Beiträge von Ingo W

    Hallo Peter!


    Das Schweinsohr-Bild will wohl noch hochgeladen werden?


    Nr. 8 wäre für mich ein Wettpilz, denn ich würde wetten, dass der farbige Lamellenschneiden hatte und auf den Namen Mycena viridimarginata (Grünschneidiger Helmling) hören würde.


    Hallo Pablo!

    Zitat


    Im letzten Herbst hatten wir einen Ast, der komplett mit denen übersät war. Klasse Sache.


    Zeigst du noch mal?


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Zitat


    Soll heißen, was der eine locker und flockig in großer Masse in sich rein stopfen kann könnte einen anderen schon in kleiner Menge endgültig aus den Schuhen hauen. Und Dinge die "gestern" problemlos für mich waren können "heute" schon den Körper in höchste Schwierigkeiten führen.


    Daher sollte man der Giftwirkung eines Pilzes niemals leichtfertig begegnen.


    Ich sehe schon die neuen Pilzbücher:


    Mushroomus specius:
    Wert: für Afrikaner tödlich, für Asiaten nur abgekocht essbar. Europäischen Menschen im Alter von unter 12 und Farbenblinden ist vom Verzehr völlig abzuraten, außer die Fruchtkörper wurden geputzt, in Würfel geschnitten und in einem beliebigen Pilzforum zum Verzehr freigegeben.


    Für Skandinavier, insbesondere Finnen, wird diese Art völlig problemlos vertragen.


    ;)
    Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Ja, die Form und Farbe ist schon gewöhnungsbedürftig.
    Das würde ja schon wieder zu Hyalorbilia passen, allerdings...


    M.E. hängt die Farbentwicklung der Knopfbecherchen sehr vom Licht ab. Also direkt vom Sonnenlicht bestrahlte Apos sind gefärbt (wenn es denn die Art so vorsieht), aber vom Licht abgeschirmte sind oft blasser, sogar farblos.


    Hier sind mal 2 Beispiele aus der gleichen Kollektion, wobei der farblose kein Licht abbekommen hat.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich glaube übrigens, wenn man sich mit einer speziellen Pilzart sehr intensiv beschäftigt, besonders, was seine Inhaltsstoffe angeht, wird man immer chemische Verbindungen finden, die als bedenklich eingestuft sind, weil es was ganz Giftiges gibt, das fast so ähnlich aufgebaut ist.


    Und diese Mäuse-Tests?
    Wenn ich meine Katze gewaltmäßig mit 1 Kilo Krautsalat vollstopfe, darf ich mich auch nicht wundern, wenn die dann tot dortliegt.


    Logisch, dass man bei Pilzanfragen mit einer Eventualität auf ein Risiko natürlich nicht an die Mitmenschen weitergeben darf, aber ganz persönlich bleibe ich da mächtig skeptisch bei vielen Pilzarten, die unter Verdacht geraten, giftig zu sein.
    Übrigens esse ich auch nach wie vor Rotkappen, obwohl es da auch schon Vergiftungen gab.
    Ok., da ist aber wenigstens keiner tot umgefallen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    ....was Ingo so schreibt, scheint die häufigste Art der Gattung ja fast Orbilia species zu sein.....


    Mmm, eigentlich nicht, weil für Orbilia haben wir ja Zotto direkt als Ansprechpartner. Da gibt es eigentlich immer einen Namen.
    Viele spec. gibts bei Mollisia.


    Pablo, musst du mal schreiben, wo ich das verlauten lasse mit den vielen Orbilia spec., damit ich das ändere.


    Wie Björn schon schreibt, Hyalorbilia fällt bei deinem Fund flach, denn die haben Ascus-Basen wie "Asci mit Haken", aber nicht so markant 2-füßig.
    Hier mal eine geschickte aktuelle Wochenend-Hyalorbilia von W. Schößler mit den entsprechenden Ascus-Basen:


    Das 2. Problem ist: ich glaube, deine Orbilia hat auch Asci mit abgestutzten Apex.
    Du musst nämlich bedenken, dass dieses abgestutzte nur immer von einer bestimmten Seite zu sehen ist. Solcherart Asci haben gewisssermaßen Schultern, die entweder ganz normal oder um 90 Grad gedreht dann abgestutzt aussehen.
    Hier mal dein Bild etwas leer vergrößert und bepfeilt an den Stellen, wo ich meine abgestutzte Apices zu sehen.:


    Tja, ansonsten müsste man halt auf den Mikros einfach besser sehen können, was Phase ist. Das geht eben noch nicht bei deiner Technik.


