Beiträge von Ingo W

    Hallo Fritz!


    Nutze doch einfach deine Energie mal für das Suchen von Bildern anderer (Saft)porlinge, bei dem du meinst ebenfalls eingewachsene Tropfen zu sehen.


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    ....eher witzig ironisch gemeinten Beitrag so aufplustern kann.....


    Ok., wenn dein Beitrag irgendwo witzig-ironisch geschrieben war, dann gebe ich dir recht mit deiner Einschätzung "Humorlosigkeit" meinerseits, denn ich konnte nicht wirklich irgendwo lachen darüber.


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    ....., scheinst du einer der Nutzer zu sein, für den es nur die eigene Meinung, und somit das letzte Wort gibt. Sorry!


    Ich weiß nicht, an welcher Stelle du dir dein Urteil gebildet hast, aber ich bin sicherlich nicht derjenige, der von sich behauptet, immer recht zu haben. Bloß manchmal will ich eben auch überzeugt werden, dass meine Meinung die falsche ist.


    Hallo Mausmann!


    Der Begriff "Knüppelhart" dürfte einer Zeit entsprungen sein, als es noch kein Gummi gab. Ich denke mal, dass da ein Holzknüppel gemeint war.
    Ich verstehe unter "hart" ein altes Brot oder einen Stein, irgendwas, das beim Hineindrückenwollen des Fingers nicht nachgibt.
    "Hart wie Kruppstahl" kenne ich, über "gummiknüppelhart" muss ich nachdenken, schätze, mir gefällt das nicht.


    Das Bronze beim Bronzeröhrling sollte wohl eher die Farbe beschreiben, und dass in Gyromitra esculenta letztendlich ein für den Menschen schädliches Gift entdeckt wird, wussten die Namensgeber mit Sicherheit nicht. Die Art wurde gegessen und wird es in verschiedenen Landstrichen noch immer.


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    ....daß hinter einem Pilznamen ganz sicher nicht der Weisheit letzter Schluß liegen muß.


    Natürlich nicht, aber oft haben sich die Namensgeber was gedacht.

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    Mag ja sein daß der Pilz guttuliert. Vielleicht aber auch nicht.


    Schau dir halt einfach Bilder von jungen Pilzfruchtkörpern vom Getropften Saftpporling an, und sage mir dann nochmal, dass diese Eigenart natürlich völliger Zufall ist und der Namensgeber was ganz anderes meint und die deutsche Übersetzug auch nicht passt. Ich verstehe die Diskussion nicht.


    Wenn der Name ja wenigstens offensichtlich daneben liegen würde wie bei Scytinostroma odoratum (eine Eigenschaft der Art Scytinostroma odoratum soll Geruchlosigkeit sein), oder wenn der Name vielleicht völlig unpassend erschiene (wie beim Rötling, der eben auch blau daher kommt), aber so........?


    VG Ingo W

    Hallo Fritz!


    Ich bin zwar weit weniger bibliotheks-mykologisch gebildet (habe auch arge Probleme, vieles zu akzeptieren, was so im Laufe der Zeit in mykologischer Hinsicht niedergeschrieben wurde), aber deine Aussage.....

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    ....korrigiere ich meine angeführte Konsistenz zu "gummiknüppelhart"


    ...ist für mich an sich ein Widerspruch: Gummi ist einfach nicht knüppelhart!


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    Höchstwahrscheinlich lässt sich dieser "Gnolm" nicht mehr klären bzw. das "Basta" wird akzeptiert


    Eher das "Basta", weil es einfach so ist.
    Natürlich kannst du gern Alternativen bringen, sofern du welche findest!


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    Wetten tu' ich aber nicht, finde das in diesem Zusammenhang richtig albern.


    Ich nicht!
    Ist hin und wieder ein Spaß, der letztlendlich dem recht gibt, der die Art gut kennt. Und die 100 Forum-Chipse, die jeder hat, werden ja auch nicht besser, wenn sie nicht bewegt und benutzt werden.


    VG Ingo W

    Hallo Fritz!


    Beim Getropften Saftporling handelt es sich bei den namensgebenden Tropfen nicht um Guttationstropfen im herkömmlichen Sinn.
    Ich verwies ja schon weiter oben auf das letzte Bild des Ausgangsbeitrages und schrieb der Verständlichkeit halber später auch "eingewachsene Tropfen" (sieht man auch bei Pablos Schnittbild!). Dieses Phänomen kenne ich nur von Oligoporus guttulatus und habe deshalb überhaupt kein Problem, Dieters Pilz so zu nennen.


