Beiträge von Ingo W

    Hallo Pablo!


    Dachte, du hättest dich mal irgendwo auf 115 oder so hochgepolstert.
    Übrigens erfolgte mein letzter "Chips-Abgang" an dich, irgendwo vor langer Zeit.
    Zock-Ecke ist in Arbeit.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Übrigens äußere ich mal die ganz unbelegte Idee, daß Ritterlingsgerüche nicht völlig konstant sind. Aber bei welchen Pilzen sind sie schon zu 100% konstant?


    Sehe ich natürlich genauso. Bei den weißen Ritterlingen kommt man aber eben wegen mehrerer weißer Arten ganz schön durcheinander.
    Diesen oben erwähnten, für mich nicht zuordenbaren weißen Ritterling im Gebiet des Tr. stiparophyllum hatte ich am Fundort an 2 verschiedenen, ca. 20 m voneinander entfernten Kollektionen.
    Sie waren verschieden alt, rochen für mich zumindest recht eindeutig verschieden. Zwei verschiedene Arten? Oder Geruchswandlung durch Alter? Geruchswandlung sollte man eben doch bei der gleichen Kollektion untersuchen.


    Nachdem ich die Mittagspause damit verbracht hatte, abwechselnd an beiden Kollektionen zu riechen und begann, mir immer unschlüssiger zu werden, ob einmal im Hintergrund der einen Kollktion etwas Mehliges zum Vorschein kommt (dann event. Tr. album) und bei der anderen nicht vielleicht der von mir erwähnte "Kopfschmerzgeruch" erkennbar wäre, zog ich am Ende resolut einen Schlussstrich und ließ sie im Wald zurück.
    Sollen sich doch andere darüber eine Waffel machen!


    VG Ingo

    Hallo zusammen!


    Dass es immernoch jemanden hier gibt, der sich wundert, dass es im November viele Pilze gibt?


    Zitat


    Das waren diese weisse Trichterlinge, deren Namen ich leider nicht weiss. Was könnten hier für welche sein?


    Ecke Clitocybe phyllophila, Bleiweißer Firnistrichterling.


    Übrigens war mein erster Gedanke bei Nr. 2 Birken-Gasritterling (Tr. stiparophyllum), dessen Geruch ich als nicht stinkig, aber aufdringlich, etwas stechend Kopfschmerzen verursachend empfinde. Besser geht es nicht mit der Geruchsbeschreibung.
    Aber dieses Jahr habe ich im gleichen Laubwald weiße Ritterlinge gefunden, die vom Geruch für mich wieder gar nirgends hinpassten. Weiße Ritterlinge, wirklich schlimm!


    Pablo will nörgeln? Ich weiß schon, der zweifelt nämlich euren Halsbandschwindling (M. rotula) an und will einen Ästchen-Schwindling (M. ramealis) draus machen.

    Zitat


    tja, Björn hat diesmal tatsächlich keine Kernpilze entdeckt.


    Dass Björn keine Kernpilze fand ist 100%-ig falsch verstanden worden. Eil die Weil das nämlich gar nicht geht. An jedem Stöckchen ist was dran.


    VG Ingo W

    Hallo Hummel 23!


    Schönes Bild. Bisschen größer (so 800x600 Pixel) wäre noch schöner.

    Zitat


    dann kennst du ja unsere zweite große Leidenschaft nach den Pilzen: Rumnörgeln bei Bestimmungsanfragen mit nur einem Bild und ohne Zusatzangaben.


    Kicher. :evil:
    Gehört zwar nicht wirklich zu den Leidenschaften, aber wahrscheinlich könnte ein Außenstehender das wirklich manchmal meinen.
    Ist aber nicht böse gemeint.


    @ Pablo:

    Zitat


    Aber ich wäre durchaus bereit, bis zu 8 Chips auf Merulius tremellosus zu setzen.


