Beiträge von Ingo W

    Hallo Tuppie!


    Der Ohrlöffelstacheling tarnt sich gut. Man muss seine Augen drauf einstellen. Günstig sind vielleicht etwas offene Stellen mit viel abgeworfenen Kiefernzapfen, die aber irgendwie fest umschlossen in die Streu integriert werden müssen.


    War eigentlich während des APR-Rätsels der Ph-Gnolm bei dir? Jetzt ist er ja bei Pablo, und macht fleißig Rechtschreibübungen im Gnolm-Sinn mit ihm.
    Soll heißen, alle "F"s werden zu "Ph"s.


    Ich glaube, sowas kann man nicht zeichnen, oder?
    Das wäre ja viel zu umfangreich mit Tafel und wegwischen und neu hinschreiben. Oder Radiergummi? Oder Tastatur?
    Nein, das geht auch nicht.


    Is ja bloß, weil mir neue Zeichnungen von dir fehlen. Habe mich schon ein wenig dran gewöhnt während der APR-Tage.
    Aber wie gesagt: so was kann man nicht zeichnen, da nützt es auch nichts, dass ich dich mit aller Gewalt provoziere.


    GnG
    I

    Hallo Nobi!

    Zitat


    Nichts weiter als ein Diskussionsansatz ist der von Mausmann verlinkte "Bodenatlas".....


    Sehe ich nicht so.
    Eben weil schon dort steht, wer der Schuldige ist:

    Zitat


    Immer mehr Flächen an fruchtbaren Böden in Europa werden durch schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichtet, degradiert oder zerstört.


    Es geht nicht darum, dass fruchtbare Böden "zerstört" werden (Sarkasmus an: der Bauer lässt doch schon wieder einen schweren Mähdrescher über ´s Feld fahren, der könnte doch auch seine Sense nehmen wie früher und Stroh-Puppen bauen-Sarkasmus aus), sondern es geht eigentlich darum, dass Böden fruchtbar gemacht werden, um viel darauf zu ernten.
    Und um so mehr landwirtschaftliche Produkte auf immer weniger Flächen angebaut werden müssen (das Gewerbegebiet lässt grüßen), desto größer wird die Ausbeutung des Bodens sein.


    Und das ist doch eigentlich das Verwerfliche, das Schädliche für die Natur! Stickstoffeintrag, fortgespülter Mineraldünger, dadurch Gewässerbelastung, das sind die Themen, nicht die Mechanisierung in der Landwirtschaft.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

    Zitat


    nachgesehen habe in "Pilze der Schweiz", Band 2, Seite 64, "23". Mit deiner Meinung, eher warziger Drüsling, ziehe ich nicht mit.


    Tja, jetzt hast du das so genau geschrieben, wo die Quelle ist der Angabe, und ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass man in Pilze der Schweiz nach dem Substrat schauen könnte.
    Ich habe das nämlich galant für mich in "Die Großpilze Baden-Württembergs" übersetzt, wo er an Erle tatsächlich nicht drinsteht. Wer lesen kann, ist halt trotzdem im Vorteil :)


    Naja, wird wohl ungelöst bleiben der Fall, außer du besuchst den Standort nochmal.


    Zitat


    .....meine Unwissenheit, in allen relevanten Bereichen sind mein "noch" Problem.


    Das Problem habe ich auch, schätze, das wird sich auch nicht ändern. Mit einem gelösten Problem tauchen sofort mindestens 2 neue auf.


    VG Ingo W

    Hallo Markus!

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    im Moment ist es wohl echt ein wenig trist. Mit den Funden meine ich.


    Normalerweise müsste jeder, der seinen Bericht mit so einer Einleitung anfängt, sofort Pilzchips als Strafe bezahlen.
    Ich lese das so oft in letzter Zeit (na eigentlich jedes Jahr) und teilweise wie hier, kommen dann noch etliche schöne bebilderte Pilzarten als Foto hinterher.


