Beiträge von Ingo W

    Hallo Thorben!


    Schöne Bilder, schöne Becher!
    Aber es bleibt dabei, für Pilz-Bestimmungsanfragen braucht es Angaben.


    Größe, Fundumstände, Fundzeit (da Fotos scheinbar aus Archiv und nicht aktuell) und sonstige Auffälligkeiten müssen einfach drin sein bei einer Anfrage.
    Bei Nr. 5 möchte ich beinahe wetten, dass das Substrat Birke war in Form eines nicht allzu morschen liegenden Birkenastes und Nr. 7 war womöglich auch irgendwo grün? Und die gestielte Nr. 1 ist auf Holz gewachsen? Nr. 6 vielleicht recht nass gelegen?
    Nr. 3 sollte Mollisia (Weichbecherchen) sein und Nr. 4 Cheilymenia (Borstenbecher).
    Wenn du aber nichts weiter dazu weißt, bleiben es einfach schöne Becher (außer du hast noch Mikros dazu).


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Mir würde übrigens auch als allererstes die Gattung Ganoderma einfallen.
    Der stark weiße Porenzuwachs (auf dem man hätte schreiben können) und die deutliche braune Trama lässt m. E. Fomitopis oder Phaeolus wegtreten.


    Ich sag ´s aber gleich dazu, dazu müsste man natürlich sicher einen Fremdbefall (späterer Fischgeruch?) ausschließen.


    Ich habe selbst schon knollige Fruchtkörper von Ganoderma applanatum (Flacher Lackporling) gesehen, nämlich immer dann, wenn sie fast direkt "aus dem Boden" zu wachsen scheinen.
    Mit solchem Wuchsort scheint die Art nicht klar zu kommen und ihre Fruchtkörper scheinen dort dann eher missgebildet, entgegen des normalen Wuchsprogrammes, zu fruktizieren.


    Bild 2 suggeriert in mir eventuell auch, dass hier ein abgefallener Fruchtkörper weiterzuleben versucht (Poren zeigen nach oben, falls der Pilz so angetroffen wurde).
    Aber insgesamt geht es mir wie Fredy, ich kann mir eigentlich jetzt den Wuchsort schlecht vorstellen, auch wenn vom finalmorschen Fichtenstubben die Rede ist.


    An Björns Art und Weise einen Vorschlag zu machen, was es sein könnte, sehe ich allerdings nicht unbedingt was Falsches.
    Aber ich will jetzt dieses ausgiebig diskutierte Thema nicht unbedingt wieder aufflammen lassen.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    ich habe nacholgend "stümperhaft" einen Weißabgleich (keine Ahnung, wie Profis das Machen) durchzuführen


    Für einen nachträglichen Weißabgleich nutze ich ein Programm. Nennt sich Nero-Photosnap. Da kann man unter "Farbausgleich" an Rot-, Grün- und Blaureglern regulieren.
    Es existiert aber auch eine automatische Farbstichentfernung, die oft schon ganz ausreichend funktioniert:


    Original:

    Blaustich per Programm entfernt:

    Hier hätten wir einen grauen Hintergrund, der ist meist schon das Zeichen für eine Farbstichlosigkeit.


    Wenn ich noch etwas an den Reglern spiele, käme ich auch dorthin:

    Könnte alledings schon wieder eine Spur zu rötlich sein.


    Naja, am besten ist es allemal, wenn man vor dem Fotografieren einen Weißabgleich mit dem Fotoapparat durchführt. Zumindest dann, wenn der Fotoapparat diese Option zu bieten hat.


    VG Ingo W

    Hallo Leute!


    Zum Thema Mehlgeruch habe ich schon ganz oft geschrieben.
    Kurzfassung: mit mehlartig ist nie Mehltüte gemeint, sondern frisch geschrotete Weizenkörner, und die riechen eben nach Gurke.
    Den originalgemeinten Mehl-Geruch kennt heutzutage kein Schwanz mehr, deshalb ist die Geruchsangabe für die meisten irreführend.