    Wieder nichts geworden. Naja ok, womöglich hättest du auch keinen Gegenspieler gefunden.
    Werde wohl neben den Rätsel-Threads eine Zock-Ecke aufmachen müssen, damit die Chips nicht verschimmeln.


    Wohin sind deine Chips eigentlich gekommen, wer hat dich so ausgenommen?


    VG Ingo W

    Hallo Jörg!


    Das dürfte schon Skeletocutis amorpha (Orangeporiger Knorpelporling) sein.


    Ich kann mir auch denken, wodurch die Zweifel geweckt werden.
    Ich weiß nicht, welchem Dänen ich da möglicherweise auf die Füße trete, denn der scheint wirklich Ahnung zu haben, aber das Bild seiner Sk. carneogrisea (Fleischgrauer Knorpelporling)......
    http://poresvampe.webbyen.dk/v…098&side=&webside=5425632
    ...... stellt für mich niemals diese Art dar. Nie ist der so grell orange, auch an berührten oder verletzten Stellen nicht.
    Bei dieser russischen Seite hat man nochmal einen schönen Vergleich beider Arten:
    http://mycoweb-stv.ru/aphyllophorales/pro/2/2/


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

    Zitat


    bis ich mit allen Begriffen vertraut bin


    Ist auch sicherlich nicht zu interessant, wenn man sich nicht mit den Kleinen beschäftigt.


    Ich habe mal alles an Begriffen raussortiert, deren Bedeutung nicht jeder wissen kann oder muss.
    Wie ich am Ende festgestellt habe, sind das nicht zwei oder drei Begriffe, sondern meine Portraits sind vollgestopft davon. War mir so noch gar nicht bewusst.
    Alphabetisch:


    apikal: oben (im Gegesatz zu basal = an der Basis);


    Asci: = Mehrzahl von Ascus, sind die Schläuche, Säcke, in denen bei Ascomyceten (= Schlauchpilze) die Sporen gebildet werden;


    Ascus-Porus: wie ein Überdruck-Ventil wirkende Öffnung im Ascus, bei der die Sporen bei Reife (durch sich erhöhenden Innendruck = Turgor) entlassen werden;


    Cilien: kleine Fäden an den Sporenenden, verschärftes Beispiel z.B. hier:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=20951&position=3


    Ectal-Excipulum: Außenseite der Becher, "Außen-Korb", Gegenteil ist Ental-Excipulum (= Medulla).
    Was ental und ectal beim Excipulum genau bezeichnet, habe ich selbst bis letztes Jahr falsch interpretiert (erfreulicherweise nicht nur ich!);
    http://asco-sonneberg.de/pages/ueberblick/korrigenda.php


    Haken = "-": bedeutet "ohne Haken", hier Kreis-Pfeil 1:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=21161&position=8
    im Gegensatz H = "+", bedeutet "mit Haken", hier Nr. 11 und 12 bzw. Kreispfeil 4:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=21141&position=7


    Hym.-typ: bedeutet Pori vom Hymenoscyphus-Typ, bezieht sich auf die Pori der Gattung Hymenoscyphus (= Stielbecherchen), bei der der blau angefärbte Porus den Apex (die Spitze) nicht erreicht. Sollte der Ausgeprägtheit wegen bei jungen Asci geprüft werden;


    IKI: = Iod-Kaliumiodid-Lösung, kurz Lugol oder Lugol ´sche Lösung


    Marginalzellen: Zellen an der Margo (= Rand, Becherrand), sie stellen i.d.R. von der Form her den Durchschnitt dar von Paraphysen und abstehenden Zellen (Endzellen) der Außenseite des Bechers, sind also normalerweise kleinere, fettere Paraphysen am Becherrand.