    Keinesfalls stimmt deine Einschätzung, dass jugendliche Ol. guttulatus knüppelhart sind. Da liegst du falsch. Die Konsistenz ist vergleichbar mit Gummi. Hart werden die Fruchtkörper erst, wenn sie sehr alt sind bzw. austrocknen.


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    ..... daraus gleich auf die Art zu schließen ist wahrscheinlich etwas zu voreilig und das Substrat gleich noch zu benennen auch. Nach Fichte sieht das aber nicht aus.


    Ich halte es durchaus nicht für voreilig.
    Was das Substrat angeht, so "benenne" ich das lediglich als wahrscheinliche Möglichkeit ("sollte" und "wahrscheinlich" sind meine gewählten Worte). Ich würde aber des Spaßes wegen sogar einiges darauf setzen, dass ich mit "Fichte" recht behielte, ließe sich das ganze aufklären.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Bei einem Saftporling konnte ich auch schon beobachten, daß der auch auf Druck spontan (also innerhalb von Minuten) rötet.
    Das wäre Oligoporus fragilis (bezeichnenderweise Rötender Saftporling). Aber den habe ich noch nicht mit Tropfen gesehen.


    Der hat auch keine eingewachsenen Tropfen.
    Ich finde, bei der Verletzungsverfärbung von Oligoporus fragilis kann man auch schlecht vom Röten sprechen. Da kommt allenfalls ein Rostbraun zustande, aber das eben recht schnell.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Das siehst du schon richtig mit der roten Farbe als ein Merkmal für O. guttulatus.
    Mir war nur nicht bewusst, dass das Fleisch bei Verletzung "schnell rötet".


    Schließlich sind das ja doch Unterschiede, ob was verletzungsbedingt und zusehends umfärbt oder aber altersmäßig bzw. allmählich eine Farbe annimmt.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

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    Bei uns Flachländern jedenfalls ist der nicht selten, meiner Beobachtung nach.


    Ok., dann wird er sich angepasst haben. Ist ja eine Art, die sich ausbreitet.
    Vor Jahren noch war sie lediglich in Mittelgebirgsregionen zu finden.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!

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    dann hak ich den mal so ab.


    Ja, das passt.
    Die Art mag ja montane Höhenlagen, aber ich glaube, inzwischen geht sie auch weiter runter.
    Überall gibt ´s den nicht. In meiner Region (Thüringer Schiefergebirge) gibt ´s den aber auch ganz gut.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Ich wusste gar nicht, dass der so stark rötet, aber das, was du hier beschreibst und auf dem letzten Bild links schön zu sehen ist, lässt eigentlich nur den Getropften Saftporling (Oligoporus guttulatus) zu.
    Das Substrat sollte demnach wahrscheinlich Fichte sein.
    Auf die Art ist ja Mausmann schon gekommen.
    In welcher Höhenlage warst du denn unterwegs?
    Schade, dass dein Profil so wenig erzählt (wenigstens Wohnort?).


    VG Ingo W

    Hallo Alina!


    Der Helmling mit den rosalich angehauchten Hüten und gelben Stielen, außerdem mit Chlorgeruch und dichtbüscheligem Wachstum auf Laubholz sollte Mycena renatii (Gelbstieliger Helmling) sein.


    Beim gelben Zitterling (Tremella) kannst du beim nächsten Mal besser drauf achten, ob ein Begleitpilz auf dem Ast zu finden ist. Es gibt nämlich zwei gelbe Zitterlinge, der eine verputzt Peniophora-Arten (Zystidenrindenpilze) und der andere Stereum (Schichtpilz), also natürlich eher deren Myzel, aber manchmal sind auch deren Fruchtkörper zu sehen.


    VG Ingo W

    Hallo Maren!


    Wenige Sporen im Präparat hat man bei Mollisia eigentlich nur, wenn sie nicht vollreif ist, was ja gut zu deinen etwas zu kurzen Sporen passt.
    In einem reifen Präparat schwimmen normalerweise reichlich Sporen rum.
    Oft reicht es, wenn man sich 2 Tage später nochmal ein Präparat der inzwischen dosengereiften Apos vornimmt.



    VG Ingo W

    Hallo Maren!


