Beiträge von Ingo W

    Hallo Andreas!

    Zitat


    Denk nur mal an die Leptonien mit braunen Hüten und blauen Stielen - einfach mal den Bildband des Pilzkompendiums durchblättern.


    Naja, aber auch bei denen denke ich, dass sich doch makroskopisch irgendwas machen lassen muss (wenigstens tendeziell, nur zum Spaß, nicht zum Kartieren), wenn man die nur oft genug in der Hand hat.
    Schätze mal, da wird aber das Problem liegen. Wie oft siehst du sowas denn frisch??
    Durchblättern tu ich da jetzt mal nix, glaub dir schon, dass es da einige gibt.


    Zitat


    drück mir die Daumen,


    Ja, mach ich.
    Aber wie ich dich kenne, kriegst du das schon hin.
    Bei mir würde danach nichts mehr gehen, deswegen unterlasse ich solche Sachen lieber, wenn sie nicht unbedingt sein müssen.


    VG Ingo W

    Hallo Andreas!


    Kann man nicht mutmaßen und hinterher trotzdem mikroskopieren?
    Ich freue mich immer, wenn sich mikroskopisch bestätigt, was ich makroskopisch vermute.
    Aber Makro-Einschätzungen sind wohl insgesamt nicht mehr gern gesehen beim "seriösen Bestimmen".


    VG Ingo W

    Hallo Andreas!


    Ok., schon klar, sie können sich ähnlich sehen.
    Ich will mal anders fragen: gibt es sowas wie ein typisches Erscheinungsbild der Arten, wo man beide auch per Auge unterscheiden könnte?


    Oder noch anders: gibt es Aufsammlungen, bei denen man ziemlich sicher weiß, was einem erwartet, wenn man sie mikroskopiert?


    VG Ingo W

    Hallo Andreas!

    Zitat


    6 Anis Tramete - Trametes suaveolens
    ...... Geruch eindeutig


    Hab ich trotzdem Probleme damit.
    Rein makroskopisch wäre das für mich beinahe ein Musterbeispiel für Bjerkandera fumosa (Graugelber Rauchporling).
    Anis-Tramete mit herabfließenden Hymenium und so dicht drunter gleich kleinere Fruchtkörper und dann noch diese Farbe der Hutoberseite? Geht von meiner Seite aus nicht durch, würde ich voll dagegen wetten.


    http://www.pilzforum.eu/board/…ling?pid=213998#pid213998


    VG Ingo W

    Hallo Fips!


    Was hier noch gar nicht zur Sprache gekommen ist, sind so Dinge, die nicht sein müssen, aber die trotzdem oft vorhanden sind.
    Das ist so eher das "Insider-Chips-Verdien-Wissen", dass womöglich nicht in jedem Pilzbuch steht.


    Nimm einmal deinen hier:

    Stielspitze so hellgelb? Kann die Marone nicht.


    Nimm hingegen Annas Bild 2 oben:
    Bei regnerischem Wetter Huthaut so schleimig und glänzend?
    Kann ein Filzröhrling schlecht.


    Nimm jetzt Annas 3. Bild:
    Der Pilz will täuschen, denn der bräunlich überfaserte Stiel.....
    http://commons.wikimedia.org/w…r%C3%B6hrling_cropped.jpg
    .... ist von der Marone geliehen (nur, um uns zu täuschen!).
    Aber was verrät den Bereiften Rotfuß?
    Schau mal diese grob strukturierte Hutoberseiten-Landschaft an.
    http://www.elseteodelfinde.com…07/10/boletus-badius3.JPG
    So was macht die Marone nicht.


    Dann hätten wir noch den Reif (muss nicht vorhanden sein, aber wenn da, dann nicht Marone) oder eben den roten Hutrand.


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Als ich wüsste nicht, warum man die D. tricolor und D. confragosa nicht etwas sortieren sollte.
    Selbst, wenn man tricolor nur als Varietät sieht, und so scheint es ja zumindest nach Ulis umfangreicher Literatur-Recherche in nicht taufrischer Literatur zu sein, warum soll man die beiden vermixen?


    Würde man doch bei der Röhrigen Keule mit seiner var. contorta oder mit der weißen Form des Gelben Knollenblätterpilzes auch erst mal nicht machen, zumindest würde man die in einem Portrait etwas voneinander abgrenzen.


