Beiträge von Ingo W

    Hallo Sarah!


    Ich meinte doch, demnächst wird das erst mit PWCs-Abgabe bestraft, nicht schon jetzt. :)


    Zitat


    Ich war wahrscheinlich aber nur zu enthusiastisch, weil du immer schon nach 20 Minuten im Wald mit tausend tollen Becherchen aufwartest


    Na in 20 Minuten schaffe ich keine Tausend.
    Ich schätze, an geeignetem Standort wäre ich in 20 Minuten, wenn ich mich beeile mit Einsammeln und das Substrat (was aber eigentlich ganz wichtig ist) außer Acht lasse, ungefähr durchschnittlich bei 8 Pilzarten, wobei das dann aber sicherlich nicht alles Ascos sind.
    Manchmal findet man auch ein Stöckchen, wo gleich 4 oder 5 Arten drauf sind oder steigt in einer Gegend ab, wo ringsum viele verschiedene Rindenpilze und Porlinge wachsen, dann geht ´s natürlich fixer.
    Im Winter findet man relativ wenig Ascos an liegendem Substrat, eil die weil die ja auch nicht dumm sind und "wissen", dass ihre Sporen kaum durch die Gegend fliegen, wenn 10 cm Schnee drauf liegen.


    Man sollte hier also (mit Lupe ausgerüstet) eher ansitzende Totholzäste inspizieren oder zumindest solche abgefallenen Äste, die auch in den Luftraum ragen.
    Viele Pilze sieht man erst mit der Lupe (5-10-fach) ordentlich, manche mit nach Hause gebrachten sehe ich ganz und gar erst durch die Stereolupe.


    Mein zuletzt untersuchter Fund z.B. war ein Nebenprodukt:
    Mitgenommen hatte ich das ansitzende Eichenästchen wegen der Mollisia:


    Dass da noch mehr an Ort und Stelle wächst, ist manchmal erst zu Hause zu sehen:

    Eine Hyphodiscus-Art (Staubhaarbecherchen), die ich leider wieder nicht mit einem gültigen Namen versehen konnte.
    Wächst, wie so oft in der Gattung üblich, auf einem anderen Pilz, in diesem Fall an einem alten Zähnchen-Rindenpilz (vielleicht Radulomyces radula).


    VG Ingo W

    Hallo Verena!

    Zitat


    So in Richtung altes muffiges Schnittblumen-Pantoffeltierchen-Wasser, dann ist das wohl der K-schirmlingsgeruch?


    Nein, eigentlich nicht.
    Mich freut es, dass du versuchst, den Geruch zu definieren, und "Schnittblumen-Pantoffeltierchen-Wasser" finde ich als Definitionsidee genial, eben leider nicht für die Cystoderma-Arten. Das, was du wahrnimmst, ist Gammelgeruch. Für die Zeit nicht untypisch.


    Der Cystoderma-Geruch ist nicht wirklich irgendwie verwesend und stinkig, auch wenn er eher als negativ zu deklarieren ist.
    Der Geruch ist eine Mischung aus Scheune, wenn trockenes Heu mit Staub ausgelagert wird, und die volle Portion Staub eingeatmet wird + ein bisschen stickiges Gas + irgendwas.
    Am besten im Sommer am lebenden, gut erhaltenen Exemplar selbst austesten und abspeichern.
    Falls du ein geeignetes Vergleichsbeispiel findest, unbedingt an mich denken und Vorschlag präsentieren!!


    VG Ingo W

    Hallo Dösbaddel, äh, ich meine natürlich Sarah!


    Zitat


    So richtig viel gibt's in letzter Zeit aber nicht zu finden (selbst an gedrehten Stöckchen nicht!....


    Wer sowas schreibt und dann so viele Aufnahmen über Pilze, dazu auch recht ungewöhnliche einstellt, muss demnächst 1 PWC (Pilzwettchip) in die APR-Kasse legen.


