Beiträge von Ingo W

    Hi Toffel!


    Ist ein ordentlich großer Klotz gewesen, von dem ich mir nur ein kleiners Stück abgeschnitten habe.
    War oberflächlich morsch, Fichte und schwarz vom Subikulum des Bechers.
    Der Fund war nach dem Hexenröhrling, als der Trupp nach längerem Aufenthalt weiter ging.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Die Mollisia bekommt auch einen Namen.

    Heißt Mollisia olivaceocinerea (Olivgraues Weichbecherchen)


    Leider erinnere ich mich nicht mehr, wer mir den Fichtenholzklumpen in die Hand drückte. War Exkursionsgebiet 2 nahe der Autobahn.
    Warst du das Steffen?


    VG Ingo W

    Hi Hartmut!


    Deine Mikros sind wie immer stark.
    Diese Pezizen sind ja nix für mich, ich finde aber auch, dass das ganz gut passt zu P. varia (Riesen-Becherling), oder aber zumindest was aus diesem Komplex.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ja, das mit der Bestimmerei läuft nicht immer so fadengerade.


    Dieser Farn-Bewohner vom Offenbach-Pilzforumtreffen lässt sich trotzdem nicht so einfach in die Karten schauen.
    Ich kündigte ihn ja schon als Psilachnum chrysostigmum (Farn-Wollbecherchen) an, aber alles ist da noch nicht geklärt.


    Ich deponiere ihn trotzdem erst mal hier, weil ich momentan der Ansicht bin, dass das Alter für einige Merkmale und Ungereimtheiten verantwortlich sein kann.

    Mikros:



    So Gedanken, die man sich macht:


    Zottos Asco-Sammlung bezüglich Psilachnum:
    https://www.cubby.com/pl/CC+As…e%20with%20VBs/Psilachnum


    VG Ingo W

    Hallo!


    Verenas Bild Nr. 3 zeigt übrigens im Hintergrund den Farnstandort.
    Das kurzhaarige Becherchen von dort, das mir so bekannt vorkam ohne, dass mir der Name einfiel, ist Psilachnum chrysostigmum (Farn-Wollbecherchen).

    Hätte man eigentlich erkennen können, denn seine seitlich gesehen dreieckige Silhouette mit punktförmigen Anwuchs, die winzigen Apos mit feinen Härchen am Rand und die zunächst graubraune Außenseite sind schon gute Makro-Merkmale. Später kommt dann noch eine Verletzungsverfärbung nach Gelb und Orange dazu.


    Dass bei dem Krach trotzdem Wild dort wohnt, ist schon verwunderlich. Hatten die Ohrenstöpsel?


    VG Ingo W

    Hallo Harald!

    Zitat


    aus welchem Ärmel hast Du denn das geschüttelt? Das ist eine amerikanische Art, die lt. LUDWIG erst zweimal in Europa aufgetaucht ist.


    Ich hatte mir in PdS einen Vermerk gemacht bei Cystolepiota hetieri.
    Im Boletus 28 muss da wohl was drüber stehen, dass die C. hetieri in PdS von Vellinga & Hujser angezweifelt wird und stattdessen C. cystidiosa heißen soll.


    Vielleicht habe ich da aber was missverstanden. Den Boletus-Band habe ich nicht, vielleicht kann da ja wer mal nachschauen.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    Ob Moos oder Küchenpapier ist wurscht, die Feuchte ist das übel. Am besten trocken verschicken.


    So verschieden sind die Wünsche.


    Also ich möchte nie getrocknetes Material geschickt bekommen. Bei den Becher-Winzlingen geht durch das Trocknen ein Teil der Merkmale verloren, die man zur Bestimmung gut gebrauchen kann.


    Irgendwie muss man m.M. nach darauf achten, wieviel Feuchtigkeit der Pilz am natürlichen Standort braucht und das irgendwie versuchen nachzustellen.
    Dabei ist auf längere Zeit das Einwickeln in nasse Tücher oder Papier oft tödlich. Diesen Dauernass-Kontakt gibt es ja in natura auch nicht (wobei: manchmal klappt ´s auch).