    Mag mir mal jmd. erklären, wieviel Pilzarten müsste man denn finden, damit diese Jammer-Einleitungen nicht mehr geschrieben werden (Is ja Winter, gibt nix mehr, lohnt sich nicht, seh ich nicht, gibt ´s ja nicht, sind zu klein, wenn es schon wieder Herbst wäre.....).


    Echt, ich war am Sonntag mittag für ca. 20 min im Wald, da ist doch soooo viel zu finden, und das sind nicht nur meine Winzbecherchen.
    Also ich würde sagen, mindestens im Minutentakt findet man da doch neues, ob es nun Krüppelfüßchen, Gallerttränen, paar hübsche Rindenpilze, übriggebliebene Schweflköpfe, einzelne Stinkschwindlinge, etwas angegriffene Häublinge, Trompetenschnitzlinge oder viele Trichterlinge sind. Dass Becher an ansitzenden Totästen zum Hauptprogramm für mich gehören, sollte klar sein.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

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    Hallo Ingo,
    die Erle ist sicher, lt. Lit. (PdS, Bd. 2) kann er auch darauf vorkommen...?


    Ich weiß ja nicht, bei was für einer Pilz-Art du geschaut hast, aber Erle steht da bei E. recisa nicht als Substrat. Und wenn es dortstünde, würde ich für mich ein Fragezeichen dahinter setzen.


    Schätze, dein Pilz wird mehr in Richtung Exidia plana/nigricans (Warziger Drüsling) gehen.


    Zitat


    Zum Anfärben habe ich eine generelle Frage,
    Frischmaterial zu erst in Wasser betrachten oder gleich einfärben?


    Das Ausmessen und das Einschätzen von Inhalten wird in Wasser gemacht. Danach kann man anfärben, um Strukturen besser sichtbar zu machen.
    Diese Vorgehensweise ist notwendig, da Chemikalien natürlich einen Einfluss auf (vitale) Strukturen haben, diese also verändern.
    Kommt natürlich auch auf die Chemie an, die zum Einsatz kommt. Viele Chemikalien wirken aber lethal, da heißt, multiguttulate Sporeninhalte laufen zusammen, Vakuolen werden zerstört, Asci werden kürzer (Turgeszenz), Sporen werden schmäler, Realfarben können nicht mehr eingeschätzt werden.


    Zitat


    ich arbeite mit meiner Canon EOS D65


    Also manchmal passt einfach die Optik nicht zusammen.
    Hast du denn jemals scharfe Bilder mit der Kamera am 3.Mikro-Tubus machen können.
    Das, was man auf deinem letzten Bild im Beitrag 8 sieht, also da, was auf dem Mikroskop befestigt ist, das ist die EOS D65?


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Immer mehr Flächen an fruchtbaren Böden in Europa werden durch schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichtet, degradiert oder zerstört.


    Das Thema knüpft an an die letztens geführte Diskussion über den Sinn vegetarisch zu leben und dem Umgang mit Tieren.
    Bei solche Sätzen wie oben geschrieben und von mir zitiert, sieht man schon, wohin der Hase läuft: böse moderne Landwirtschaft!
    Die zerstören den Boden mit ihren Maschinen!!
    Sollen sich doch wieder Pferde kaufen, und Arbeitslose holen oder noch besser Osteuropäer, die mit der Hand das Unkraut jäten.
    Außerdem will ich Salatsköpfe zwischen den Maispflanzen sehen und die Erbsen sollen sich an Stangenbohnen hochranken.


    77 ha Verlust pro Tag von landwirtschaftlicher Nutzfläche?
    Na wenigstens werden dort keine Monokulturen mehr angebaut, wo sich Gewerbegebiete bilden und Umgehungsstraßen gebaut werden!
    Und die Ausgleichsmaßnahmen dafür werden natürlich auch gleich vom Bauern abgezwackt, indem dann wahllos Büsche auf rechteckigen großen und gut bewirtschaftbaren Feldern gepflanzt werden.