    Ähm, bei Nr. 6 räumte ich normalerweise ab, wenn es eine Rätselfrage wäre (und kein anderer das gleiche sagt), wenn ich behauptete, das ist Capitotricha bicolor und Eiche.
    http://asco-sonneberg.de/pages…olor-101214-01xs15981.php
    Natürlich ist das nicht als Bestimmung gemeint, aber der Tipp dürfte zu 97% treffen.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Ein Merkmal, das ich makroskopisch für ideal halte, ist die Form des Stiels. Der nämlich verschmälert sich zum Substratanwuchs, sieht also ein wenig aus wie ein Dreieck, das auf der Spitze steht.
    http://nagrzyby.pl/atlas/808


    Diese Makro-Eigenschaft teilt er sich mit seinen Pilzkollegen Panellus stipticus (Herber Zwergknäueling) und Panellus serotinus/Sarcomyxa serotina (Gelbstieliger Muschelseitling):
    http://www.hlasek.com/panellus_stipticus.html
    http://www.aphotofungi.com/ima…erling_gills_27-11-06.jpg


    VG Ingo W

    Hallo Verena!


    Für den carcharias-Geruch habe ich eigentlich auch noch keine befriedigende Umschreibung.
    Am meisten trifft wohl immer noch der gute alte "Scheunenstaub", aber es ist nicht ganz das gleiche. Auf jeden Fall ist der Geruch recht eigen und wiedererkennbar.
    Wenn dein aktueller Fund nicht riecht, kann das auch sein, dass der Geruch durch die jahreszeitlichen Gegebenheiten auf der Strecke geblieben ist. Nicht jeder Geruch ist z.B. gegen Frost resistent.


    Bei dem von dir im September gefundenen Fruchtkörper würde ich ebenfalls C. carcharias sagen, bei dem aktuellen ist es wohl nicht ganz so eindeutig.
    Dieser C. ambrosii soll ja dann ganz weiß sein ohne Ocker- oder Hellbraunscheitel, kenne ich aber selbst überhaupt nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich finde, das Buch hat seine Berechtigung.
    Was mir am meisten imponiert, ist der Mut, sowas auf die Beine zu stellen. Schließlich macht man sich mit einer Veröffentlichung angreifbar oder sogar zur Zielscheibe, zumal ja auch einige Arten gezeigt werden, die Wolfgang und seine Kollegen nicht kennen dürften.
    Mit der Veröffentlichung steht was Schwarz auf Weiß, was man eben nicht schnell mal wieder rückgängig machen kann.


    Ich habe das ja einige Jahre mit Wolfgangs Internetseite mitverfolgen können. Zu Anfang war die trotz großen Engagements wirklich sehr problematisch; da hat ganz viel nicht gestimmt und man hat sich doch sehr darüber aufregen können.


    Inzwischen halte ich die ab und zu auftauchenden Unstimmigkeiten für relativ akzeptabel und normal. Das gute ist ja wirklich, und das ist schon hier oft angesprochen worden, dass in der Buchschmiede über übermittelte Bedenken und offensichtliche Fehler fair geurteilt und gern geändert wird. Das habe ich so in dieser Art und Weise eigentlich noch nie erlebt.


    Ich finde das Buch hilfreich und verständlich gerade für relative Frischeinsteiger. Ich denke, man hört das auch an der Resonanz.
    Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor dieser Leistung, und weiß, dass es mit jeder Neuauflage wieder ein kleines Stück besser sein wird.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Das hast du aber wieder schön geschrieben.
    Es ist schon dienlich, wenn beides nebenher geht, also Makro- und Mikroskopie.


    Ich glaube, wenn einem das makroskopische Gefühl fehlt für Pilze und Eigenschaften, wird das manchmal auch nichts mit der Pilz-Bestimmung, selbst wenn man gut mikroskopieren kann (ist warscheinlich wieder so eine zwielichtige Meinung, die ich in ein paar Monaten/Jahren als Zitat vorgelegt bekomme).


    Die Myxomphalia hatte ich farbmäßig mal in pilzepilze abgebildet. Das geht von sehr hell bis zu fast schwarz je nach Durchfeuchtung:
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…7.pl?noframes;read=130710


    VG Ingo W

    Hallo Chris!


    Ich würde Trichaptum abietinum (Violetter Lederporling) favoritisieren.
    Dazu sollte sich der Fruchtkörper am Substrat unten (vielleicht auch oben drauf) befunden haben, damit der keine Hütchen ausbilden muss.
    Waren keine weiteren Fruchtkörper an anderer Stelle zu sehen?


    VG Ingo W


    Edit: Beispiel:
    Die frischen Zuwachsränder und die Violettfärbung am Rand musst du dir wegdenken.
    http://www.fungiworld.com/date…bsp%3Babietinum&bildnum=4

    Hallo!


    Habe meine Aussage oben im Beitrag 3 korrigiert, und werde mir das als Fehler Nr. 1 im Jahr 2015 ankreiden.
    Bin sicher, da werden noch einige dazukommen.


