Beiträge von Ingo W

    Hallo Kerstin!


    Die Bilder sind echt zu klein!
    Bei solchen weißlich-rosalichen Rindenpilzen stehen die Chancen gut bei Weide, dass es Corticium roseum ist......:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=10821&position=13


    ..... und bei Espe Peniophora polygonia (Espen-Zystidenrindenpilz):
    http://asco-sonneberg.de/pages…nia-120211-01xsj34221.php


    Zur Anfrage sollte man dazuschreiben, wo der Pilz genau wuchs am Ast (z.B. Unterseite) und ob die Äste noch ansitzend waren oder lagen, und wenn sie lagen eine kurze Beurteilung zum Bodenkontakt, auch wie morsch sie waren ist hilfreich in manchen Fällen.


    Da ich kleine rosaliche Knubbel in der Fruchtschicht sehe, würde ich auf Peniophora polygonia und Espe wetten.
    Als Gegenspieler würde mir schon jmd. reichen, der einfach dagegen wettet ohne einen Namen zu sagen. Einsatz 5 Chips?


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!


    Ich will da jetzt nicht den Erbsenzähler spielen, und natürlich weiß ich, dass untypische Fruchtkörper keineswegs sofort makroskopisch bestimmt werden können (seitdem Sch. radula ins Spiel gekommen ist), aber die Aussage von Frank hatte eigentlich wenigsten für typisch ausgebildete Fruchtkörper eine recht eindeutige Aussage, finde ich:

    Zitat


    .....normalerweise ist Schizopora paradoxa von Anfang an irpicoid, egal ob waagerecht oder senkrecht am Substrat gewachsen. Schizopora radula beginnt immer porig und kann aber im reifen Zustand die Poren auch aufspalten.


    Also mir würden da ja für beide Arten mal Bilder von eindeutig bestimmten Schizoporas weiterhelfen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Da das Hymenium porig, irrgartenporig, zerschlitztporig ist, fällt Hyphoderma radula flach. Der bliebe auch nicht weiß, sondern mittig, wo die Stacheln/Zapfen mit der Zeit am längsten sind, werden die gelb bis ocker.


    Das Gezeigte ist eigentlich ganz typisch das, was ich lange Zeit für Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) gehalten habe. So wird die auch oft auf Bildern dargestellt oder in der Literatur gezeigt.


    Allein Frank hat mich verunsichert mit seiner Aussage in diesem Thread (#4):
    http://www.pilzforum.eu/board/…4409?pid=231772#pid231772


    Seitdem weiß ich eigentlich ncht mehr wirklich, ob es die meisten Pilzler einfach falsch machen mit der Bestimmerei und ob ein Kardinals-Interpretationsfehler vorliegt, der falschverstanden immer weitergetragen wird, oder ob vielleicht Frank nicht die richtigen Worte fand.


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!


    Oh, ein neuer Gnolm!
    Schön, gefällt mir!
    Ich hatte ihn mir als Präsentier-Gnolm abgespeichert.
    Erst später las ich im entsprechenden Thread, dass er gerade den Geschmückten Schleimkopf gibt.


    Falls du mal wieder Gnolm-Muse und gaaaaanz viel Zeit hast:
    Viele Forumler verwechseln ja Gnolmenkunst mit dem Gnolm ansich.
    Ich könnte da so für meine Sammlung und auch als Aufklärung der Unwissenden einen Schnappschuss gebrauchen, wie sich Menschen über die aufgefundene Kunst wundern, und die Gnolme mit Schnitzmesser und Farbkasten oder sonstwas, sich hinter oder auf den Bäumen oder auch woanders verstecken, und beobachten oder grinsen oder sich lustig machen, wie sich da gewundert wird.
    Ziemlich komplexes Bild, das gebe ich zu.