    Zum Mehlräsling:
    Der riecht stark gurkig, wenn frisch oder verletzt. Im Bruch klappt das also ziemlich gut, denn dann riecht der spätestens sehr stark.
    Allerdings weniger bei angetrockneten Fruchtkörpern. Die angetrockneten Fruchtkörper riechen leicht käsig im Sinn von Camembertschimmel. Mancher interpretiert da auch spermatisch in diesen Trockengeruch, jedoch fehlt die kratzig-bissige Komponente dieses Geruchs, der ja bei vielen Risspilzen-Arten vorkommt.


    Übrigens hätte ich auch von Anfang an sehr viel auf Clitopilus (Mehlräsling) gesetzt (leider erst jetzt Zeit zum Lesen).
    Allerdings gibt es neben dem Mehl-Räsling auch einen Zwilling. Der heißt Clitopilus cystidiatus (Zystiden-Räsling). Hat also mikroskopisch Zystiden, wo der normale Mehl-Räsling keine haben soll.


    Ein weiterer Unterschied soll sein, dass eben dieser Zystiden-Räsling (Clitopilus cystidiatus) spermatisch riechen soll.
    Aber glaubt mir, man wird das später irgendwann mal revidieren, weil für die Beschreibung des Geruchs einfach angetrocknete Fruchtkörper beschnuppert wurden. Kann ich nicht beweisen, wird aber so kommen!


    VG Ingo W

    Hallo Mario!

    Zitat


    Und kann ich jetzt meine Becherlinge mit H. cf pseudoalbidus archivieren ohne da ein schlechtes gewissen haben zu müssen?


    Meines Erachtens "JA".
    - Substrat "Eschen-Petiolen",
    - große weiße Becherlinge (schreibst zwar nichts über die Größe, aber ich denke mal, da waren bis 4mm-Becher (Durchmesser) dabei,
    - Verletzungsbräunen (bei dir auf dem Bild zu sehen),
    - typisches Erscheinungsbild der Einzelbecher mit meist mittellangen Stielen, welche sich zur Scheibe hin auffällig verbreitern,
    - typischer Gesamteindruck der Becher auf den Petiolen (eher wildes Wachstum ohne einheitlichen Abstand der Becher zueinander, kein konsequentes Ausgerichtetsein der Becher --> also Scheiben biegen sich mal nach rechts, andere wieder nach links),
    - massenweises Vorkommen,
    - Verflachen der Scheiben im Alter (mit Randwelligkeit, teilweise sogar leicht konvex).


    Ist so das, was mir jetzt spontan einfällt.


    Das alles sind Argumente für H. pseudoalbidus und wahrscheinlich auch für H. albidus (auch so groß?, kenne ich nicht aus eigener Anschauung).
    Da aber überall, wo ich in den letzten Jahren danach geschaut habe (auch in der Fremde) immer nur H. pseudoalbidus rausgekommen ist, hast du die Wahrscheinlichkeit auf deiner Seite. Sollte es wider Erwarten trotzdem H. albidus sein, so hast du ja zur Sicherheit das "cf." in den Bestimmungsnamen gesetzt.


    Die Frage, ob es einen Beweis für H. albidus gibt, hat mir Zotto (glaube ich) mal damit beantwortet, dass der Fund in Pilze der Schweiz nachgewiesermaßen einer ist.
    Und natürlich dann das Argument, dass der frühere weiße Eschenblattbewohner kein Baum-Killer war.


    Dazu müsste eigentlich demnächst ein ausführlicher Artikel erscheinen (vielleicht ist er auch schon erschienen, und ich habe ihn verschlafen).


    Mittlerweile ist H. pseudoalbidus westlich bis Holland vorgedrungen, man müsste also schnell mal noch in Frankreich oder Spanien ein paar "Original-albidusse" sichern.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Was mir ein bisschen Sorgen macht: beim letzten Makrobild rechts sieht man eigentlich eine recht deutliche Bereifung am Stiel, wenn auch keine übermäßige.
    Sowas entsteht eigentlich nur durch abstehende Elemente, und die dürften dann nicht nur so spärlich vorhanden sein.


    Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, nochmal einen jungen Fruchtkörper mit deutlicher Bereifung am Stiel zu inspizieren.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Mal noch einen Sporenvergleich zur angesprochenen Problematik im gleichen Maßstab.
    Wie man sieht, sind sich die Sporen von Hymenoscyphus repandus (Gelbliches Stielbecherchen) und Cyathicula cyathoidea (Pokalförmiges Krönchenbecherchen) schon sehr ähnlich.......