    Medulla: "Fleisch", bei Ständerpilzen (z.B. Röhren- und Lamellenpilze) sagt man Trama dazu;


    multiguttulat: Guttulen = Öltropfen, multi = viel --> vieltropfig;


    OCI: = oilcontent-index = ein Index von 1-5, der den Ölgehalt in Strukturen beschreibt, hier speziell für Sporen verwendet. Dabei ist OCI = 0 eine ölfreie Spore und eine Spore mit OCI = 5 eine Spore mit dem maximal möglichen Öl (bedeutet aber nicht, dass die Spore völlig ausgefüllt ist mit Öl)
    ;


    Paraphysen: Elemente der Fruchtschicht bei Ascomyceten, befinden sich zwischen den Asci;


    Porus, Pori: siehe Ascus-Porus;


    scutuloid: Sporen wie in Hymenoscyphus scutula, bezieht sich auf die Sporenform mit diesem Vorsprung an einem Polende
    http://asco-sonneberg.de/pages…-scutuloid-0911154001.php


    vital: lebendig (im Gegensatz zu lethal = tot), Strukturen und Größen ändern sich mit nachlassender Vitalität, deshalb ist eine Angabe dazu hilfreich;


    VG Ingo W

    Hallo Gerd!


    Zitat


    (d) Ob bereits nur Wässern ausreicht, um –žscharfe Milchlinge zu entgiften und genießbar zu machen, kann ich nicht beurteilen.


    Ich kann auch nicht beurteilen, ob nun in jedem scharfen Täubling unbedingt das gleiche gastrointestinal wirkende Gift vorherrscht, wäre eigentlich unlogisch und viel zu eintönig für die Natur.
    Also sollte man bei eventuellen Eigen-Tests vielleicht nicht gerade mit den Birken-Milchlingen anfangen.


    Wie gesagt, ich las das mal mit dem Genießbarmachen und hatte es mit Lactarius rufus ausprobiert, hatte keine Beschwerden und schmeckte auch nicht schlecht.


    Zitat


    "Wässern" und anschließend Wasser wegkippen dürfe nur dann denn/die Giftstoffe reduzieren, wenn sie wasserlöslich sind.


    Für mich schlussfolgert sich aus der Vorgehensweise, dass der problematische Giftstoff in der Milch enthalten ist und diese schon durch das Wässern reichlich entfernt wird.
    Den Rest übernimmt dann das scharfe Braten, also müsste das Gift auch hitzeempfindlich sein.

    Zitat


    Das Geheimnis liegt in der Zubereitung: Die Pilze werden nach speziellen Verfahren meist –žsiliert–œ


    Ob das jetzt das meist eingesetzte Verfahren ist?
    Eigentlich müssten sich doch bei fast 1000 registrierten Forumsmitgliedern genug Menschen finden lassen mit osteuropäischen Wurzeln, die da was dazu sagen könnten.


    Zitat


    (= Milchsäuregärung/Milchsäurekonservierung, ein Konservierungsverfahren wie es auch bei der Herstellung von Sauerkraut eingesetzt wird).


    Viel wichtiger noch in der Landwirtschaft, um Futtermittel (z.B. Gras- und Maissilage) für die Winterzeit haltbar zu machen.


    VG Ingo W

    Suspektes Stielbecherchen
    Hymenoscyphus suspectus (Nyl.) Hengstm. 1985





    Häufige Art zu dieser Zeit, besonders an alten liegenden Phalaris (Rohrglanzgras)-Halmen.
    Wisst schon, Phalaris ist das dicke Süßgras an wasserführenden Gräben und Bächen, welches einen feuchten Standort braucht und teilweise mannshoch wird.


    Mikros:




    Das Epithet "suspectus" passt ganz gut (war aber vom Namensgeber sicherlich nicht aus diesem Grnd vergeben worden), denn die Art hat einen makro- wie mikroskopisch sehr ähnlichen Zwillingsbruder.
    Der nennt sich Hymenoscyphus scutula (Scutuloidsporiges Stielbecherchen), welches gern an krautigen Pflanzen wächst (Pflicht z.B. an Stängeln von Kanadischer Goldrute, Rainfarn oder Beifuß), oft Cilien (= kleine Fädchen) an den Sporenpolen trägt und wahrscheinlich in der Gesamtheit gesehen etwas schmälere Sporen aufweist.