    VG Ingo W

    Stictis radiata (L.) Persoon 1800
    Weißlappiges Lochbecherchen



    Nochmal die eingesenkten Spiegeleier der Stictis radiata aus Mecklenburg-Vorpommern, diesmal von Reynoutria japonica (Japan-Knöterich) von T. Richter:




    Mikros:




    In der Literatur wird eine Reihe weiterer Stictis-Arten beschrieben. Ich selbst glaube, dass viele dieser Arten keine Daseinsberechtigung haben, weil mir die angegebenen Unterschiede nicht einleuchten.
    Dort werden z.B. Septenabstände der Sporen, Sporenbreiten im Halb-Mikrometerbereich, apikale Gestalt der Paraphysen und Periphysen, Lugolreaktion der Fruchtschicht und Substratvorlieben als Unterscheidungsmerkmal angegeben, jedoch lassen sich all diese "Unterschiede" auch anders erklären.


    Einige Beschreibungen von Stictis-Arten berufen sich auf andere Sporenmaße. Ich vermute bei vielen einfach Unreife.
    Auch der hier gezeigte Fund hatte anfänglich nur Sporen von 90-140 µm, später bei Vollreife erst Sporen bis 200.


    Stictis stellata soll sich durch negative Lugolreaktion der Fruchtschicht unterscheiden.
    Hier liegt das Problem wahrscheinlich eher daran, dass die hemiamyloide Reaktion nicht erkannt wird/wurde, sonst gibt es da m.E. nach keinen Unterschied.


    Irgendwo nahm man die Septenabstände der Sporen zur Abgrenzung her, dabei müsste man aber natürlich bedenken, dass die Septierung der Sporen im Mittelteil immer dichter ist als an den Enden.


    Zu guter Letzt las ich auch von einer Stictis-Art, die sich dadurch unterscheiden soll, dass die Paraphysen apikal kleine Schwänzchen haben. Sowas sah ich auch bei einigen Apothezien in dieser Kollektion. Das ist eher die Folge von Aushyphen der Dosen-Apothezien, welche sich im Vergehen und dadurch oft in einer Fehlentwicklung befinden.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Würde ich dir sofort beides glauben. Makroskopisch habe ich da keine Probleme.


    Ich glaube mich zu erinnern, dass ein Rindenpilzler mal sagte (war es Christoph Hahn?), dass der angewandte Name Sc. portentosum eine amerikanische Art betrifft und wir die deutschen Funde besser Scytinostroma hemidichophyticum nennen sollen.
    Was genau dahinter steckt, da bin ich aber nicht tief genug in der Materie. Hier mal gleich der Link zur neuen "Jürgen-Marqua-Seite":
    http://www.pilzflora-ehingen.d…ra/arthtml/shemidicho.php
    Zum weiteren Stöbern oben auf "Artenliste" klicken.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    St. hirsutum gedacht........Weißt du eigentlich genau, dass es nicht auch eine forma variante von dem mit grauem Hymeniumvon dem gibt? Wäre auch noch möglich...


    Auf magellans Ausgangsbeitrag scheinen sich dann aber der gelbe "normale" Fruchtkörper von Stereum hirsutum und die "braunhymenige Form" ganz gut zu verstehen auf den Bildern 7/8 und 7/9, so wie die miteinander verwachsen sind.


    Natürlich, so der letztendliche Beweis ist es nicht, ob da nicht vielleicht doch 2 verschiedene Pilze abgebildet sind auf den Bildern, aber gerade bei 7/9 glaube ich schon, dass man den farblichen Übergang Stück für Stück mitverfolgen kann. Deswegen finde ich ja die Bilder eigentlich so genial.
    http://www.pilzforum.eu/board/…linge-aus-dem-beimoorwald


    Also ich wundere mich nicht wirklich, dass beim Bestimmungsversuch Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) als die beste Lösungsoption übrigbleibt.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Nr. 1 einfach aklimatisieren und mit Feuchtigkeit versorgen, dann sieht man auch wieder die Originalform. Ich hätte substrattechnisch übrigens mit Buche fast genauso ein Problem wie mit Birke.
    Nr. 2 ist Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete) frischwachsend, da habe ich gar keine Zweifel.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!



    Das ist wirklich der Wahnsinn, wie du sowas in dieser Perfektion abbilden kannst!!
    Schätze, in einem Jahr wirst du wohl die Buchstabenfolgen der jeweiligen DNA-Stränge mit ihren Sequenzen gut leserlich abfotografieren (oder so ähnlich). ;)


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Bei deinem Fund würde ich bei Substrat Nadelholz darauf wetten, dass es genau diese Hyaloscypha aureliella ist, auch wenn es kleine weiße Becherchen in dem Format Hunderte gibt.


