Beiträge von Ingo W

    Cyathicula amenti (Batsch) Baral & R. Galan 2013
    Crocicreas amenti (Batsch) S. E. Carp. 1980
    Pezizella amenti (Batsch) Dennis 1956
    Weidenkätzchen-Krönchenbecherchen


    Wächst im Frühjahr geschützt in der alten Streu unter Salweiden (Salix caprea).
    Natürlich nicht unter jedem Salweidenbaum, denn Weiden sind 2-häusig, und das vorgestellte Becherchen wächst nur an den weiblichen Fruchtständen (Kätzchen).

    Die Apothezien sind recht winzig, so um 0,2 bis 0,6 mm, aber da sie in der Regel das ganze Kätzchen bevölkern, sind sie schon relativ einfach wahrnehmbar. Vorrausgesetzt, man achtet auf solche Arten und sucht danach.


    Der pokalförmige Habitus erinnert stark an andere Cyathicula-Arten.

    Mikro:


    Die Art ist häufig, ihre Bestimmung relativ unproblematisch.
    Mikroskopisch auffällig sind die leuchtenden Paraphyseninhalte und der Ascus-Porus, welcher mit Lugol oft nicht vollständig bis zum Apex anfärbt (ähnlich Hymenoscyphus-Arten).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Was sind denn das für Spitzfindigkeiten??
    Also wenn "WIR" den jetzt als forma definieren, würde ich ja erstens gegen mich selber wetten und 2. hätte ich mit Fomes dann immer noch mindestens genauso recht wie du.
    Übrigens sehe ich die typischen grauen Farben und auch die dünnen braunen Linien. Insofern würde ich mit dir nicht zum "WIR" kommen wollen, um da was Milchweißes zu formieren.
    Das wird aber langsam so kompliziert, dass ich aufhören muss zu schreiben.


    VG Ingo W

    Hallo Klaus!


    Ohne Zweifel Schizophyllum commune (Gemeiner Spaltblätling) und Trametes hirsuta (Striegelige Tramete).
    Beides Bewohner von sonnenexponiertem, initialmorschem Totholz, eher im Luftraum, zumindest hat das Substrat keinen vollständigen Kontakt zum Boden dort, wo der Pilzfruchtkörper ansitzt.
    Versuch mal auch auf solche spezifischen Fundumstände einzugehen.


    VG Ingo W

    Hallo HoBis!


    Ich will euch ja nicht den Spaß nehmen, aber ihr habt schon auch einen wachsamen Blick auf Murph, oder?
    Bild 4 gibt eigentlich die Antwort, warum eure Becherchen nicht ganz perfekt Rutstroemia bolaris sind.
    Wenn bei (euch) Murph vielleicht trotzdem mal eine Zeitlang ein Gnolm Urlaub gemacht hat, dann hat der den Murph wahrscheinlich auch in den "Gnolm-Support" eingeführt.....

    ......, also wie man euch glücklich machen und beim Finden bestimmter Pilze unterstützen kann!


    Soll bedeuten, die Linsen werden aus dem Teuerling geschüttet, das so entstandene Pseudobecherchen dann braun angemalt und auf kleine Stöckchen geklebt.
    Zur rechten Zeit werden die dann bei einer Exkursion so aus der "Mitfahrgelegenheit Manteltasche" geworfen, dass ihr sie findet.


    Aber natürlich will ich euch nichts einreden. Manche Menschen sind bei ihren "Erstfunden" viel glücklicher, wenn sie all das nicht wissen.


    VG Ingo W

    Hallo Eike, hallo Enno!


    Danke für die Antworten und Ergänzungen.


    Hallo Eike!

    Zitat


    Ich bin kein Künstler
    aber wenn ich dich grün und blau schlage
    sieht es aus wie gemalt


    Dein Text als Signatur hört sich für mich recht krank an. Ich wünsche dir weiterhin Genesung.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Ich denke, das könnte von einer Salweide stammen.
    Bestimmt lassen sich aber die Bäume in der Umgebung feststellen.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!
    Schöne Bilder dabei!

    Zitat


    12. Tremella indecorata, Kernpilzbewohnender Zitterling
    Der beste Fund an diesen Tag für mich. Ein Zitterling der parasitisch auf Diaporthe vorkommt. Eine ähnliche art ist T.globispora die allerdings kleinere Sporen hat.


    Und wie groß waren bei dir die Sporen?
    Du weißt ja schon, dass auf den Mikros die Basidien abgebildet sind?


    Zitat


    So nen ich jedenfalls die Art auf Erlenkätzchen die sich mikroskopisch nur sehr gering von der Ciboria caucus unterscheidet die auf Pappel, Weide und Hasel vorkommen kann.


    Auf Hasel? Woher stammt denn die Info?


    Zitat


    7. Mollisia lividofusca
    Hier die häufigste Weichbecherchen -ARt . Mikrofotos hab ich bewusst weggelassen da ich die merkmale nicht gut abgebildet habe.


    Aber die ermittelten Werte und Infos dazu würden mich ja trotzdem interessieren. Wenigstens Sporengröße, Sporeninhalt, Substrat, Morschheit, wo am Holz und wie das Holz liegend/stehend.