    Vielfach wird H. suspectus synonymisiert mit H. scutula. Ich bin da etwas skeptisch.
    Sicherlich wird eine Gensequenzierung zeigen, dass es sich um 2 verschiedene Arten handelt.


    Ähm, gerade sehe ich, dass ich 2010 schon mal was drüber geschrieben habe
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-hymenoscyphus-suspectus
    Da hielt ich sie noch "für lange weißbleibend" und "gern langstielig". OCI (oilcontent index) von 4 finde ich auch nicht mehr gut und "...Wachstum an meist schon von Humus überdeckten Halmen..." ist schlecht ausgedrückt und so geschrieben schlichtweg falsch.
    Tja, so ändert sich die Meinung über einen Pilz mit der Zeit.


    VG Ingo W

    Hallo Stephan!


    Hey, den Satz muss ich irgendwo festhalten:

    Zitat


    ....je falscher in der Summe die Angaben des Anfragers, desto falscher auch der Artenvorschlag des Beraters.....


    Hätte ich nicht schon eine treffende Signatur, würde ich deinen Satz sofort dafür verwerten.


    @ Josch:

    Zitat


    über deine Aussage "Theoretisch kannst du sogar milchscharfe Arten verwerten, wenn du sie klein schneidest, ein paar Stunden wässerst und dann brätst." bin jetzt doch etwas verwundert.


    Ja ok, ich weiß das nicht 100%ig, ob das immer so zutrifft, deswegen schrieb ich auch "theoretisch". Sollte ich beim Birkenmilchling wohl mal ausprobieren oder einen Osteuropäer fragen.
    Aber eigentlich würde ich mich wundern, wenn da was passiert. Die böse Milch muss raus, denke ich, dann passt es. Aber wissen tue ich das nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    "Pilzig" riechen nach meiner Empfindung die allerwenigsten Pilze. Für mich das Paradebeispiel ist Steinpilz, das ist pilzig. Eben wie auch ein Pilzmyzel riecht (warum haben die eigentlich keinen spezifischen Geruch? Oder haben sie? Muss ich mal drauf achten.)
    Bei Stephans Beschreibung für pilzigen Geruch mit Beispiel Stockschwämmchen und Schwefelköpfen hätte ich schon wieder Probleme. Beide riechen völlig unterschiedlich, also kann das nicht die Definition sein.


    Doris:

    Zitat


    Überhaupt ist die Geruchswahrnehmung etwas sehr individuelles.


    Da drüber habe ich mich ja schon ausgelassen. So richtig glaub ich ´s einfach nicht. Ich akzeptiere das nicht, wenn einem Anis-Champignon, Fenchelporling, Rettich-Helmling oder Pelargonien-Gürtelfuß ein völlig widersprüchlicher Geruch nachgesagt wird.


    Zitat


    Wer weiß denn heute noch wie Stadtgas riecht oder Juchten, das kennt doch heute keiner mehr.


    ....oder die heute schon mal irgendwo angesprochene Seidenbohrer-Raupe oder auch Lerchensporn.
    Wenn ´s doch aber keine bessere Beschreibung dafür gibt? Was will man da überarbeiten?
    Ok, teilweise hast du recht. Mit dem "mehlartig" versuche ich ja auch über Jahre hinweg die Menschen davon zu überzeugen, dass damit nicht der Geruch in der Mehltüte gemeint ist. Leider fast erfolglos, keiner versteht mich.;(


    VG Ingo W

    Hallo Marion!


    So aus der Erinnerung ist ´s schlecht. Da bräuchtest du schon den Pilz in der Hand.


    Zumindest ist bei meinen Geruchs-Tests mit den Besuchern bei Pilzausstellungen die Bestätigung des "gechlorten Schwimmbadwassers" mit ca. 60% nicht schlecht vertreten (die 60% beziehen sich allerdings auf Menschen mit Geruchsempfinden. Ca. 50% der "Gesamt-Probanten" werden im Vorfeld schon ausgesiebt und nicht mitgezählt. Das sind die mit Aussagen "riecht eben nach Pilz" oder Schulterzucken, weil gar nichts ankommt.)