    Wenn diese Aussage von Sven stimmen würde....

    Zitat


    ....da wäre es beinahe zweitrangig, ob die Benennungen stimmen oder nicht. Aber die Kritiker lauern überall.


    ......dann täte mir das leid. Ich wollte magellan sicherlich nirgends kritisieren, sondern lediglich Möglichkeiten zur Artbenennung aufzeichnen.


    Geotropismus ist übrigens aus meiner Sicht ein interessantes Thema.
    Zu diesem gezeigten (aus meiner Sicht unlogischen Geotropismus) gehört sicherlich auch der Umstand, dass Trametes gibbosa (Buckel-Tramete) manchmal seine Orientierung falsch interpretiert und oben auf dem Substrat gebildete Fruchtkörper nicht selten Poren ausbilden, die gen Himmel zeigen.


    Zitat


    Diese eigenartige Form erscheint mit der Reife des Pilzes, zu sehen an der sich "graubraunrot" verfärbenden Fruchtschicht.


    Interessant! Muss ich mal drauf achten, ob sich das tatsächlich erst dann bildet.


    VG Ingo W

    Hallo Sven!


    Zitat


    Wie jetzt ? Heißt das, dass Breitenbach und Kränzlin, die Krieglsteiners, Jülich, Kreisel und alle anderen, die den Weidendrüsling auch an anderen Substraten erwähnen, Schwierigkeiten mit bestimmten Substraten haben oder ihre Gewährsleute fehlbestimmende Dödel sind ?


    Das Ganze finde ich ganz schön anmaßend die Krieglsteiners, Jülich, Kreisel und alle anderen, die den Weidendrüsling auch an anderen Substraten erwähnen, Schwierigkeiten mit bestimmten Substraten haben oder ihre Gewährsleute fehlbestimmende Dödel sind ?


    Du glaubst aber nicht im Ernst, dass die ganzen Fundmeldungen alle von den Profis stammen? Und ihre Gewährsleute halte ich sicher nicht für Dödels, aber die irren eben auch.
    Außerdem bezweifele ich nicht das Wachstum an Substraten außerhalb von Weide, sondern ich meinte, dass ich Erle als Substrat nicht glaube.
    An Pappel habe ich ihn (glaube ich) auch schon gesehen.
    Auch wollte ich meine Äußerung nicht so verstanden wissen, dass es absolut nicht sein kann, sondern ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich vorerst (bis zum Gegenbeweis) nicht daran glaube.


    Zitat


    Das Ganze finde ich ganz schön anmaßend.


    Kannst du eigentlich finden wie du willst.
    Ich weiß, dass sich Amateure irren und Profis sind genausowenig unfehlbar.
    Mit der Zeit kriegt man mit, wem man sehr vertrauen kann und wem öfter mal ein Fehlerchen unterläuft.
    Von diesem unangreifbaren Hochhalten nach dem Motto: "Die haben ja Bücher geschrieben, die irren sich gewiss nicht" bin ich schon längst geheilt.
    Oder glaubst du, dass alle Bestimmungen in PdS richtig sind?


    VG Ingo W

    Hallo Verena!

    Zitat


    ......aber was war nochmal das Nadelholz-Pendant am Kiefernstamm


    Skeletocutis amorpha (Orangeporiger Knorpelporling);


    Zitat


    4. Bei Nadelholz und blutend nach Kneifen kann man Stereum sanguinolentum behaupten, richtig?


    Richtig.


    Zitat


    Wenn man die Lupe benutzt, winzige Becherchen! Winziger als ein Asco-Becher-Rasen daneben, aber diese hier sind Basidiomyceten.


    Das ist was besseres: bei Merismodes sind die Farben von Fruchtschicht und Haaren umgedreht:
    http://www.helotiales.nl/engli…erismodes%20anomalus.html


    Vielleicht ist es sowas?
    http://www.irishlichens.ie/pages-fungi/f-91.html


    VG Ingo W

    Hallo!


    Oh, hier gibt es eine Vorlage für den ph-Gnolm?
    Wer ihn nicht kennt:

    Irgendwie sieht er die "F"-Tasten als Zuckerwürfel.
    Manchmal hat er auch ein kleines Säckchen dabei, wo er die ganzen "F"-Tasten sammelt (Wintervorrat).
    Ein andermal tippt er aber auch nur auf dem Board mit rum, oder bei handgeschriebenen Texten macht er aus dem "F" einfach ein "P" und setzt das "h" noch dazu, ganz wie er Lust hat.
    Hat halt jeder so sein Hobby.


