Beiträge von Ingo W

    Hallo abeja!
    Zur 43:

    Zitat


    Vor allem aber sehr intensive orange Kanten an der Zuwachszone (im Gegensatz zu weißlich-gelb bei Hymenochaete rubiginosa). Okay?


    Aus meiner Sicht nicht ok. Wer schreibt denn sowas mit den Farben? Ich sehe das auf jeden Fall genau anders rum, wenn man sich denn überhaupt darauf verlassen will.
    Fakt ist, dass deiner Hymenochaete rubiginosa (Rotbraune Borstescheibe) ist.
    Die Tabakbraune wächst i.d.R. nicht an dickem Holz und hat auch nicht diese dunkle Hutoberseite.


    VG Ingo W

    Hallo Nando!

    Zitat


    9. Geweihförmiger schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa)


    Da will mich also jmd. mit Nichtbeachtung bzw. mit dem Nichterwähnen der Becherchen ärgern?


    Die 12 sollte Mycena sanguinolenta (Purpurschneidiger Blut-Helmling) sein, Nr. 2 und Nr. 7 (mit Sommer-Steinpilz und Perlpilz benannt) mag ich dir nicht glauben.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Immer auch die Melodie oder den Takt im Gedicht beachten:


    Ein Schlapp-, Pilz- oder Krempenhut
    tut in der Regel immer gut.
    Bei Sonnenschein und Regen
    wirkt sowas wunderbar verwegen.


    frei nach Pablos Hutgedicht.



    VG Ingo W

    Mollisia coerulans Quel. 1881
    Schimmerndes Weichbecherchen


    Wächst momentan reichlich an toten Stängeln von Goldrute (Solidago). Am liebsten in alten Beständen, in denen der Boden auch von anderen Pflanzen überwachsen ist, damit es dort feucht bleibt.
    Ich denke, dass die Weichbecherchen-Art an 2 Jahre alten Stängeln besser Fuß fasst als auf vorjährigen. In den Beständen sind das dann die dunkleren aufspleißenden unter den eher hellen vorjährigen.




    Mikro:



    Gekannt habe ich bisher nur Eupatorium (Wasserdost) als Substrat (hatte mir Andreas G. mal gezeigt) und gerade stellte ich fest, dass ich den auch mal geschickt bekommen habe von Johanniskraut (Hypericum).


    VG Ingo W

    Hallo Melanie!


    Für mich gehörst du ja zu den Grundpfeilern des Forums mit deinem Engagement für Pilze.
    Deshalb freue ich mich, dir mitteilen zu dürfen, dass Hexenschwestern natürlich prinzipiell nicht älter werden. Ist schon klar, ich muss dir das nicht sagen, ist gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit und jeder sieht das auch.
    Was kann man einer "Hexenschwester" wünschen?
    Ich wünsche dir also einen gut funktionierenden Besen und etwas Zeit ihn benutzen zu können. Von oben sieht doch einfach manches trotzdem ganz anders, vielleicht sogar besser aus.


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Also ich hätte da ja noch als Geruchs-Vorschlag die Bittermandel zu bieten, oder Nelkenschwindling, wenn du den gut kennst.
    Mehlgeruch kann ich nach Bild jetzt nicht so wirklich assoziieren.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Ich denke, Stefans Vorschlag Ganoderma applanatum/ lipsiense (Flacher Lachkporling) trifft ins Schwarze.


    Kannst ja mal schreiben, warum.....

    Zitat

    Bisher habe ich nicht rausbekommen, was es sein könnte.


    .... es mit der Bestimmung nicht geklappt hat oder was dir an den Beschreibungen in den Pilzbüchern nicht gefallen hat.


    VG Ingo W


    Edit: ich habe mal etwas von der zu reichlichen Gelb-Rot-Farbe rausgenommen:

    Hallo Stefan!


    Ich würde Michael erst mal fragen, nach was er geschlüsselt hat, damit es da nicht zu Missverständnissen kommt.
    Das sollte doch ein lösbares Problem sein und kein Mysterium.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    So ungefähr bin ich bislang an die Sache rangegangen: "Such nach Strukturen, die wie Schnallen aussehen".


    Ist ja im Prinzip nicht verkehrt. Macht aber nix, wenn man genauer weiß, wie ein Haken aussehen muss.
    Das gute ist nämlich, das Prinzip ist immer wieder das gleiche bei allen Bechern.


