Beiträge von Ingo W

    Mollisia lividofusca (Fr.) Gillet
    Tapesia lividofusca (Fr.) Rehm
    Dunkelbleigraues Weichbecherchen


    Hat mir Florian aus Gießen zukommen lassen.
    Der Fund ist in soweit beachtlich, dass er eindeutig ist.
    Bei vielen Mollisien passt ja meist irgendwas nicht.
    Hier stimmt aber alles, sogar das Subhymenium, das normalerweise nur etwas dunkler eingefärbt ist, meint es hier besonders gut und ist richtig braun. Den Effekt hatte ich schon einmal, auch im Winter.


    Und weil eben dieser Fund so schön eindeutig ist, wollte ich ihn auch nicht mit den anderen Portraits vermischen.
    Mollisia lividofusca an Nadelholz
    Mollisia lividofusca ohne dunkles Subhymenium


    Die Art wächst in der Regel etwas trockentolerant, also nicht auf der Unterseite von liegenden Stöckchen, sondern eher an morschem Holz im Luftraum. Das kann z.B. auch ein morscher bröckeliger Stumpf sein.

    Mikro:



    VG Ingo W

    Hallo!


    Zumindest den Arbeitsnamen Tubaria furfuracea/ hiemalis (Trompetenschnitzling) hat er locker verdient.
    Der einzige weniger passende Punkt ist eigentlich lediglich das Wachstum auf Moos im Fichtenwald.


    Ich finde eigentlich auch nicht, dass der gechädigt aussieht. Kann sich aber bei gefrorenen Pilzen nach dem Auftauen natürlich ändern, so einen Tag später vielleicht.
    Aber die Tubaria ist das ja eigentlich "gewöhnt", wird da sicherlich nicht in sich zusammenfallen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Wow, seid ihr hier alle tiefgründig!
    Ich habe jetzt bloß die letzten Songs angehört, und gebe zu, die gehören eigentlich eher zu denen, bei denen ich mich immer gefragt habe, wer hört sowas eigentlich?


    Aber wie ja immer wieder gesagt wird, die Geschmäcker sind verschieden. Ich schätze, ich bin da möglicherweise nur einfach gestrickt, mir haben immer Songs gut gefallen mit schöner Melodie.
    Irgendwas, was man auch als Ohrwurm behalten könnte, mit klar gespielten Instrumenten.
    Sorry, wenn das vielleicht gar nicht so wirklich hierher passt, aber weil ich gerade mal hier vorbeigekommen bin:

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    VG Ingo W

    Hallo magellan!


    Also falls du an diese Wahnsinns-Geschichte mit den 2 verschiedenfarbigen Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) noch mal vorbeikommst.....Die sind ja wirklich der Hit, man mag ´s ja beinahe gar nicht glauben, so extrem ist das.
    Dass die Fruchschicht auch braun sein/werden kann, war mir ja bekannt. Aber warum bei gleichen Wetterbedingungen sich relativ frisch wachsende Fruchtkörper farblich so gewaltig unterscheiden, also gelb und braun entwickeln können, ist mir jetzt ein klein wenig unklar.
    Da sollte man die 2 besten Bilder tatsächlich mit zum Portrait stopfen. Gibt ´s da eigentlich schon eins?


    Der Rest sind Schmetterlings-Trameten (Trametes versicolor), auch die Muschel. Wo Fruchtkörper dünn und mit dunkelbraunen bis schwarzen Zonen durchsetzt sind, fällt die Ockerfarbene Tramete (Trametes ochracea/multicolor/zonata) weg.


    Zu 14: Also wenn du wissen willst, ob Stereum gausapatum (Eichen-Schichtpilz) in Frage kommt, einfach ankratzen im hellen Randbereich des Hymeniums. Der blutet ja auch, wenn es einer ist.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!

    Zitat


    Das hätt ich nicht gedacht, dass wegen dem Pilz gezockt wird und habe ihn leider schon entsorgt.


    Wirklich schade. Gerade gegen Gerd gibt es nicht oft die Gelegenheit zu zocken, da ich dummerweise seine Meinung oft nachvollziehen kann.


    Diesmal hätte es aber gepasst, die Chips hätten mir geschmeckt (mümpfl).
    Vorrausgesetzt wir hätten einen Schiedsrichter gefunden, der mir beigepflichtet hätte. Ist ja auch so eine Sache mit den bösen "Trichterlingen".


