Beiträge von Ingo W

    Hallo Ralph!


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    Muss demnächst nochmal in den Garten und mir wieder neue Exemplare holen, um sie besser zu fotographieren.


    Aha, da wachsen noch mehr Fruchtkörper?


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    Meine Kamera ist leider nicht mehr die beste...


    Dass der Pilz so weit fort liegt, liegt aber nicht an der Kamera.
    Wie heißt denn die Kamera?


    Nach den bisherigen Infos würde ich von einem Ackerling (Agrocybe) ausgehen.
    Kannst du mal den größten Hut messen?


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Pilz 1.1 ist Micromphale perforans (Nadel-Stinschwindling), inzwischen muss man ihn wohl als Blasssporrübling ansprechen: Gymnopus perforans.


    Will mich mal nicht so sehr an den neuen Namen gewöhnen, in 2 Jahren heißt er bestimmt wieder anders, ist dann bestimmt ein Riesenschirmling ;)


    Gloeopyllum sepiarium (Zaunblättling) ist ok. und somit auch Gyromitra/Discina ancilis (Größter Scheibling).


    Finde ich übrigens klasse, dass man sich bei deiner Tour und den Pilzfunden aufgrund der Bilder in das jeweilige Biotop reindenken kann.


    VG Ingo W

    Hallo Merlin!

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    Außerdem hat Huthaut und Stiel beim ärgern gegilbt!


    Eindeutiges Zeichen eines frischen Karbolegerling (A. xanthoderma) ist, dass er beim leichten Ankratzen der äußeren Schicht des Stieles oder der Hutoberseite zusehends gelb wird.
    Das macht nämlich kein Anis-Egerling.


    Die Sache rundet deine Geruchseinschätzung ab.

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    ABER: Ich selbst habe mit Gerüchen extreme Probleme, kann gerade mal meine geliebten Stockschwämmchen erkennen


    Ich denke, du hast keine Probleme mit deiner Nase. Wer Stockschwämmchen erriecht ist doch gut drauf! Sich mit "Unpilzlern" über Gerüche zu unterhalten ist teilweise deprimierend.


    Dass deine Kollegen nichts rochen, liegt daran, dass sie voreingenommen sind (durch die Markt-Pilze) und nichts mit Pilzen am Hut haben.
    Lass dich da nicht aus dem Konzept bringen.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Genau auf solche Probleme geht übrigens sehr schön Jürgen Marqua im TINTLING (Heft2/2013 = Nr. 81) ein mit dem schönen Titel "Der Duft des Juchten-Ellerlings" - "Über Pilzdüfte Teil 1".


    VG Ingo W[hr]
    Hallo Günter!


    "Fischig" riechen Pilze auch oft, wenn sie sich zersetzen. Das war aber wohl nicht der Fall.


    Das mit dem Schubser ist kein Mango. Oft weiß man, man kennt einen Geruch und weiß ihn nur nicht einzuordnen. Da hilft dann reger Austausch mit Gleichgesinnten.


    Viel schwieriger sind Düfte, die vorhanden sind, die man aber nicht zuordnen kann (viele Cortinarien = Schleierlinge haben unzuordbare Gerüche), weil man nichts kennt, was so riecht. Tja, fass das dann mal in Worte! Das geht dann oft nur mit Annäherung oder mit Summierung von Duftkomponenten.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Sehr schön!
    Vielleicht als kleine Ergänzung noch, wenn man es ganz professionell auswerten will.


    Wie ihr seht, erscheint das Sporenpulver, je nachdem welche Farbe als Untergrund des Sporenabwurfes dient, leicht verschieden. Eine durchsichtige Glasplatte oder Folie macht sich also auch nicht schlecht und würde dem entgegen wirken.
    Auch ändert sich logischerweise die Farbeischätzung, um so dicker das Sporenpulver aufeinanderliegt (dick = immer dunkler als dünn).


    Will man es also ganz perfekt machen, kratzt man das gesammelte Sporenpulver zusammen und überträgt es auf einen (durchsichtigen) gläsernen Objektträger. Oben drauf kommt dann noch einer. Wenn zwischen den beiden Objektträgern kein sichtbarer Spalt mehr zu sehen ist, hat man ungefähr die richtige Sporenpulver-Stärke zum Vergleichen mit Farbtabellen.