    VG Ingo W

    Hallo Kuschel!


    Bezüglich des Trichaptum (Violettporling) deine erste Aussage:

    Zitat


    Nö, finde ich nicht. Zumal Deiner am häufigsten auf Fichte vorkommt


    Dann ich:

    Zitat


    @ Kuschel: Violettporling am häufigsten an Fichte? Bei mir nicht, da wächst er viel öfter an Kiefer.


    Jetzt du:

    Zitat


    ...Hier oben bisher nur an Kiefer gesichtet und meine hatten noch kräftigere Lilatöne...


    Ist mir zu kompliziert!


    Zitat


    Nö, ich finde, Striegelige Trameten fühlen sich durchaus auf Kiefer wohl


    Zwar sind auch in der BaWü-Flora ein paar Funde an Nadelholz aufgeführt, aber trotzdem habe ich Probleme mit Sachverhalten, die ich selbst so noch nicht gesehen habe.
    Sollte das wirklich der Fall sein, halte ich es eher für Ausnahmen, von Wohlfühlen wäre ich da noch weit entfernt.
    Machst du mal ein aussagekräftiges Bild, wenn dir die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta) wieder an Kiefer begenet?


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Wobei Pilze, die wirklich nach nix riechen, damit schon beinahe ein gutes Merkmal haben. Kommt so oft nicht vor, finde ich.
    Tja, und Geruch "gut" oder "schlecht" ist subjektiv. Von manchen Pilzen, die angeblich schlecht riechen, bin ich oft total fasziniert (ausgenommen Stinkmorchel). Gerade Bocks-Dickfuß oder Stink-Täubling finde ich nicht zum Wegdrehen.
    Würde mich zwar nicht einsprühen damit, aber den Geruch auf den Punkt zu bringen, lässt mich den Pilz oft stundenlang nicht weglegen.


    Zitat


    So, So, der Stink Täubling riecht also nach Fliesenkleber gut zu wissen.


    Naja, unter diesem Aspekt habe ich ihn noch nicht angerochen, aber eigenartigerweise hat mich die Beschreibung trotzdem drauf gebracht. Der Stinktäubling soll ja nach den meisten Büchern stinken. Die lügen doch alle, ist gar nicht wahr, höchstens ganz alt, mein letztes Angebot.
    In ihm sind Komponenten (besonders jung) wie gechlortes Schwimmbadwasser, aber nicht nitrös wie manche Helmlinge, Camembertschimmel und Dumpf-Gummi. Und dieses, was ich mit Gummi bezeichne ist nämlich wahrscheinlich die Fliesenkleber-Komponente.
    Zumindest ist mir das so eingefallen nach Marions Beschreibung.

    VG Ingo W

    Hallo Enno!


    Ist ja schon fast alles gesagt.
    Eine Frage von mir noch: bist du sicher, dass der Ast nicht von Hasel ist auf der die Encoelia wächst?


    Nr. 5 ist entweder ein Befall oder Ceriporia (so aus dem Kopf fällt mir excelsa oder purpurea ein), wahrscheinlich eher das letzte.


    Übrigens wärst du bei Nr. 4 nicht auf "Porling" gekommen, wenn du mal die Unterseite betrachtet hättest. Das ist einfach Pflicht beim Pilzbestimmen!!


    VG Ingo W

    Hallo Marion!


    Genau so was in der Richtung meine ich, zumindest die Sektion sollte stimmen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Russula_subsect._Foetentinae
    Siehst du, geht nämlich, wenn man den Geruch einigermaßen richtig beschreiben kann.


