Beiträge von Ingo W

    Hallo Tuppie!


    Zitat


    Dreifarbige Tramete? Ich bin da immer unsicher, besonders, da die Fotos der Unterseite nichts geworden sind...


    Na dann halte ich mich auch mal raus.


    Bei der Nr. 6 würde ich aber inzwischen wetten gegen irgendjemand, der Orbilia leucostigma (= xanthostigma = delicatula) bezweifelt. Das ist der "Nur-Gelbe" mit den winzigen gekrümmten Sporen auf sehr morschem Laubholz.


    Nr. 9: Vorsicht!!! Gnolme sind außerhalb des Adventsrätsels fast lebensgefährlich. Am besten, man sieht die nicht und pfeift dabei.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Ich sehe einen zwinkernden Smilie und grübele dennoch ob ich das jetzt richtig verstanden habe.


    Gut, dass das Mausmann schon anspricht.
    Also an Kiefernzapfen ist es sicherlich nicht Strobilurus esculentus (Fichtenzapfen-Nagelschwamm). So möchte ich das mal festhalten, auch wenn das wohl irgendwie augenzwinkernd schon gesagt werden wollte, ich das aber nicht verstehe.


    Also an Kiefernzapfen = Strob. tenacellus oder Strob. stephanocystis. Geschmacksprobe kann man sich sparen, bei Kiefernzapfenfunden hilft nur das Mikro.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


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    Du kannst gerne äußern was du tendenziell zu sehen meintest, Ingo.


    Ja ok., also tenenziell bin ich schon bei Armillaria.
    Wie Gabor schon durchklingen lässt, sind natürlich braunschwarze Farben oder auch zierliche Fruchtkörper kein Problem. Schließlich haben wir ja auch die Auswahl zwischen mehreren Armillaria-Arten.


    Meinen gesamten Einsatz würde ich aber nicht darauf setzen.
    Weißt ja, wie trügerisch die Pilze manchmal sind.
    Und warum sich da vermeintlich brauner Staub sammelt bei den zierlichen Fruchtkörpern, das lässt mich dann doch vorsichtig werden.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also zusammenfassend nochmal die Becherchen, die mir Markus geschickt hat.


    Hier habe ich die Mollisia elegantior (Blaugraues Riesen-Weichbecherchen) hinzugestellt:
    http://www.pilzforum.eu/board/…-1967?highlight=Haglundia


    Hier den kurzhaarigen Weißen von Buche, also Lachnum impudicum (Unverschämtes Weißhaarbecherchen):
    http://www.pilzforum.eu/board/…emtes-weisshaarbecherchen


    Und den hier habe ich ärgerlicherweise vergammeln lassen (sorry Markus!). Ist auf jeden Fall, ebenfalls wie vermutet, eine Dasyscyphella (Harzhaarbecherchen), aber welche Art genau, das konnte ich nicht mehr feststellen.
    Bilder hatte ich in gutem Zustand ja noch gemacht:


    In Frage käme neben D. nivea auch D. montana oder D. crystallina. Dazu hätte ich mich um die Sporen kümmern müssen als die Fruchtschicht noch nicht befallen war.
    Jetzt parasitiert ein andere Asco darauf. Gern macht das Helicogonium, ein Ascomycet, welcher selbst gar keine eigenen Becherchen produziert, sondern sich einfach der vergehenden Fruchtschicht von anderen Pilzen bemächtigt.


    So gut wie jede Becherchen-Gattung hat da ihre eigene Helicogonium-Art, teilweise gibt es sie sogar auf Basidiomyceten.


    Normalerweise sollten die Asci-Pori von Helicogonium-Arten Lugol-negativ sein, hier in diesem Fall sind sie positiv.
    Also noch ein weiteres Rätsel.


    Zunächst die Mikros, wie sie für Dasyscyphella typisch sind:


    Und hier die Sporen und Asci des Eindringlings:


    VG und sich selbst ärgernd
    Ingo W

    Hallo Pablo!


    Also m.M. nach hat dein Ursprungspilz nichts mit Scytinostroma portentosum (Auffälliger Mottenkugel-Rindenpilz) zu tun, da stimmt die Tramafarbe (in den Rissen zu sehen) nicht.
    Auch sonst ist mir der Rand zu dünnfaserig auslaufend, also so unklar begrenzt.


    Wissen wir eigentlich, ob die kugeligen Sporen wirklich auch zum Pilz gehören?
    Bei so vielen Sporen im Präparat müsste doch auch mal eine Basidie zu sehen sein mit ansitzenden Sporen.


    Bin gespannt, was rauskommen wird.


    VG Ingo W

    Hallo!