    Manchmal wird von Pilzarten berichtet, die sowohl hakenlose wie auch hakentragende Ascusbasen haben sollen. Ist mir so eigentlich noch nicht wirklich begegnet. Allerdings sieht man eben nicht jeden Haken gleich gut, das wäre dann meine Theorie dazu, siehe wieder Link von oben, diesmal blauer Pfeil.


    Über Basalprotuberanzen (basale Ascus-Auswüchse) und Täuscher-Hakenfüße reden wir dann, wenn es soweit ist.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Deine Hakensuche war erfolgreich.


    Grüner Kasten unten rechts ist jetzt von meiner Seite nicht aufzuklären, aber das ist kein Hakenbeweis (da müsste ich selbst mal etwas hin und herfokussieren, was da los ist). Bei so großen Asci mit schon Sporen drin, wandert auf jeden Fall nichts mehr zurück in die Basiszelle, denn die Hakenbildung ist längst abgeschlossen, ganz genau wie es im roten Kasten links unten zu sehen ist.


    Also ich linke nochmal zur Haken-Problematik auf meine Seite:
    http://asco-sonneberg.de/pages…?group_id=3941&position=7
    Dort sind ja nicht nur Haken in der Entstehung zu sehen (grüne Pfeile), sondern fertige Haken (rote Pfeile).
    Genau die brauchen wir, und die haben wir jetzt, besonders links oben wie unten gut zu sehen: 2 Anschlussstellen an der Ascus-basis, beide besetzt in der typischen bogigen Form.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    .....dass es mir sehr schwer fällt bei den ganzen Ascomycetengattungen da überhaupt mitzuhalten.


    Naja, da bist du besser dran als ich. Dir fällt es nur schwer mitzuhalten, ich habe den Versuch längst aufgegeben. Muss anno 1237 gewesen sein, als ich den Löffel schmiss.


    Zitat


    Mal angenommen; ich finde einen Becher mit ca. 1mm Größe. Wo kann ich nachschlagen zu welcher Gattung der gehört?


    Sei da mal unbesorgt. So wie ich dich kenne, findest du keinen Becher von 1mm Größe.
    Falls doch, versuchst du ihn schön abzubilden und fragst hier im Forum nach. Ich denke, schneller wird ´s kaum gehen.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    .....was es doch alles für "komische" Ascomyceten gibt.


    Also ich zeige ja keine komischen Ascos in den Portraits. Das sind bestimmt die anderen.
    Meine Becherchen sehen immer (ich betone: IMMER) wunderschön und kein bisschen komisch aus.


    Allerdings kommt es doch tatsächlich hin und wieder vor, dass hier im Forum (ja doch: hier im Forum!!) völlig abartige Riesenpilze (also die sind manchmal locker über einen GANZEN Zentimeter breit, in verschärften Fällen sogar MEHRERE Zentimeter). Oft haben die dann so eine Art Stiel und Hut, und unter dem Hut sind dann viele Löcher oder Streifen. Die sind wirklich komisch anzusehen, da würde ich dir zustimmen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Naja, du kennst mich ja, bin ein bisschen penibel in diesen Sachen.
    Auch das letzte Bild beweist nichts, außer, dass da irgendwas dunkles an der Ascusbasis rumschwimmt. Passt auch von der Anordnung nicht, so sieht kein abgerissener Haken aus, denn der wäre weiter unten an der Basis an einer der "Anschlussstellen".


    Zitat


    Weil bei vielen Basidiomyceten geht er von der Basiszelle aus (jedenfalls nehme ich das so wahr).


    Das Prinzip der Kernzurückwanderung in die Ausgangszelle sollte bei Basidios das gleiche sein.
    Warum das bei Ascomyceten allerdings nur die Asci betrifft und nicht alle Zellen, da müsste ein versierter Versteher drauf antworten.


    Bei H. pseudoalbidus findest du schöne Haken schneller, wenn du junge Ascos untersuchst.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Das Portrait ist eigentlich so überflüssig, wie das mit gleichem wissenschaftlichen Namen, bei dem das Haarbecherchen an Himbeere wächst.


    So richtig wird man da keinen zufriedenstellenden Namen für die Becherchen finden. Dennoch wette ich mit euch, dass die jeder leicht finden kann, der in den Beständen danach schaut, besonders jetzt, wo es schön nass dort ist.


