Beiträge von Ingo W

    Hallo Stefan!


    Ok., den Rotrandigen erkenne ich an Birke.
    Sei nicht böse, aber mir ist schon so viel mit dem Brustton der Überzeugung erzählt worden, was sich später als Irrtum herausgestellt hat, ich bleibe mir da mit der Skepsis treu.
    Ich sage ja gar nicht mehr, dass es nicht sein kann, bloß dann will ich das auch nachvollziehbar sehen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ok., Buche kann ich nachvollziehen.
    Die kleinen Dinger (Dank des Daumens linksseitig vom Bild gut einschätzbar) bezweifele ich als Phaeolus. Ich setze 5 Chips auf Inonotus (nodulosus), Schillerporling.
    Du bist von meiner Seite aus als Schiedsrichter anerkannt, auch wenn ich weiß, dass dir die Konstellation Mitspieler und gleichzeitig Schiedsrichter nicht wirklich gefällt.



    Hallo Stefan!


    Ok., an der Bestimmung Phaeolus komme ich nicht vorbei. Substrat sieht man leider nicht.
    Wusstest du, dass sich die Borke von Kiefer und Birke schon ziemlich ähneln. Besonders alte Birken sind dann sehr grobschollig an der Stammbasis, Kiefern sowieso.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    KOH 5% würde ich sagen. 3% müssten aber auch schon gehen.
    Ein bisschen verdünnt sich das ja auch noch, wenn man es zum Wasser-Präparat gibt, insofern sollten auch 10% kein Problem sein.
    Die gelbe Farbreaktion der Paraphysen-Vakuolen mancher Mollisia-Arten ist übrigens am besten bei geringer Vergrößerung zu sehen, also 100 oder 400fach.
    Ein guter Kandidat ist die jetzt im Frühjahr erscheinende Mollisia fusca, die dadurch auffällt, dass sie auf einem sehr auffälligen ausgedehnten dunklen Filzteppich wächst.
    Hier habe ich die KOH-Reaktion mal bei M. alcalireagens versucht festzuhalten:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=32531&position=5


    VG Ingo W

    Hallo!


    Der Fund ist von einem locker in einem kleinen Asthaufen liegendem, unberindetem, 2,5 cm starkem Kastanienast (Aesculus).



    Mikros dazu:



    VG Ingo W

    Hallo!


    Mein 2. Becherchen passt zur anfänglichen Grobeinschätzung, also Mollisia ligni (Holz-Weichbecherchen) stimmt.
    Gibt auch nicht viel solche halbwuscheligen Mollisien auf nacktem Holz.


    Die Bestimmung ist in mikroskopischer Hinsicht mal relativ leicht handhabbar (Porus IKI-negativ, Sporen mit entsprechendem Inhalt und halblange Haare). Ausnahmsweise ist mir bisher nichts ähnliches begegnet. Die Mikro-Bilder dazu stelle ich aber ins Portrait.
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-mollisia-ligni



    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Wenn es einige hier bestätigen, dass der auch an Laubholz wächst, muss ich wohl klein beigeben.
    Warum finde ich sowas nicht?


    Ich hätte den schon auch gern nachgecheckt, aber das macht wenig Sinn, solange ich keine Ahnung von Holz-Mikroskopie habe.
    Falls da überhaupt Holz vorhanden ist.
    Am besten, du machst dieses Jahr mal eindeutige Bilder von der Art auf dem laubholzigen Substrat, das würde mir schon gefallen und vielleicht meiner ewigen Skepsis gegen "Selbstnichtgesehenes" einen Dämpfer geben.


    Hallo Stefan!

    Zitat


    Macht es Sinn Baumporlingsexsiccate überhaupt zu mikroskopieren? Die dürften meines Wissens keine Sporen mehr haben...


    Naja, das Mikroskopieren von Exsikkaten ist ja bei vielen Pilzgattungen Gang und Gebe.
    Da verschwinden sicherlich nicht alle Sporen, so das noch genug übrig bleibt zum Bestimmen.


    Mach mal einen Link zum Phaeolus-Birkenfund!


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

    Zitat


    Peniophora cinerea ist ja schon einmal eine Richtung....


    Ja, das ist aber der alte, rissige Belag.
    Ich sage mal direkt, was ich denke zur frischen Kruste: ich denke, das ist Stereum (Schichtpilz), meiner Meinung nach am ehesten Stereum rugosum (Runzeliger Schichtpilz), hätte also rot anlaufen sollen an Verletzungsstellen.
    Obwohl, wenn er Poren hat, bin ich natürlich schnellstens bei Bjerkandera.
    Naja, hat wohl doch keinen tieferen Sinn sich Gedanken zu machen bei der dürftigen Informationslage.


