Beiträge von Ingo W

    Hallo Maren!


    Könnte Trichopeziza mollissima sein.
    Hört sich im 1. Moment blöd an, wenn man die Art in seiner frischen vitalen Farbenpracht kennt.


    Hier auf "veritas" an ca. 34. Position ist dein Fall zu finden:
    https://www.cubbyusercontent.c…%3D%20former%20mollissima
    Das passiert, wenn die Becherchen trockengefallen sind und dann wieder rehydrieren. Zuerst verlieren die das Gelb in ihren Haaren, bei größerer Schädigung wird die Fruchtschicht dann braun.
    Dieses Phänomen ist dran schuld, dass solche Funde doch recht oft auch als neue Art beschrieben wurden.


    VG Ingo W

    Hallo Florian!


    Also das erste ist eine Binse. Erkennbar an den Blüten, die auf halber Länge des Halms schon herauswachsen. Außerdem im Bruch nicht hohl, sondern mit "Schaumstoff" ausgefüllt.


    Beim 2. hohen Gras fiele mir das Rohrglanzgras ein, ich bin aber nicht ganz sicher. Auf jeden Fall kann das mannshoch werden und wächst bei Wasser:
    http://www.giftpflanzen.com/phalaris_arundinacea.html


    Übrigens ein Gras, auf dem sehr viele Kleinbecherchen wachsen. Auf toten liegenden Stängeln ist z.B. Lachnum tenuipilosum Pflicht, ein Weißhaarbecherchen, das ordentlich rötet bei Verletzung. Kannst aber auch nach Mollisia phalaridis schauen. Das ist aber nur ein Bruchteil an Arten.


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!



    Kreativität wünsche ich dir nicht, denn die hast du sowieso, aber Gesundheit wünsche ich dir sehr und Zeit für dich.
    Die Blümchen hast du doch bekommen?

    Oder hat er sie wieder aufgefuttert?


    VG Ingo W

    Hallo Holger!


    Ah ja, den Birken-Milchling hat also Pablo schon gesagt. Das gleiche unstimmige Namensproblem war auch beim Dickschaligen Kartoffelbovist, der heißt nicht areolatum.
    Und genau, der "Rosablättrige Helmling" war sicherlich viel kleiner. Hättest mal dran riechen sollen, denn ich vermute, dass der noch viel stärker nach Gurke hätte riechen können als es der Rosablättrige tut.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Am besten, du hältst dich an die schönen Beispielbilder, die du oben verlinkt hast und nimmst nicht sämtliche Beschreibungen, die du im Netz findest als Grundlage, um Pilze bestimmen zu wollen. Du musst auch damit rechnen, dass nicht jeder gut beschreibt und wohl auch nicht unbedingt jeder richtig bestimmt.


    Bloß Text allein ist sowieso in meinen Augen nie so gut wie was Bebildertes dazu. Man kann nie so gut beschreiben wie es ein Bild zeigt (vorrausgesetzt, man bringt dort die Merkmale in Szene und fotografiert einigermaßen farbtreu und scharf).


    Übrigens zählt für mich 10cm starkes Holz schon zum dicken Substrat. Dünnes Substrat wäre bei mir so bis 1,5 cm.
    Aber das ist eben relativ wie oben auch die Fruchtkörperrandbeschreibung "margin thin to thick...."


    VG Ingo W

    Albotricha acutipila (P. Karst.) Raitv. 1970
    Dasycyphella acutipilosa (P. Karst.) Baral & E. Weber 1992
    Lachnum acutipilum (P. Karst.) P. Karst. 1871
    Dasyscyphus acutipilus (P. Karst.) 1889
    Weißhaariges Spitzhaarbecherchen


    In Schilfbeständen gehört die Art zu den 4 häufigeren Arten in solchen Biotopen, wenn es um das Substrat Schilf (Phragmites) geht.
    In meiner Wertung steht sie an Position 4 nach Lachnum controversum, Mollisia retincola, Mollisia hydrophila.
    Ab Position 5 wird es etwas weniger häufig, was man findet, ist aber noch verbreitet mit Bisporella scolochloae und Albotricha albotestacea.