    VG Ingo W


    P.S.: Achso, diese Exsudatschicht auf dem Hymenium löst sich normalerweise nicht so ohne weiteres auf, also das ist schon hartnäckig, und meist als kleines Teiil dann auf den separierten Paraphysen und Asci oft immer noch zu sehen.

    Hallo Ralf!


    Was für schöne Fotos!!


    Das weiße Haarbecherchen auf der Buchenfruchtschale (Buchencupule) sollte zu 98% Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen) sein. Dürfte nicht mehr allzulang zu finden sein.


    Rechts daneben, die Braunen (falls meine Fantasie nicht durchgeht), hören auf den Namen Brunnipila fuscescens (Blätter-Braunhaarbecherchen).


    Dass im Forst auch Holz gemacht wird, kann schon ärgerlich sein, ist aber wohl nicht ganz zu vermeiden.
    Ich tröste mich oft damit, dass durch diese Art und Weise veränderter Wald für andere Pilze, Pflanzen und Tiere einen Lebenraum hergibt.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Großes Lob für deine Beschreibung. Hast du echt gut gemacht!


    Ich könnte deinen Fund so ohne weiteres auch nicht bestimmen, aber Wiesen-Chmpi (A. campestris) kannst du ausschließen, denn der wird nicht so groß und hat als Merkmal, dass er nach "NICHTS" riecht, also auch nicht mandelartig.
    Das mandelartige führt uns aber in die Richtung der Anis-Egerlinge.
    Der grasige Standort und das offene Gelände verbunden mit der Hutgröße würden mich vielleicht auf das Gleis des Anis-Champignons (Agaricus arvensis) bringen, aber der A. macrocarpus (Großer Anis-Egerling) will da sicherlich noch ein Wort mitreden.


    VG Ingo W

    Hallo Christian!

    Zitat


    Würde diese These jemand mit mir teilen?


    Zitat


    Ich gehe jetzt ganz stark davon aus, das bei den beiden Hexen-Arten die Röhren erst gelb sind und im Alter über orange ins rot verfärben.


    Jawohl, diese These teile ich gern mit dir, denn die ist richtig!


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    Dennoch scheint das Interesse insgesamt eher unwillig zu sein.
    Hmpf ...


    Interesse ist schon da, aber das ist wirklich ein Gebiet, in dem man 1. Vorkenntnisse und 2. kein anderes Hobby haben sollte.


    Deswegen habe ich ehrlicherweise "Prima, macht mal!" angekreuzt. Neugierig wäre ich schon auf Ergebnisse, aber ich sehe für mich da keine Chance mitzuwirken, wenn ich mein eigenes Hobby (kleine Ascos) nicht aufgeben will.
    Denke, den anderen geht es genauso!!


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Die sind weniger an Gras und Holz.
    Aber drehe nur mal 5 vorjährige (ausreichend feucht liegende) dickere Stängel von irgendeiner krautigen Pflanze rum, vielleicht von einem Doldenblütler oder einfach von einer Brombeerrute, dann wirst du nicht lange suchen müssen.


    Allerdings sind Pyrenopezizen noch schwieriger als Mollisia, da ist in den Beschreibungen so ziemlich alles vermischt und keiner weiß, was richtig ist.
    Aber schön sind die schon und fotogen.


    VG Ingo W

    Hallo HoBis!


    Naja, ehrlich gesagt, mache ich mir die Mühe natürlich nicht für das Forum. Aber es ist halt eine gute Gelegenheit, die Arbeit, die man sich macht, vielleicht längerfristig zu deponieren, falls die eigene Seite mal dicht macht.


    Falls natürlich jemand einfach mal 2-3 Handgriffe in das feucht liegende erwähnte banale grasige Substrat machen würde, hätte ich natürlich absolut nichts dagegen.
    Denn normalerweise sollte das reichen, um genau diese Art oder auch hübsche Mollisien zu entdecken.


    VG Ingo W

    Lachnum tenuipilosum SvrÄek 1988
    Starkrötendes Süßgräser-Weißhaarbecherchen


    Am schnellsten ist dieses übersehene Becherchen an wasserführenden Gräben an liegenden vorjährigen Halmen von Phalaris arundinacea (Rohr-Glanzgras) zu finden. Das ist dieses häufige, dicke und große Gras:
    http://keyserver.lucidcentral.…/Phalaris_arundinacea.htm
    Dort ist es dem dicken Substrat entsprechend auch recht groß für ein Lachnum, schafft fast 2 mm im Dm.