    VG Ingo W

    HalloJ an-Arne, hallo Günter!

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    ich bin auch immer noch der Meinung, dass Mehl keinen Geruch hat. Die auch für den Geruch von diesem Pilz genutzte Bezeichnung "ranzig" passt meiner Meinung nach besser.


    Also noch mal:
    Mit "mehlartig" ist nicht der Geruch von Mehl, abgepackt in der Tüte gemeint, denn das riecht so gut wie nach nichts.


    "Geruch mehlartig" stammt aus einer früheren Zeit, als Menschen noch mehr mit Mühlen zu tun hatten. Geschroteter, relativ frisch geernteter Weizen riecht mehlartig, riecht nach Gurken. Können sich vielleicht nur die wenigsten vorstellen, ist aber so.


    Um bei Agrocybe praecox (Voreilender Ackerling) den Gurkengeruch wahrnehmen zu können, braucht man den Pilz relativ frisch und muss ihn verletzen (kratzen, aufschneiden). "Mehlartig/= gurkig" ist ein Verletzungsgeruch, bei dem geringe Flüssigkeit als Duftträger im Inneren des Pilzes nach außen, zur Nase kommen muss.
    Bei sehr stark riechenden, voll im Saft stehenden Pilz-Arten oder sensibler Nase geht es manchmal auch ohne Verletzen.


    Das "Kakaoartig" (z.B. bei einigen Ackerlingen, Fälblingen) ist ein "Verwelkungs-, Abtrocknungsgeruch". Den riecht man nur beim Trockenwerden, nie an verletzten Stellen.


    Zitat


    Ranzig kommt für mich eher hin als mehlartig!


    Agr. praecox riecht nicht ranzig.


    "Ranzig" und "Tranig" sind zwar mit "gurkig = mehlartig" verwandt, aber doch zu deutlich verschieden, als dass man sie bei einer Geruchsbeschreibung in einen Topf werfen kann.


    Der Gurkenschnitzling z.B. vereint "gurkig" und "tranig" als Geruch, je nach Alter.


    Einige Fälblinge riechen unverletzt nach Schokolade/Kakao, kratzt man sie an, riechen sie nach Rettich.


    Auf diesen Geruchsverlauf (Verletzungsgeruch --> Abtrocknungsgeruch) geht man recht selten ein in der bisherigen Pilzliteratur.
    Was aber auffällt, sind die z.T. völlig gegensätzlichen Geruchsbeschreibungen von verschiedenen Autoren zur gleichen Art. Das liegt nicht immer nur am verschiedenen subjektiven Empfinden, sondern begründet sich teilweise auch durch das eben Geschriebene.


    VG Ingo W

    Hallo Rübezahl!


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    Der Geruch ist definitiv anders als z. b. beim Maipilz. Wobei gurkig für mein Empfinden auch säuerlich ist.


    Aber ein Problem haben wir noch, wenn der Geruch deutlich anders ist als beim Maipilz.


    Dein Empfinden ist da nicht korrekt.
    Beim Gurkengeruch darfst du nicht an Salz- oder Essiggurken denken. Eine frisch aufgeschnittene, am besten sehr reife Gurke, die hat den Gurkengeruch. Da ist nichts säuerlich.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Womöglich mischen sich auch die Substrate im Beitrag.
    Wie gesagt, ist sowieso nicht sooo das Entscheidende für Tr. mollissima, die wächst an allerhand, z.B. auch an Japan-Knöterich (Reynoutria) oder ganz vielen Doldenblütlern.


    VG Ingo W

    Hallo Tanja!

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    Hab Andreas vorhin beim Abendbrot drauf angesprochen und er ist da etwas vage, da es die albogrisea ja noch gar nicht gibt, keine wirklichen Merkmale hat und eben nur sporadisch immer mal wieder gefunden wird.
    Aber es spricht ja nichts dagegen, dass die Mollisia von Eike zumindest der Pilz ist, den Andreas im Schlüssel "albogrisea" nennt.


