Beiträge von Ingo W

    Hallo abeja!


    Ja, da macht sich jemand richtig Gedanken!
    Also zunächst einmal möchte ich sagen, dass deine Bestimmungen und Gedanken zu den Pilzen für mich gut nachvollziehbar sind.
    Hier haben wir allerdings ein Problem:

    Zitat


    größtes Problem: Geruch - der war eher nichtssagend bis unangenehm, teilweise meinte ich sogar "mehlig-muffig" (oder einfach nur "alt") wahrzunehmen.


    und hier auch:

    Zitat


    Geruch: angenehm zart-frisch, leicht "parfümiert" wie Blütenwiese (wie echte Blütenwiese, nicht wie "Weichspüler-Blütenwiese")


    Unangenehmer Geruch kann von Zersetzung kommen, dumpfer oder muffiger Geruch z.B. auch vom Substrat oder anhaftendem Holz


    Meine Frage: wie gehst du vor bei einer Geruchsprobe?


    Zu Pilz 3:
    Deutlicher Gurkengeruch disqualifiziert das Stockschwämmchen.
    Es muss ja vielleicht nicht gerade Galerina marginata (Gift-Häubling) sein, es gibt ja auch noch andere Galerinas.


    VG Ingo W

    Hallo Alake!


    Ich erspare mir große Wiederholungen des schon Gesagten. Alles, was Anna schreibt, ist auch meine Meinung.
    Verwenden kannst du getrocknet und als Pulver verarbeitet maximal den Birkenporling (Piptoporus betulinus). Der soll allerlei medizinische Wunderwirkung haben.


    VG Ingo W

    Hallo Holger!


    Erst mal Glückwunsch zu deinen Augen und natürlich freut es mich, wenn auch den Winzlingen Beachtung geschenkt wird.


    Wird aber leider schwierig, deine Bestimmung allein makroskopisch zu untermauern. Kannst ja auch mal folgende Art in Betracht ziehen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…la-121227-01xsjj31851.php


    Eine Chance hättest du, auf makroskopische Art und Weise weiterzukommen: Falls du größere reife Fruchtkörper in deiner Kollektion dabei hast, färbt sich deren Fruchtschicht eventuell in Richtung Ocker und es könnten unter der Lupe kleine Sporenhäufchen erkennbar sein. Wenn die braun sind, wäre es eher Chromocyphella.


    Natürlich könnte durchaus das spinnwebige Myzel eine gewichtige Rolle spielen, wenn das Geflecht nicht gerade tatsächlich von einer Spinne stammt.


    VG Ingo W

    Hallo Ja und Gerd!


    Manchmal tatsächlich schwierig die Unterscheidung, gerade bei älteren ausblassenden Hüten.

    Auffällig für einen typischen oder gut bestimmbaren Kiefen-Steinpilz (B. pinophilus) wäre eigentlich die kastanienrotbraune Hutfarbe (wie Marone) mit vielen weinrötlichen Anteilen, ein in der gleichen Farbe überhauchter Stiel, (zumindest partiell) und eine eher samtige oder matte Hutoberfläche (ok., bei deinen sind sie nass, deshalb ist das Argument hier eher schwierig).
    http://commons.wikimedia.org/w…%26_Dermek_27980_crop.jpg


    VG Ingo W

    Hallo Rübezahl!


    Bisschen Schadenfreude habe ich ja jetzt doch.
    Wetten, dass Malone nie auf Cystoderma gekommen wäre, wenn du ein bisschen was zum Pilz geschrieben hättest?
    Größe vom Hut vielleicht?
    Beim Vorkommen war nicht das direkte Wachstum auf Holz festzustellen?


    Zitat


    Standort Mischwald (diverse Nadel und Laubbäume)


    Ok., leichter kann man es sich wirklich nicht machen. Wir wissen jetzt, dass er nicht offen auf einer Wiese gewachsen ist.


    Was bedeutet "Geruch unbekannt"? Hat er also einen und du kannst ihn nicht definieren oder weißt du nicht, ob er einen hat?


    Wie würdest du denn die Lamellenfarbe beschreiben? So weiß wie auf den Bildern?


    Ich bin ja keinesfalls ein Anhänger derer, die verlangen eine ganze Seite zu einem Pilz schreiben zu müssen, finde aber trotzdem, dass man sich schon etwas Mühe machen kann, wenigstens das Wesentliche zu schreiben oder das, was auf dem Bild nicht zu erkennen ist.


    Jetzt bloß nicht sauer sein!!


    Beste Grüße
    Ingo W

    Hallo azemut!