    Auffällig ist seine schnelle Verletzungsrötung (wenn frisch), besonders der Haare.

    Mikro:



    Viel kleiner (bis 0.7 mm) ist der aktuelle Fund an einem viel trockeneren Standort neben einer Wirtschaftswiese zusammen mit Lachnum pudicellum (Wenigverfärbendes Süßgräser-Weißhaarbecherchen).

    Eigentlich hatte ich makroskopisch die entlarvte Art von der Ökologie her verworfen...........,

    .........nützt aber nichts, der Becher hat mich mit seinen Innereien eines besseren belehrt. Besonders die sich nach oben verschmälernden Haare hat man gar nicht so häufig.
    Warum in den Sporen manchmal etwas öliger Inhalt in Form von kleinen Tröpfchen drin ist, bei anderen Kollektionen dies aber fehlt und ob das was mit dem Substrat zu tun haben kann (an Phalaris mit Öl), muss man mit der Zeit mal sehen.


    Viele Grüße
    Ingo W

    Hallo Birki!


    Ich halte die ersten nicht für die gelbberingte Form vom Perlpilz, denn die ist eigentlich grazil und nicht so stämmig.


    Ich meine, die etwas ungewöhnliche Ockerfarbe des Perlpilzes kommt von der Hitze und direkter Sonneneinstrahlung.


    VG Ingo W

    Hallo Müßlipilz!


    Willkommen hier.
    Jetzt siehst du innerhalb kürzester Zeit, dass auch hier im Forum die Menschen sehr unterschiedlich sind. Wird dich nicht wirklich wundern, ist aber unabsichtlich schön zusammengefasst so.

    Zitat


    wir haben vor zwischen August und September wieder suchen zu gehen. bis dahin haben wir uns hoffentlich schon mit der Materie befasst.


    Habt ihr eine Geduld, alle Achtung!


    Zitat Pablo:

    Zitat


    Das ist schon mal was ganz anderes, als einen Stapel schlechter Handybilder von massenhaft ausgerupftem Rotfuß - Matsch hingeklatscht zu bekommen, am besten noch bei einem externen Spamhoster hochgeladen und im Walfischformat angezeigt.
    Dazu ein liebloser Kommentar wie:
    "Bestimmt mir mal die Pilze, aber dalli, ich hab' schon die Pfanne heiß!"


    Ich lach mich schief. ;)


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Bin natürlich erst mal neidisch wegen deiner schönen Mikros. Sind die Bilder (1+2) gestackt?


    Erstaunlich finde ich, dass ausgerechnet die Bilder in Wasser blassere Sporen zeigen als die Bilder in KOH. Dort sind die nämlich viel farbenfreudiger mit kräftigeren Gelbanteilen. Hätte ich nicht gedacht, dass das so rum funktioniert.


    VG Ingo W

    Hi Nando!


    Sicherlich interessant und ich wundere mich ein wenig, dass der dich nicht lockte.

    Zitat


    Wie zu oft schnell abgelichtet und stehen gelassen.


    Nun denn, ich meine, der gehört in die Pilzgattung der Stehengelassenen.
    Wäre Quatsch, sich weiter Gedanken drüber zu machen, aber Lyophyllum connatum (Weißer Büschelrasling) passt auch schon von oben nicht, so weit traue ich mich vor.


    Ansonsten wünsche ich dir die Dickfelligkeit, mit so einem Bild (ohne Bild von unten) unbeschwert weiterleben zu können, ohne sich ständig Gedanken machen zu müssen: "Was wird das bloß gewesen sein?"


    VG Ingo W

    Hallo Birki!


    Beim Scheidenstreifling kann ich mir beinahe nicht vorstellen, dass in dieser Hutfarbe mit den übertrieben vielen Velumresten auf dem Hut was anderes in Frage kommt als A. ceciliae (Riesen-Scheidenstreifling).


    Das mit den Pleurotus-Arten werde ich wohl nie im Hirn behalten.
    Aber von der Zeit her und wenn eher zart gebaut, sollte man auch mal ranriechen, ob da nicht etwa was Anisartiges zum Vorschein kommt.
    So Pi x Daumen würde ich wohl auf die "Sommerform" von Pleurotus ostreatus tippen, die möglicherweise auch irgendwie einen eigenen Namen hat, wenn man das will.


    Ingo W

    Hi Christian!