    Weitere helotiale Becherchen, die man auf Schilf findet dürften dann selten sein oder sind Irrläufer, die normalerweise an dünnerem Süß-Gras wachsen.


    Hier also Albotricha acutipila:


    Mikros:





    Die Art ist auch in PdS vorgestellt, allerdings passt dort nur das Mikro, das Makrobild zeigt recht sicher Lachnum controversum mit seinen braunen (Schädigungs-)Flecken.


    Albotricha acutipila kann man auch gut makroskopisch ansprechen, soweit das Substrat Schilf klar ist.
    Oft wächst sie zusammen mit Lachnum controversum, unterscheidet sich von dieser aber durch etwas kleinere Apos, einen Farbverlauf der Scheibe von weiß über cremeockerlich zu antrocknend gelb, das Fehlen brauner Flecken (auch kein Verletzungsröten) und besonders durch die schon durch die Lupe wahrnehmbaren spitzen Haare.


    VG Ingo W

    Hallo Nando!


    Zitat


    Ärgern wollte ich dich mit dem fehlenden Namen natürlich nicht!


    Ist ja nur Spaß.


    Ich gebe dir recht bei den Steinpilzen, dass das manchmal gar nicht so einfach ist. Selbst der Kiefernsteinpilz ist manchmal nicht gut zu erkennen, wenn die Farben verblassen.
    Deine Steinpilze sehen aber schon typisch nach B. edulis aus, da kannst du auch gut die Huthaut mit einfließen lassen, die hier sehr schön und deutlich 1. runzelig ist und 2. mit fettiger Oberfläche.
    Auch ein reinweißes Stielnetz, dass außerdem so ausgeprägt reliefartig ist, sehe ich eher bei B. edulis als bei B. aestivalis.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!
    Zur 43:

    Zitat


    Vor allem aber sehr intensive orange Kanten an der Zuwachszone (im Gegensatz zu weißlich-gelb bei Hymenochaete rubiginosa). Okay?


    Aus meiner Sicht nicht ok. Wer schreibt denn sowas mit den Farben? Ich sehe das auf jeden Fall genau anders rum, wenn man sich denn überhaupt darauf verlassen will.
    Fakt ist, dass deiner Hymenochaete rubiginosa (Rotbraune Borstescheibe) ist.
    Die Tabakbraune wächst i.d.R. nicht an dickem Holz und hat auch nicht diese dunkle Hutoberseite.


    VG Ingo W

    Hallo Nando!

    Zitat


    9. Geweihförmiger schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa)


    Da will mich also jmd. mit Nichtbeachtung bzw. mit dem Nichterwähnen der Becherchen ärgern?


    Die 12 sollte Mycena sanguinolenta (Purpurschneidiger Blut-Helmling) sein, Nr. 2 und Nr. 7 (mit Sommer-Steinpilz und Perlpilz benannt) mag ich dir nicht glauben.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Immer auch die Melodie oder den Takt im Gedicht beachten:


    Ein Schlapp-, Pilz- oder Krempenhut
    tut in der Regel immer gut.
    Bei Sonnenschein und Regen
    wirkt sowas wunderbar verwegen.


    frei nach Pablos Hutgedicht.



    VG Ingo W

    Mollisia coerulans Quel. 1881
    Schimmerndes Weichbecherchen


    Wächst momentan reichlich an toten Stängeln von Goldrute (Solidago). Am liebsten in alten Beständen, in denen der Boden auch von anderen Pflanzen überwachsen ist, damit es dort feucht bleibt.
    Ich denke, dass die Weichbecherchen-Art an 2 Jahre alten Stängeln besser Fuß fasst als auf vorjährigen. In den Beständen sind das dann die dunkleren aufspleißenden unter den eher hellen vorjährigen.




