Hi Steffen!
Zitat
Vielleicht ergänzt Ingo noch seine Funde.
Ich komme doch immer nicht aus dem Knick mit der Bestimmerei.
Aber damit es am Ende nicht heißt, dass es in Frankfurt am Main oder Offenbach neben dem Helmkreisling und dem Sumpfhaubenpilz nicht auch andere Becher gibt, einfach so ein paar Bilder der Becher, die es einigermaßen durchhielten bis jetzt. Ich hätte der mehrstündigen Kofferraumfahrt bei sonnigem Wetter wohl doch meine Kühl-Akkus entgegensetzen sollen.
Der erste Becher, der mir begegnete, war an sehr morschem dicken Eichenstumpf.
Wahrscheinlich Dasyscyphella nivea (Schneeweißes Harzhaarbecherchen), Nr. 1

Pablo hatte auch Kollektionen.
Weil ´s im Wald doch sehr trocken war, bin ich zurück ins offene Gelände. Es hatte am Vortag etwas geregnet, die Brombeeren sollten davon etwas abbekommen haben:
Nr. 2
Pyrenopeziza rubi (Rubus-Einsenkbecherchen)

Farblich sehr wandelfähig je nach Alter und Durchfeuchtung:

Weil es aber auch im offenen Gelände recht trocken war, ging ich zurück in den Eichen-, Kiefernwald mit dem Hintergedanken, irgendeine feuchte Senke oder was ähnliches zu finden.
Bisschen morsches Holz kann man ja trotzdem drehen:
Hyalorbila cf. inflatula, Nr. 3:

Bei ihr wuchs noch was kleines Kurzhaariges, dazu habe ich noch keinen Plan, Nr. 4:

In diesem Exkursionsgebiet Schwanheimer Dünen und auch später in der Nähe der Autobahn wuchs natürlich auch Brunnipila fuscescens (Blätter-Braunhaarbecherchen) an Blättern, hauptsächlich an Buche, einmal auch Eiche und einmal war er auch an einem Hainbuchenblatt, Nr. 5:

Ein schönes kleines Fleckchen mit Farn war auch noch recht interessant. Mindestens 4 Arten konnten Pablo und ich darauf ausmachen.
Der wuschelige sieht beinahe wie ein Basidio aus, Nr. 6:

Der kommt mir bekannt vor, aber da steht gerade jemand auf der Leitung, Nr. 7:

Zwei weitere Arten, darunter eine gestielte Cyathicula-ähnliche und eine kleine bräunliche haben die Fahrtstrapazen leider übelgenommen.
Auf dem Rückweg überreichte mir dann Julia diese schon mehrmals erwähnte Leptotrochila cerastiorum....., Nr. 8:

......von der ich sofort wusste, dass sie der Favorit sein würde.
Im 2. Gebiet bei der Autobahn hatte es eindeutig mehr geregnet. Aber auch hier ein sagenhafter Lärm, diesmal nicht die startenden Flugzeuge, sondern Autos und Organspender-Motorräder.
An Blättern kleine weiße Haarbecherchen, an Cupulen auch, sollte Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecher) sein, Nr. 9:

Von mehreren Mollisien, die mir hier überreicht wurden, nahm ich mir die an Fichtenholz mit, Nr. 10:

Ok., nun mag man fragen, was mit den anderen passierte.....
Ich beschloss, dass ich genug in meinen Dosen hatte, wozu also immer noch mehr mitnehmen?
Im 3. Exkursionsgebiet, also bei den Sumpfhaubenpilzen, fand ich noch wahrscheinlich Hymenoscyphus vernus (Frühes Stielbecherchen) und sowas wie Hymenoscyphus imberbis (Bärtiges Submers-Stielbecherchen). Original waren die weiß, aber die röten bei Verletzung oder werden rotbraun, wenn alt, Nr. 11:

Eine ganz einzelne Scutellinia stand auch noch im Schlamm, Nr. 12:

Auf jeden Fall ist die nicht langhaarig.
VG Ingo W
P.S.: Warum da jetzt die Bilder nicht aufgehen, weiß ich auch nicht.
Gebaut!