Beiträge von Ingo W

    Hallo!


    Für alle, die mit erwähnten Semmelröhrling nichts anfangen können, übersetze ich mal (ich habe nämlich jetzt auch erst mal schauen müssen): also mein Namensvetter meint den Sandröhrling (Suillus variegatus).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Endlich mal wieder eine Wette!
    Natürlich wäre es unfair, wenn ich einfach sagen würde "5 Chips gegen B. radicans". Fair ist ja ein klares Gegenangebot.
    Nun, meins ist also dieses:
    Ich setze gegen Boletus radicans (Wurzelnder Bitterröhrling) 5 Chips auf Xerocomus porosporus (Düsterer Filzröhrling).


    VG Ingo W


    Edit:
    Oh, habe gerade gesehen, dass die Hutbreite mit bis zu 25 cm angegeben ist.
    Naja, gesagt ist gesagt!
    Schließlich verliere ich ja nichts, wenn du auch nicht recht hast :giggle:

    Hallo Stephan!


    Sicherlich gibt es da noch mehrere Möglichkeiten, wie der Pilz heißen könnte.
    Für Lepista wäre mir bei vorliegendem Fall aber das Sporenpulver irgendwie zu intensiv gefärbt.


    VG Ingo W

    Hallo Claus!

    Zitat


    Meine Vermutung:
    Halsbandschwindling, Marasmius-rotula


    Ist korrekt.


    Auf dem 2. Pilzbild rechts in der Rinde (mehrere lochartige Vertiefungen mit hellerer Randwulst) ist wohl ein eingesenkter Ascomycet?


    VG Ingo W

    Hallo MycoAlex!

    Zitat

    "Obstartiger" Geruch würde aber eher zum Trichterling passen.


    Mal davon abgesehen, dass ich bei der Geruchseinschätzung noch etwas Spielraum sehe: was hättest du denn für Trichterlinge im Angebot mit fruchtigen Gerüchen?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also diese Clitocybe costata (Kerbrandiger Trichterling) ist schon auch groß.
    Dennoch wöllte ich nicht gegen Jan-Arnes Vorschlag setzen, denn wahrscheinlich wird es auf einen Tellerling hinauslaufen, denke ich.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

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    Ich beuge mich dann wohl der Mehrheit.


    Naja, bloß, weil viele das gleiche sagen, muss das noch nicht das Richtige sein. Solche Beispiele hatten wir hier auch schon.


    VG Ingo W

    Hallo Pilzitte!


    Schätze, das wird nicht so einfach.
    Lass ihn zunächst mal aussporen, stülpe aber eine Schüssel drüber, damit er nicht austrocknet.
    Bei welchen Bäumen du ihn gefunden hast und irgendwas zur Wuchsweise weißt du wohl nicht?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich dachte bei Mycoacia eher an was sehr Würziges mit etwas Vanille, an Stachelbeer-Täubling hätte ich jetzt nicht gedacht, aber so geläufig ist mir die Art nicht.

    Zitat


    Und für jeden verschieden, meist schwer zu definieren.


    Letztens brachte mir ein Arbeitskollege einen Milchling, dessen Milch rosa eintrocknete. Ist der Rauchfarbene Milchling (Russula fuliginosus/ azonites) gewesen. Dessen Geruch war für mich pfeffriges Brot. In PdS steht "fruchtig" später mit Kokos-Komponente.
    Schwierig manchmal und womöglich eben auch dem Frischezustand geschuldet.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Gut gmacht mit der In-Szene-Setzung der Riefung auf dem Foto!
    Wobei die Riefung beim Porphyrbraunen meist weniger deutlich ist als beim Grauen Wulstling.
    Hier mal hübsche Portrait-Bilder der Amanita porphyrea, auf dem letzten Bild auch die oberseitige Riefung der Manschette.
    http://www.funghiitaliani.it/?showtopic=15572
    Als Gegenbeispiel könnte ich z.B. das Bild aufführen, bei dem die Bestimmung "Porphyrbrauner Wulstling" nicht passt, denn das ist nun der Graue (A. spissa/excelsa oder wie auch immer):
    https://commons.wikimedia.org/…_porphyria_G5_%283%29.JPG


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Also erstmal: wir sind uns ja schon lange einig, dass Geruchwahrnehmung leider zu einem Teil auch was Individuelles sein kann.