    VG Ingo W

    Hallo Markus!

    Zitat


    Ich freue mich darauf, dass der Frost langsam verschwindet, und damit auch ein Stück weit hoffentlich Frust und so weiter....


    Das mit dem Frust wegen zu wenig Pilze habe ich dieses Jahr wohl wieder verpasst.
    Ich bekomme den eher, wenn ich sehe, dass viel Unbekanntes/Ungeklärtes ununtersucht vergammelt.
    Aber egal, ob Frust oder Frost, brauche ich beides nicht wirklich, zumindest nicht persönlich.


    Meine 1. Mollisia kann ich übrigens nicht M. cinerea nennen. Da muss ich mir Null Punkte geben.
    Die Kollektion läuft unter denen, die ich Mollisia lividofusca (Subhymenium "minus") nenne, also mit hyalinem, nicht braunem Subhymenium.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    .....und offenbar sind diese BEcherchen doch viel leichter zu bestimmen.


    Schaun mer mal. Schätze mein erster Arbeitsname mit M. cinerea macht schon Probleme, scheint nicht ganz genau zu treffen, obwohl das makroskopisch wirklich sehr gut passen würde.


    VG Ingo W

    Hallo Gabor!


    Naja, Spinnweben waren ja die anderen. Wie gesagt, ich glaube da vorerst nicht an einen Zusammenhang mit Arachnopeziza oder Parachnopeziza.
    Woll(haar)becherchen habe ich persönlich schon an eine andere Gattung vergeben, so steht das bei mir schon bei Psilachnum.


    Den erwähnten bläulichen Schimmer hätte ich auch ganz gerne gesehen, weil es eben zum Epithet gepasst hätte und sich die Namensgeber ja sicherlich auch was gedacht haben.
    Aber selbst mit Zudrücken aller Hühneraugen, da war nichts Blaues und auf Bildern sehe ich auch keinen blauen Schimmer.
    Das einzige Beispiel, das ich für was blaues bei der Art fand, ist ein Portrait von Klaas in pilzepilze-Forum, da scheinen aber die Haare eher blau. Ich halte das für einen eher ungünstigen Weißabgleich.
    Aber sieh selbst:
    https://www.google.de/search?q…cQ_AUoAQ&biw=1540&bih=787


    Mir gefällt eigentlich der Verweis auf die wirr durch die Gegend sprießenden Haare im deutschen Namen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich schwör ´s, ich habe nur mal schnell ein liegendes Kastanienstöckchen aus einem Reisighaufen mitgenommen, weil an dessen Ast diese Mollisia dran war.

    Arbeitsname Mollisia cinerea (Aschgraues Weichbecherchen)
    Untersucht ergab sich, dass das die Mollisien sind, die ich bisher mit "Mollisia lividofusca (Subhym = hyalin)" bezeichne


    Unter der Stereolupe sah ich dann die Vergesellschaftung mit diesem Becherchen:

    So halbwuschelig sieht Mollisia ligni (Holz-Weichbecherchen) aus.
    Untersucht, hat sich bestätigt.


    Man sieht es schon im obigen Bild, dass da auch ein kleines hyalines Becherchen anwesend ist:

    Sicherlich Parorbiliopsis minuta oder Hyaloscypha intacta.
    Untersucht, hat sich als Hyaloscypha intacta bestätigt.


    Da brauche ich wohl meine 3 anderen Stöckchen vom Donnerstag gar nicht mehr anschauen, aber einen habe ich trotzdem fotografiert. Zur farblichen Auflockerung sozusagen:

    Sollte Orbilia eucalypti (coccinella) sein.


    Bei allen würde ich meinen, dass die frisch gewachsen sind. Geht also auch an den Stöckchen mit großen Schritten Richtung Frühling.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    .....fange ich erstmal mit dem "Pferd" an. Ich hielt es für "tot".


    Oh, hat sich wohl nicht mehr bewegt?
    Deine Mikros können sich aber jetzt sehen lassen. Nun erkennt man auch was.


    Zitat

    Messfehler, Stefan?


    Vielleicht schmeckt er ja süß. Oder darf sacchariferus nicht "auf das Pferd"?
    Formmäßig kann der ja schon auch so aussehen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=24541&position=2


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Schön-schön!
    Ist also der beste Beweis für bitunikate Asci das Beobachten des Verhaltens der Asci bei Reife?
    Oder lässt sich das jetzt auch an der dicken Ascuswand an sich vermuten/nachweisen?
    Oder sieht man vielleicht durch Färbemittel die Doppelwände?