    Gelungen ist das Portrait natürlich.


    Naja, bei der Verwechslung ist es wohl auch nicht ganz so einfach mit: "trotz des sehr eingängigen namensgebenden Merkmales der auf Druck rötenden Fruchtschicht ........".
    Diese Eigenschaft hat man halt an älteren, nicht zuwachsenden Porlingen nicht mehr und die richtige Interpretation, was ist eigentlich Röten/Verfärben (im Vergleich zum Freilegen der alten Farbe) scheint wohl tatsächlich ein Problem zu sein, wie ich in letzter Zeit immer wieder feststelle.


    VG Ingo W

    Hallo Emil!


    50 Chips? Stolze Zahl!
    Natürlich gebe ich dir theoretisch recht.
    Fredy wollte halt mal dran erinnern, dass man für eine Porlingsbestimmung per Bild durchaus noch etwas mehr machen könnte. Aber so sehr wird es Christian (stark seine Bilder im Link!) nun auch wieder nicht interessieren.


    So was schönes habe ich schon gefunden.

    Zitat


    ....der Flache Lackporling ist in ausgewachsenem Zustand niemals so wulstig (wenn, dann als junger Pilz)....


    Emil, deine Diagnose bitte!
    http://www.flickr.com/photos/fotoculus/6426931575/

    Zitat


    Rotrandiger Baumschwamm hat .....keinen Aufbau in "Schichten"


    http://www.pilzfotopage.de/Aph…/Fomitopsis_pinicola.html


    VG Ingo W

    Hallo Alexander!


    Zitat


    Ist es so dass sich gute mit schlechten Pilzjahren zuverlässig abwechseln


    Nein, sicher nicht. Die Qualität des Pilzjahres lässt sich nicht vorraussagen.
    Pilzwachstum hängt vom Wetter ab, und gerade heutzutage lässt sich da nichts mehr weissagen, lokal ist das außerdem unterschiedlich.
    Auch viele Bauernregeln kannst du gerade in heutiger Zeit in die Tonne treten.


    Soso, aus Tübingen bist du?
    Mit Knopfbecherchen wirst du wohl nichts am Hut haben. oder?
    http://www.gbif-mycology.de/HostedSites/Baral/
    :)
    VG Ingo W

    Hallo Michael!


    Die 2 Hauptgegner (bes. per Bild) bei der Bestimmung sind ja immer Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) und Lackporlinge, speziell der Flache Lackporling (Ganoderma lipsiense/applanatum).


    Dass es der Rotrandige nicht ist, siehst du ja an deinem Gegenbeispiel hier mit der welligen, gelblichen Unterseite.
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-baumpilz-an-weidenstamm


    Bleibt also der Ganoderma und der Zunderschwamm.
    Vor Ort kann man das gut an der Porengröße sehen, die sind beim Flachen Lackporling wirklich sehr winzig, dessen Zuwachs ist reinweiß (nicht hellgrau) und auf der Fruchtschicht (Unterseite) geschrieben/gekratzt ist der Untergrund schokoladenbraun.
    Deiner sollte also der Zunder sein.


    Ganz witzig fand ich dazu auch diesen Beitrag, weil hier eigentlich das gleiche zutrifft, man aber nicht mal sicher sagen kann, wie die Unterseite aussieht.
    Aber gut, der Favorit ist der Genannte natürlich.
    http://www.pilzforum.eu/board/…-bestimmungshilfe-gesucht


    VG Ingo W

    Hallo Jonas!


    Zitat


    Irgendwie hatte G. separium auch sehr gelb in den Lamellen, aber ob das immer so ist...


    Ja doch, frischwachsend denke ich schon, dass das hinhaut.


    Oben habe ich mich auch irgendwie falsch mit der Farbe auf dem Hut ausgedrückt: Gl. abietinum ist nicht dunkler, aber frischwachsend nicht so bunt, irgendwie anders brauner oben drauf, so meine ich das.
    Von der Farbe dann schon wieder dem 3. im Bunde ähnlich, dem Gl. trabeum.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Sind das nun Haken oder was anderes? Basalschnallen (oder gibt's das nur bei Basidien)?