    Den größten Erfolg sehe ich nach wie vor mit dem Verwenden von verschließbaren Dosen und Beilegen von was feuchtem wie Moos nach dem Prinzip eines insich geschlossenen Gewächshauses. Der Pilz nimmt sich dann aus der Luftfeuchtigkeit, was er braucht und wird nicht ertränkt.

    Zitat


    Zuhause schaffe ich es oft sehr lange diverse Becherchen in meiner Tupper- und Plastikwelt am Leben zu halten bei Wasser, Holz und Moos. Das verleitet irgendwie es in solchem Zustand weiter zu geben.


    Genau so sehe ich das auch!
    Aber das ist eben meine Theorie.
    Villeicht ist 1 Woche vom Finden bis zum Mikroskopieren einfach zu lang, wenn der Pilz ohne seine Substrat gepflückt wurde.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Oje Mausmann, die Peziza ist aber schnell verschimmelt (muss man erst mal hinkriegen).
    Und oje: du hast richtig Glück, dass ich mich mit Lösungsvorschlag 4 (= "ist nicht feststellbar") zurückgehalten habe, eil die Weil, sonst hätte ich ja jetzt auf den Gewinn pochen können. Und das wäre ja richtig ungerecht!


    Alles nicht so einfach.
    Aber die Art und Weise der Wett-Moderation fand ich trotzdem gut.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    Für die systematische Übersicht habe ich den mal zu den Dermataceae gestellt, ich hoffe, das ist ok so?


    Ist das momentan Gültige und somit vollkommen ok.
    Ich orientiere mich ja sehr an Zottos Einteilung. Die erscheint mir in den meisten Fällen logischer und genauer (werde die Art bei Naevioideae s.str. speichern), ist aber eben inoffiziell.


    VG Ingo W

    Hi Steffen!

    Zitat


    Vielleicht ergänzt Ingo noch seine Funde.


    Ich komme doch immer nicht aus dem Knick mit der Bestimmerei.
    Aber damit es am Ende nicht heißt, dass es in Frankfurt am Main oder Offenbach neben dem Helmkreisling und dem Sumpfhaubenpilz nicht auch andere Becher gibt, einfach so ein paar Bilder der Becher, die es einigermaßen durchhielten bis jetzt. Ich hätte der mehrstündigen Kofferraumfahrt bei sonnigem Wetter wohl doch meine Kühl-Akkus entgegensetzen sollen.


    Der erste Becher, der mir begegnete, war an sehr morschem dicken Eichenstumpf.
    Wahrscheinlich Dasyscyphella nivea (Schneeweißes Harzhaarbecherchen), Nr. 1

    Pablo hatte auch Kollektionen.


    Weil ´s im Wald doch sehr trocken war, bin ich zurück ins offene Gelände. Es hatte am Vortag etwas geregnet, die Brombeeren sollten davon etwas abbekommen haben:
    Nr. 2
    Pyrenopeziza rubi (Rubus-Einsenkbecherchen)

    Farblich sehr wandelfähig je nach Alter und Durchfeuchtung:


    Weil es aber auch im offenen Gelände recht trocken war, ging ich zurück in den Eichen-, Kiefernwald mit dem Hintergedanken, irgendeine feuchte Senke oder was ähnliches zu finden.


    Bisschen morsches Holz kann man ja trotzdem drehen:
    Hyalorbila cf. inflatula, Nr. 3:

    Bei ihr wuchs noch was kleines Kurzhaariges, dazu habe ich noch keinen Plan, Nr. 4:


    In diesem Exkursionsgebiet Schwanheimer Dünen und auch später in der Nähe der Autobahn wuchs natürlich auch Brunnipila fuscescens (Blätter-Braunhaarbecherchen) an Blättern, hauptsächlich an Buche, einmal auch Eiche und einmal war er auch an einem Hainbuchenblatt, Nr. 5:


    Ein schönes kleines Fleckchen mit Farn war auch noch recht interessant. Mindestens 4 Arten konnten Pablo und ich darauf ausmachen.
    Der wuschelige sieht beinahe wie ein Basidio aus, Nr. 6:

    Der kommt mir bekannt vor, aber da steht gerade jemand auf der Leitung, Nr. 7:

    Zwei weitere Arten, darunter eine gestielte Cyathicula-ähnliche und eine kleine bräunliche haben die Fahrtstrapazen leider übelgenommen.


