Beiträge von Ingo W

    Hallo Rainer!


    Das ist eine gute Frage.
    Die Stufenbildung der Fruchtkörper würde ja gut passen, aber die Borke des Baumes erinnert mich jetzt nicht wirklich an was Prunus-artiges.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Normalerweise sollte stimmen, was Michael sagt. Also ich sage gattungsmäßig eher Cyathicula cyathoidea (Pokalförmiges Krönchenbecherchen), aber das soll jetzt nicht weiter stören.
    Cyathicula cyathoidea ist eine recht geläufige Art und fehlt normalerweise bei ausreichendem Feuchtigkeitshaushalt in keinem Brennnesselbestand.
    http://asco-sonneberg.de/pages…idea-110801-01xs22331.php


    Der von dir zitierte Autor, welcher schrieb, dass der Becherchenstiel bei der Art länger sei als die Becherscheibe, hätte die Worte oft und meist mit verwenden sollen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=22331&position=14


    Die Art ist farblich recht flexibel: neben weißlich bis "mitteleuropäisch-hautfarben" sind schon mal angetrocknete Becherchen außen auch braunfaserig.
    Manchmal findet man mitten unter anderen "Normalen" plötzlich gelbstielige (siehe Bild 4), die Ursache ist unklar.
    Nicht selten kann man per Auge die relativ kurzen abstehenden Haare als fusseligen Rand sehen. Ich hatte in einem Anfall mal eine Collage gemacht, wie die Art in ihrer Variation alles aussehen kann:
    http://asco-sonneberg.de/pages…a-100724-01xs-col9221.php


    So, und jetzt wird es schwieriger:
    Meines Erachtens nach ist die echte Cyathicula cyathoidea an Brennnessel zu finden, allerdings gibt es diese Art durchaus auch an vielen anderen Krautstängeln.
    Das Problem dabei ist, dass diese sich teilweise von den Brennnessel-Populationen unterscheiden, und zwar in den mikroskopischen Merkmalen wie z.B. dem Ölgehalt in den Sporen oder geringfügig in den Sporenausmaßen.
    Häufig findet man den zur Zeit auch an dicken vorjährigen, feuchtliegenden Süßgras-Halmen (z.B. Phalaris), allerdings denke ich, dass es sich nicht um die gleiche Art handelt.
    Wahrscheinlich gibt es allerhand ähnliche Krönchenbecherchen, hier z.B. mal eine braunstielige völlig ohne Öl in den Sporen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…ci0-130605-01xsj37176.php


    Dem Rätsel kommt man sicherlich per Sequenzierung näher.
    Trotzdem würde mich interessieren, welcher Autor das schrieb?

    Zitat


    Außerdem soll Crocicreas cyathoideum hauptsächlich auf Gräsern vorkommen.....


    VG Ingo W

    Hallo Christian!

    Zitat


    Die 2 wurde mikroskopiert und als P. varia bestimmt. Hatte mich oben verschrieben.


    Prima! Der Komplex passt wesentlich besser.


    VG Ingo W


    Edit: Sehr schöne Bilder übrigens und klasse website!

    Hallo Christian!

    Zitat


    4. Ein unbekannter Becherling- Napfbecherling ?


    Denke schon.
    Ich hatte vor Urzeiten auch mal so velumbehangene Tarzettas gefunden; da gibt es eine Tarzetta velata, aber ich bezweifele ja beinahe, dass die Artberechtigung hat.

    Allerdings hatte ich zur Fundzeit keine mikroskopischen Mittel bemüht.
    Die 2 geläufigen Tarzetta-Arten (cupularis & catinus) auseinanderzuhalten, fällt mir immer noch schwer. Naja, ehrlich gesagt, sind die mir auch viel zu groß.
    Viel zu groß sind mir auch Pezizen, aber trotzdem bezweifele ich deine Bestimmung P. badia ein wenig: an dem Standort mit der unglatten Außenseite, da gibt es bestimmt bessere Möglichkeiten der Namensgebung.


    VG Ingo W

    Hallo!



    Ich möchte dazu noch erwähnen, dass mitunter am Stiel weit herablaufende Lamellen als Kennzeichen des Rillstieligen Seitlings gesehen werden. Deshalb werden im Netz ganz schnell auch völlig normale Pleurotus ostreatus (Austernseitling) als Rillstielige "verkauft".


    Hier mal ein Bild von jungen Austernseitlingen:


    Da sind weit herablaufende Lamellen nichts außergewöhnliches!


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    OB allerdings Dasyscyphus virgineus das einzigste Haarbecherchen ist, das auf Buchenfruchtschalen wächst, weiß ich leider nicht.


    Es ist nicht das einzige Haarbecherchen auf Buchencupulen, aber wenn weiß und langhaarig und frisch mit am Stiel fast rechtwinklig abstehenden Haaren, dann gebe ich 98% auf Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen).
    Auf Buchencupulen wachsen z.B. noch braune Haarbecherchen ( Brunnipila fuscescens) und gelbscheibige mit weißen Haaren (Capitotricha fagiseda). Gelesen (selbst nicht gefunden) habe ich von anderen weißen Lachnum-Arten, dürfte aber ein seltener Fundumstand sein.