    ......, wobei die von Cyathicula cyathoidea eben etwas schmäler und kürzer sind und formmäßig (kaum in Worte zu fassen) auch etwas spindeliger mit der Neigung einzelner Sporen zur S-Förmigkeit und nicht selten mit schwachem Knick (Buckel).


    Hier nochmal das Original-Sporenbild aus dem italienischen Forum:


    Auch verirren sich bei Cyathicula cyathoidea viel leichter mal Öltröpfchen wegwärts des Sporenpols.


    Sind natürlich alles nur Tendenzen, deshalb sollte man bei der Bestimmung zwielichtiger Becherchen durchaus auch anderes mikroskopisch Relevantes untersuchen.
    Im hier gezeigten Fall würde das Ectal-Excipulum (bei Cyathicula verklebt = Textura oblita) und die Hakenfrage (bei Cyathicula cyathoidea = "mit Haken" im Gegensatz zu H. repandus "ohne Haken") für mehr Eindeutigkeit sorgen.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Hast schon recht. Würde man den näher untersuchen, würde H. pseudoalbidus (Aggressives Eschenpetiolen-Stielbecherchen) rauskommen. Beide von dir genannten Arten wachsen auf geschwärzten Eschenblatt-Petiolen des Vorjahres.


    Die Art H. pseudoalbidus hat m.M. nach entweder H. albidus (Harmloses Eschenpetiolen-Stielbecherchen) völlig verdrängt oder den H. albidus gab ´s nie. Das letztere ist aber eher unwahrscheinlich.


    H. pseudoalbidus ist von albidus sicher nur mikroskopisch anhand der Hakenverhältnisse zu unterscheiden.
    H. pseudoalbidus hat Haken, aber wie bei den meisten Hymenoscyphen ist genau das wegen der recht dünnen basalen Stiele der reifen Asci nicht so einfach einzuschätzen. Deshalb braucht es etwas Erfahrung und das Wissen, die Haken an Jung- oder Baby-Asci aufzuspüren:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=20481&position=11
    Da das viele nicht wissen, werden aber derzeitige Funde von weißen Bechern an Petiolen von Esche oft als H. albidus fehlbestimmt.


    Größe der Apos und Erscheinungszeit spielen eine geringere Rolle und sind deswegen kaum als Beweis zu gebrauchen.
    Du kannst dich aber am Fundort einfach mal umschauen. Normalerweise ist bei guten Sichtverhältnissen in den Kronen vieler Lebend-Eschen ein auffälliges Ast-(Kronen-)sterben zu registrieren, oftmals auch bei Jung-Eschen in Kopfhöhe.


    Ist mir gar nicht recht, aber die von Osten erst in den letzten Jahrzehnten eingewanderte Art (in ihrer Nebenfruchtform) ist ein böser Eschen-Killer, der Zwilling H. albidus soll das aber nicht (gewesen) sein.


    Würde ich jemand finden, der gegen mich wettet, würde ich bei deinem Fund ein großes Stück meines Chips-Vermögens auf H. pseudoalbidus setzen und würde höchstwahrscheinlich gewinnen.


    Falls sich jedoch mal jemand sicher ist, H. albidus gefunden zu haben, dann wäre ich sogar auf Zusendungen scharf.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Zitat


    Och Jungs ich dachte die seite wäre hier schon bekannt gewesen.


    Mir zumindest nicht. Hab ich gleich mal als Lesezeichen abgespeichert.
    War auch mal auf die Ascos neugierig.
    Falls du einen Draht zu den Jungs hast: ihr Hymenoscyphus repandus......
    http://www.funghiitaliani.it/index.php?showtopic=79686
    ....... ist Cyathicula cyathoidea (Pokalförmiges Krönchenbecherchen), ist wahrscheinlich mit Pilze der Schweiz bestimmt, ist aber dort falsch.
    H. repandus (Gelbliches Stielbecherchen) hat leicht größere und breitere Sporen, die Becherchen sind viel deutlicher und überall gelb.
    Beim Gezeigten wird die Becherfruchtschicht erst mit dem Trocknen gelb: das ist ziemlich typisch für Cyathicula cyathoidea, beschriebene Sporen passen perfekt dazu.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Das wäre wirklich schade, wenn bei deinen schönen Bildern nicht wenigstens ein Arbeits- oder Näherungsname rauskäme.