    Auf dem Rückweg überreichte mir dann Julia diese schon mehrmals erwähnte Leptotrochila cerastiorum....., Nr. 8:

    ......von der ich sofort wusste, dass sie der Favorit sein würde.


    Im 2. Gebiet bei der Autobahn hatte es eindeutig mehr geregnet. Aber auch hier ein sagenhafter Lärm, diesmal nicht die startenden Flugzeuge, sondern Autos und Organspender-Motorräder.


    An Blättern kleine weiße Haarbecherchen, an Cupulen auch, sollte Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecher) sein, Nr. 9:


    Von mehreren Mollisien, die mir hier überreicht wurden, nahm ich mir die an Fichtenholz mit, Nr. 10:

    Ok., nun mag man fragen, was mit den anderen passierte.....
    Ich beschloss, dass ich genug in meinen Dosen hatte, wozu also immer noch mehr mitnehmen?


    Im 3. Exkursionsgebiet, also bei den Sumpfhaubenpilzen, fand ich noch wahrscheinlich Hymenoscyphus vernus (Frühes Stielbecherchen) und sowas wie Hymenoscyphus imberbis (Bärtiges Submers-Stielbecherchen). Original waren die weiß, aber die röten bei Verletzung oder werden rotbraun, wenn alt, Nr. 11:


    Eine ganz einzelne Scutellinia stand auch noch im Schlamm, Nr. 12:

    Auf jeden Fall ist die nicht langhaarig.


    VG Ingo W


    P.S.: Warum da jetzt die Bilder nicht aufgehen, weiß ich auch nicht.
    Gebaut!

    Leptotrochila cerastiorum (Wallr. ex Fries) Schüepp 1959
    Hornkraut-Pathogenbecherchen


    Leptotrochila-Becherarten wachsen wohl hauptsächlich an noch lebenden Pflanzen, allerdings an (vom Pilz?) geschwächten Pflanzenteilen.

    Die vorgestellte Art wächst an der weißlich entfärbten Blattunterseite von Hornkraut (inzwischen festgestellt: wächst auch blattoberseitig), im speziellen Fall an Cerastium brachypetalum, dem Bärtigen Hornkraut.

    Die genauen Infos und der schon bestimmte Fund stammen von Julia Kruse.


    Jule sagte, die Art selbst sei gar nicht so selten, wenn man an den entsprechenden Pflanzen nachschaut.
    Sicherlich trifft das auch für andere Leptotrochila-Arten zu, und als Botanisch-Fachkundiger hat man zusätzlich natürlich noch den Vorteil des Wissens um das genaue Substrat.


    Wie auch immer: wenn man im Netz nach solchen Arten forscht, gar ein Bildchen sehen will oder Mikromerkmale, wird man bisher nicht gerade zugeschüttet mit Informationen.
    Mikros:



    VG Ingo W

    Hallo!


    Dieser Lentinus strigosus (Borstiger Knäueling) ist natürlich ein Ding!
    Und der Geruch erst! Die Ansage "Butterkekse" hat mir beinahe am besten gefallen (Die Isa war ´s!).


    Nachdem ich am Exkursionstag meine Döschen mit allerhand Kleinbechern gefüllt hatte, gab mir Julia so nebenbei auf dem Rückweg gleich mit entsprechendem Namen einen Winzling, der für mich das eigentliche Highlight war.
    Julia sagt, er sei gar nicht soooo selten. Naja, man muss halt nach dem Substrat Ausschau halten.