    Ja eben das weiß ich aber nicht!
    Ich erhoffte mir, dass man die Mikros mit Andreas` Vorstellung/Notizen vergleichen könnte. Irgendwo muss er ja die Art auseinandergenommen haben und sie als anders empfunden haben, sonst gäbe es den provisorischen Namen nicht.


    Ich will einfach nicht noch mehr durcheinanderbringen als es bei Mollisia sowieso schon der Fall ist.


    Ist kein Problem, wenn es die Art offiziell nicht gibt; das ist schon ein bisschen Alltag geworden bei mir, bloß würde ich dem Fund der Übersichtlichkeit wegen schon einen Namen geben wollen.


    Falls albogrisea aus irgendeinem Grund ausscheidet (vielleicht hat die ja ovoide Sporen, völlig anders aussehende Endzellen oder ist tatsächlich bisher nur auf Crataegus/ Prunus gefunden worden, ich kann das allein mit dem Schlüssel nicht beurteilen, weil mir die vollständige Beschreibung dazu fehlt), bekommt er einfach einen anderen Namen, Null Problem.


    Eike fand ihn ja auf Birke und die Sporenlängen sind schon bei etwa 10 zu Ende.


    VG Ingo W

    Hallo Hajdu!

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    Bei dem großen Wissen innerhalb deiner Familie sollten jetzt Fehlbestimmungen noch seltener werden.


    Die Tanja denkt sich doch die Pilze bloß aus und malt und kartiert sie. Wenn ´s Mollisien sind, macht Andreas dann einen Schlüssel draus. In Wirklichkeit gibt es die doch alle gar nicht, aber in 100Jahren tauchen die dann in der "Jena-Flora" auf.


    VG Ingo W


    Edit:

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    Sag mal, bist du mein ThAM-Juni-Wochenende dabei?


    Unbedingt!!!

    Hi Tanja!


    Das ist ja fein, dass du vorbeischaust.
    Falls Andreas in der Nähe ist, kannst du ihn ja mal auf den Beitrag hetzen.
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-eikes-mollisia
    Da bräuchte ich mal ein Statement, wie seine Mollisia albogrisea konkret aussehen muss.


    Ist natürlich beinahe unfair, dich hier im 1. Post damit zu belästigen, aber du selbst findest doch bestimmt gar keine Pilze, oder? ;)


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Genau, wenn die Becher nicht gerade submers wachsen wie z.B. die Mitrula, dann ist es günstig, nicht für Dauernässe am Pilz zu sorgen. Gut ist es also, wenn das Küchentuch feucht ist, der Pilz aber nicht direkt damit kontaktiert.
    Bestes Klima ist geschaffen, wenn nicht alles schwimmt, aber am Deckel kleine Tröpfchen kondensieren wie in einem Mini-Gewächshaus. Bei sehr dicht schließenden Gefäßen ist auch mal ein kurzes Lüften mit Sauerstoffaustausch 1x am Tag nicht schlecht.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!

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    ...sieht man mal wie ungenau deutsche Namen seien können


    Naja, der Name kommt von mir.
    Problematisch ist es halt immer, einen Pilz treffend so in einem Wort zu beschreiben, dass er optimalerweise auch noch von Doppelgängerarten abgegrenzt wird. Fast unmöglich!


    Zitat


    blöd das ich nicht gewettet habe


    Tja, du hattest deine Chance.
    Bis auf 25 Taler wäre ich bestimmt mitgegangen, die könnten jetzt dir gehören. Zu dumm :P


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Müsste eigentlich das Gleiche rauskommen.
    Das gemeine bei der Art ist, dass bei denen oft eintrocknend die gelbe Farbe verschwindet und nur noch Braun übrigbleibt. Habe ich hier mal versucht, darzustellen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…-100523-04xs-col15171.php


    Natürlich will ich nicht ausschließen, dass auch was anderes rauskommen kann.
    Versuche mal, ihn noch ein bisschen am Leben zu erhalten, kann sein, dass ein paar gelbe Haare nachkommen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ja, die ist heute angekommen. Ihr erinnert euch, die mit der quittengelben KOH-Reaktion:

    Fest steht, es ist nicht Mollisia fusca (Starkreagierendes Weichbecherchen), und bei so viel Reaktions-Konkurrenz muss wohl auch bald ein anderer deutscher Name her.