    Ist wieder so eine Sache, die 2 Seiten hat.
    Aber falls die Ernährung mit einheimischen Resourcen nicht mehr möglich ist, holen wir uns das doch einfach aus Amerika. Ist doch sowieso billiger.
    Ok, vom Bauern nebenan hole ich mir ab und zu mal ein Netz Kartoffeln aus dem Öko-Anbau, das beruhigt das Gewissen.


    VG Ingo W

    Hallo Juliane!

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    (.... wenn sich ein Frosch dann in einen Prinzen verwandelt, verwandelt sich ein Pilz dann evt in einen Gnolm? muß man da aufpassen? Eek )


    Bei Pilzen muss man immer aufpassen!!
    Ein Pilz verwandelt sich natürlich nicht in einen Gnolm, wie kommst du nur auf sowas?
    .
    .
    .
    Es kann aber natürlich schon sein, dass der scheinbare Pilz selbst ein abgetarnter Gnolm ist.
    Das kriegst du spätestens mit, wenn es beim Kusstest kichert.
    Auch ist der zu Hause beim Putzen- oder Untersuchenwollen wahrscheinlich nicht mehr im Korb. Du suchst und überlegst?
    Der ist rausgehüpft, entweder noch im Wald oder eben bei dir zu Hause. Im letzteren Fall merkst du das dann, wenn komisches Zeug passiert.


    Halo Björn!

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    Mich würde mal interessieren warum manche Pilze des Öfteren mal die Gattung wechseln? Eigentlich sollte man doch meinen, dass die Zuordnungen mal eindeutig waren. Vor allem, wer legt so was eigentlich fest?


    Nein, die Zuordnungen waren zwar eindeutig, aber sind eben mit den Jahren nicht mehr zeitgemäß und entsprechen dann nicht mehr den Anforderungen.
    Übertrieben gesagt würden heute fast alle Blätterpilze Agaricus heißen und fast alle Ascos würden Peziza heißen, wenn man es mit der Zeit nicht genauer machen wollte.


    Seit Fries und Persoon gibt es eben auch Mykologen, die meinten, bestimmte Pilze besser in eigenen Gattungen unterzubringen. Manchmal geschah das auch fast parallel zueinander, schließlich war der Informationsfluss in den letzten Jahrhunderten nicht so geschwind wie jetzt. Mykologe A macht aus der kleinen haarigen weißen Peziza eben Dasyscyphus, Mykologe B macht daraus Lachnum.
    Dann findet sich Anfang 2000 jemand, der daraus Dasyscyphella macht, weil Harz an den Haaren ist, und 2015 stellt jmd. sequenzierungsmäßig fest, dass manche harzhaarige Dasyscyphellas aber trotzdem im DNA-Bäumchen weit entfernt stehen, also bekommen diese dann wieder einen anderen Gattungsnamen.


    Auch werden gleiche Pilze von verschiedenen Autoren neubeschrieben, die dann natürlich zwangsläufig verschiedenen Namen haben, aber trotzdem das gleiche darstellen.
    Je nachdem, welcher früher gültig beschrieben wurde, wird der später beschriebene Name zum Synonym.


    Kann man lange drüber plaudern.
    Wer Pilze umbenennen kann? Eigentlich jeder, der das publiziert und sich an gewisse Regeln hält.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    Denn so phaszinierend und schön ....


    Aha, bei dir treibt sich mein "Ph"-Gnolm rum.
    Der Schlingel übertreibt neben den guten alten Photographien auch fix mal. Wenn man dann demnächst bei dir was zu Phragen über die Pharbgestaltung von Phreiland-Photographien liest, hat er dich voll in der Tasche.


    Soweit mein hilphreicher wissenschaftlicher Beitrag zum Phoren-Thema.


    VG Ingo W

    Hallo Chris!