    Mikro:



    Gekannt habe ich bisher nur Eupatorium (Wasserdost) als Substrat (hatte mir Andreas G. mal gezeigt) und gerade stellte ich fest, dass ich den auch mal geschickt bekommen habe von Johanniskraut (Hypericum).


    VG Ingo W

    Hallo Melanie!


    Für mich gehörst du ja zu den Grundpfeilern des Forums mit deinem Engagement für Pilze.
    Deshalb freue ich mich, dir mitteilen zu dürfen, dass Hexenschwestern natürlich prinzipiell nicht älter werden. Ist schon klar, ich muss dir das nicht sagen, ist gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit und jeder sieht das auch.
    Was kann man einer "Hexenschwester" wünschen?
    Ich wünsche dir also einen gut funktionierenden Besen und etwas Zeit ihn benutzen zu können. Von oben sieht doch einfach manches trotzdem ganz anders, vielleicht sogar besser aus.


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Also ich hätte da ja noch als Geruchs-Vorschlag die Bittermandel zu bieten, oder Nelkenschwindling, wenn du den gut kennst.
    Mehlgeruch kann ich nach Bild jetzt nicht so wirklich assoziieren.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Ich denke, Stefans Vorschlag Ganoderma applanatum/ lipsiense (Flacher Lachkporling) trifft ins Schwarze.


    Kannst ja mal schreiben, warum.....

    Zitat

    Bisher habe ich nicht rausbekommen, was es sein könnte.


    .... es mit der Bestimmung nicht geklappt hat oder was dir an den Beschreibungen in den Pilzbüchern nicht gefallen hat.


    VG Ingo W


    Edit: ich habe mal etwas von der zu reichlichen Gelb-Rot-Farbe rausgenommen:

    Hallo Stefan!


    Ich würde Michael erst mal fragen, nach was er geschlüsselt hat, damit es da nicht zu Missverständnissen kommt.
    Das sollte doch ein lösbares Problem sein und kein Mysterium.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    So ungefähr bin ich bislang an die Sache rangegangen: "Such nach Strukturen, die wie Schnallen aussehen".


    Ist ja im Prinzip nicht verkehrt. Macht aber nix, wenn man genauer weiß, wie ein Haken aussehen muss.
    Das gute ist nämlich, das Prinzip ist immer wieder das gleiche bei allen Bechern.


    Manchmal wird von Pilzarten berichtet, die sowohl hakenlose wie auch hakentragende Ascusbasen haben sollen. Ist mir so eigentlich noch nicht wirklich begegnet. Allerdings sieht man eben nicht jeden Haken gleich gut, das wäre dann meine Theorie dazu, siehe wieder Link von oben, diesmal blauer Pfeil.


    Über Basalprotuberanzen (basale Ascus-Auswüchse) und Täuscher-Hakenfüße reden wir dann, wenn es soweit ist.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Deine Hakensuche war erfolgreich.


    Grüner Kasten unten rechts ist jetzt von meiner Seite nicht aufzuklären, aber das ist kein Hakenbeweis (da müsste ich selbst mal etwas hin und herfokussieren, was da los ist). Bei so großen Asci mit schon Sporen drin, wandert auf jeden Fall nichts mehr zurück in die Basiszelle, denn die Hakenbildung ist längst abgeschlossen, ganz genau wie es im roten Kasten links unten zu sehen ist.


    Also ich linke nochmal zur Haken-Problematik auf meine Seite:
    http://asco-sonneberg.de/pages…?group_id=3941&position=7
    Dort sind ja nicht nur Haken in der Entstehung zu sehen (grüne Pfeile), sondern fertige Haken (rote Pfeile).
    Genau die brauchen wir, und die haben wir jetzt, besonders links oben wie unten gut zu sehen: 2 Anschlussstellen an der Ascus-basis, beide besetzt in der typischen bogigen Form.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

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    .....dass es mir sehr schwer fällt bei den ganzen Ascomycetengattungen da überhaupt mitzuhalten.


