellen. Da muss man nochmal fein aussortieren.


    Mit folgendem Bild hätte ich z.B. Probleme, so sieht eigentlich eher Lenzites betulinus (Laubholz-Blättling) aus:
    http://www.mykothek.de/ARTEN/arten_T/trametes_hirsuta_bm.htm


    Das hier zeigt Daedaleopsis confragosa (Rötende Tramete)
    http://www.naturfoto-community.de/main.php?g2_itemId=7657


    VG Ingo W

    Hallo!


    Zitat


    bevor sich niemand meldet, ....


    Naja, ist aber auch wieder schwierig: keine Nummerierung, kein Substrat. Ich weiß z.B. nicht so recht, welche Bilder jetzt zusammengehören. Irgendwie könnte ich 3 Pilzarten in die ganzen Bilder reininterpretieren von Schizopora über Reibeisenpilz zu Coriolopsis oder so was ähnlichem. Sind die oberseitig striegelig? Keine Ahnung.


    VG Ingo W