    Übrigens ist das mehr oder weniger Zufall, dass er hier nun gerade in dem Stadium ist, in dem er farblich der Birken-Borke gleicht.
    Also an Erle oder Buche würde er genauso hell aussehen können, der Fruchtkörper muss sich ja auch nicht tarnen, dem tut ja für gewöhnlich niemand was.
    Als gutes Indiz für die Art kannst du die ja mal den braunen Zuwachsrand merken. Damit fliegt z.B. Phellinus (Feuerschwamm) raus oder Fomitopsis pinicola (Rotrandiger Baumschwamm).


    VG Ingo W

    Hallo Nobi!


    Danke für die Antwort.
    Die meisten antworten in der Portraitabteilung mit Absicht nicht.


    Übrigens hat es jetzt mitten im Winter nach Schnee eigentlich keinen großen Wert mehr an Kräutern nach kleinen Becherchen zu schauen. Deren Zeit ist erst mal bis ca. März vorrüber (die paar letzten von mir waren aus milderen Gebieten geschickt).
    An Holz im Luftraum jedoch findet man noch jede Menge kleine Becher, auch welche, die noch relativ unbeschadet sind, weil zu einem großen Teil trocken- und frostresistent..
    Nobi schrieb:

    Zitat


    .....nehme ich mir fest vor, selbst einmal nach solch kleinen Juwelen zu suchen.
    Leider wird aus diesen guten Vorsätzen viel zu selten etwas!


    Ich glaube, da versteht dich kaum jemand besser als ich, eil dieweil mir das nämlich genauso geht, wenn ich z.B. Coprophile hier im Forum gezeigt bekomme oder Moosbecherchen oder operculate Becher oder Nabelinge oder Saftlinge oder Rötlinge oder.....oder.....


    Es geht einfach von der Zeit her nicht, überall intensiv seine Nase reinzustecken und sich mit allem zu befassen. Ist einfach so, muss man sich damit abfinden. Ein bisschen was lernt man ja auch, wenn man die Studien und Bilder von anderen anschaut.
    Insofern bin ich eigentlich allen dankbar, die ihre Bilder, Bestimmungen, Probleme und Gedanken hier im Forum teilen, nicht zuletzt, damit man nächstes Jahr im APR wieder fit ist.


    Sich auf ein Gebiet spezialisieren hört sich zwar nach beschränktem Blick an, ist aber nützlich.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Wären wir bei Annas APR-Rätsel, würden wir alle 4 mit Zunderschwamm die volle Punktzahl abräumen. Da wird kaum was anderes rauskommen.
    Mit Porenbild wäre es eben ein seriöserer Vorschlag.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!

    Zitat


    Es kann auch noch sein, dass Wasser auf das Deckgläschen gekommen ist.


    Peter sagt ja aber, dass per Auge die Strukturen deutlicher sind.


    Hallo Peter!


    Also von so einer Mikroskop-Kamera darf man nicht zu viel erwarten. Ich arbeite ja auch mit so einem Teil, da ist das Bild auch immer schlechter als das, was ich sehe. Von der Farbtreue ganz zu schweigen.


    Ehrlich gesagt kann ich mir aber auch schlecht vorstellen, dass du per Auge sehr viel mehr siehst.
    Irgendwie sieht mir das alles viel zu dick aus.
    Bei Strukturen von gallertigen Pilzen bist du außerdem gut beraten, wenn du anfärbst. Ich schwöre ja auf Kongorot-SDS, aber das muss jeder für sich selber ausprobieren.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Könnte ich jetzt auch nicht sagen, was das für eine Exidia (Drüsling) ist. Ganz klein ist das ziemlich schwierig, wenn nicht ein paar ältere Fruchtkörper dabeistehen.
    Exidia recisa auf Erle ist aber eher unwahrscheinlich, der Kreisel-Drüsling will Weide haben. Die paar notierten Fremdgeher aus der BW-Flora schiebe ich glatt auf Fehlbestimmung des Substrats.


    Zum Mikroskopieren suchst du dir besser was Reifes.
    Alles, was du deutlich siehst und hier die Bilder dazu eingestellt hast, also alles Braune, das sind Fremdorganismen, haben nichts mit den hyalinen Strukturen der Exidia zu tun.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy, hallo Uli!