    Naja, da bist du besser dran als ich. Dir fällt es nur schwer mitzuhalten, ich habe den Versuch längst aufgegeben. Muss anno 1237 gewesen sein, als ich den Löffel schmiss.


    Zitat


    Mal angenommen; ich finde einen Becher mit ca. 1mm Größe. Wo kann ich nachschlagen zu welcher Gattung der gehört?


    Sei da mal unbesorgt. So wie ich dich kenne, findest du keinen Becher von 1mm Größe.
    Falls doch, versuchst du ihn schön abzubilden und fragst hier im Forum nach. Ich denke, schneller wird ´s kaum gehen.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!

    Zitat


    .....was es doch alles für "komische" Ascomyceten gibt.


    Also ich zeige ja keine komischen Ascos in den Portraits. Das sind bestimmt die anderen.
    Meine Becherchen sehen immer (ich betone: IMMER) wunderschön und kein bisschen komisch aus.


    Allerdings kommt es doch tatsächlich hin und wieder vor, dass hier im Forum (ja doch: hier im Forum!!) völlig abartige Riesenpilze (also die sind manchmal locker über einen GANZEN Zentimeter breit, in verschärften Fällen sogar MEHRERE Zentimeter). Oft haben die dann so eine Art Stiel und Hut, und unter dem Hut sind dann viele Löcher oder Streifen. Die sind wirklich komisch anzusehen, da würde ich dir zustimmen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Naja, du kennst mich ja, bin ein bisschen penibel in diesen Sachen.
    Auch das letzte Bild beweist nichts, außer, dass da irgendwas dunkles an der Ascusbasis rumschwimmt. Passt auch von der Anordnung nicht, so sieht kein abgerissener Haken aus, denn der wäre weiter unten an der Basis an einer der "Anschlussstellen".


    Zitat


    Weil bei vielen Basidiomyceten geht er von der Basiszelle aus (jedenfalls nehme ich das so wahr).


    Das Prinzip der Kernzurückwanderung in die Ausgangszelle sollte bei Basidios das gleiche sein.
    Warum das bei Ascomyceten allerdings nur die Asci betrifft und nicht alle Zellen, da müsste ein versierter Versteher drauf antworten.


    Bei H. pseudoalbidus findest du schöne Haken schneller, wenn du junge Ascos untersuchst.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Das Portrait ist eigentlich so überflüssig, wie das mit gleichem wissenschaftlichen Namen, bei dem das Haarbecherchen an Himbeere wächst.


    So richtig wird man da keinen zufriedenstellenden Namen für die Becherchen finden. Dennoch wette ich mit euch, dass die jeder leicht finden kann, der in den Beständen danach schaut, besonders jetzt, wo es schön nass dort ist.


    Also ich nenne den mal Lachnum cf. clavigerum an Epilobium, soll so viel heißen wie
    Weidenröschen-Weißhaarbecherchen.


    Ist allerdings recht ungenau, denn mit dem hier vorgestellten Weißhaarbecherchen sind noch 2 weitere Weißhaarbecherchen, teilweise schön vermischt, ebenfalls an diesem Substrat gewachsen. Also müsste diese Art spezifischer als Weidenröschen-Kristalldrusen-Weißhaarbecherchen eingegrenzt werden, zumindest für die, die einen deutschen Namen brauchen.


    So, ich höre mal auf zu schwafeln und zeige euch einfach den Pilz:


    Wer es weiß, kann hier auch schon makroskopisch die glitzernden Kristalle erahnen:


    Mikro:



    Hier mal die Originalbeschreibung:


    Und hier meine Schlussfolgerungen:

    Kann sich alles ändern, wenn ich mal schlauer bin, aber das kann dauern.


    Hier noch der Link zur Himbeer-clavigerum. Gibt ´s auch keinen anständigen Namen dafür:
    http://www.pilzforum.eu/board/…mbeer-weisshaarbecherchen


    VG Ingo W