    GnG
    I

    Hallo Thorben!


    Wusste ja gar nicht, dass du auch so gut fotografieren kannst.


    Ich sehe schon, der Matthias hatte schon ungefähr die gleichen Ideen:


    Bei der Nr. 3 sehe ich allerdings den Ablösenden Rindenpilz (Cylindrobasidium laeve);


    Nr. 6: Mycena galopus (Weißmilchender Helmling) oder was ich mir beinahe noch besser vorstellen kann an Eichenholzstücken in der Streu ist Mycena vitilis (Zäher Fadenhelmling), passt von Färbung und kleiner Hutpapille auch nicht schlecht. Wenn man den beim Erntenwollen am Stiel anfasst, rutscht man weg und wundert sich wie fest der kleine Pilz am Substrat verankert ist.


    Nr. 9 hätte ich auch an den Tränenden Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda) gedacht;


    Nr. 10 könnte was aus der Gegend um Hymenoscyphus imberbis (Bärtiges Submers-Stielbecherchen) oder Hymenoscyphus kathiae sein, auf jeden Fall eine rötende Art.


    Nr. 16 wächst wohl eher auf Eicheln, möchte ich behaupten:
    http://taunuspilz.de/coppermin…age.php?album=114&pos=110


    Nr. 19, da würde ich sogar wetten, dass das Resinicium bicolor (Zweifarbiger Harzrindenpilz) ist. Schöner kann man die beinahe gar nicht finden/fotografieren.
    Im Link mal "R" anklicken und dann die Art suchen!
    http://www.aranzadi.eus/micologia/r


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!


    Der Ohrlöffelstacheling tarnt sich gut. Man muss seine Augen drauf einstellen. Günstig sind vielleicht etwas offene Stellen mit viel abgeworfenen Kiefernzapfen, die aber irgendwie fest umschlossen in die Streu integriert werden müssen.


    War eigentlich während des APR-Rätsels der Ph-Gnolm bei dir? Jetzt ist er ja bei Pablo, und macht fleißig Rechtschreibübungen im Gnolm-Sinn mit ihm.
    Soll heißen, alle "F"s werden zu "Ph"s.


    Ich glaube, sowas kann man nicht zeichnen, oder?
    Das wäre ja viel zu umfangreich mit Tafel und wegwischen und neu hinschreiben. Oder Radiergummi? Oder Tastatur?
    Nein, das geht auch nicht.


    Is ja bloß, weil mir neue Zeichnungen von dir fehlen. Habe mich schon ein wenig dran gewöhnt während der APR-Tage.
    Aber wie gesagt: so was kann man nicht zeichnen, da nützt es auch nichts, dass ich dich mit aller Gewalt provoziere.


    GnG
    I

    Hallo Nobi!

    Zitat


    Nichts weiter als ein Diskussionsansatz ist der von Mausmann verlinkte "Bodenatlas".....


    Sehe ich nicht so.
    Eben weil schon dort steht, wer der Schuldige ist:

    Zitat


    Immer mehr Flächen an fruchtbaren Böden in Europa werden durch schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichtet, degradiert oder zerstört.


    Es geht nicht darum, dass fruchtbare Böden "zerstört" werden (Sarkasmus an: der Bauer lässt doch schon wieder einen schweren Mähdrescher über ´s Feld fahren, der könnte doch auch seine Sense nehmen wie früher und Stroh-Puppen bauen-Sarkasmus aus), sondern es geht eigentlich darum, dass Böden fruchtbar gemacht werden, um viel darauf zu ernten.
    Und um so mehr landwirtschaftliche Produkte auf immer weniger Flächen angebaut werden müssen (das Gewerbegebiet lässt grüßen), desto größer wird die Ausbeutung des Bodens sein.


    Und das ist doch eigentlich das Verwerfliche, das Schädliche für die Natur! Stickstoffeintrag, fortgespülter Mineraldünger, dadurch Gewässerbelastung, das sind die Themen, nicht die Mechanisierung in der Landwirtschaft.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

    Zitat


    nachgesehen habe in "Pilze der Schweiz", Band 2, Seite 64, "23". Mit deiner Meinung, eher warziger Drüsling, ziehe ich nicht mit.