    Schätze, es gibt einfach verschiedene Herangehensweisen und jeder hat seine eigene Handschrift, seine eigenen Erfahrungen, seine individuellen Vorlieben.
    Die meisten kennen euch als super Fotografen, da braucht man vielleicht gar keine Grundsatzdiskussionen, was richtig oder richtiger ist.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!


    Also erst mal Kompliment für deine Fotografierkünste. Gefällt mir!


    Zitat


    ....auch wenn es jetzt immer weniger wird mit den Pilzen habe ich noch einige Fotos machen können - nichts Besonderes,.......


    Ich war heute mittag mal 20 min im Wald. Dort, wo der Schnee fort ist, kann man sich wirklich nicht beklagen über zu wenig Pilze. Lediglich etwas umorientieren sollte man sich, aber sonst.....


    Zitat


    6. der Orangerote Kammpilz - Phlebia radiata von unten


    Edit, verändert, verbessert, durchgestrichen:
    Dann hat sich das Substrat gedreht. Normalereise sind die Orangefarbenen Hutversuche mit Zentral-Pseudostiel immer oben.
    So hätte ich das zumindest gedacht, weil es aus meiner Sicht Sinn machen würde und logisch wäre. Habe mir einige Bilder im Netz angeschaut, und denke, dass Sven richtig liegt. Also diese Auswüchse mit "Pseudostiel" müssen nicht oben sein.


    Sven (Barmsharry80) hat es klar gestellt: (zum Verständnis: der im folgenden Zitat mit "jemand" bezeichnete, bin ich , Ingo W).

    Zitat


    Woher da jemand aber die Selbstsicherheit nimmt, diese "hütchenbildenden" Erscheinungen von Phlebia radiata (6) nur oben anzusiedeln, naja. Diese Wuchsweise ist vollkommen unabhängig von der Geotropie, ist aber am auffälligsten bei vertikaler Fruchtkörperbildung und beim Wachstum an der Unterseite hohl liegenden Substrates, bei Dir und auch auf meinen Fotos an liegenden dicken Stämmen. Diese eigenartige Form erscheint mit der Reife des Pilzes, zu sehen an der sich "graubraunrot" verfärbenden Fruchtschicht.


    Die Nr. 7 könnte man normalerweise locker zum Portrait des Ablösenden Rindenpilzes (Cylindrobasidium evolvens/laeve stellen), ohne, dass da groß was schief geht. Naja, das 1% Mikro fehlt eben noch.


    Zitat


    8. der Blutrote Pustelpilz - Nectria sanguinea


    Ja, da höre ich wohl 123Pilze heraus.
    Finde ich irgendwie total durcheinandergebracht, was dort steht.
    Richtig muss es heißen, dass du hier die Nebenfruchtform von Nectria cinnabarina (Zinnoberroter Pustelpilz) hast. Die Hauptfruchtform entwickelt sich seitlich aus diesen NFFs, dann sieht das ganze aus wie Himbeeren:
    http://www.pilz-baden.ch/galerie/cinnabarina.html
    Dass es seit neuestem auch weitere Nectrien geben soll, die sich genauso entwickeln, lassen wir mal ganz beiseite.
    Das, was in 123-Pilze steht zu Nectria sanguinea, keine Ahnung, wer da Pate stand, ist wirr und falsch.
    Nectria sanguinea ist ein Uralt-Synonym zu Nectria episphaeria. Das sind kleine rote Kügelchen auf Pyrenomyceten (meistens auf Flächigem Eckenscheibchen Diatrype stigma), hat also gar nichts mit diesen unförmigen Gebilden zu tun.


    Nr. 9: Tja ohne Sicht von unten, was soll man da raten?


    Nr. 13a: Hättest nur mal mit dem Fingernagel drüber streichen müssen. Sicher wäre der Striemen dann rot angelaufen.