    Auf Bild 1 ist noch eine kleine "Hyaloscypha" mit drauf. Gesehen?


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Die Frontbecherchen vor der Eriopezia sollten Bisporella subpallida sein.....
    http://asco-sonneberg.de/pages…13-ws-01xswssrjj37809.php
    .....und die Becherchen auf 10 und 11 sollten den Gattungsnamen Lasiobelonium (Weißspitz-Haarbecherchen) haben.
    http://asco-sonneberg.de/pages…0215-annam-01xsj37395.php
    Wachsen gern (versteckt) auf dickerem Holz, oft Pappel. Leider kann man die per Auge nicht auseinanderhalten, zumndest schaffe ich es nicht, aber so häufig haben die sich von mir auch bisher nicht finden lassen.


    Bei der 14 müsste man mal nachschauen, auf was die genau wachsen. Ob sich da vielleicht ein Erlen-/ Hasel-/ Weidenkätzchen in den Holzstückchen auf dem Stumpf verbirgt. Wäre nicht das erste Mal, dass man sich da täuschen lässt durch den Stumpf.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Also das letzte Bild der Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling) ist dir wirklich gut gelungen. Gefällt mir! Sollte man natürlich anklicken, weil die Originalgröße wieder besser aussieht.


    Um den eventuellen Hyphodiscus auf der Peniophora zu entdecken, müsste man das Ast-Bild natürlich mindestens in der gleichen Qualität haben wie vom Porling.
    Aber mach dir mal keine Gedanken, das sieht mir inzwischen sowieso alles recht trocken aus, da verkriechen sich die Eventualitäten sowieso ins Unsichtbare.
    Aber die Grundlage ist schon wirklich perfekt, genau so sehen die Peniophoras aus, wenn sie vom Becher besiedelt werden.
    Ok, schätze, die meisten Forianer sehen den Fruchtkörper gar nicht, man muss da schon genau hinschauen. Vielleicht noch ein Bild?
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=32471&position=14


    VG Ingo W

    Hallo Sven!


    Schön!
    Sieht so aus, als hätte ich den OCI mit "0" falsch eingeschätzt, wenn ich das bei deinen klareren Sporenbildern so anschaue.
    Vielleicht kannst du die Eriopeziza ja später so kurz vor dem Vergehen noch mal anschauen, ob die bei dir auch Sporen-Konidien bildet?


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    Beispielbilder habe ich nicht; kann aber gern welche morgen vom Großen Garten machen. Wollte morgen sowieso etwas spazieren gehen.


    Ja mach mal.
    Ich dachte halt, wenn das ein gutes Merkmal sein könnte, müsste man eben auch Bilder im Netz dazu finden.
    http://www.baumkunde.de/Carpinus_betulus/Borke/
    Ist ja nun keine seltene exotische Pflanze.
    http://www.garten-de.com/ei/de/00183-J1-gemeine-hainbuche/
    Das Gefundene stellt mich aber nicht so recht zufrieden.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Da hast du mich missverstanden, ich redete nur vo einen privaten Schlüssel für Mollisien an Holz.
    Das würde ich mir 1. nie zutrauen und 2. nie antun. Mit "DAS" ist gemeint, Herbarbelege auszuwerten.
    Da müssten die hinterlegten Belege gleich sequenzorisch geknackt werden, denn aus meiner Sicht ist da mit althergebrachten Mitteln (Mikro und Chemie) nichts gescheites, festnagelndes mehr herauszuholen.
    Den Mollisia-Beschreibungen dazu kann man oft nicht trauen bzw. sind aus heutiger Sicht unvollständig, falsch eingeschätzt und kaum zu gebrauchen. Hört sich irgendwie schon wieder "von oben herab" an, aber wer mal Mollisia-Beschreibungen gesehen hat, wirds verstehen. Die hören sich nicht selten kurz und knapp in der Art und Weise an: Apothezien 1-2mm, flach schüsselförmig, grau, Sp. 8-9 x 2, auf Holz.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Eine vollwuschelige Mollisia-Art ist z.B. Mollisia rosae an Rosa oder die damit engst-verwandte M. prunicola (Pflaume, Schlehe).
    http://asco-sonneberg.de/pages…ae-120806-01xsjj32791.php
    Die stehen gentechnisch untersucht im DNA-Bäumchen ziemlich abgetrennt von den anderen weg.
    M. ligni hat leider noch keinen Platz gekriegt, die hat noch keiner untersucht/eingeordnet/bewertet.


    Ich denke, auf eine Monografie dazu kannst du lange warten. Andreas hat keine Zeit und Zotto mag die eigentlich nicht sehr und hat mit seinen Orbilien zu tun.


    Selbst hatte ich mal überlegt, ob ich wenigstens für die lignicolen Mollisien einen Schlüssel so für mich selbst mache, nur mit den Arten, die ich auch selbst kenne und untersucht habe (vielen beschriebenen Mollisien traue ich i.d.R. kein Stück über den Weg! Verwirrlich, falsch, suspekt, vermengt, außer sehr gewissenhafte Mykologen waren am Werk wie der von mir hochverehrte Boudier um die vorletzte Jahrhundertwende).


