Beiträge von Ingo W

    Hallo!


    Also hier der 2. übersehene Lärchennadelbewohner, sieht schon mehr wie ein "ordentlicher" Becher aus.


    Heißt momentan gültig Moellerodiscus, ist aber normalerweise gar nicht haltbar, da stimmt zu viel nicht für die Gattung.
    Svrcek hat ihn später auch nochmal als Helotium tatrae beschrieben.


    Naja, wie gesagt, ein kleines Pilzlein auf Lärchennadeln in der feuchten Streu. Lupenpilz.


    Was bisher wahrscheinlich noch niemand wusste: auch dieser Becher bildet an den Polenden der Sporen, wenn noch im Ascus befindlich, Polkappen. Was für ein Zufall (der Sarcotrochila machte das ja auch schon).





    VG Ingo W

    Hallo, ihr zusammen!


    Was für gigantische Bilder.
    Und natürlich wieder Ulis Schreibart: fantastisch, zum Kringeln und, wenn man Lust hat, zum Suchen nach versteckten Feinheiten, die sich in den Sätzen verbergen.


    03 könnten geschädigte Apos von Ciboria conformata (Erlenlaub-Stromabecherling) sein.
    http://www.mycodb.fr/fiche.php…Ciboria&espece=conformata
    Die passen in die Zeit, so ein bisschen das Feinhaarige an der Außenseite könnte man beim größten auf dem Bild noch hineininterpretiern.


    Bei 04 würden mich die Fundumstände interessieren.


    Bei der Mollisia 08 käme wieder M. fusca in Frage, also die, welche meist stark gelb mit KOH reagiert und dem dichten Filzteppich.


    Pablos Nr. 10 ist Cyathicula cyathoidea (Pokalförmiges Krönchenbecherchen). Bei Substrat Brennnessel steigt die Sicherheit auf 99%.
    Die Art ist aber an vielen Kräutern zu Hause, bloß an anderen Stängeln kommen dann manchmal noch andere Arten in Frage.


    Die Stängel mit der vermuteten Trichopeziza mollissima sind keine Brennnessel (bei Pablos Bildern vielleicht doch), macht aber nichts.
    Den Doppelgänger Tr. sulfurea habe ich noch nie im Vorsommer gefunden, die anderen Ähnel-Arten sind selten. Deshalb passt das schon mit den 90% (nach meiner Denkweise).


    Nr. 13 müsste C. clavus (Wasser-Kreisling) sein. Kann man theoretisch auch an den Fundumständen festmachen. Wenn nass, wasserumspült, submers gewachsen wie z.B. die Mitrula, dann ist er es.
    Hymenoscyphus vernus (Frühes Stielbecherchen) wächst auch feucht bis nass, aber eher tümpelhaft oder am Rand von Gewässern, die Art würde verletzungsröten/ -bräunen.


    VG Ingo W

    Hallo Rübezahl!

    Zitat


    "wächst büchelig" --> Grünblättrig oder Ziegelrot,
    "hat gebuckelten Hut" --> Grünblättrig oder Ziegelrot


    Nein, die Bemerkungen sind nur wieder Nuancen. Büschelig wachsen sie alle 3, aber wenn du den Graublättrigen Schwefelkopf im Nachwinter/Frühjahr findest, dann (im Gegensatz zum Herbst) nur mit wenigen Fruchtkörpern (sind lediglich meine bisherigen Erfahrungen und die könnten auch falsch sein).


    Gebuckelt sind eigentlich alle 3 Arten normalerweise nicht wirklich, aber dem Rauchblättrigen würde ich diese Hutform am allerwenigsten zutrauen, beim Grünblättrigen sind solche Tendenzen am ehesten zu beobachten.


    Anfangen kann man mit solchen Aussagen nicht wirklich was, sind bloß so Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen.


    VG Ingo W

    Hallo Christoph!


    Möglicherweise hast du sogar einen Becher mehr gefunden als du weißt. Auf dem Filzröhrlings-Bild ist nämlich noch so ein violetter "Knopf" links der Mitte, vermutlich an einem Ast von Ahorn oder Esche (oder doch auf dem Blatt wachsend?).


    Dachte zunächst, dass der womöglich zu den Judasohren gehört, aber irgendwie glaube ich da inzwischen nicht mehr daran.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Das 3. Bild ist doch gut geworden von der Lachnella!