    Zumindest könntest du mir deinen Fund sehr gut als Clitocybe gibba (Ockerbrauner Trichterling) verkaufen. Genau so sieht er aus, genau dort wächst er, genau so sind seine Proportionen, seine angedeutete Hutrandzähnung.....


    Ok, Geruch könntest du mit Bittermandel vergleichen. Allerdings sehr fein, wenn überhaupt.
    Ist die gleiche Geruchsrichtung wie Cl. geotropa (Mönchskopf-Trichterling), Cl. clavipes (Keulenfuß-Trichterling), Marasmius oreades (Nelken-Schwindling) oder Leucopaxillus giganteus (Riesen-Krempentrichterling).


    Sollte sich "Anis" bestätigen, ist es ein Totschlag-Argument für die vorgeschlagene Art.


    VG Ingo W

    Hallo Ja und Gerd!


    Zitat


    .....waren wir uns nicht sicher, ob es sich um einen Kiefernsteinpilz handelt.


    Farbe, Hutoberflächenstruktur und dessen fettiger Eindruck zeigen m.E. nach recht eindeutig Boletus edulis (Fichten-Steinpilz).


    VG Ingo W

    Hallo Sachse!

    Zitat


    ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass man tote Äste der richtigen Nadelbaumart zuordnet.


    Naja, die Sache ist ja wohl doch ein klein wenig anders. Zu den Ästen gehört ja im Normalfall auch ein Baum, und der ist sicherlich noch leichter auszumachen.
    Also bei Goldröhrlingen schaue ich da wirklich immer drauf, wo die Lärche steht.
    Es wird nämlich immer mal wieder berichtet wird, dass er angeblich auch bei anderen Bäumen gefunden worden wäre ohne Lärchenbegleitung.
    Bisher fand ich aber die Lärche zu meinen Goldröhrlingen immer.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Hier wird über Gerüche diskutiert? Soso!


    Also, passt schon: die Gerüche Rettich und Kartoffel sind schon stark miteinander verwandt, und besonders ohne Vorsagen kann man bei A. citrina schon gut auf Rettich kommen.
    Kartoffelkeime, Kartoffelkeller, alter durchgeschnittener Kartoffel trifft es aber dennoch besser.
    Die Verschiedenheit kann man wohl erst richtig gut nachvollziehen, wenn man zum Gelben Knollenblätterpilz abwechselnd auch mal an einem Rettich-Helmling riecht.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!

    Zitat


    Gib mir bitte 3 möglichen Gerüchen, mal sehen ob ich den richtigen erwische,....


    Weiß ich jetzt nicht richtig, wie du das meinst.


    Die Frage ist ja erst mal, wie definierst du für dich den Geruch des Maipilzes? Vielleicht ist da ja schon der Hund begraben


    Bei dem Rübling kommen wir geruchsmäßig so weit auseinander auf keinen gleichen Nenner. Ich kann dir da bloß empfehlen, dich geruchsmäßig mit Gleichgesinnten auszutauschen, damit du zunächst erst mal erfährst, ob die das gleiche riechen wie du.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Also Gefleckter (Rosaspor-)Rübling (Rhodocollybia maculata) wäre genau das, auf was ich nach den Bildern auch käme.
    In dem Moment aber, wo du einen Maipilz-Geruch (also +- frische aufgeschnittene Gurke) wahrnimmst, wird mir die Sache suspekt. Denn so sollten die wirklich nicht riechen. Die Art an sich riecht eher (schlecht zu beschreiben) etwas "bissig säuerlich".


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Ich für mich persönlich sehe an den Regeln nichts verkehrtes (Ok., Punkt 3 ist mir nicht 100% geheuer. Wer weiß schon, was es alles gibt?)
    Aber ich würde solche Regeln nicht unbedingt populär machen wollen, weil mir das Eisen einfach zu heiß ist für die Allgemeinheit (mit der teilweisen falschen Einschätzung zu Gerüchen und den Pilzen allgemein und sowieso........)


    VG Ingo W

    Hi Gerd!

    Zitat


    - Ich setze 20, bei Bedarf auch 30 Chips auf "Amanita submembranacea" (Grauhäutiger Scheidenstreifling),


    Jo, das kann ich mir natürlich wieder gut vorstellen, dass du das machst.
    Irgendwann kommen wir schon noch ins Geschäft!
    Hier aber leider nicht ;(


    VG Ingo W

    Hallo grasehein (oder wie immer du genannt werden möchtest)!