    Vielleicht mache ich auch mal einen Mollisienschlüssel, wenigstens für lignicole. Holzbewohnende kenne ich inzwischen 23, wobei da allerdings ein Viertell "nom. prov.-Namen" und einige als Formenschwarm zusammengefasst sind. Momentan stehen die Zeichen gut, vielleicht sogar Unterstützung durch Sequenzierung zu bekommen, mal sehen, wie sich das entwickelt.
    Ich verspreche dir, dann wird auch die Vokabel "wuschelig" nicht unbeachtet gelassen.


    Gras-, Kräuter- und Blätter-Mollisien kommen dann ja auch noch ordentlich dazu. Da kennt sich aber wiederum Torsten Richter (Mecklenburg-Vorpommern) nicht schlecht aus, besonders bei den Süß- und Sauergras-Bewohnern.


    VG Ingo W


    P.S.:

    Zitat

    Und ie oben gezeigte Mollisia lividofusca wäre dann auch unwuschelig?


    Genau! Die machen einen vollkommen nackten Eindruck am Apo-Rand und auf der Außenseite. Das sind die, die meist nur sehr gewöhnliche "banale" End- und Marginalzellen haben.


    Zitat

    und das, was man nun eher Mollisia sp. nennen müsste, das ist unwuschelig?


    Unwuschelig schon, aber trotzdem mit etwas abstehenden fusseligen Zellen.
    Das ist natürlich immer nur an topfiten Apos zu sehen und mit Stereolupe und nur gut beurteilbar, wenn noch nicht aushyphend

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Ich bin regelmäßig baff, wie du da die makroskopischen Unterschiede erkennst.


    Also bei M. ligni ist das schon leicht, weil die eben halbwuschelig ist. Die Bilder sind vielleicht nicht scharf genug, dass du das gut sehen kannst.


    Mit meinem Arbeitsnamen M. benesuada habe ich jetzt erst mal "Zero Points" eingefahren, weil es eben doch nicht so einfach ist.


    Weil wir es kürzlich davon hatten, habe ich gleich mal noch ein Bild gemacht von der positiven Paraphysenreaktion:

    Tja, und die ist ordentlich positiv und langanhaltend, weil gelb ins Medium übergehend. Damit fällt M. benesuada raus.


    Leider nicht reif der Pilz, noch keine Asci gebildet in der Fruchtschicht und damit keine Sporen.
    Arbeitsname ist umgeändert, ich denke M. albogrisea ist das nächste was in Frage kommt (wobei die aber eigentlich heller, fast weiß, zumindest heller grau sein sollte!), M. fusca macht auch noch mit (hat aber meist einen ausgeprägteren Hyphenfilz).


    VG Ingo W

    Hallo!


    Aus transporttechnischen Gründen hatte ich den Kastanienast in 2 Stücken zersägt.


    Jetzt befindet sich doch auf dem 2. Stück neben weiteren Apos von Mollisia ligni ........

    tatsächlich noch eine 3. Mollisia:

    (M. benesuada sieht so aus)


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!


    "Böser Stock" deswegen, weil ich gar nicht mehr fortkomme oder gar nach Pilzen suchen muss. Nimmt man alles eher nebenbei mit.
    Und dass dann noch 2 andere Becher-Arten mit drauf sind, sah ich ja erst später zu Hause. Die blockieren meinen Drang, auch mal nach Rutstroemia bolaris zu suchen.


    Nr. 3 ist übrigens Hyaloscypha intacta (Winzighaariges Hyalinbecherchen), da lag ich richtig.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ok., komme ich da mit Hartmuts Bild durch wegen der gefragten labyrinthischen Poren (Bild 6+7)?
    http://www.pilzforum.eu/board/…-immer-zum-iv-hammer-hang


    Stiele kann ich nicht bieten, aber so eine ungefähre Form vielleicht (Bild 3):
    http://www.hlasek.com/inonotus_nodulosus.html


    Und die neongelben Filzreste?
    Ok., in der Mitte deines Fotos sieht es etwas gilblich aus, die anderen Fruchtkörper scheinen da aber nicht mitzumachen.


    Ansonsten pflichte ich dir hier bei:

    Zitat


    Das nervt mich eh, so ein Fund und keine belastbare Dokumentation dazu.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Auf meiner Stereolupe steht nicht mal ein Name. Scheint ein No-Name-Produkt zu sein. Dementsprechend sind so langsam die Plastezahnräder zur Höhenverstellung verschlissen und der Lichtschalter hat einen Wackel-Kontakt.


    Eine schöne große Arbeits-Plattform hat sie allerdings.


    Auf gut verstellbares Licht könnte man noch achten oder man kann sich dazu natürlich auch so eine Schwanenhals-Lampe dazu kaufen. Meist ist die vorhandene Lichtquelle nicht sehr flexibel bzw. recht einseitig.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ist aus meiner Sicht allerdings was ganz gewöhnliches bei an der Außenseite gelbbraun gefärbten Mollisien.
    Um so heller das Gelbbraun, desto deutlicher das Grün dann mit KOH.


    VG Ingo W