    Also ich nenne den mal Lachnum cf. clavigerum an Epilobium, soll so viel heißen wie
    Weidenröschen-Weißhaarbecherchen.


    Ist allerdings recht ungenau, denn mit dem hier vorgestellten Weißhaarbecherchen sind noch 2 weitere Weißhaarbecherchen, teilweise schön vermischt, ebenfalls an diesem Substrat gewachsen. Also müsste diese Art spezifischer als Weidenröschen-Kristalldrusen-Weißhaarbecherchen eingegrenzt werden, zumindest für die, die einen deutschen Namen brauchen.


    So, ich höre mal auf zu schwafeln und zeige euch einfach den Pilz:


    Wer es weiß, kann hier auch schon makroskopisch die glitzernden Kristalle erahnen:


    Mikro:



    Hier mal die Originalbeschreibung:


    Und hier meine Schlussfolgerungen:

    Kann sich alles ändern, wenn ich mal schlauer bin, aber das kann dauern.


    Hier noch der Link zur Himbeer-clavigerum. Gibt ´s auch keinen anständigen Namen dafür:
    http://www.pilzforum.eu/board/…mbeer-weisshaarbecherchen


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!



    Ich wollte schon mal ein Preisgeld aussetzen für den, der mir in Deutschland oder östlich davon noch Hymenoscyphus albidus bringt.
    Wäre mir locker 10 Chips wert, schafft aber keiner, so weit bin ich da mit mir einig.
    Falls aber jemand mal Urlaub in Spanien/Portugal macht und den Eschenblattbewohner ohne Haken findet, spende ich alle Chips über Hundert, die ich habe.


    Zitat


    Aber du hast wohl recht, Ingo: Die sind nur einfach blöd zu ehen. Besonders an vollreifen Fruchtkörpern.
    Vielliecht kann man es hier etwas nachvollziehen; Haken = + :


    Ist leider kein Haken und zählt nicht als Beweis: ein Haken kommt immer von oben (also von der zuletzt gebauten neuesten Zelle) und geht nach unten, denn das ist die Folge eines duplizierten Zellkerns, der in die Ausgangszelle zurückwandert, aber eben außenrum.
    Guckst du grüne Pfeile!
    http://asco-sonneberg.de/pages…?group_id=3941&position=7


    Das, was man bei dir oben-bepfeilt sieht, ist ein junger Ascus.
    Aber links im Bild haben wir zumindest schon mal einen recht schönen Hakenfuß (also basal2 Anschlussstellen).

    Das gibt 85% für Haken+.


    Alles andere wäre mir noch zu unsicher.
    Ausgerechnet bei deinem eingekästelten Baby-Ascus sieht man am Basis-Septum keinen Haken (wahrscheinlich auf der Rückseite).


    Such mal weiter nach Baby-Asci, da sind die Haken meist gut zu sehen.
    An reifen oder fast ausgewachsenen Asci, besonders bei den basal dünnstielig endenden Hymenoscyphen-Arten ist das schier unmöglich, Haken genau zu beurteilen.
    Ist übrigens auch der Grund für viele Missverständnisse.


    VG Ingo W


    Edit:
    Diesbezüglich kann ich auch noch ergänzen, dass auf deinen Mikrobildern der "Porustyp Hymenoscyphus" gut zu sehen ist, nämlich, wenn die blauangefärbten "Striche" nicht bis nach ganz oben reichen.

    Zitat

    Ich finde es spannend mit den Missbildungen.VG : Thorben


    Hallo Thorben!


    Missbidungen sind auch ein spannendes Thema.
    Durch Widrigkeiten kann so einiges in Pilzen passieren. Nicht selten wurden z.B. apikal oder subapikal aufgeblasene Paraphysen
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26111&position=24


    oder Paraphysen mit Verzweigung
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26111&position=24


    oder ähnliches wie Nasen oder Auswüchse als Merkmal aufgeführt für eine Art, obwohl das nicht zutrifft:
    http://asco-sonneberg.de/pages…140503-mcol-01jj37492.php


    Natürlich gibt es auch Pilzarten, bei denen Bauteile so aussehen und wo das dann als Merkmal zu werten ist.
    Aber obig aufgeführte Beispiele sind alles Blender.