    Buchencupulen werden natürlich nicht nur von "Haarigen" besiedelt, auch mehrere Arten Hymenoscyphus (Stielbecherchen) und Mollisien (Weichbecherchen) können darauf gefunden werden.


    Das Lachnum virgineum ist aber das allerhäufigste auf Buchencupulen und sollte bei ausreichender Feuchtigkeit eigentlich immer zu jetziger Zeit unter Buchen in der Laubschicht gefunden werden können. Von jedem, der danach schaut, und überall.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Die Birkenborke kenne ich so nicht, ich habe da schon noch Zweifel.
    Dazu wird hoffentlich noch ein gutes Argument kommen, von Ingo oder Ralf


    Naja, mein Argument wäre, schaue einfach alte Birken an der Stammbasis an.
    Ehrlich gesagt, habe ich sogar im Ausgangsbeitrag an Birke als Substrat gedacht, habe mich dann aber letztendlich doch nicht getraut, das zu schreiben.


    Ist aber schon so wie abeja schreibt. Manchmal muss man die weißen Borkenstückchen suchen. Besonders, wenn man nur einen Stumpf einer alten Birke vor sich hat, kann es sein, dass man gar nichts Weißes mehr entdeckt.


    VG Ingo W

    Hallo Hans!


    Natürlich sollte man schon auch deinen wahrgenommenen Geruch mit einbeziehen, wenn man im Vorfeld einen Arbeitsnamen aussucht.
    Ein recht früher und geläufiger Helmling mit Chlorgeruch ist Mycena leptocephala (Grauer Nitrathelmling) Mycena stipata (Viersporiger Nitrathelmling) --> ja, genau den meine ich ja auch, ist mir jetzt erst eingefallen, als ich Matthias ´ Text durchlas
    Im Mikro suchst du dann erstmal, ob deiner nicht vielleicht 2-sporig ist, damit Mycena silvae-nigrae (Zweisporiger Nitrathelmling) wegfällt.
    Naja, und was du sonst noch so mikroskopisch beurteilen musst, siehst du doch dann in den Schlüsseln, hier z.B. ganz unten Mycena-Key anklicken:
    http://home.online.no/~araronse/Mycenakey/stipata.htm


    VG Ingo W

    Hallo Hans!


    Zitat


    .......arvenrensis ausklamüstern, wäre schön. Irgendwas mit Feld und Frühling.


    Interessante Frage mit "arvernensis", zumal es ja mit arvensis/ arvum (= Feld, Acker) nichts zu tun haben sollte.
    Die Arverner waren indessen ein keltisches Volk (las ich gerade), wird also wohl auch eher nicht der Ursprung sein.
    Also, ich habe keine Ahnung.


    Übrigens mag ich mich noch nicht so recht mit deiner Bestimmung anfreunden. Du schreibst zwar "jetzt passt alles", aber was hat ein Buchenwaldbecherling bei dir auf einer Wiese (wohl mit Mulchstückchen) zu suchen?
    Naja, und die feinen Warzen der Sporen scheinen mir da irgendwie mehr reininterpretiert als gesichtet zu sein. Ich sehe auf jeden Fall auf dem Bild noch keine.


    Bei Sporen 16 x 8 war noch keins da, bei 17 x 10 ein feinbewarztes, vielleicht legt der Becher ja nochmal zu und hat dann bei 19 x 10,5 ein grobwarziges?
    Ich hätte zumindest nicht alle Becher getrocknet, sondern hätte versucht, einen noch reifer werden zu lassen.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Habe die 2 Blauen übrigens, genau wie du, auch gleich verglichen.
    Naja, hätte mich auch gewundert, wenn Jule nicht wieder recht gehabt hätte.
    Immer wieder meinen größten Respekt!!


    Naja, und zu Ulis Bildern wie auch zu vielen anderen bebilderten Beiträgen fehlen mir in letzter Zeit einfach die Worte.
    Da staune ich mehr als irgendwas dazu zu schreiben. ..............................
    Meine Berater-Gnolme meinten dazu: "Das haben die jetzt davon.....was machen die auch immer so geniale Bilder!"
    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ähm ja, genau das Ding meine ich.
    Nachdem letztens im Österreich-Forum auch Gerd schon 2 von mir gewählte wissenschaftliche Namen wenigen Unzeitmäßigkeit bemängelt hatte, wird wohl doch der heimgekehrte Nomenklatur-Gnolm ganze Arbeit leisten.
    Naja, im Prinzip prüft er, wer von euch wachsam ist.......



    Was ist das bloß für ein ständiges Getuschel hier und warum kichert das in der Ecke plötzlich so.......


    VG Ingo W

    Hallo rossi80!