    Hat bei der "Teleskop-Variante" der äußere Mantel eine Sollbruchstelle, platzt also bei den meisten Asci immer an der gleichen Stelle auf?


    VG Ingo W

    Hallo Klaus!


    Nun mal langsam!
    Wenn du mit einer Lupe am Rand der Fruchtkörper, wo es etwas orangebraun filzig ist, kleine braune Stacheln (Seten/Setae) entdeckst, dann kommen wir ins Geschäft.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf, hallo Gerd!


    Ich glaube, ihr schaukelt euch gerade gegenseitig richtig unnütz hoch.
    Find ich doof, weil das wieder damit endet, dass irgendjemand meint, er könnte hier nicht mehr schreiben und damit das Forum verlässt.


    Was ist eigentlich das Problem?
    Ich sag ´s: es ist wie so oft bei Meinungsverschiedenheiten, das ungünstige Wählen der richtigen Worte, wenn man ein Problem hat.
    Es ist nie dienlich zusätzlich zum Thema noch eins draufzusetzen, aber der perfekte Diplomat bin ich sicherlich auch nicht.


    Ignorierliste kommt mir zwar nicht altersentsprechend vor, aber wenn ´s hilft......
    Übrigens lese ich von euch beiden die Beiträge gerne.


    VG Ingo W

    Hallo Klaus!


    Phellinus (Feuerschwamm) wird die richtige Spur sein.
    Da gibt es einige, die keine Hüte bilden und nur resupinat sind, der häufigste ist wohl Phellinus ferruginosus (Rostbrauner Feuerschwamm).


    VG Ingo W

    Hallo Ralf, hallo Nobi!

    Zitat


    vielleicht habe ich mich blöd ausgedrückt. Die Asci der Sporormiella sind bitunicat. Die beiden Ascushälften sind ineinandergeschoben. Bei Reife wächst der Druck im Ascus und die obere Hülle schiebt sich nach oben weg. Der Ascus ist dann "geteilt".


    Ich bin ja eher mit suboptimaler Mikroskopier-Optik unterwegs und wenn ich dann immer höre, dass der Ascus bitunikat sei, so möchte ich das auch nachvollziehen können.
    Kann man denn das sehen, dass der Ascus bitunikat ist bei der Sporomiella? Zeigt der Pfeil auf nachvollziehbare bitunikate Zellwände?


    Hat vielleicht mal jemand eindeutigere Fotos, wie ich dieses Bitunikate erkennen kann?
    Sollten nicht beinahe alle Asci der Copro-Pyrenos bitunikat sein? Ich seh da nix!


    Ich hatte mal so eine Tubeufia, bei der ich zwecks Schlüssel auch sicher feststellen sollte, ob die bitunikate Asci hat oder nicht.
    Musste dann aufgegeben und wirkliche Mikrobild-Beispiele dafür habe ich auch nicht gefunden. Jeder redet davon, keiner zeigt es.


    Ich habe da ja normalerweise gar nichts mit denen zu tun, ihr aber schon. Also zeigt mal, wie das aussieht!


    VG Ingo W

    Hallo Gerd!


    Holger hat doch den Fehler schon eingesehen, siehe Smily!

    Zitat


    ...... nicht genau angeschaut ;(


    Nachtreten ist undiplomatisch!
    Manchmal muss man auch locker bleiben können, selbst wenn ich dich schon irgendwo verstehe.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Bei 2 bin ich sehr unsicher, ohne die Oberseite erkennen zu können. Kann schon auch sein, daß Ingo da recht hat. Kann aber natürlich auch ein FomFom sein.


    Vollkommen richtig.
    Zumal es sein könnte, dass die überbelichtet sind und gar nicht wirklich weiß obendauf. Die Hintergrund-Fruchtkörper würden dir dann recht geben.


    Man weiß es nicht so aus der Ferne.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Das will ich doch gar nicht in Abrede stellen.


    Das war eigentlich gar nicht in deine Richtung gerichtet.
    Es ist mir lediglich total unverständlich, dass die Beschreiber des Stereum insignitum/ostrea (Prächtiger Schichtpilz) beinahe wie absichtlich gerade dieses Kriterium der Verfärbung oder Nichtverfärbung ignorieren.
    Auch den Rest deiner Erklärung hatte ich ausnahmsweise ohne gesonderten Kommentar verstanden.


    Zitat


    Zeitfaktor...


    Eigentlich ist fast alles Pilzige eine Baustelle. Von 10 untersuchten Pilzen sind bei mir 9, bei denen unbedingt noch Fragen geklärt werden müssen.
    Warum soll das bei dir anders sein.
    Wenn nur nicht alles so zeitintensiv wäre.


    VG Ingo W