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    Ich erinnere mich ja nicht mal an den Fund an sich. Leider!
    Wie soll ich mich da an Details erinnern ?


    Interessant! Aber eher unter dem Aspekt "Die Tücken der Pilzbild-Bestimmung".


    Man müsste mal sortieren, was wirklich zusammengehört.
    Bei dem einen Schwung Bilder fehlen den Pilzen die Rottöne (z.B. Bild 01 und 02, 05), bei den anderen sind sie so stark (Bild 03, 04, 06), das selbst das Fleisch gelb erscheint. Das wäre ja m.M. nach eher ein Kill-Kriterium für Hallimasch.


    Ich nehme aber an, dass die trotzdem zusammengehören.


    Und dann hätten wir noch die etwas grazileren Fruchtkörper 12 und 13, mit den Zusatz-Detailbildern A und B.
    Also gerade bei diesen Bildern würden mich die braunen staubigen Ablagerungen an der Ringzone und links in dem "Spinnwebgeflecht", und, (wenn man es übertreibt) die 2-3 dunklen Striche in Lamellenschneidengegend, schon etwas irritieren.


    Insgesamt verstehe ich die Argumentation beider "Vorschlags-Lager" und tendiere schon auch zu einer "Seite", werde mich aber hier mal raushalten.
    Wie es scheint, gibt es ja sowieso keine eindeutige Auflösung.
    Achso, für einen Holzbewohner halte ich die robusten Pilze (außer vielleicht 12+13) aber eigentlich schon.


    VG Ingo W

    Hallo Norbert!

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    Ergebnis : Zur Bestimmung von Mollisia reichen weder meine Kenntnisse noch die Qualität meines Mikroskopes.


    Die fehlenden Kenntnisse hätten sicher nicht gestört, da hätte ich mich bei dir schon durchgenervt.


    Bei Sporen-Durchmesser 2 mm des größten Apos könnte Enrico aber richtig liegen mit M. cinerea, aber in dem Größenbereich gibt es einige Arten.


    Rein makroskopisch fiele mir der Komplex um Mollisia benesuada ein.


    Die KOH-Paraphysen-Reaktion ist übrigens am besten bei einer geringen als 1000-fach-Vergrößerung zu sehen, also besser bei 100-fach oder 400-fach. Das könntest du sicherlich auch an deinem Mikro feststellen.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


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    Ich hatte jedenfalls Bedenken, als ich dort von 2 - 2,3 µm breiten Sporen las.


    Da hast du natürlich im Prinzip recht.
    Mal davon abgesehen, dass bei der Bestimmung wohl kaum noch was anderes in Frage kommt, wir uns also mit den etwas breiten Sporen abfinden müssen, bleibt natürlich auch erst mal die Frage, wie verlässlich die angegebenen Werte sind.
    Mir hilft es immer, wenn ein Maßstab in den Bildern wäre. Auch bei den Haaren.


    Wie misst du denn? Am Mikro oder später am Bild?
    Aus wieviel Sporen ungefähr ist die Angabe ermittelt?
    Aus wieviel Bechern sind die gemessenen Sporen?


    Dann kommen noch solche Punkte wie
    - Zustand des Bechers, also Vitaltät (alte und geschädigte Sporen sind meist dünner, bei deinen aber bestens und vital!),
    - Medium, in dem gemessen wurde (hier habe ich z.B. am Anfang zu wenig darauf geachtet, dass man in Wasser messen sollte),
    - Messgewohnheiten (unscharfer Rand, Lage der Sporen, Anzahl usw.).
    - Messtechnik (früher habe ich z.B. nur live durch das Mikro gemessen, das ist aber gerade bei so kleinen Maßen um 1-6 µm ziemlich ungenau)
    - und mehreres, was ich jetzt hier bestimmt noch vergessen habe, zu schreiben


    VG Ingo W

    Hallo Norbert!


    Wie Enrico bereits sagte, ist dein Becherchen sehr wahrscheinlich eine Mollisia (Weichbecherchen).


    Für eine grobe Richtung müsstest du jetzt mal den Inhalt der Sporen angeben und die Paraphysen-KOH-Reaktion durchführen.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Na ist doch bestens. Damit ist der Fall doch eindeutig:

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    würde ich eher zu H. aureliella tendieren, obwohl da die Sporenmaße nicht wirklich im Rahmen sind.


    Weiß ja nicht, womit du konkret verglichen hast, aber diese meine Werte sind doch fast identisch.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=32391&position=5


    H. britannica unterscheidet sich wohl hauptsächlich durch Haarlängen bis um 90, wenn ich mich recht erinnere.


    Bilder 2-6 lassen natürlich eher vermuten als eindeutig sehen. Also die Größe ist hier zu piepselig.