    Der Baum sieht schon sehr "kirschig" aus. Was es genau für eine ist, überlasse ich mal denen, die sich damit gut auskennen.
    Oder du schaust mal, was im Laufe des Jahres da so dran hängt, falls es auf dem Weg liegt.


    VG Ingo W


    Edit: Wow, das ist ja ein Wahnsinns-Sporenabdruck!

    Hallo!


    Gehört m. E. nach zu den übersehenen Arten.
    Ist natürlich auch recht klein. Findet man im Mai nicht selten zusammen mit einem weißgestielten kleinen Becherchen (Moellerodiscus advenulus) in verklebten, feuchten Lärchennadel-Polstern auf dem Boden.



    Ich nenne ihn mal bis auf Widerruf Lärchennadel-Polsterbecherchen.


    Ganz witzig ist, dass die Sporen noch in den Asci befindlich aufgrund gelatinöser Anhängel eine ganz andere Form vortäuschen als sie freischwimmend haben (ok, bei den coprophilen Ascos gibt es das auch).


    Sehr auffällig sind die fetten Paraphysen mit den gelblichen Vakuolen:


    Die Suche nach den Becherchen macht natürlich nur Sinn, wenn man eine Lupe besitzt.
    Aber in den meisten Bundesländern dürften die beiden angesprochenen Arten kaum nachgewiesen sein (?).
    Insofern vielleicht ein Ansporn für diejenigen, die vor Kleinpilzen nicht scheuen. Und zuweilen steht man ja auch mal unter Lärchen.


    VG Ingo W

    Hallo Busse!

    Zitat


    Der Stiel von den Exemplaren in unserem Garten ist aber deutlich dünner. Daher bin ich mir nicht sicher, ob es sich wirklich um die Braunkappe handelt.


    Die Kräftigkeit der Pilzfruchtkörper hängt mitunter auch mit dem Nahrungsangebot zusammen.


    Übrigens würde ich spekulieren wollen, dass an der Pilz-Stelle im Garten im letzten Jahr irgendwas geschah, das mit organischem, wahrscheinlich strohhaltigem Dünger zu tun hat.


    VG Ingo W

    Hallo Christoph!


    Pilz 1 sieht nach dem Langstieligen Knoblauchschwindling (Marasmius alliaceus) aus.
    Bei Pilz 2 würde ich die Gattung Psathyrella (Mürbling/Faserling) vermuten, da gibt es braunhütige mit Flocken am Stiel, vielleicht sowas wie Ps. olympiana oder lutensis.

    Zitat


    16 ein kleiner Becherling?


    Nö, großer Becherling!


    Die unbekannte Pflanze sollte Polygonatum (Salomonsiegel) sein. Hättest du dort an alten vorjährigen Stängeln geschaut, hättest du ein wirklich kleines Becherchen (Tr. nidulus) in Massen gefunden.


    Dein Handy kann so schlecht für die Fotorafiererei nicht sein, denn die Orchidee ist dir doch damit gut gelungen.


    Wär schön, wenn du zu den zukünftig angefragten Pilzen auch was sagen könntest. Z.B. Substrat, Geruch. Hätte beim Marasmius dann womöglich für die 100% gereicht.


    VG Ingo W

    Hallo Bernhard!


    Deshalb ist es wohl auch das sicherste, wenn man zum Hochladen einfach den forumseigenen Speicher nutzt.
    Bei Fremdservern kann es sein, dass die Bilder so nach und nach gelöscht werden. Bei manchen nach einem festgelegten Zeitraum, bei ImageShack (benutze ich fürs Pilzepilze-Forum) verschwinden die Bilder, wenn sie nach einem gewissen Zeitraum nicht mehr genug aufgerufen werden (so zumindest mein Eindruck).


    Solche Forumbeiträge, bei denen die dazugeörigen Bilder fehlen, sind natürlich immer ärgerlich.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Da hat Eike recht, das sind Nelkenschwindlinge (Marasmius oreades).
    Der Geruch ist eindeutig nichtpilzig! Bitte mal an frischen Fruchtkörpern reiben, da muss einfach eindeutig ein Geruch nach Bittermandel/Blausäure rauskommen (außer, sie sind schon trocken, dann funktioniert es nicht mehr).


    Naja, wenn du es nicht riechst (viele riechen das nicht, ich gehe da immer zu sehr von mir aus!), sind es trotzdem Nelkenschwindlinge.
    Die Farbe ist völlig ok., da muss man nicht in Hell oder Dunkel unterscheiden. Sind lederfarben, trocknend manchmal fast rosalich.