    Achso, ich missbrauche gerade das Thema hier. Aber 2 Beispiele noch für falsche Farben.
    Der Tintlings-Spezi Hans Bender schickte mir vor Jahren mal sowas:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=32671&position=26


    Und am Wochenende hatte ich sowas (vorne rechts ist die Normalfarbe):
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=9091&position=34


    Hatte ich schon mal Pilze erwähnt, die sich der Fruchtschicht von anderen vergehenden Pilzarten bedienen und die für sich umstrukturieren?
    Das ist (als Beispiel mal gesagt), ein Weichbecherchen mit etwas löchriger Scheibe vielleicht, innendrin sind die spezifischen Paraphysen, vielleicht noch mit lichtbrechendem Inhalt, auch die Haare passen, bloß in der alten Fruchtschicht stehen jetzt plötzllich falsche Asci mit falschen Sporen.


    Da kann man schnell Arten beschreiben, die es gar nicht gibt, wenn man die Zusammenhänge nicht erkennt.


    Viele Grüße
    Ingo W

    Mollisia revincta (P. Karst.) Rehm 1896
    Pyrenopeziza revincta
    (P. Karst.) Gremmen 1958
    Zerbrechliches Kräuter-Weichbecherchen


    Bei Mollisia revincta handelt es sich m.E. um einen Komplex. So, wie die Art momentan verstanden wird, wächst sie an allerhand Krautstängeln, z.B. von Mädesüß, Weidenröschen oder auch Brombeere.
    Allerdings sieht sie je nach Pflanze oft ein kleinwenig unterschiedlich anders. So gibt es kleine Unterschiede in Sporenlängen, KOH-Reaktion der Paraphyseninhalte und im Sporeninhalt.


    Auf Epilobium (Weidenröschen) z.B. wächst eine revincta, die von Grau doch allzuoft ins Weiß ausblasst und dabei an geschädigten Stellen allmählich fuchsbraun verfärbt. Sie hat ordentlich sichtbaren Inhalt in den Sporenpolen und die Paraphysen-Vakuolen reagieren mit KOH gelb, meist nicht sehr kräftig, aber doch gut sichtbar.


    Mikros:



    Dass man den Becher, sollte das Substrat bekannt sein, schon auch makroskopisch eingrenzen kann, weil er sich relativ gleich verhält, soll eine Aufsammlung von 2011 zeigen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=21751&position=99


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat

    Schon die beiden Sporenfotos könnte man getrost zwei Arten zuordnen.....


    Ich denke auch, man müsste prüfen, was ist jetzt Ornament und was ist vielleicht tropfiger Sporeninhalt.
    Denke, da sollte man beim Fokussieren drauf achtgeben.
    Das größerblasige könnte doch auch Inhalt sein, oder? Ist ja nicht blau, auch, wenn Farbe im Spiel ist. Das merkt man aber, wenn man sich durch die Ebenen fokussiert.


    Zum Thema Haarwucherung: solche Proliferationen entstehen tatsächlich meist aus einer Schädigung heraus.
    Oft sind solche Apos mal ordentlich trockengefallen oder sonstwie in Mitleidnschaft gezogen worden.
    Es gibt Haarbecherchen bei den Inoperculaten, die sind da recht anfällig. Bei Proliferodiscus hat es sogar zum Gattungsnamen geführt.


    Insgesamt sehe ich das wie Ralf, man sollte eher gut und gesund aussehende Ascos untersuchen.


    VG Ingo W

    Mollisia mediella (P. Karst.) Baral 2008
    Mollisia ventosa subspec. mediella P. Karst. 1883
    Belonidium mediellum
    (P. Karst.) Rehm 1891
    Belonopsis mediella (P. Karst.) Aebi 1972
    Septiertsporiges Schilf-Weichbecherchen


    Vom GEO-Tag aus Sachsen/Anhalt, hat mir Torsten Richter geschickt:


    Neben sehr häufigen Weichbecherchen auf Schilf (M. hydrophila, M. retincola) gehört diese Art zu den seltenen.
    Sie fällt schnell durch ihre Sporen auf bezüglich der Form und Septierung.
    Mikro:





    VG Ingo W

    Hallo Thorben!

    Zitat


    ..... finde es cool das du auf deiner Seite auch so ein schönes Anschauungsmaterial hast.....