    Tja, jetzt hast du das so genau geschrieben, wo die Quelle ist der Angabe, und ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass man in Pilze der Schweiz nach dem Substrat schauen könnte.
    Ich habe das nämlich galant für mich in "Die Großpilze Baden-Württembergs" übersetzt, wo er an Erle tatsächlich nicht drinsteht. Wer lesen kann, ist halt trotzdem im Vorteil :)


    Naja, wird wohl ungelöst bleiben der Fall, außer du besuchst den Standort nochmal.


    Zitat


    .....meine Unwissenheit, in allen relevanten Bereichen sind mein "noch" Problem.


    Das Problem habe ich auch, schätze, das wird sich auch nicht ändern. Mit einem gelösten Problem tauchen sofort mindestens 2 neue auf.


    VG Ingo W

    Hallo Markus!

    Zitat


    im Moment ist es wohl echt ein wenig trist. Mit den Funden meine ich.


    Normalerweise müsste jeder, der seinen Bericht mit so einer Einleitung anfängt, sofort Pilzchips als Strafe bezahlen.
    Ich lese das so oft in letzter Zeit (na eigentlich jedes Jahr) und teilweise wie hier, kommen dann noch etliche schöne bebilderte Pilzarten als Foto hinterher.


    Mag mir mal jmd. erklären, wieviel Pilzarten müsste man denn finden, damit diese Jammer-Einleitungen nicht mehr geschrieben werden (Is ja Winter, gibt nix mehr, lohnt sich nicht, seh ich nicht, gibt ´s ja nicht, sind zu klein, wenn es schon wieder Herbst wäre.....).


    Echt, ich war am Sonntag mittag für ca. 20 min im Wald, da ist doch soooo viel zu finden, und das sind nicht nur meine Winzbecherchen.
    Also ich würde sagen, mindestens im Minutentakt findet man da doch neues, ob es nun Krüppelfüßchen, Gallerttränen, paar hübsche Rindenpilze, übriggebliebene Schweflköpfe, einzelne Stinkschwindlinge, etwas angegriffene Häublinge, Trompetenschnitzlinge oder viele Trichterlinge sind. Dass Becher an ansitzenden Totästen zum Hauptprogramm für mich gehören, sollte klar sein.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

    Zitat


    Hallo Ingo,
    die Erle ist sicher, lt. Lit. (PdS, Bd. 2) kann er auch darauf vorkommen...?


    Ich weiß ja nicht, bei was für einer Pilz-Art du geschaut hast, aber Erle steht da bei E. recisa nicht als Substrat. Und wenn es dortstünde, würde ich für mich ein Fragezeichen dahinter setzen.


    Schätze, dein Pilz wird mehr in Richtung Exidia plana/nigricans (Warziger Drüsling) gehen.


    Zitat


    Zum Anfärben habe ich eine generelle Frage,
    Frischmaterial zu erst in Wasser betrachten oder gleich einfärben?


    Das Ausmessen und das Einschätzen von Inhalten wird in Wasser gemacht. Danach kann man anfärben, um Strukturen besser sichtbar zu machen.
    Diese Vorgehensweise ist notwendig, da Chemikalien natürlich einen Einfluss auf (vitale) Strukturen haben, diese also verändern.
    Kommt natürlich auch auf die Chemie an, die zum Einsatz kommt. Viele Chemikalien wirken aber lethal, da heißt, multiguttulate Sporeninhalte laufen zusammen, Vakuolen werden zerstört, Asci werden kürzer (Turgeszenz), Sporen werden schmäler, Realfarben können nicht mehr eingeschätzt werden.


    Zitat


    ich arbeite mit meiner Canon EOS D65


    Also manchmal passt einfach die Optik nicht zusammen.
    Hast du denn jemals scharfe Bilder mit der Kamera am 3.Mikro-Tubus machen können.
    Das, was man auf deinem letzten Bild im Beitrag 8 sieht, also da, was auf dem Mikroskop befestigt ist, das ist die EOS D65?


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Immer mehr Flächen an fruchtbaren Böden in Europa werden durch schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichtet, degradiert oder zerstört.


    Das Thema knüpft an an die letztens geführte Diskussion über den Sinn vegetarisch zu leben und dem Umgang mit Tieren.
    Bei solche Sätzen wie oben geschrieben und von mir zitiert, sieht man schon, wohin der Hase läuft: böse moderne Landwirtschaft!
    Die zerstören den Boden mit ihren Maschinen!!
    Sollen sich doch wieder Pferde kaufen, und Arbeitslose holen oder noch besser Osteuropäer, die mit der Hand das Unkraut jäten.
    Außerdem will ich Salatsköpfe zwischen den Maispflanzen sehen und die Erbsen sollen sich an Stangenbohnen hochranken.