    VG Ingo W


    Edit: Name "Nelke" kommt wahrscheinlich eher von dem Schwindlings-Gebaren, bei Feuchtigkeit wieder Form anzunehmen und "aufzublühen".

    Hallo Björn!


    Kann mich gar nicht so recht reindenken, wie du das alles schaffst. Aber um so besser, wenn es so ist.


    Ich habe heute eine 250m-Exkursion gemacht. Wenn sich alles von mir Mitgenommene halten würde, wäre ich in 2 Wochen noch beschäftigt. Dabei habe ich die meisten Mollisien, Groß- und Rindenpilze schon gekonnt im Wald zurückgelassen.


    VG Ingo W

    Hallo Markus!


    Du musst wissen, Rauchblättrige wachsen eigentlich nur sehr sporadisch und selten im Frühjahr/Nachwinter, und dann nur mit wenigen Fruchtkörpern. Dazu kommt der gebuckelte Hut und das Olivgrau in den Lamellen des ersten hinzugefügten Bildes.


    Ich habe eine Nachbarin, die hat ihre Schwefelköpfe am Stumpf eines Obstbaumes im Garten auch beinahe gegessen, weil sie nichts Bitteres schmeckte.
    Ich halte, im Gegensatz zu anderen Meinungen, die Geschmacksprobe nicht für verlässlich.


    VG Ingo W


    Edit:
    Als 2. Variante fällt mir gerade noch ein, es könnte sich auch um alte Ziegelrote handeln. Dann hätten wir das mit den rötlichen Farben und fehlenden Bittergeschmack gut auf der Reihe.

    Hallo Peter!


    Ganzer Zentimeter ist wohl beinahe ein bisschen zu dick für Brennnessel.
    Muss aber auch nicht sein: Trichopeziza mollissima geht an ganz viel verschiedene Krautstängel, können auch irgendwelche Doldenblütler sein, im Garten habe ich sie an Akelei, da geht vieles.


    Um sich über das Substrat Brennnessel einig zu werden, kann man auf Begleitpilze am Stängel achten. Brennnesselstängel sind 4-kantig, das fällt auch noch auf.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Für Mycena leptocephala (Grauer Nitrathelmling) ist der zu blass, Laubholz passt auch nicht gut und ganz so gedrängt büschelig würde der nicht wachsen. Dazu kommt irgendwie der relativ dünne Stiel....


    Das ist was Besseres, denke ich.


    Mach dir auch mal nicht zu große Hoffnung mit Eikes Bestimmung.
    In das Mikroskopieren muss man sich erst mal reinfinden, also da vergeht schon etwas Zeit, bis man Mycenen-Bestimmung gut hinkriegt.


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    ....die Lamellen sind frei.


    Du brauchst eine Einschlaglupe! Die sind nicht frei.

    Hallo Markus!


    Dein Schwefelkopfbild wäre für mich so ein Fall, wo ich den Graublättrigen nicht bestätigen könnte. Ich glaube, auch wenn die entsprechenden Farben auf dem Bild fehlen, hier an den Grünblättrigen (H. fasciculare).
    Substrat hast du wohl nicht herausbekommen?


    VG Ingo W

    Hallo Malone!


    Der Becher sollte an einem liegenden, vorjährigen Kräuterstängel (Brennnessel?) gewachsen sein?
    Der Zeit entsprechend sollte der Becher dann zu ca. 90% auf Trichopeziza mollissima (Gelbhaarige Trichopeziza) hören.


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    Leider nur so Erstfunde wie den hier:


    Dieses "Leider" ist natürlich diskriminierend! ;)

    Hallo Mario!


    Ich glaube auch, dass das so passt, wie es Björn sagt.
    Die Lachnella alboviolascens (Weißvioletter Schüsselseitling) ist übrigens kein Asco, der hat auch Basidien wie der Steinpilz.
    Schnittbild des Rötlings ist klasse! Im Vergleich zu den Schnitten des Maipilzes sieht man sehr schön........
    http://www.pilzforum.eu/board/…ilze?pid=161777#pid161777
    ......., welches andere Verhältnis die Lamellen zum restlichen Hutfleisch einnehmen.