    Den "Cistella-Tropfen" siehst du auf dem 2. Mikro-Collage-Bild, ist auch beschriftet an der Basis des rechten Jung-Ascus.
    Ist ein Tropfen, der bei den meisten Cistella-Arten vorhanden ist.


    VG Ingo W

    Hyaloscypha aureliella (Nyl.) Huhtinen 1989
    Dasyscyphus stevensonii (Berk. & Broome) Sacc. 1898
    Hyaloscypha stevensonii (Berk. & Broome) Nannf. 1936

    Harzhaariges Nadelholz-Hyalinbecherchen


    Ist was relativ häufiges, wenn man darauf achtet.
    Eigentlich braucht es nur einen ordentlichen Klotz von unberindetem Nadelholz, welches günstigerweise halb im Boden steckt.
    Muss nicht ganz genau so sein, aber so hat man die größten Erfolgsaussichten, dieses Becherchen zu finden.
    Also z.B., wo man vor ca. 2 Jahren Nadelbäume umgesägt hat und noch vom Fällen so Baumscheiben oder -keile rumliegen hat, welche inzwichen innigen Kontakt zum Boden haben, da sollte man auf jeden Fall fündig werden.


    Es gehen aber auch einfach liegende Nadelholzstämme oder eingefallenes Bauholz aus Nadelbäumen (z.B. eingefallener Hochstand, abgefallene Zaunslatte u.s.w.).


    Die Einzel-Apothezien sind kaum größer als 0,5 mm im Durchmesser, frisch weiß und wachsen gesellig. Mit guten Augen sieht man halblange Haare an der Außenseite, und im Optimalfall sind die teilweise nicht mehr weiß, sondern goldig. Die hat Gabor in einem früheren Beitrag schon mal ausgezeichnet fotografiert:
    http://www.pilzforum.eu/board/…isse?pid=136584#pid136584


    Dieses Vergnügen der goldigen Haare hat man aber hauptsächlich im Vergehen oder wenn die Kollektion schon älter ist. Frisch sind die Becherchen einfach weiß:

    Hier alles, was man mikroskopisch über die Art noch so wissen kann:





    Der hier abgebildete Fund stammt aus Mecklenburg-Vorpommern von T. Richter.


    VG Ingo W

    Hallo Juliane!


    Übrigens war neulich auch irgendwo die Frage, wie man denn aus so wenig Filz pro Zunderschwamm-Fruchtkörper überhaupt irgendwas Großflächiges, wie z.B. einen Hut, herstellen kann.
    Dazu las ich mal im TINTLING, dass in Rumänien, wo dieses Handwerk wohl zumindest partiell noch Tradition zu haben scheint, die Zunderschwämme mit weitaus größeren Anteilen dieses Filzes ausgestattet sind als bei uns.


    VG Ingo W

    Hallo Juliane!


    Das ist nicht wirklich Bräunen auf Druck. Du kratzt die frischere helle Porenschicht weg und der dunklere Untergrund kommt zum Vorschein. So ist das auch beim Flachen Lackporling (Ganoderma applanatum).


    Beim Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist der Frischzuwachs auf den Poren eher grau, drunter ist es aber trotzdem dunkler braun, deshalb kann man auch auf dem malen, ist aber bei weitem nicht so kontrastreich wie beim Flachen Lackporling.
    Deine sind Zunderschwämme, zumindest traue ich mir das zu sagen für die meisten Bilder, die ich sehe. 1+2 finde weniger eindeutig.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Wenn man Bilder im Netz aufruft, sehen die wenigsten wie deiner aus. Auf 123-Pilze ist so ein scheinfilziger, wobei der wiederum nicht die schönen herablaufenden Lamellen wie deiner hat:
    http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/holz-nabeling.jpg


    Keine Ahnung, wie die Art richtig aussehen muss. Da gibt es einige Varianten der Darstellung, wobei sicherlich auch normale Trichterlinge und anderes abgebildet wird. Dass das alles stimmt ist wohl zu bezweifeln:
    https://www.google.de/search?q…kQ_AUoAg&biw=1540&bih=809


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Aber in dem Fall: Stereum rugosum (Runzliger Schichtpilz) kommt niht in Frage, oder?