    Also ich denke, dass das Mollisia coerulans (Schimmerndes Weichbecherchen) ist:


    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=38548&position=42


    Eine interessante Art, die ich auch erst vor kurzem an Solidago canadensis (Kanadische Goldrute) fand.
    Davor dachte ich, sie sei wirtsspezifisch nur an Eupatorium (Wasserdost) zu finden.


    Deine Eindrücke bezüglich der recht hellen Außenseite passen recht gut zu meiner Einschätzung, wobei es da wohl auch außen dunkler gefärbte gibt (auch an Solidago?).
    Deine angegebene Spanne der Sporenbreiten finde ich für die Mollisia allerdings übertrieben. Kannst du mal Spore zeigen, die 3 breit ist?


    Ist dir aufgefallen, dass die besiedelten toten Goldruten-Stängel wahrscheinlich meist nicht vom letzten Jahr stammen, sondern mindestens noch ein Jahr älter sind?


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Da hast du ja ordentlich was zu tun gehabt.
    Schöne Einblicke!
    Zu einigen Pilzen kann ich gar nichts sagen, weil ich die nicht gut kenne, bei anderen musst du dir zustimmende Nickbewegungen meines Kopfes vorstellen.


    Die Gallertträne könnte wohl gut die Gestielte/Bewurzelte Gallertträne (Dacrymyces capitata) sein.


    Bei der Mollisia wirst du dir die Zähne ausbeißen, wenn du versuchst, die als Exsikkat zu bestimmen. Sowas sollte man sich frisch vornehmen.
    Zu Jörgs Vorschlag mit M. lividofusca würde ich aber mal 20 Chips dagegensetzen und wahrscheinlich gewinnen. Deren Zeit ist wohl eher vorbei und wenn man genau hinschaut, sind am Rand der Becher differenzierte abstehende "Fusseln" zu sehen, das passt nicht zu lividofusca.
    Möglicherweise hättest du jedoch eine quietschgelbe Reaktion mit KOH gehabt.


    Dann schlage ich mal noch in die Kerbe von Stefan, was deine Einschätzung zum Scheidenstreifling betrifft:

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    ....ein Prachtexemplar von einem Grauen Scheidenstreifling (Amanita vaginata).
    Dieser ist mal makroskopisch eindeutig bestimmbar, wegen Standort und Hutbuckel:


    Würdest du denken, dass andere Scheidenstreiflings-Arten aufgeschirmt nicht so einen Hutbuckel haben?
    Und Standort? Was soll das für einer sein, dass nur A. vaginata dort wächst?


    Also wegen der Rostflecken an der Volva wäre m.M. nach A. battarrae (Zweifarbiger Scheidenstreifling) ein vielversprechender Kandidat.


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!

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    Nach kürzester Zeit riechen die nur eben so, dass die Fliegen auf sie fliegen...


    Ist eine unbewiesene Mär!
    Der rechte sieht eher aus, als liese er sich es mit den Drinks etwas zu gut gehen. Der hat morgen möglicherweise Kopfschmerzen und viel Durst nach kalten Getränken ohne Alkohol.


    VG Ingo W

    Hallo Maren!


    Könnte Trichopeziza mollissima sein.
    Hört sich im 1. Moment blöd an, wenn man die Art in seiner frischen vitalen Farbenpracht kennt.


    Hier auf "veritas" an ca. 34. Position ist dein Fall zu finden:
    https://www.cubbyusercontent.c…%3D%20former%20mollissima
    Das passiert, wenn die Becherchen trockengefallen sind und dann wieder rehydrieren. Zuerst verlieren die das Gelb in ihren Haaren, bei größerer Schädigung wird die Fruchtschicht dann braun.
    Dieses Phänomen ist dran schuld, dass solche Funde doch recht oft auch als neue Art beschrieben wurden.


    VG Ingo W

    Hallo Florian!


    Also das erste ist eine Binse. Erkennbar an den Blüten, die auf halber Länge des Halms schon herauswachsen. Außerdem im Bruch nicht hohl, sondern mit "Schaumstoff" ausgefüllt.


    Beim 2. hohen Gras fiele mir das Rohrglanzgras ein, ich bin aber nicht ganz sicher. Auf jeden Fall kann das mannshoch werden und wächst bei Wasser:
    http://www.giftpflanzen.com/phalaris_arundinacea.html


    Übrigens ein Gras, auf dem sehr viele Kleinbecherchen wachsen. Auf toten liegenden Stängeln ist z.B. Lachnum tenuipilosum Pflicht, ein Weißhaarbecherchen, das ordentlich rötet bei Verletzung. Kannst aber auch nach Mollisia phalaridis schauen. Das ist aber nur ein Bruchteil an Arten.


