Hallo!
Also, wenn Markus` zitierte Geruchsangaben aus dem neuen BLV-Pilzführer sind, so sind mir die Autoren sehr sympathisch:
Zitat
Agrocybe praecox : unverletzt kakaoartig, gerieben ranzig-mehlig
Ganz genau wie ich es immer schreibe, wusste gar nicht, dass da jemand in die gleiche Kerbe haut.
Jolis Ackerlinge sind Agrocybe praecox (Voreilender Ackerling). Ganz typisch (muss aber nie so offensichtlich sein) ist das Wachstum auf Holzstückchen, in der heutigen Zeit eben gerne auf Holzhäcksel.
Wenn die Fruchtkörper starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, dann reißt die Huthaut wie gezeigt ganz stark auf, noch eher eigentlich als beim "Rissigen" Ackerling (Agrocybe dura).
Deshalb finde ich es auch vorteilhafter, den letztgenannten auf deutsch lieber Weißer Ackerling (Agrocybe dura) zu nennen.
Velum ist ja reichlich vorhanden, das muss nicht zwangläufig als Ring am Stiel hängenbleiben, gerade bei Trockenheit bleibt ´s am Hutrand und ist teilweise, wie Harry schon schrieb, vergänglich.
Übrigens bringen solche Hackschnitzel-/Mulchflächen aufgrund ihres reichlichen Nahrungsangebotes durchaus Übergrößen hervor. Ich habe da schon 12 cm-Fruchtkörper gefunden.
Der mehlartige Geruch ist eher schwach und nur an "im Saft stehenden" Fruchtkörpern bei Verletzung wahrzunehmen. Der "Kakao" ist unverletzt abtrocknend wahrzunehmen. Zwischendrin gibt es eben auch noch den Banalgeruch nach kaum was oder alte Holzbretter, was vielleicht auch auf das Substrat zurückzuführen ist.
Was war ´s noch? Ach so, Essbarkeit. Was ähnlich giftiges fällt mir jetzt nicht ein, allerdings bleibt es dabei, dass man natürlich nur Pilze essen soll, die eindeutig bestimmt sind.
Der Voreilende neigt zur Bitterlichkeit, insofern sollte man womöglich vor der Zubereitung mal testen wie es damit steht.
VG Ingo W