    VG Ingo W


    Edit:
    Muss noch was loswerden. Wird ja oft von der "individuellen Geruchsempfindung" gesprochen, wo dann jeder was anderes riecht beim gleichen Pilz.
    Das gibt es, aber so oft nun auch wieder nicht. Ich schiebe das auf die Geruchsmolekül-Aufnahmefähigkeit der Nase. Gerüche bestehen aus Komponenten, und wenn manche Komponenten nicht aufgenommen werden, stimmt das Idealfall-Ergebnis nicht.
    Muss man sich vorstellen wie beim Farbkasten, wenn man 3 Farben mischt und dann die Ergebnisfarbe beurteilt. Bloß bei manchen fehlen im Farbkasten ein paar Farben und deshalb können die statt 3 nur 2 mischen mit anderem Ergebnis.


    Aber gleichwertig gute Nasen, die riechen auch das gleiche.
    Es gibt wenige "Nasen-Menschen" mit denen ich gerne über Gerüche diskutiere, aber es gibt sie.
    Und dann ist das bei Problemgerüchen ein Projekt, man bringt sich gegenseitig der Wahrheit immer näher und merkt, dass der andere genau die gleichen Geruchs-Empfindungen hat.
    Stephan (Oehrling) zählt da für mich dazu. Das hat Spaß gemacht letztens!


    VG Ingo W

    Hallo Marion!


    Zitat


    Ich hab im Hof einen nicht näher bestimmten Täubling unter der Birke, der riecht nach Fliesenkleber.


    Der ist aber nicht zufällig gelb mit gefurchtem Hutrand?


    VG Ingo W

    Hallo André!


    Doch, Milchlinge schmecken schon.
    Theoretisch kannst du sogar milchscharfe Arten verwerten, wenn du sie klein schneidest, ein paar Stunden wässerst und dann brätst.
    Habe ich mal mit dem sauscharfen Lactarius rufus (Rotbrauner Milchling) aus Neugierde praktiziert. Das ist ein Massenpilz im Vorwinter in moosigen sauren Fichtenwäldern. War gar nicht so schlecht! Die Osteuropäer machen das viel.


    VG Ingo W

    Hallo oschihubert!


    Frag doch bitte deine Oma auch mal, was da für ein Baum gestanden hat. Fände ich interessant im Garten.
    Möchte auch noch mal auf meine Signatur unten hinweisen.


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Man kann sich ja wirklich nicht für alles Pilzige interessieren und setzt sich selbst Prioritäten.
    Schleimpilze gehören nicht zu meinem Interessengebiet, aber da es hier kluge Leute und Schleimpilz-Versteher gibt, kann ich das ja auch mal nutzen.


    Also, die Geschichte in Stichpunkten
    - Mittagspause in freier Natur
    - Phalaris-Bestand in Augenschein genommen
    - auf den einen Halmen immer Hymenoscyphus suspectus (Zwielichtiges Stielbecherchen):

    - auf den anderen Halmen immer dieser schleimige Weichling:


    Ich hätte den ja normalerweise gar nicht mitgenommen, aber Lupe hat man auf Arbeit normalerweise nicht dabei. Also schaffte er es unter das Stereomikroskop und dadurch später auch in den Fotoapparat.


    Das Beeindruckende und Auffällige an der Geschichte ist, dass es nie auch nur einen Halm gab, der von beiden Arten besiedelt war, auch nicht an 30 cm entfernten Enden. Immer nur entweder der eine Pilz oder der andere.


    So, jetzt zu meiner Frage:
    Kennt jemand sowas als Schleimpilz? Vermuten tue ich ja beinahe eine Nebenfruchtform, werde mich aber wahrscheinlich auch nicht näher damit befassen (die vielen "richtigen" Becher rufen und wollen dass ich sie mit richtigem Namen anrede).


    Viele Grüße
    Ingo


    P.S.: Also, mir ist schon klar, dass man da einfach mal reinschauen könnte.
    Aber wie gesagt, so wichtig stufe ich das jetzt für mich nicht ein und nutze mal diesen vermeintlich leichten Weg.