    Auf Bild 7 ist der Haken aber dafür sehr eindeutig, also Basis mit 2 Anschlüssen, wobei nur der eine auch an einer weiterführenden Basiszelle befestigt, der andere als Bogen ausgebildet ist (ähnlich einer Schnalle bei Basidios).


    Ansonsten gibt es nichts zu mäkeln, alles zu sehen, was man für die Bestimmung braucht.
    Richtig, solche Haar-Anlagerungen muss man in Wasser anschauen (denn manche Chemie löst die auf!). Das sind nämlich die typischen Harztröpfchen für beide Arten.


    Ja, und das manches Detail eben nur in Wasser angeschaut schwerer zu sehen ist als angefärbt, stellst du ja auch gerade fest.


    In meinen Augen hast du die Kleinbecher-Mikroskopier-Prüfung bestens bestanden!! Genau so funktioniert das und so kannst du weitermachen.


    Die Excipulum-Zellen passen auch.
    Da muss man mitunter lediglich die Positionen am Becher beachten, weil sich die Zellen zum Rand hin für gewöhnlich strecken und dünner werden (hierzu Basis der Haare auf deinem Haarbild anschauen!).
    Dein Bild 15 zeigt aber die Ectal-Excipulumszellen der Außenseite/Flanke.
    Wobei man natürlich auch sieht, dass es nach rechts oben zu den Haaren geht.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

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    schlängeln sich Schimmelpilzstränge,
    die IMHO nicht zum Pilz gehören.


    Odr?


    Doch, gehört schon zum Pilz, deshalb ist es ja auf fast jedem Foto der Art zu sehen. Das ist kein Zufall!
    Ist so eine Art Subikulum (Hyphenfilz) wie bei Arachnopeziza (Spinnwebbecherchen), die übrigens aufgrund dessen so einen deutschen und auch wissenschaftlichen Namen bekommen haben.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Übrigens Teuerling...
    Ich sehe Cyathus striatus, den Gestreiften Teuerling. Wink


    Zitat


    Ich würde für Gestreifter Teuerling, Cyathus striatus durchaus Pilzchips verwetten.


    Also in mir findet ihr keinen Wett-Gegner.
    Allerdings mache ich mir etwas Gedanken, warum mir das nicht auffiel.....


    VG Ingo W

    Hallo!


    Sehr schön!


    Pablos Idee vom ausgewachsenen Wasser-Kreisling glaube ich nicht recht. Ich spekuliere mal auf Hymenoscyphus vernus (Frühes Stielbecherchen).


    Naja, bei den weißen Haarbecherchen spule ich mein Band wieder ab: Nach Häufigkeit und Jahreszeit ist wahrscheinlich Nr. 3 = Lachnum brevipilosum oder L. impudicum und Nr. 7 Dasyscyphella nivea.


    Den dazwischen (Nr. 6) hat mir letztens Anna gesagt aus dem Österreich-Forum.
    Schön, kann ich also auch mal dorthin verlinken:
    http://www.pilzforum.at/showthread.php?tid=1363&page=3


    Nr. 16 ist eine Gallertträne (Dacrymyces).


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich denke sogar, dass Björn recht hat mit seiner Makro-Einschätzung.
    Substrat, makroskopischer Eindruck der Haarlänge, wahrscheinlich sogar gelbliche Tropfen in den Haren der kleinen Apos.
    Zumindest hat er m.M. nach die besten Aussichten auf Erfolg.
    Die harzigen Tropfen in den Haaren müssen nicht immer vorhanden sein, das ist eine Folge des Alterns.


    Allerdings muss schon gesagt werden, dass es wahnsinnig viele weiße kleine Becherchen gibt, welche dann auch zu anderen Gattungen führen (Haarform beachten).


    VG Ingo W


    Edit:
    Übrigens sieht es tatsächlich so aus, als wüchse noch eine andere winzige nackte Art (Orbilia??) dort (um den großen mollisioid geformten herum!).

    Hallo!


    Markus hat auch mir eine Probe gesendet vom Eleganten Riesen-Weichbecherchen (Mollisia elegantior).


    Den größten habe ich mal gemessen, hatte 5 mm. War allerdings auch schon reichlich angefressen.


    Makroskopisch fallen an gut erhaltenen Bechern die weißen büscheligen Haare auf der Außenseite auf.


    Die sind auch mikroskopisch dominant:


    Den Rest hat ja Björn schon ausreichend dargestellt, deshalb hier nur noch die Kurzversion:


    Bei der Porus-Reaktion hatte ich weniger Probleme. Bei mir gab ´s beide Reaktionen sofort und ohne Wartezeit.


    VG Ingo W