    Bild von mir:


    Wie man sieht, sind die Sporen viel zu kurz und mit zu wenig Inhalt für M. fusca.

    Vergleich Sporen von M. fusca:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26741&position=21


    Weiterhin fehlt ja makroskopisch der schöne Filzteppich, und Asci und Excipulumzellen haben Tropfen in sich.
    Ob das was zu sagen hat??

    Das Excipulum ist teilweise schon beinahe frech unkugelig:


    Schlüsselmäßig käme man bei der Gminderschen Provisoriumsart Mollisia albogrisea heraus. Allerdings weiß ich über den Schlüssel hinaus zu wenig über die Art (Anfrage läuft).
    Die einzige Vergleichsmöglichkeit im Netz ist Piotr Perz` Fund (im Link ganz unten).....
    http://wwkk.mikologia.pl/new/gallery/genus/Mollisia
    ...., aber da sind keine freien Sporen. Die Sporen in den Asci scheinen zu lang (hat mir Piotr nochmal Fotos dazu geschickt) und mit zu viel Inhalt (wahrscheinlich M. fusca), obwohl das einzeln verstreute Wachstum und der fehlende Filz nun wieder gut passen würde.


    Also, der Wille war da. Der Fund muss sich namenmäßig erst mal gedulden.
    Vielleicht kommt noch was von Andreas Gm., dann gibt es einen Namen, vielleicht auch erst mal provisorisch.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Man kann da den Pilz-Datenbanken keinen Vorwurf machen. Dass Helotium tatrae Svrcek höchstwahrscheinlich das gleiche ist wie Moellerodiscus advenulus habe ich selbst erst mit Zotto vor 3 Jahren rausgekriegt als wir uns Svrceks Beschreibung dazu anschauten. Das weiß sonst niemand.
    Um das offiziell zu machen, müsste man die hinterlegten Exsikkate untersuchen.


    Im Link ganz unten ist die Beschreibung von Svrcek, ganz oben ist die von Dennis.
    https://www.cubby.com/p/_778a6…%20%28Antinoa%29/advenula
    Wie du siehst, hat Zotto die Art erst mal bei Calycina (Antinoa) stationiert. Muss dich aber nicht interessieren, wie gesagt, offiziell ist sie noch eine Sclerotinaceae.


    Naja, und die Datenbanken kommen nicht hinterher.
    Selbst habe ich vorhin erst Paul Kirk angeschrieben, weil bei Sarcotrochila alpina als Synonym Cheilymenia stercorea var. alpina mit aufgeführt war. Beide haben nichts miteinander zu tun.


    Wenn du mal in Lärchennadelpolstern nachschaust, das wäre mir recht.


    VG Ingo W

    Hi Björn!


    Wäre schön, wenn du berichten könntest.
    Zu den Feinheiten: ideal sind mehrere Lärchen beieinander, so dass als Humusschicht nur dicke Polster der Nadeln vorhanden sind (muss aber nicht sein, macht das Finden aber leichter).
    Und dann braucht man eine Stelle, die auch noch ein wenig feucht ist. Wenn man die obersten Nadeln wegschiebt, kommen drunter meist verklebte zum Vorschein. Da einfach so ein Polster rausnehmen und mit Lupe anschauen.


    Übrigens hatte ich im Herbst noch einen Pilz an Larix-Nadeln gefunden, der hat aber noch keinen Namen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…deln-111031-01xs22961.php


    VG Ingo

    Hallo!


    Zitat


    Wohl auch eine Mollisia?
    Substrat Blütenstängel eines Doldengewächses vom letzten Jahr,


    An solchen Stängeln kommt jetzt noch eine Gattung in den Einsatz, die ist noch unübersichtlicher als Mollisia. Nennt sich Pyrenopeziza.
    Kann beides sein.


    VG Ingo W