    Danke!
    Liegt wohl daran, dass ich recht lange gebraucht habe, das alles zu verstehen. Dabei ist eben eigentlich ene lange Zeit gar nicht notwendig.


    Zurück zu deinem Becher.
    Also man sieht es ja auf deinen Bildern 20 + 21 sehr schön, dass das KOH gerade anfängt in das Pilz-Quetsch-Präparat einzudringen (eben dort, wo braune Zellen oliv werden).
    Da du das demzufolge hast gut beobachten können, und dir jetzt nichts auffälliges ins Auge stach, was mit der Farbe Gelb zu tun hat, dann war da auch nichts.


    Der letzte Punkt, den ich ansprechen muss, ist deine ermittelte Sporenbreite.
    Meine verdächtigte Kandidatin Mollisia benesuada (Hellrandiges Weichbecherchen) fällt dadurch auf, dass sie neben einer meist sehr hellen Apothezienfarbe und unkugeligen Ectal-Excipulumzellen, siehe dein Bild 6 (deshalb ist wohl der offizielle Name immer noch Pyrenopeziza benesuada) regelmäßig Sporenbreiten hat, die an die 3 µm kratzt bzw. auch übersteigt (neben Sporeninhalt, KOH-Reaktion etc.).
    Deine Messungen ergaben 2-2,5 (Nr. 9).
    Wenn ich aber weitere Bilder anschaue, z.B. 19b oder 22 (Sporen im Ascus!) könnte ich mir beinahe vorstellen, dass die angegebene Breite nicht ausreicht, zumal bei Nr. 22 sogar KOH mit ihm Spiel ist, welches die Sporen prinzipiell erst mal gleich dünner macht.


    Was mich übrigens besonders freut, ist, dass du diesmal einen Pilz untersuchst, welcher wirklich als Pilz erkennbar ist mit all seinen Merkmalen, nicht wieder so "diffuse Schimmelansammlungen", bei denen die anvisierten Pilze auf jeden Bild anders aussehen.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Also KOH macht bei Mollisia (nicht nur dort) die meist gelbbraunen Ectal-Excipulumzellen grünlich.
    Um so heller das Braun desto grüner mit KOH dann die Verfärbung.


    Die wirkliche KOH-Reaktion, auf die es ankommt, ist aber die der Paraphysen; nämlich, wenn deren "Gasblasen" (Vakuolen) aufgrund der KOH-Einwirkung platzen und ins Medium übergehen.
    Also die gelbe Farbe (die bei positiver Reaktion entsteht), die schwimmt davon (geht ins Medium /Flüssigkeit über).
    Wenn du im folgenden Link genau hinschaust......
    http://asco-sonneberg.de/pages/gallery/koh-mollisia28541.php
    ...... die ist nicht mehr nur dort, wo irgendwelche mikroskopischen "Bauelemente" vorhanden sind.


    Du kannst für diesen Reaktionstest übrigens völlig unreife Apos benutzen, denn die Paraphysen (samt Inhalt) sind lange vorhanden bevor die Asci entstehen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Am besten vielleicht noch kurz das "cf." erklären.


    Ähm ja, mein Missverständnis-Gnolm kriegt sich gerade gar nicht mehr ein und die anderen sehen +- so aus:

    Also ich meinte ja, dass man bei der Kartierung dann das eventuell verwendete "cf." erklären soll, also in der vorgesehenen Spalte der Bemerkungen kurz schreiben sollte, warum man das cf. verwendet, z.B., weil die Steinpilzsporen in dieser Kollektion unter ´m Mikro alle lustige Gesichter haben oder so ähnlich.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat

    Trotzdem: Soll der begeisterte Naturfreund und Kartierer nun die Hände in den Schoß legen und nur noch Fliegenpilze aufschreiben? Aus meiner sicht nicht. Aber wenn man es ganz genau macht, dann kann man ja auch in der Kartierung ein cf dazusetzen und vielleicht eine Notiz hinterlassen, nach was man bestimmt hat.


    Genau so ist es und so lassen wir das stehen! Am besten vielleicht noch kurz das "cf." erklären.


    Das, was mich dann aber oft wurmt ist, dass reichlich oft was bestimmt wird und auf Nachfrage die Daten dazu plötzlich weg sind oder die entsprechenden Aufzeichnungen nicht gefunden werden oder man überhaupt keine Zeit hat, lästige Fragen zu beantworten.


    VG Ingo W