    Zitat


    13. wohl auch der Kammpilz - Phlebia radiata auf Buche


    Glaub ich dir nicht. Schätze, der gehört oben zu den flächigen. Mit 13 sind ja sowieso beide schon betitelt.

    Zitat


    16. ein Fleckender Saftporling - Spongiporus fragilis


    Bei Gloeoporus dichrous (Zweifarbiger Gloeoporling) solltest du richtig sein.


    Zitat


    19. der Zaun-Blättling - Gloeophyllum sepiarium auf Eiche


    Ich glaube dir die Eiche nicht.


    24: gehört vielleicht zum Gloeoporling Nr. 16?


    VG Ingo W

    Calycina claroflava (Grev.) Kuntze 1898 {als clariflava}
    Calycina claroflava (Grev.) Baral, R. Galan & G. Platas (2013)
    Bisporella claroflava (Grev.) Lizon & Korf (1995)
    Bisporella sulfurina (Quel.) Carpenter ss. "Pilze der Schweiz"

    Schwefelgelber Kurzhaarbecher


    Die Apothezien sind kaum über 1mm im Durchmesser, meist grellgelb oder mit gelbgrünlichem Schimmer.
    Wächst auf Laubholz, aber auch auf verholztem krautigen Substrat wie Japanknöterich (Reynoutria). Mitunter fällt die Gesellschaft von Pyrenomyceten auf, aber genauso oft kann die Art auch ohne diesen Bezug gefunden werden.
    Die Art ist nicht häufig, aber verbreitet.
    Dieser stammt von Meck-Pom von T. Richter, 01.01.2015.....

    ......wuchs an Japanknöterich....

    Mikros:




    Hier von Sonneberg/Thüringen 2012 an verholzten Krautstängel:



    Aus Gießen von PiWo 2014:

    Nach Schädigung bleibt die zähe weiße Hülle stehen (von PiWo 2013):


    Auf Fotos könnte man meinen, dass man die Art vielleicht mit Bisporella citrina (oder confluens) verwechseln könnte, aber die Größenverhältnisse sind ganz verschieden.
    Calycina claroflava (im Bild noch mit Bisporella claroflava/ Bisporella sulfurina bezeichnet) hat Apo-Durchmesser lediglich um 1 mm, ist damit mindestens um die Hälfte kleiner.


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!


    Was mich ja etwas stutzig macht, ist, dass du die Fruchtkörper nur mit Werkzeug vom Substrat bekamst.
    Ordentlicher Schlag von unten sollte beim Zunder normalerweise genügen.


    Bei Nr. 3 ist das natürlich was anderes. Den Apfelbaum-Bewohner dürftest du mit blanken Händen tatsächlich nicht ernten können, denn das ist wirklich ein festansitzender Phellinus (Feuerschwamm).


    Bei Nr. 1 siehst du übrigens in deinem Schnittbild unter der Hutkruste den filzigen Zunder.
    Bei Nr. 2 den samtigen braunen Zuwachs am Hutrand und die braunen, aber grau überlagerten Poren.
    Deshalb beides Zunderschwamm (Fomes fomentarius).


    In der 6 sehe ich den Flachen Lackporling (Ganoderma applanatum). Bei den Bildern ist gut zu sehen, dass Ganoderma Fremdkörper im Wachstum mit einschließt. Auf der Fruchtschicht hättest du gut malen können, der Untergrund hätte satt schokobraun sein sollen.

    Zitat


    Bei allen bin ich bei Phellinus gelandet, .....


    Warum du bei dem mit dieser Untergrundporen-Schoko-Farbe dann bei Phellinus landest, verstehe ich aber eigentlich weniger.
    Diesen "gummisüßen" Geruch finde ich übrigens für die Art recht spezifisch.
    Kannst ja mal mit deinen Zunderschwämmn vergleichen, sollte verschieden sein.


    VG Ingo W

    Hallo Anna!

    Zitat


    Guter Plan. APR-Vorstudien miit Butterbrot und Apfel.