    Die braunen Bereiche der Hüte auf den letzten Scheidlingsbildern könnten das Sporenpulver sein (wohl im feuchteren Zustand, vergleiche aber rosabraune Farbe am Blatt rechts = Sporenpulver trocken(?)).
    Die Peziza wird so ohne weiteres mit bloßem Auge wohl nicht bestimmbar sein.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Da sind aber jetzt viele Forianer erstaunt wegen er frühen Erscheinungszeit der Lepista nuda (Violetter Rötelritterling).
    Man kann da jetzt auch nicht sagen: "Die sind schon da" und darauf hoffen, dass man sie im Juni immernoch findet. Das ist eher ein kurzes Intermezzo, weil es manche Pilzarten gibt, die sich wohl stark an Feuchtigkeitsversorgung und an die Temperatur orientieren; und beides kann ja bekanntlich im Frühjahr schon recht ähnlich sein wie im Herbst.
    Umgekehrt gibt es das (glaube ich) beim Maipilz auch, der dann im Herbst nochmal in kleiner Anzahl erscheinen kann.


    Beim hellen Großbecherling (Peziza) würde ich einfach auch mal Peziza granulosa (Blasiger Becherling) mit in Betracht ziehen, der gerne nicht nur auf Stroh, sondern auch auf Holzhäcksel wächst.


    Der "Holzschwärzer" beim Blutmilchpilz sollte wohl eine Mollisia-Art (Weichbecherchen) sein.
    Schaut man das originale "Klick-Foto" an, ist die auch besser zu sehen.
    Wäre insofern interessant, weil die Mollisia nach Anordnung des Blutmilchpilzes offen gewachsen sein müsste und nicht etwa auf der Unterseite am Ast in der Streu, also sicherlich nicht im Verborgenen.
    Sollte mich doch wundern, wenn die Florian übersehen hat.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Oje....oje! Jetzt kann man sich nicht mal mehr darauf verlassen, dass Hellsporer helle Sporen haben.
    Was muss ich da in schlauen Büchern über den Gurkenschnitzling lesen? Spp. = rostocker bis orangebraun?
    Macht denn hier jeder, was er will??


    Tja, jetzt nehme ich natürlich keine Wetten mehr an, da müsst ihr schon früher aufstehen......


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Hallo zusammen,
    das Sporenpulver ist hell-orangebraun.


    Zitat


    Ich werfe 5 chips in den Jackpot für einen Gurkenschnitzling


    Ähm....ist jmdm. aufgefallen, dass sich das ausschließt?
    Also mir machen ja eigentlich nur hart umkämpft-gewonnene Chipse Spaß, aber wenn sie denn bei jemandem irgendwie so überflüssig sind, dass man bei orangebraunem Sporenpulver auf einen Hellsporer setzt, nehme ich die Chipse natürlich.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    In welcher Sektion würdest du den so ungefähr suchen?


    Ähmmm......, lass mich nachdenken........
    ....................................................
    ....Vielleicht....... oder doch eher...........mmmh, oder was wäre..........also sozusagen..........
    .......
    hüstel............
    ....in der Sektion am besten .........mit so rötlichem Sporenpulver, das auch mal ins Braune geht.........wie hieß die Sektion doch gleich?


    VG Ingo W


    Also normalerweise hätte ich als nächstes was aus der Ecke Wurzelrübling, so Xerula melanotricha ins Spiel gebracht, aber wenn doch das Sporenpulver so aussieht wie es aussieht. Und der Geruch.....
    Edit @ Pablo: Wettchen gefällig?

    Hallo!


    Wirklich interessant!
    Also, wenn ich selber an diesem nicht gammelnden Pilzfruchtkörper frisch Gurke, älter Fisch(tran) riechen würde, dann würde ich auch auf Macrocystidia cucumis (Gurkenschnitzling) setzen.
    Aber die Frage, warum der Hut-Rand hier dunkler ist und nicht heller als der Rest der Hutfarbe, die finde ich schon berechtigt. Nicht ein einziges plausibles Bild dazu habe ich im www. finden können.


    VG Ingo W

    Hallo Christian!


    Habe ich wohl nicht richtig verstanden, denn ich wunderte mich, warum man nicht einfach andere belaubte Äste anschaut, wenn die Baum-Krone fehlt. Die ist ohnehin kaum erreichbar weit oben.
    Nach deiner Antwort erscheint es mir aber nun so, als sei der ganze Baum am Stamm, wohl sogar schon weit unten abgebrochen. Wahrscheinlich gibt es also gar keine austreibenden Altäste mehr.


    VG Ingo W

    Hallo Christian!


    Vielen Dank, dass du drangeblieben bist.
    Was bedeutet denn das mit den schlafenden Knospen?

    Zitat


    ....an einer anderen Stelle übernahmen aber schlafende Knospen das Blattwachstum.


    VG Ingo W

    Hallo Steffen!


    Aha!! Danke.
    Wie ist das bei den Schleimpilzen überhaupt mit dem Substrat? Kann das auch spezifisch sein, so das z.B. eine Art nur auf Tannenholz vorkommt oder so ähnlich?


    VG Ingo W

    Hallo Ulla!



    Danke für die Antwort.
    Habe gerade festgestellt, dass das junge helle Pärchen im Alter nicht rot wird.
    Ich Pappnase habe voreilig Schlüsse gezogen. Sind also 2 verschiedene Arten, wobei mir die rosane letztens abgebrochen und ins Dosen-Nirvana abgestürzt ist.
    Die helle sieht jetzt so aus:



    VG Ingo W