    Das sieht schon sehr nach deiner Idee aus, also dem Keulenfuß-Trichterling (Clitocybe clavipes), wobei auf deinen Bildern die Farbe sehr gut hinkommt: die Lamellen sind nämlich immer etwas gelblich, nicht weiß, wie du es beschreibst.
    Beim Geruch denke mal an Bittermandeln, aber das haut insgesamt schon hin.
    Wobei: der ist ganz alleine gewachsen?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Zitat


    Stand bei deinem ersten Pilz eventuell eine Lärche, auf dem Biotop-Foto sehe ich leider keine.


    Der linke Baum (auf Bild 4) ist eine Lärche. Zumindest auf Bild 1+2 sehe ich auch Suillus grevillei (Goldgelber Lärchenröhrling).


    Auch, wenn die Bilder etwas besser sein könnten, sehe ich wie die Vorschreiber ebenfalls den Fichtenreizker (L. deterrimus), den Rotfußröhrling (Xerocomus chrysenteron s.l.) und Russula xerampelina (Herings-Täubling), wobei der letzte Tipp wirklich bloß dann zutrifft, wenn der Geruch passt.


    Beim Geruch der Herings-Täublinge ist zu beachten, dass sie ihren Geruch antrocknend am besten entfalten, der kann bei vollkommen frischen Fruchtkörpern zunächst fehlen!


    VG Ingo W


    P.S.:
    Hi Malone!

    Zitat


    (die Lärche ist doch rechts im Bild, oder?),


    Nö, das sind Fichten.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Frag mich nicht nach einer besseren Idee, aber Cortinarius traganus (Safranfleischiger Dickfuß) erkenne ich nicht wirklich in deinen Pilzen.
    Kann natürlich sein, dass ich irre, aber mir wären deine Pilze zu wenig violett, Stiel und Hut zu glatt, Stielfleisch zu hell(?).


    Ich müsste jetzt tatsächlich eine Nase voll nehmen, um mich zu bestätigen oder eben dir recht zu geben.


    Laut Literatur riecht er ja aufdringlich nach Azetylen.
    Ich selbst empfinde den Geruch nicht aufdringlich. Ich rieche da mehr was Fruchtiges in der Art von überreifen, halb angegorenen Birnen. Ein befreundeter Pilzler mit sehr guter Nase riecht das fast genauso.
    Auf jeden Fall ein recht typischer Geruch, den man allerdings erst mal gerochen haben muss, um ihn später wiederzuerkennen.


    VG Ingo W


    P.S.: Wenn du den Geruch so negativ wahrnimmst, vielleicht ist es ja dann C. camphoratus (Bocks-Dickfuß).
    Schon mal verbrannte Haare gerochen? So oder eben wie der Ziegenbock riecht der Pilz. Äußerst faszinierend und recht intensiv.

    Hallo Hartmut!


    400 Bilder, wow!


    Nun sehe ich bei den letzten Pilzen durchaus das büschelige Wachstum, aber ob ich jetzt den Weißen Rasling (Lyophyllum connatum) glaube?
    Darf ich bei der Lamellenfarbe mal dran riechen?


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    Cortinarius variecolor riecht für mich deutlich nach Rote Beete. Trifft es das?


    Pilzgerüche sind ein Thema, damit könnte ich Abende ausfüllen. Das Thema ist ausgesprochen komplex, und es gibt nicht die "absolute Wahrheit".
    Solltest du tatsächlich von ganz alleine auf die Geruchsrichtung "Rote Bete" gekommen sein, beglückwünsche ich dich zu deiner Nase, denn die riecht dann das, was ca. 75% der Menschen wahrnimmt, bei denen der Geruchssinn noch nicht verkümmert ist (leider nur noch ca. 50% der Bevölkerung).


    Rote Bete ist synonym zu erdig oder dumpf, und genau daher hat die Art auch den deutschen Namen Erdigriechender Schleimkopf.
    Allerdings riechen Menschen mit besonders viel Geruchs-Rezeptoren was völlig widersprüchliges, und das am gleichen Fruchtkörper.
    Genau das ist das Faszinierende für mich, und deshalb hier meine blöde Fragerei.


    Diese Theorie ist übrigens in der Praxis oft bestätigt (ich betreue alle 2 Jahre in Erfurt auf der ega eine Pilz-Geruchsecke). Beide angesprochene Pilze, also sowohl Cort. traganus als auch variecolor, gehören zu den Pilzen, die z.T. vor Ort aufgrund der völlig unterschiedlichen Wahrnehmung beinahe(?) zu Ehekrisen führten.


    VG Ingo W