    Bei Conocybe (Samthäubchen) sind die Kaulozystiden sehr wichtig, also die Zystiden am Stiel. Ich denke, die Proben nimmt man vorrangig von der Stielspitze.
    Darauf zu achten ist, aus welchen Elementen dieser "Reif" besteht, also ob die Zystiden dort ebenfalls lecithiform sind ("halma-figurig" wie die Cheilos) oder andersgestaltet oder ein Mixtum.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Nur gefühlsmäßig: keine Mycena (Helmling)!
    Vergleiche mal mit Delicatula integrella (Genabelter Schleierhelmling), das wäre mein Favorit. Die können nämlich so dichtbüschelig wachsen.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    Da hätte ich mal einen möglichen Kandidaten für Eikes "Käfer von unten":
    = Violetter Lederporling, Trichaptum abietinum (zumindest der auf meinem Bild


    Eikes Pilz ist striegeliger und wächst auf Laubholz.


    Trotzdem finde ich dein Trichaptum-Bild schön: zeigt es doch die Färbung in der "Nicht-Frisch-Variante".
    Für eventuelle Zweifler wäre freilich noch ein umgedrehter frischerer Hut, mit noch violetter Farbe in den Poren das Sahnehäubchen.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Das ist wahrscheinlich eine bessere Option als meine, Gerd! Alright


    Ist schon schwierig mit Pilzen in Terrarien, weil da immer mit was Fremden, uns meist relativ unbekannten zu rechnen ist.
    Mit der Gattung Campanella weiß ich nicht viel anzufangen bis auf die Campanella caesia (Wechselfarbiger Aderhäutling).....
    http://www.fotonatura.org/galerias/fotos/72507/lightbox/
    ....., die hier sicher nicht zutrifft.


    Also mir wäre nach den Bildern auch als erstes Plicatura crispa (Krauser Adernzähling) eingefallen.
    Wenn ich wüsste, dass es eine Auflösung geben könnte, würde ich sogar großzügig 2 Chips darauf setzen.
    Aber wie gesagt, wer weiß schon, was es an fremdländisch-tropischen Sachen da noch gibt.


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Sollte normalerweise ein Kleiner aus der Gattung Hyaloscypha (Hyalinbecherchen) sein, wenn nicht zufällig noch ein zylindrischer Inhalt in den Paraphysen auftaucht.


    Becherchen der Gattung Hyaloscypha besiedeln ja sowohl Holz als auch Kräuter und Gras, insofern wundere ich mich manchmal beinahe, warum auf Losung von Pflanzenfressern nicht viel häufiger inoperculate Becher auftreten.
    Schätze aber, da hat die ganze Verdauungs-Chemie noch ein Wörtchen mitzureden.


    Sieht aus wie einer ohne Haken an den Asci (Bild 4+5). Das sollte man sich aber vorsichtshalber noch öfter bestätigen.


    Wichtig wären dann noch die Haarlänge, Haarbreite an Basis, Septierung und das Achten auf Unregelmäßigkeiten bezüglich der Haare (ansitzende Harztropfen, eventuell vorhandene ungwöhnliche Formen wie apikaler Knopf oder Spiraligkeit).


    Hat man das dann auch noch, darf man aber trotzdem nicht zu optimistisch sein: Hyaloscypha ist eine richtig schön vermengte Gattung, weil in der Vergangenheit jeder was anderes unter den verschiedenen Namen verstand.
    Momentan wäre ich theoretisch nach veritas (2005-Schlüssel) bei einer Hyaloscypha spec. -Art von Zotto auf Calamagrostis (Reitgräser), nach Huhtinen bei H. candida, zu mehr habe ich momentan keine Zeit.


    Aber schauen wir erst mal, ob die paar Fragen noch geklärt werden können


    VG Ingo W

    Hallo Thomas!