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!



    Kreativität wünsche ich dir nicht, denn die hast du sowieso, aber Gesundheit wünsche ich dir sehr und Zeit für dich.
    Die Blümchen hast du doch bekommen?

    Oder hat er sie wieder aufgefuttert?


    VG Ingo W

    Hallo Holger!


    Ah ja, den Birken-Milchling hat also Pablo schon gesagt. Das gleiche unstimmige Namensproblem war auch beim Dickschaligen Kartoffelbovist, der heißt nicht areolatum.
    Und genau, der "Rosablättrige Helmling" war sicherlich viel kleiner. Hättest mal dran riechen sollen, denn ich vermute, dass der noch viel stärker nach Gurke hätte riechen können als es der Rosablättrige tut.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Am besten, du hältst dich an die schönen Beispielbilder, die du oben verlinkt hast und nimmst nicht sämtliche Beschreibungen, die du im Netz findest als Grundlage, um Pilze bestimmen zu wollen. Du musst auch damit rechnen, dass nicht jeder gut beschreibt und wohl auch nicht unbedingt jeder richtig bestimmt.


    Bloß Text allein ist sowieso in meinen Augen nie so gut wie was Bebildertes dazu. Man kann nie so gut beschreiben wie es ein Bild zeigt (vorrausgesetzt, man bringt dort die Merkmale in Szene und fotografiert einigermaßen farbtreu und scharf).


    Übrigens zählt für mich 10cm starkes Holz schon zum dicken Substrat. Dünnes Substrat wäre bei mir so bis 1,5 cm.
    Aber das ist eben relativ wie oben auch die Fruchtkörperrandbeschreibung "margin thin to thick...."


    VG Ingo W

    Albotricha acutipila (P. Karst.) Raitv. 1970
    Dasycyphella acutipilosa (P. Karst.) Baral & E. Weber 1992
    Lachnum acutipilum (P. Karst.) P. Karst. 1871
    Dasyscyphus acutipilus (P. Karst.) 1889
    Weißhaariges Spitzhaarbecherchen


    In Schilfbeständen gehört die Art zu den 4 häufigeren Arten in solchen Biotopen, wenn es um das Substrat Schilf (Phragmites) geht.
    In meiner Wertung steht sie an Position 4 nach Lachnum controversum, Mollisia retincola, Mollisia hydrophila.
    Ab Position 5 wird es etwas weniger häufig, was man findet, ist aber noch verbreitet mit Bisporella scolochloae und Albotricha albotestacea.


    Weitere helotiale Becherchen, die man auf Schilf findet dürften dann selten sein oder sind Irrläufer, die normalerweise an dünnerem Süß-Gras wachsen.


    Hier also Albotricha acutipila:


    Mikros:





    Die Art ist auch in PdS vorgestellt, allerdings passt dort nur das Mikro, das Makrobild zeigt recht sicher Lachnum controversum mit seinen braunen (Schädigungs-)Flecken.


    Albotricha acutipila kann man auch gut makroskopisch ansprechen, soweit das Substrat Schilf klar ist.
    Oft wächst sie zusammen mit Lachnum controversum, unterscheidet sich von dieser aber durch etwas kleinere Apos, einen Farbverlauf der Scheibe von weiß über cremeockerlich zu antrocknend gelb, das Fehlen brauner Flecken (auch kein Verletzungsröten) und besonders durch die schon durch die Lupe wahrnehmbaren spitzen Haare.


    VG Ingo W

    Hallo Nando!


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    Ärgern wollte ich dich mit dem fehlenden Namen natürlich nicht!


    Ist ja nur Spaß.


    Ich gebe dir recht bei den Steinpilzen, dass das manchmal gar nicht so einfach ist. Selbst der Kiefernsteinpilz ist manchmal nicht gut zu erkennen, wenn die Farben verblassen.
    Deine Steinpilze sehen aber schon typisch nach B. edulis aus, da kannst du auch gut die Huthaut mit einfließen lassen, die hier sehr schön und deutlich 1. runzelig ist und 2. mit fettiger Oberfläche.
    Auch ein reinweißes Stielnetz, dass außerdem so ausgeprägt reliefartig ist, sehe ich eher bei B. edulis als bei B. aestivalis.


    VG Ingo W