    Schnallen bei Basidios, Haken bei Ascos.


    Ja, diese "Öse" kommt viel zu oft in deinen Mikros vor, auch bei jungen Asci, als dass das noch irgendwie anders zu erklären wäre. Also Haken = "+".


    Da die Paraphysen zwar schmal, aber immernoch gut zu sehen lanzettlich sind, tendiere ich zu Lachnum impudicum (Nichtverschämtes Weißhaarbecherchen).


    Warum das mit den Haaren bei dir nicht funktioniert, kann ich dir nicht beantworten.
    Bei Ursprungs-Mikro 2 warst du ja schon fast dort (links!).


    Zum Anfärben hast du wohl noch nichts?


    VG Ingo W

    Hallo Jonas!


    Also, ich sage dir ganz ehrlich, ich habe noch nie Lamellen gezählt.


    Wenn ich einen rumdrehe, und der hat Lamellen wie deiner links oben, dann sage ich Zaunblättling (Gl. sepiarium) dazu, das sind übrigens bei mir die meisten.


    Wenn ich einen rumdrehe, und der hat Lamellen und gleichzeitig höre ich mich sagen "Boah, stehen die weit auseinander", dann sage ich Gl. abietinum dazu.


    Zusätzlich gbt es m.E. noch eine Tendenz, dass die Gl. abietinum gerne in die Länge wächst und oben drauf dunkler ist, weit weniger farbenfreudig. Aber darauf wetten würde ich nicht, dass das immer so ist.


    Für mich wären also deiner links Gl. sepiarium, der rechts oben Gl. abietinum und der mittlere ist mir gerade runtergefallen. Mist, finde ich auch nicht mehr (war vielleicht auch abietinum).


    Ansicht von oben dazu wäre schon auch noch gut.


    VG Ingo W

    Hallo Jonas!


    Schönes Rätsel!
    Könnte ich mich auch noch nicht entscheiden.
    Warum liegt denn der ganze Wald bei dir?
    Ziemlich ungünstig den Pilz so "umgefallen" zu zeigen.


    VG Ingo W

    Hallo Jonas!


    Zitat


    Ich habe langsam das Gefühl echt zu dämlich zu sein, um Porlinge zu mikroskopieren. Fast nie finde ich Sporen :(


    Du bist nicht zu dämlich.
    Porlinge sind nicht dauernd reif, die haben auch gewisse Zeiten. Und gerade Winter ist ja trotzdem für einen Organismus irgendwie eine unpassende Zeit seine Sporen zu bilden um sie auszusenden.


    Aber ich staune auch immer, was die Spezies aus dem harten, undankbaren Zeug alles an Informationen rausholen.


    Schade, dass man Bild 1 nicht im Zusammenhang mit dem Pilz auf Bild 2 oder 3 sieht.
    Ich kann mir das so schlecht vorstellen, dass diese hutbildende Antrodia so glatte Flachen kann.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    1.: Phyllotopsis nidulans (Orangeseitling);
    2 +5.: Trametes hirsuta versicolor (Schmetterlings-Tramete);
    3.: Gloeophyllum odoratum (Fenchelporling);
    4.: Exidia nigricans (=plana) =(Warziger Drüsling);
    6.: Daedalea quercina (Eichen-Wirrling)


    VG Ingo W

    Halo Emil!


    Nicht, dass du denkst, ich weiß hier mehr als du.
    Wollte bloß mal nachfragen, was du mit den rötlichen Farben meinst, weil ich da theoretisch gedanklich schon wieder woanders zu C. granulosum hindenken würde.


    Naja, die Portraits haben wohl auch so dies oder jenes Manko.
    Was soll man davon halten, wenn der Pilzhut folgendermaßen beschrieben wird....

    Zitat


    Zitat Tintling:
    "Merkmale: Hut kegelig, gewölbt oder breit und stumpf gebuckelt, trocken, matt, nicht gerunzelt."


    ....und dann dieses BIld dazu gestellt wird:
    http://tintling.com/pilzbuch/arten/c/Cystoderma_jasonis.html


    Vielleicht wird das in einem späteren TINTLING korrigiert/kommentiert, aber hier sieht man das ja nicht.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Das Postscriptum hatte ich total überlesen, Ingo. Sorry.