    Zitat


    Dann dürft Ihr mir sagen was man als einsteiger nehmen kann. Hahhaaa... das wird ein morz Spaß!
    Beste Grüße
    Dieter


    Das wird tatsächlich ein Mords-Spaß, denn als Strafe für deinen obigen Lapsus (Wegschmeißen! Tse, ist ja nicht zu fassen!! :lightning: ) suche ich mir einen ganz besonderen Pilz zum Mikroskopieren für dich aus. :evil:
    Wahrscheinlich hat der dann so große Sporen, dass ein Gnolm drin wohnen könnte. Und der zeigt dir dann eine lange Nase und hält ein Transparent hoch auf dem folgendes steht: .......(naja, alles verrate ich trotzdem jetzt noch nicht).
    Außer du bringst den Pilz tatsächlich nochmal und wir kriegen Gerd dazu, wieder auf den Zug aufzuspringen.


    VG Ingo W

    Hallo Birki!

    Zitat


    Die weissen Schnecklinge an meiner Fundstelle hatte jedenfalls auch ein bekannter Pilzexperte der DGfM als Elfenbeinschnecklinge bezeichnet (ich fand sie waehrend einer Pilzfuehrung). Vielleicht war das aber s.l. gemeint.


    Will das ja auch nicht anzweifeln. Wenn sich wer in der Materie auskennt, klappt das bestimmt auch gut makroskopisch (geruchlich gibt es zumindest Unterschiede!)
    Weil ich ja nicht wusste, in welchem Rahmen deine Bilder/Namen entstanden, habe ich nur zwischen den Zeilen auch ein wenig mit Farblostinte vermerken wollen, dass man vielleicht nicht unbedingt weiße Pilze (Schnecklinge) essen muss, wenn sie so viele ähnliche Brüderchen haben.
    ;)


    VG Ingo W

    Hallo noorbaer, willkommen!


    Zitat


    Namen allein sagen mir wenig, schon heute Mittag könnte der kleine Pilz schon wieder anders heißen.


    Bedeutet?
    Schätze, die meisten Pilzler können trotzdem was mit dem Namen Plicatura crispa (Krauser Adernzähling) anfangen.
    Irgendwie muss man sich ja verständigen, auch wenn es ab und an Änderungen gibt, die ärgerlich sein mögen.


    Zitat


    Crispa, weil das Hymenium ähnlich wie Lamellen mit radialem Verlauf, mehrfach gegabelt ist, so dass sie wie ausgezogene Poren erscheinen.


    Das crispa bezieht sich einfach auf die "krause, gekräuselte" Fruchtschicht.
    Das Wort sollte eher weniger mit radialem Verlauf oder mehrfacher Gabelung zu tun haben.


    VG Ingo W

    Hallo Birki!


    Kann der Lärchenschneckling auch Hygrophorus lucorum gewesen sein?


    Die weißen Schnecklinge kriege ich selbst immer noch nicht gebacken. Ich glaube, da bräuchte man mal alle Weißen beieinander mit entsprechender Erklärung.


    @Pablo: ok., ich notiere: Hygrophorus discoxanthus --> Geruch: stinkt gruselig ;)


    VG Ingo W

    Hallo Björn!

    Zitat


    ....ist also quasi n Billigartikel aber ich bin eben kein Freund von Verschwendung.


    Einfach sauberwischen. So viel Fremdes bleib da nicht übrig.
    Problematisch ist das lediglich, wenn du mit Kresylbrillantblau arbeitest: das Zeug färbt so gut, dass du es im nächsten Präparat immer noch zur Verfügung hast (gilt natürlich nur für meine faule und schnelle Vorgehensweise, ich wische die Objektträger einfach mit Wasser ab).


    Die Chemiefrage hat Ralf schon beantwortet wie es es auch gemacht hätte.


    Ich glaube, ich verstehe nicht recht, warum du Sporenpräparate sammeln willst.
    Aber ich habe schon gesehen, dass manche Pilzler abgeworfenes Sporenpulver zwischen zwei Objektträgern auf einen bestimmte Stärke bringen und so fixieren. Z.B. als Farbvergleich bei Täublingen oder so.