    77 ha Verlust pro Tag von landwirtschaftlicher Nutzfläche?
    Na wenigstens werden dort keine Monokulturen mehr angebaut, wo sich Gewerbegebiete bilden und Umgehungsstraßen gebaut werden!
    Und die Ausgleichsmaßnahmen dafür werden natürlich auch gleich vom Bauern abgezwackt, indem dann wahllos Büsche auf rechteckigen großen und gut bewirtschaftbaren Feldern gepflanzt werden.


    Ist wieder so eine Sache, die 2 Seiten hat.
    Aber falls die Ernährung mit einheimischen Resourcen nicht mehr möglich ist, holen wir uns das doch einfach aus Amerika. Ist doch sowieso billiger.
    Ok, vom Bauern nebenan hole ich mir ab und zu mal ein Netz Kartoffeln aus dem Öko-Anbau, das beruhigt das Gewissen.


    VG Ingo W

    Hallo Juliane!

    Zitat


    (.... wenn sich ein Frosch dann in einen Prinzen verwandelt, verwandelt sich ein Pilz dann evt in einen Gnolm? muß man da aufpassen? Eek )


    Bei Pilzen muss man immer aufpassen!!
    Ein Pilz verwandelt sich natürlich nicht in einen Gnolm, wie kommst du nur auf sowas?
    .
    .
    .
    Es kann aber natürlich schon sein, dass der scheinbare Pilz selbst ein abgetarnter Gnolm ist.
    Das kriegst du spätestens mit, wenn es beim Kusstest kichert.
    Auch ist der zu Hause beim Putzen- oder Untersuchenwollen wahrscheinlich nicht mehr im Korb. Du suchst und überlegst?
    Der ist rausgehüpft, entweder noch im Wald oder eben bei dir zu Hause. Im letzteren Fall merkst du das dann, wenn komisches Zeug passiert.


    Halo Björn!

    Zitat


    Mich würde mal interessieren warum manche Pilze des Öfteren mal die Gattung wechseln? Eigentlich sollte man doch meinen, dass die Zuordnungen mal eindeutig waren. Vor allem, wer legt so was eigentlich fest?


    Nein, die Zuordnungen waren zwar eindeutig, aber sind eben mit den Jahren nicht mehr zeitgemäß und entsprechen dann nicht mehr den Anforderungen.
    Übertrieben gesagt würden heute fast alle Blätterpilze Agaricus heißen und fast alle Ascos würden Peziza heißen, wenn man es mit der Zeit nicht genauer machen wollte.


    Seit Fries und Persoon gibt es eben auch Mykologen, die meinten, bestimmte Pilze besser in eigenen Gattungen unterzubringen. Manchmal geschah das auch fast parallel zueinander, schließlich war der Informationsfluss in den letzten Jahrhunderten nicht so geschwind wie jetzt. Mykologe A macht aus der kleinen haarigen weißen Peziza eben Dasyscyphus, Mykologe B macht daraus Lachnum.
    Dann findet sich Anfang 2000 jemand, der daraus Dasyscyphella macht, weil Harz an den Haaren ist, und 2015 stellt jmd. sequenzierungsmäßig fest, dass manche harzhaarige Dasyscyphellas aber trotzdem im DNA-Bäumchen weit entfernt stehen, also bekommen diese dann wieder einen anderen Gattungsnamen.


    Auch werden gleiche Pilze von verschiedenen Autoren neubeschrieben, die dann natürlich zwangsläufig verschiedenen Namen haben, aber trotzdem das gleiche darstellen.
    Je nachdem, welcher früher gültig beschrieben wurde, wird der später beschriebene Name zum Synonym.


    Kann man lange drüber plaudern.
    Wer Pilze umbenennen kann? Eigentlich jeder, der das publiziert und sich an gewisse Regeln hält.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    Denn so phaszinierend und schön ....


    Aha, bei dir treibt sich mein "Ph"-Gnolm rum.
    Der Schlingel übertreibt neben den guten alten Photographien auch fix mal. Wenn man dann demnächst bei dir was zu Phragen über die Pharbgestaltung von Phreiland-Photographien liest, hat er dich voll in der Tasche.


    Soweit mein hilphreicher wissenschaftlicher Beitrag zum Phoren-Thema.


    VG Ingo W