    Zitat


    Standort: Buchenwald, einzelne Fichten und Douglasien, Kalkboden


    Eigentlich sollte hier das Wachstum auf (verrottenden) Holz auffallen.
    Gegenstimmen wird es hier wohl kaum geben, denke ich, obwohl die Gattung Xerula auch noch ein paar andere Arten zu bieten hätte.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Tja, der Oehrling macht da Nägel mit Köpfen.
    Günstig wär ´s natürlich, wenn Plus und Minus sich die Waage halten würden. Dazu müsste man Toffel allerdings wieder was abnehmen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Wirklich interessant: viele Chips-Einsatzwillige mit diversen Meinungen.


    Das Problem bleibt: wer soll den Schiedsrichter machen? Bleibt eigentlich nur jemand, der sich besonders gut in der Materie auskennt und den Pilz selbst inspizieren kann.
    Selbst tue ich gut daran mit meinem eher beschränkten Röhrlingswissen, mich nicht festzulegen. Lust hätte ich aber dennoch gegen diejenigen was zu setzen, die auf den Satansröhrling plädieren (stark blauende Satansröhrlinge wären mir zu suspekt).


    Ansonsten will ich hier Andreas` Meinung nochmal unterstreichen......

    Zitat


    Generell halte ich die Pilzchips für eine gute Idee, solange nicht soweit gezockt wird, dass dann andere Pilzfreunde Arten verspeisen, die dann doch nicht die vermuteten Pilze waren.


    .......jedoch denke ich bisher, dass schon jedem bewusst ist: solange gewettet wird und verschiedene Meinungen bestehen und auch noch danach: ohne Pilz in der Hand eines Pilzsachverständigen wird die Bestimmung im Forum sich lediglich der Wahrheit nähern (auch wenn nicht selten bis fast 100%).


    Das Wetten soll eigentlich nur das Gespür für Merkmale sensibilisieren, oder anders gesagt: der soll gewinnen, der einen Fund trotz Fehlen von Merkmalen am Ende dennoch richtig eingeschätzt hat. Bisschen Spaß eben nebenher.
    Hat nach wie vor nichts mit Essensfreigabe per Internet zu tun!


    VG Ingo W

    Hallo Hannes!


    Sicherlich nicht blind. Es liegt wirklich daran, im Vorfeld zu beurteilen, was lohnt sich.
    Bei Brennnessel-Stängeln müssen die einfach ausreichend feucht sein. Das wird momentan bei Regenlosigkeit nur gewährleistet, wenn sie sehr bodennah liegen, vielleicht am besten schon etwas überwachsen.
    Also die Cyathicula cyathoidea (Pokal-Krönchenbecherchen) an Brennnessel, die ist Pflicht.


    Aber bei so sehr trockenem Wetter werden natürlich auch die Fund-Standorte rarer.
    Nach 3 Tagen Regen wäre das alles viel einfacher. Da kann man am richtigen Fleck eine 10x10-Meter Exkursion machen ohne dass man seine Bestimmungsarbeit im Nachhinein schafft.


    VG Ingo W

    Hallo Hannes!


    Die Mini-Becherchen zu finden ist meist viel einfacher als man glaubt.
    Eigentlich braucht man meist nur ein Gefühl dafür, welches Substrat sich lohnt es anzuschauen. Und das wiederum hat meist eigentlich nur was mit ausreichender Feuchtigkeit zu tun, weil ja die Kleinen da sehr empfindlich sein müssen.


    Ich könnte dich jetzt blind auf eine Pflanze hetzen, die es so gut wie an jedem Bächlein gibt. Dort braucht man nur einen feuchtliegenden vorjährigen Stängel aufzuheben, da sollte dann mindestens am 2. begutachteten Stängel eine weiße Haarbecherlingsart dran sein.
    Kannst es ja mal ausprobieren. Die Pflanze ist die Spierstaude (Filipendula ulmariae):
    http://gobotany.newenglandwild…cies/filipendula/ulmaria/
    Oft sind aber noch andere Becherlinge dran.
    Und so funktioniert das mit dem verschiedensten Substrat. Überraschungen sind natürlich oft inklusive.


    VG Ingo W