    Falls du aber einfach zeigen willst, wie verschieden Sporenpulver aussehen kann, könnte man ja auf durchsichtigen Prospekthüllen aussporen lassen oder auf schwarzen und weißem Papier und die hübschen Abdrücke dann in Prospekthüllen stecken und einheften.
    Na, dir wird schon was einfallen.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!


    Zitat


    zu 2 - eigentlich wächst adusta doch viel flacher - habe in den letzten Wochen viele gesehen - diese auf dem Bild machen doch einen recht kompakten Eindruch -


    Ja, jetzt sehe ich das auch.
    Der wächst ja tatsächlich in die Tiefe. Mit dunkelbraunem Zuwachsrand......
    Muss ich erst mal drüber schlafen, glaub ich.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!


    Da sind dir wieder schöne Aufnahmen gelungen!


    Nr. 2:

    Zitat


    ....nachdem ich Bilder gesehen habe, der Meinung, daß es der Weidenfeuerschamm - Phellinis trivialus sein könnte...


    Glaube ich nicht. Du zeigst was Dünnfleischiges, dessen Hüte dicht übereinander wachsen und viel kleiner sind.
    Vom unteren Stück, wo dann auch die Fruchtschicht zu sehen wäre, ist wohl kein Ausschnitt möglich?
    Vielleicht ist es ja Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling)?


    Zitat


    3. auf Laubholz - könnte der Holunder-Rindenpilz - Hyphodontia sambuci sein


    Das wird wieder Stereum rugosum (Runzeliger Schichtpilz) sein.
    Die Annahme Holunderrindenpilz von dir sieht anders aus, eher wie ein künstlicher Kalkanstrich oder sowas.
    Edit:
    Pablo hat auch geantwortet. Sein Vorschlag mit Ablösenden Rindenpilz ist besser. Ich habe mich da von dem rötlichen Strich beeinflussen lassen, das geht aber mit Cylondrobasidium im Prinzip auch (etwas andere Farbe im Untergrund, ist keine Farbreaktion!).
    Edit2:
    Jetzt ist mir Corticium roseum auch noch eingefallen. Der wäre aber auf Weide beschränkt, so weit ich mich erinnere.


    Nr. 4 ist sehr gelungen!


    Nr. 5: Das ist schwer zu sagen. Das kann auch einfach ein kollabierter Zitterling sein. Wobei der eigentlich nicht wirklich auf die dicke Rinde passt.
    Sternenrotz?


    Zitat


    6. auf Eiche - wohl Stereum hirsitum und vielleicht - gausapatum


    Das erste.


    Nr. 7: die sind ja interessant

    Zitat


    7. Bilder von einem Holzstapel - hauptsächlich Birke - Schichtpilze und ein Warziger Drüsling


    Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete) ist auch dabei.
    Interessant ist ja, dass du Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) im gut kenntlichen Gelb, aber auch in Braun am gleichen Fruchtkörper aufgenommen hast (7/4 und 7/5). Da würden mich nähere Aufnahmen begeistern!
    7/6 ist dann der Warzige Drüsling (Exidia nigricans/plana).


    Zitat


    9. vielleicht der Aschgraue Zystidienrindenpiz - Peniophora cinerea auf Laubholz


    An Eiche sollte es Vuilleminia comedens (Gemeiner Rindensprenger) sein.


    Zitat


    13. wohl ein Wurzelschwamm unter einem Baumstamm


    Würde ich auch denken.


    Zitat


    14. auf Eiche - ein Schichtpilz - Stereum gausapatum ? aber kaum Rotfärbung bei Verletzung


    Schade, kein Bild von unten.


    Zitat


    20. ein Reibeisen-Rindenpilz - Hyphoderma radula ?


    Ich denke eher Schizopora (paradoxa?).


    Zitat


    22. eine Ockerfarbene Tramete - Trametes ochracea auf Buche


    Eine frischwachsende Buckel-Tramete (Trametes gibbosa). Verrät sich spätestens durch die langgezogenen "Rechteck-Poren".
    Edit: wow, was ich aber gerade sehe:
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-zunderschwamm--28473
    Deiner sollte aber dennoch die Buckel-Tramete sein, auch wenn da jetzt zusätzlich auch noch eine Stelle zu sehen ist, die aussieht, als röte sie.
    Vielleicht wird das ja ein Wettpilz?