    Nein, die hellen, radial strukturierten Hütchen kicken den schon raus.


    Hallo Stefan!

    Zitat


    ....hattes du unlängst nicht mal geschrieben, dass St. rugosum keien Hütchen bildet? Es ging um die Abgrenzung von St. rugosum und gausapatum.


    Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass das Pablo geschrieben hat.
    Die Hütchen von Stereum gausapatum (Eichen-Schichtpilz) sind aber in der Regel immer sehr wellig, fast schon kraus. Und dünn sind sie, wenn man zum Vergleich Stereum rugosum (Runzeliger Schichtpilz) anschaut, der sehr viel weniger dazu neigt, Hütchen zu bilden.


    Wenn der Runzelige Schichtpilz aber abstehende Hutkanten bildet, so sind die meist recht dick, meist auch mehrjährig, denke ich.
    Hier mal der Eichenschichtpilz mit den rotbraunen dünnen und fast gekräuselten Hüten....
    http://www.granadanatural.com/ficha_hongos.php?cod=435
    .....und hier im Vergleich die dickeren Hutkanten vom Runzeligen Schichtpilz, welche sich auch meist mit dunkleren Farben ohne Rotanteile auszeignen:
    http://www.marn.at/baumpilze/stereum-rugosum.html
    Ach, und feinrillig konzentrisch gezont sind sie, das fällt mir gerade noch ein. Erinnern an Datronia mollis von oben.


    Beim Lamellenpilz würde ich an den Holz-Nabeling (Omphalina/Geronema/Arrhenia epichysium) denken, natürlich nur als Idee.
    http://www.hlasek.com/omphalina_epichysium_bs8746.html


    VG Ingo W

    Hallo Christian!

    Zitat


    Was spricht denn gegen Merulius tremulosus, Pablo?
    Ich denke, der kann sowohl so resupinat als auch so strukturlos auf der Unterseite.


    Ich denke, den kann man ausschließen, denn der Gezeigte hier ist ja weder orange noch hat er die typischen Falten im Hymenium.

    Zitat


    Wenn man sich das Bild hier anschaut, kann man sich vorstellen, dass er auch noch glatter könnte.


    Kannst ja mal versuchen, ein Bild zu finden, wo Merulius tremellosus mit faltenloser Fruchtschicht dargestellt wird.


    Zitat


    ....aber mit der pelzigen Oberseite und der lachsroten Fruchtschicht bleibt wohl wenig anderes als der Gallertfältling, oder?


    Hast du auch das Übersichtsbild gesehen? So richtig kann man die Farbe nicht mit "lachsrot" umsvchreiben.


    Bei mir wäre ja der Ablösende Rindenpilz (Cylindrobasion laeve) noch im Spiel, der zugegebenermaßen relativ unhäufig mit abstehenden Hütchen aufwartet, aber gesehen habe ich das schon. So richtig schöne Bilder dazu finde ich allerdings auch nicht. Das vielleicht:
    http://www.pilz-pilz.de/index.…info_inline&the_pilz=1360


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich denke, das Gemälde würde höchstens dann wieder weiß zuwachsen, wenn der Pilzfruchtkörper sich pudelwohl fühlte.
    Also vielleicht hätte man die Chance, dass er sich noch mal mit letzter Kraft aufbäumt und noch mal eine weiße Zuwachsschicht bildet, wenn er bei gutem Feuchtigkeitshaushalt auf dem Balkon liegt.
    Ansonsten würde mich das doch sehr wundern.


    Was anderes wäre es freilich, wenn der Fruchtkörper noch am Substrat wäre. Dann sollte er sich doch wieder reparieren können.
    Aber Bilder an ansitzenden Fruchtkörpern machen weit weniger Spaß finde ich. Liegt wahrscheinlich daran, dass man sie meist nicht sieht. ;)


    VG Ingo W