    Perfekt wärst du gewesen, wenn du auch noch den nötigen Mykorrhiza-Baum aufgespürt hättest. Irgendwo in der Nähe sollte sowas wie eine Kirsche oder Pflaume gestanden haben.


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!

    Zitat


    ....dass sich zumindest bei mir ein Wunschdenken einstellt. Und zwar darüber, dass es prinzipiell möglich sein müsse, schwierige Arten rein makroskopisch bestimmen zu können, sobald man sie eingehend studiert hat.


    Sicherlich trifft das nicht immer zu. Also, da gibt es schon Arten, die gehen wahrscheinlich tatsächlich nur mit Mikro.
    Aber feststeht für mich, dass man durchaus vielfach, wenn man sich lange mit einem speziellen Gebiet befasst hat, sehr gute Prognosen auch schon makroskopisch abgeben kann.
    Das reicht in der Regel oft nicht für eine klare, eindeutige und weiterleitbare Bestimmung, aber eine nachprüfende mikroskopische Auswertung zeigt mir zumindest, dass etliches machbar ist.


    Ich wollte damit auch nur sagen, dass es inzwischen eine Riege von Mykologen gibt, die einem Normal-Pilz-Anfragenden fast keine Antwort zu einem vorliegenden Pilz mehr geben können, weil bei denen durch das Mikroskopieren fast völlig der Sinn für die Makroskopie verloren gegangen ist.
    Das Mikro ist auch kein Garant dafür, dass man einen Pilz immer richtig bestimmt. Beides, Mikro- wie Makroskopie, verlangt das nötige "Know-how".


    Ich weiß Jürgen, das muss ich dir bestimmt nicht erzählen. Wollte das trotzdem mal loswerden.


    VG Ingo W

    Hallo Hella!


    Der "Dachpilz" ist das Breitblatt (Megacollybia platyphylla). Beim Dachpilz wäre die Lamellenhaltung am Stiel anders (frei). Die Rhizomorphen, die du abbildest, sind recht typisch für den Breitblattrübling.


    Der Pilz trägt übrigens seinen Namen zu recht. Seine Lamellen sind so breit, dass fast der gesamte Hut aus Lamellen besteht. Hat so gut wie kein Hutfleisch.


    VG Ingo W

    Hallo Klaas!


    Natürlich bin ich nicht tief genug in der Materie, vielleicht gibt es ja inzwischen weitere 20 Mytilinidion-Arten über den Ellis hinaus, aber Wuchs an Larix, 7x (und auch leicht darüber) septiert und Sporenbreiten von bis 7, mir würde das erst mal reichen für die Namensvergabe, die auch du gewählt hast.


    VG Ingo W

    Hallo, ihr HoBis!


    Denke, das ist aber völlig normal.
    Ich nehme mir auch ständig vor, endlich auf meiner Seite fehlende, häufige Aren zu dokumentieren. Das Ende des Liedes ist immer das gleiche, denn immer macht man auch Funde, die wesentlich interessanter sind als das schon Bekannte. Bei der Frage, was lasse ich vergammeln, das neue Interessante oder das schon Bekannte, wird wohl fast jeder zum gleichen Ergebnis kommen.


    Eine gut bebilderte Schwefelkopf-Gegenüberstellung kann man bei geglückter Vollendung natürlich gut im Forum gebrauchen, ist ja eines der zeitlosen Dauerthemen.


    Beste Grüße zurück nach Detfurth
    Ingo W

    Hallo Björn!


    Naja, wenn man ständig mit Fremdgefundenen versorgt wird, kommt man ja selbst nicht mehr raus, denke ich.
    Auch finde ich, dass es meist ein großer Unterschied ist, wenn man die Pilze selbst findet bezüglich der Abspeicherung der Umstände, des Habitats.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Falls ihr dementsprechend mal Pilze findet, die normalerweise ihrer Inhaltsstoffe wegen sich normalerweise oxidierend verfärben sollten, das aber nicht tun oder nicht in dem Maße tun, wie man es erwarteten würde, dann versucht das eher mit Trockenheit zu erklären.
    Achtet mal drauf, ist auf jeden Fall meine Erfahrung.


    Ansonsten würde ich eher mit Oehrlings Ansicht harmonieren: nie irgendwas so erklären "dann fehlt es eben!".
    Wäre wie beim Perlpilz: "kein geriefter Ring, dann fehlt er eben"--> die Argumentation kann schon ins Auge gehen.


    VG Ingo W