    Natürlich!
    Versau mir nur die ausgeliehenen Gnolme bei dir nicht mit irgendwelchen unaussprechlichen Südfrüchten!
    Nicht, dass ich dann irgendwann mal Staubpelze als Rückkehrer sichten muss, die in der linken Hand eine Cherimoya, in der rechten eine Curuba halten, mit den Füßen Tamarillos jonglieren und aus dem Reisekoffer Karambole, Kiwano, Pitahaya, Mangostane, Loquat und Rambutan rauspurzeln.


    GnG
    I

    Hallo Pablo, hallo Gerd!


    Wobei ich bei all den Funden und Diskussionen zu Stereum subtomentosum (Samtiger Schichtpilz) versus Stereum insignitum/ostrea (Prächtiger Schichtpilz) immer noch nirgends rauslesen konnte, ob nun dieser Prächtige Schichtpilz gelb anläuft bei Verletzung wie es St. subtomentosum tut oder eben nicht.


    Weiß da jemand Bescheid?
    Das wäre doch so wichtig, dass das mal irgendwo erwähnt wird.
    Die blanke Nichtangabe der Verletzungs-Gelbfärbung in den Beschreibungen zu St. insignitum bedeutet ja schließlich nicht zwangsläufig, dass sie nicht vorhanden ist.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    Ich bin auch mit meinem Latein am Ende, Ingo. Dieses Jahr musste man wirklich alles auffahren, um dich noch mal auf Platz 2 zu hieven - Postfächer hacken, falsche Fährten legen, Lösungslisten austauschen und wenn gar nichts mehr half versteckte oder auch offene Drohungen. Bin mir nicht sicher, ob wir damit noch mal durchkommen. Erste Unregelmäßigkeiten wurden bemerkt, unangenehme Fragen gestellt...


    Ja, Stefan, du hast recht. Dennoch:
    Was a good job!!
    Die Spuren werden jetzt verwehen und keiner wird mehr nachfragen.
    Der Bonbon ist gelutscht, der Adler gelandet.
    Die Zeit bis zum nächsten APR wird geschult, trainiert, neues ausprobiert, die Gnolme auf ein besseres Ausspäh-und Manipulations-Niveau angehoben.
    Die sind jetzt schon voll bei der Sache und hören interessiert bei den abschließenden Auswertungen zu.


    GnG
    I


    @Pablo:

    Zitat


    .........Anteil an den Punkten anrechnen.


    Mach ich. Ist halt gewöhnungsbedürftig wie schnell das alles bei dir hängenbleibt und veredelt wird.

    Hallo Juliane!


    Bei der 1 hätte man vielleicht eine Möglichkeit zur Identifizierung, wenn man den Lamellenansatz am Stiel sehen würde.
    So, wie der wächst, würde ich eher von einem Holzverwerter ausgehen (was dann Risspilz ausschließt).


    Bei der 2 würde ich wetten (nicht wissen), dass es sich um Mycena speirea (Bogenblättriger Helmling) handelt. Leider etwas überbelichtet, aber das, was man erkennt (Wuchsweise, Holz als Substrat, herablaufende Lamellen, Stielfarbe zur Basis, Hutscheitelfarbe) würden mir reichen, genau auf diese Art zu setzen.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Zitat


    Veto! Für mich sieht der schon arg striegelig aus. *schutzpositioneinnehm*


    Da dürftest du recht haben.
    Musste gestern alles etwas fix gehen, da habe ich gar nicht bemerkt, wie striegelig die Dinger sind.
    Auch bei Cystoderma musste ich jetzt erst mal nachschauen, ob da nicht C. carcharias auch in Frage kommt.
    Denke aber, der helle Hut kommt durch Frost-Beeinflussung. Hier im Link ganz unten ist er etwas heller:
    http://www.pharmanatur.com/Cystoderma%20amianthinum.htm
    C. jasonis hatte ich auch nicht erwähnt, wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit, vielleicht sogar die bessere.
    http://www.funghiitaliani.it/?showtopic=79941


    VG Ingo W