Hallo Ulla, hallo Birki!
So, endlich habe ich mich mal mit dem Pilz beschäftigt, der mich reicher machen soll.

Der Fruchtkörper ist im besten Zustand angekommen, wurde von Birki einwandfrei getrocknet, auch mikroskopisch gibt es so gut wie keine fremden Strukturen beim Mikroskopieren.
Dass die Lamellen sich farblich schwach abheben und wie eingefettet aussehen, darauf habe ich bisher auch nie geachtet. Wird wohl frisch auch nicht sein, oder doch?

Also, das Problem ist ja, mikroskopisch zu beweisen, dass es sich nicht um Panellus conchatus (Laubholz-Knäueling) handelt, sondern um Sarcomyxa serotina (Gelbstieliger Muschelseitling).
Da sich bei beiden Pilzen die meisten mikroskopischen Strukturen schon sehr ähnlich sind (Basidien, Schnallen, Cheilos) geht ´s eigentlich am überzeugendsten über die Sporen. Die sind beim Panus +- ellipsoid, hingegen beim Sarcomyxa allantoid, also zylindrisch + stark gebogen.
Nun war der große Fruchtkörper nicht gerade vollreif, aber ca. 10% der Basidien hatten immerhin schon Sterigmen und ein paar Sporen schwammen auch rum.
Ich habe eigentlich versucht, genau diese Sporenform noch an den Sterigmen sitzend festzuhalten, damit das überzeugender ist und Fremdsporen ausgeschlossen werden können,.......

.......aber das ist mir leider nur einmal (Sporenbild links die erste, noch kleinere) eher nur so halbseiden gelungen.
Die Kaulo-Zystiden des Stiels konnte ich zur Untermauerung auch nicht hernehmenn, weil eben gar kein rechter Stiel dran war.
Also in meinen Augen ist das sehr eindeutig Sarcomyxa serotina, aber ich werde auch akzeptieren, wenn Ulla das nicht überzeugt.
VG Ingo W