    Jo, in dem Stadium ist ´s eigentlich recht einfach, besonders, wenn du dir eben beide Seiten anschaust.
    Wie Pablo schon sagt, es ist Exidia truncata, der Becherförmige oder Stoppelige oder Abgestutzte Drüsling.
    Das "matte Fell" auf dem letzten Bild verrät ihn ausreichend.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Ziemlich lange Geschichte.
    Also eigentlich bräuchte man ja für jede Mollisia-Art die genetische Bestätigung dazu, denn was wir heutzutage in einen bestimmten Namen reininterpretieren, muss lange nicht das gewesen sein, was der Erstbschreiber vor sich hatte.


    Zu allem Übel fehlen beim überwiegenden Teil der Beschreibungen die Informationen, die man nach heutigem Standard aber schon haben sollte, um sich überhaupt in die Nähe eines Urteils begeben zu können (KOH-Reaktion der Paraphysen, Inhalte in den Sporen, Einschätzung Vitalität, optimalerweise Vitalmaße).


    Im Prinzip greifen nach dem Gminder-Mollisia-Schlüssel beide Arten nicht für den Besprochenen.
    Hier links bei Schlüssel anklicken:
    http://www.mollisia.de/start.html


    M. olivaceocinerea:
    33
    SV Sp. 5,5-10 x 2 µm [NH4OH], Öl 0, Excipulum mit olivgrünlichem Ton (bes. in NH4OH)
    M. olivaceocinerea


    M. benesuada:
    26a Apo. wäßriggrau, aus der Rinde ± büschelig hervorbrechend, Sp. 8-12(-14 nach
    DECLERQ) x 2-3, Öl 2 (stets?) M. benesuada


    Mit der 1. Art hatte ich mich bei der Merkmalskombination eigentlich noch nie anfreunden können (aber so einen hatte mir Andreas mal so bestimmt):
    http://asco-sonneberg.de/pages…rea-130628-01xsj36661.php


    Zitat


    Kann man dann die beiden Namen dann eigentlich als Synonyme sehen?
    Ich habe ja keine Literatur dazu, aber sowas kommt ja vor, daß zwei Arten irgendwo beschrieben sind, und es mal eine Weile dauert, bis jemand merkt, daß es die selben sind.


    An Literatur findest du da nichts Befriedigendes.
    Gerade bei Mollisia kursieren womöglich 5-6 oder noch mehr Namen für eine einzige Art und im Gegenzug findet man aber auch immer wieder Kollektionen ohne, dass man einen Namen dafür findet.
    Da ich nicht weiß, wie die Erstbeschriebenen innen drin aussehen, kann ich also auch nichts synonymisieren.


    Wichtig finde ich, dass man die vorhandenen Portraits und Ausarbeitungen zu Mollisia-Arten, welche identische Mikro- (und Makro)merkmale zeigen, erst mal zusammensperrt unter einem Namen.
    Auch, wenn der vielleicht falsch angewandt ist. Kann man ja dann ändern, falls man es mal besser weiß.


    Übrigens hat mir auch Jan-Arne mal so einen geschickt, gehört auch dazu:
    http://asco-sonneberg.de/pages…3-jam-01xs-coljj34081.php


    Und Svens Fund .....
    http://www.pilzforum.eu/board/…highlight=olivaceocinerea
    ......vom letzten Weihnachten passt hier auch hin, allerdings gefallen mir da die Apo-Farben nicht. Irgendwo schreibt er aber, dass das "Blau" nicht real ist.


    Du merkst, über die Thematik kann ich lange schnattern.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    "Achtung, Achtung; eine Durchsage!...."


    Danke Panblo!


    Meine andere Mollisia olivaceocinerea (hatte mir mal Andreas Gm. so bestimmt) werde ich wohl ebenfalls zu benesuada verfrachten, denn wozu soll man 2 mikroskopisch identische Kollektionen mit veschiedenen Namen versehen. Der Link wird also demnächst ins Leere laufen:


    http://asco-sonneberg.de/pages…mollisiaceae/mollisia.php
    Edit Febr. 2016: Die führe ich inzwischen wieder unter Mollisia olivaceocinerea, weil ich endlich weiß, was mit der hellen M. benesuada gemeint ist!!


    Zumindest, was meine Kollektionen betrifft, sind die Apos durchschnittlich unter 1mm, zunächst schwarzgrau, schnell bis hellgrau ausbleichend, zunächst mit Randwulst, welche später verschwinden kann und ganz wichtig: mitunter eine zusätzliche Altersfarbe nach Karamell.
    Was ich auffällig finde, sind "relative Fettsporen", also Sporen, welche bei unter 10 Länge trotzdem über 3 breit sind.


    VG Ingo W