    Heißt Leptotrochila cerastiorum und wächst an Cerastium (Hornkraut), an geschädigten, sehr hell werdenden Blättern (vom Pilz verursacht?) und sieht frisch so aus:


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Die Wettanleitung von Gerd ist nur für Leute, die sich nicht einig werden.
    Wenn du jetzt schreibst, dein flächiger Rindenpilz ist im Hymenium glatt und du setzt 5 Chips gegen das "meruloid-porig" von mir, dann geht das seinen Gang.


    Du findest Pablos Aussage dazu nicht?
    Zitat Pablo:

    Zitat


    Aber bei dem Erscheinungsbild würde ich fast wetten, daß sich da feine, meruloide Poren finden, wenn man mal ganz nah drangeht


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Tja, es geht nach dem Forumstreffen scheinbar so weiter wie davor.
    Pablo liest irgendwie weiterhin meine Gedanken (oder hat er einfach die gleichen?).


    Übrigens setze ich 5 Chips, dass Pablo recht hat mit den meruloiden Hymenium.
    Weiterhin behaupte ich mal flax, dass das Substrat dazu Kiefer ist. Der dicke Ast lag nicht direkt auf dem Boden, sondern befand sich im Luftraum, stimmt ´s?


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

    Zitat


    Ingo behauptet, es habe schon zu tagen angefangen...Rolleyes:coolSmile


    Da musst du was verwechseln.
    Sowas würde ich nie sagen (noch nicht mal, wenn es so gewesen wäre).


    Ich gehöre übrigens auch nicht zu denen, die bildlicherseits abgetarnt werden müssen und schließe mich da Tuppie an.


    VG Ingo W

    Hallo Gregor!


    Falls ich damals "mitgeraten" habe, habe ich bestimmt was von Gymnopus ocior (Gelbblättriger Blasssporrübling) mit eingeworfen.
    Erinnert mich nämlich sehr dran.
    Ist natürlich nur das Gefühl vom Bild her, denn Angaben zur Konsistenz oder Größe kenne ich ja nicht.


    Die Hutgröße sollte aber schnell die eine oder andere Art verwerfen können.


    VG Ingo W

    Hallo Gerd!


    War ja noch keine Wette zu Stande gekommen, zumindest nicht, was die Pilzart betrifft.
    Insofern darf man seine Meinung bei den überzeugenden Gegenargumenten schon wechseln, finde ich.


    Eine Wette hat er allerdings trotzdem gemacht:

    Zitat


    Und ich wette, dass ich beweisen kann, dass bei dir auch Nadelholz im Spiel war. Smile


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich hänge mich an Emil. Sehe das genauso. Also, dass beides die gleichen sind.


    Übrigens mache ich auch bei der Art, die schon übermäßig verschieden daherkommen kann, auch immer eine Geruchstest. Ich finde, der Geruch ist wiedererkennbar.


    Allerdings finde ich die gar nicht sooooo häufig.


    Haralds Aussage erinnert mich an einen vollen Korb mit hellen Raslingen, zu dem ich sagen musste: Kenne ich nicht so hell! Würde ich deswegen auch nicht essen.
    Später wurde mir von wissender Quelle aber berichtet, dass das durchaus so hell geht.


    Warum als Verwechslung immer Rötlinge erwähnt werden? Vielleicht trotzdem beinahe das ähnlichste außer vielleicht andere Raslinge.
    Ich hatte mal robuste braune Rötlinge gesehen, die wuchsen auch dicht gedrängt beieinander. Erinnerten schon sehr an den Braunen Rasling. Rochen allerdings nach Mehl, waren zerbrechlicher und das Sporenpulver eben.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Noch so ein Beitrag, der mir durch die Lappen gegangen ist.
    Was für schöne Fotos!
    Das Substrat der Trichopeziza mollissima ist aber sicher falsch eingeschätzt.
    1. sehen Himbeer-Ruten nicht so rillig (und hell) aus und
    2. Gäbe es die Art an Himbeere, das wüsste ich.


    Das Bild der Brunnipila ist stark. Mit einem zusätzlichen liegenden Apo (oder einem sonstigen Trick, um die Stiele zu zeigen) wäre es dann wahrscheinlich göttlich.


    VG Ingo W