    Kommt mir allgemein so vor, als wäre das auch später noch überlesen worden.


    Falls du denen frisch begegnest und sie den Postweg überstehen könnten, kannst du ja mal was zu mir schicken.
    Leg halt eine Orbilia dazu.


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    Die langen mit dem Pigment, sind das verrutschte Haare oder Paraphysen?


    Das Braune sind die Haare, die Paraphysen sind hingegen farblos, in diesem Fall lanzettlich..
    Im gleichen Bild das Teil, welches in die Luftblase rechts oben sticht, das ist eine Paraphyse.


    Die Polydesmia kannst du so stehen lassen.
    Übrigens sind diese überstehenden, sich stark verzweigenden Paraphysen in der Fruchtschicht die Verantwortlichen dafür, dass die Fruchtschicht makroskopisch so pulverig aussieht.

    Hallo Björn!


    Hab ich gar nicht gesehen, dass du darauf geantwortet hast.

    Zitat


    Mikroskopisch ist dieser Fund hier aber nicht identisch mit Lachnella alboviolascens, sondern könnte eher in Cyphellopsis eingeordnet werden. Ich habe mich noch nicht eingehender damit befasst, aber vielleicht hast du ja eine spontane Idee.


    Gerade an Kräutern werden ja auch Merismodes (Cyphellopsis) mit großen Sporen beschrieben.
    Torsten Richter hat mir so ein Ding geschickt im November von Strandaster.
    Er selbst ist dabei bei sowas rausgekommen:


    Zitat T.R.:
    "The Cyphellaceous Fungi von W.B.Cooke und
    danach hat die var.oregonus von M.fasciculatus Sporen 9-13 x 7-
    7,5 µm..."


    Ich selbst bezweifele etwas die Größenangaben in Funga Nordica bei Merismodes bresadolae (dort granulosa), denn die wird eigentlich in anderen Werken immer mit viel größeren Sporen angegeben, die dann nämlich passen würden.
    Z.B. Horak:
    13-15 x 6-9, oval


    Für mich ist dein Fund also immer noch Merismodes, schon der Bockwurst-Sporenform wegen (die unten bei denen von Torsten nun wieder fehlen, aber zur Skizze in FN passen).


    Torstens Fund hatte irgendwie gelitten, bei mir ist da nichts Reifes angekommen, leider.

    Das ist alles, was ich rausgeholt habe.


    Beachtenswert finde ich die Strukturen in der Fruchtschicht. Vielleicht sollte man danach mal schauen. Angeben tut sowas allerdings niemand.
    Wie gesagt, hat sich der Kleine auch nicht mehr wohl gefühlt, kann also unnatürlich ausgewachsen sein.
    Pilze im Vergehen haben sowieso so einiges drauf, sollte man wohl auch mal was drüber schreiben.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Und du kannst solange versuchen, eine Wette zu platzieren.


    Wie, habe ich noch nicht? 5 Chips auf Lachnum. Je nach Wettgegner können wir auch auf Art erhöhen.
    Bei genauer Art-Wette muss ich mich selbst allerdings als Schiedsrichter anmelden.


    Zitat


    Ein weiterer Hinweis (Makroskopisch) dann auch die hier recht kurzen Haare?


    Ja, genau. Obwohl das natürlich immer schwierig ist bei Apos, die durch winterliche Einflüsse schon mal gelitten haben könnten.
    Aber bei den beiden Lachnums impudicum und brevipilosum fällt es halt immer wieder auf, dass größere Apos irgendwie sehr schnell flachschalig werden und dadurch kaum noch Haare wahrzunehmen sind.
    Wenn die jetzt noch antrocknen, sehen sie oft wie Dreieckshüte aus:
    http://asco-sonneberg.de/pages…-121226-eh-01xsj31621.php


    Alles nur Tendenzen, kann eventuell auch bei Dasyscyphella passieren. :) Man weiß es nicht genau:


    Zitat


    Würden Paraphysen und Randhaare wirklich Aufschluss bringen?


    Sie können. Nämlich in dem Moment, wo man Eigenarten sieht.
    Das wären bei Dasyscyphella recht schmale Paraphysen und eventuell aufgeblasene Haarenden.
    Damit wäre Lachnum aus dem Rennen.


    VG Ingo W