    Viele Grüße
    Ingo W

    Hallo Karl!


    Oh Mann, ich wünschte, ich würde das alles wissen.
    Noch schlimmer: du stellst die Arten so schön vor, und kaum was bleibt bei mir hängen. 2 Arten hätte ich erkannt, nämlich gerade mal so Cortinarius varius (Semmelgelber Schleimkopf) und Cortinarius percomis (Würziger Schleimkopf).
    Das ist beinahe schon unfair. Aber trotzdem danke!!!


    Was ich natürlich total genial finde und was jetzt nicht besser geht, ist der Ausdruck

    Zitat


    Tanzmusen-Klumpfuß


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich bin zwischen 350-500m ü NN, da ist der Haselporling kein Problem.
    Obwohl, ich habe den bisher nur 3 mal gesehen. Ich glaube, die besten Chancen hat man, wenn man irgendwo ganz altes Hasel-Gestrüpp findet.


    VG Ingo W

    Hallo Chris!


    Es gibt in der Tat Bücher, die meinen, dass die eine Art im Frühjahr, die andere im Herbst fruktifiziert.
    Ich denke, alle 3 Arten der Zapfenrüblinge können ab Oktober bis in das Frühjahr gefunden werden. Baden-Württemberg-Flora geht sogar von Ganzjährigkeit aus beim Fichtenzapfenrübling und dem Herben Kiefernzapfenrübling.
    Fundmeldungen für den Milden Kiefernzapfenrübling (Str. stephanocystis) gibt es von September bis Februar allerdings nicht.
    Wäre wohl interessant, sich damit mal näher zu befassen, weil wirklich einleuchtend ist das nicht für mich, aber ich halte an dieser Stelle lieber mal Ruhe.


    VG Ingo W

    Hallo Verena!


    Zitat


    Ingo, ich kann es kaum erwarten, einen frischen Cystoderma zu beschnuppern und ordentlich zu definieren, das vergesse ich nicht Alright


    Solche enthusiastischen Antworten bin ich ja gar nicht gewohnt!
    Also, wenn du Spaß dran hast, können wir uns gerne geruchsmäßig austauschen.
    Das macht richtig Spaß, allerdings ist das meistens nur dann sinnvoll und sicher, wenn mehrere am gleichen Fruchtkörper schnuppern.


    Ist schon extrem, was da alles rauskommt. Schnell kriegt man so allerdings auch mit, wer viele gute Geruchs-Sensoren hat oder bei wem es sich eher weniger lohnt (riecht nach Pilz....).


    Aber wer Pantoffeltierchen-Schnittblumen-Vasenwasser-Geruch ins Feld führt, ist genau richtig bei mir!!


    Deine aktuelle Aufgabe, die du von mir jetzt bekommst (da darf sich auch jeder andere angesprochen fühlen): Definiere den Geruch vom Austernseitling!
    Ich sag ´s gleich, eine optimale Lösung habe ich nicht.
    Wer drauf kommt, dass der eben angenehm nach Pilz riecht, darf nicht mitspielen.
    Bei mir läuft der Geruch unter angenehm + angefasste Eisenstange/Eisengeländer bei Minustemperaturen, habe ich bisher nicht besser hingekriegt.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Dichomitus campestris kann auch an Eiche? INteressant. Ich dachte, Hasel wäre das Hauptsubstrat.


    Das ist kein Widerspruch. Hauptsubstrat ist Hasel, aber an Eiche habe ich den bisher am zweithäufigsten gesehen.


    VG Ingo W

    Hallo Hartmut!


    Lachnella villosa = Arbeitsname oder steht die Bestimmung schon fest?
    Ich hatte diese Art nämlich bisher nicht als im Winter wachsend eingeschätzt, würde mich aber da gerne auch umorientieren, wenn deine Bestimmung auf sicheren Füßen steht.


    Übrigens schön, wenn jemand mal in dieser Jahreszeit fortgeht zum Pilzesuchen und gerechtfertigterweise zufrieden ist mit der Ausbeute der hübschen Pilze und zu bestimmenden Funde.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Yepp, da hat man bloß eine Chance, wenn man nach den Zapfen wühlt und es tatsächlich ein Fichtenzapfen ist, der als Substrat dient.
    Bei Kiefernzapfen muss das Mikro entscheiden.


    VG Ingo W