    Und dann: ich mache natürlich einen Riesenunterschied zwischen "Geruch Camembert" und "Geruch Camembert-Schimmel" (so, wie ich es schrieb!).
    Dieser Schimmel (wen wird es jetzt aus den Schuhen hauen), hat einen pilzigen Geruch. Vielleicht vergleichbar mit dem eines Zucht-Champignons.
    Kannst du ja mal an einem frischen Camembert versuchen nachzuvollziehen. Also auf keinen Fall wollte ich damit was Stinkiges oder Dumpf-Kratziges ausdrücken.


    Und dann schrieb ich ja gar nicht, dass Camembert nach Sperma riecht. Ich versuchte lediglich meine Einschätzung des Mehlräsling-Geruchs frisch und trocken zu definieren:
    Mehlräsling frisch und verletzt: Gurke (= mehlartig) + Komponente frischer Camembertschimmel (im Gegensatz zu vielen gurkig-riechenden Ritterlingen, die diese Zusatzkomponente nicht haben).
    Mehlräsling abgetrocknet, nicht verletzt: Null, manchmal spermatisch, kein Gurkengeruch.


    Schätze aber, dass mich da sowieso die wenigsten verstehen. Erfahrungsgemäß muss man das vor Ort am Beispiel ausdiskutieren.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ist wohl nicht einfach zu beweisen, wenn es keine weiteren aufschlussreichen Bilder gibt, aber als Gern-Wetter würde ich eine höhere Chips-Summe auf den Pilz-4-Wulstling setzen, und zwar darauf, dass Anna recht behielte mit Porphyrbrauner Wulstling (Amanita porphyrea).


    Nun frage ich mich selbst manchmal, warum ich mitunter so überzeugt bin.
    Noch 5x angeschaut komme ich zum Ergebnis, dass es daran liegt:
    - diese eigenartige Farbe,
    - dieses Graubraun der Stielfarbe, auch über der Manschette,
    - die graubraun eingefärbten Velumflocken auf dem Hut
    Gleichzeitig sehe ich aber auch, dass es wohl nicht vollständig überzeugend ist.


    Den Graustiel-Täubling mag ich noch bestätigen. Bei Nr. 1 würde ich ebenfalls Amanita submembranacea (Grauhäutiger Scheidenstreifling) favoritisieren.
    Für die anderen Täublinge wird es vom Bild her zu schwierig, da muss man alles beisammen haben für gute Tipps, denke ich.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Ich finde übrigens, daß mehlig riechende Pilze oft durchaus eine spermatische Komponente haben.


    Aha!


    Zitat


    Bei C. prunulus ist sie sogar recht deutlich.


    Diese "Beikomponente" zum ("mehlartigen") Gurkengeruch beim Mehlräsling definiere ich selbst für mich mit "frischem Camembert-Schimmel".


    VG Ingo W

    Hallo!


    Zitat


    Hätte überhaupt jemand eine Pfanne in der Größe...?


    Welche Größe bräuchten wir denn?
    4 oder 5 cm? Gibt ´s vielleicht als Spielzeug im Puppenhaus.
    Bei der anvisierten Macrolepiota wäre der junge Fruchtkörper schon ordentlich groß, die Basis sieht dort meist unnatürlich breit aus, gehört auch nicht in den Blumentopf.
    http://www.talmamax.it/images/Macrolepiota%20procera_04.JPG


    "Mords-Parasol" gefällt mir! Trifft vieleicht.


    VG Ingo W

    Hallo Alex!

    Zitat


    Einen Mehlgeruch habe ich nicht feststellen können,.....


    Auch nach Verletzung nicht? Lamellen gerieben?


    Zitat


    "spermatisch" ist doch eigentlich eher typisch für Risspilze, oder?


    Naja, aber deswegen dürfen Pilze aus anderen Gattungen schon auch so riechen, auch, wenn das außerhalb der Risspilze eher selten der Fall ist.
    Das wäre dann bei Clitopilus prunulus der "Trockengeruch".
    Übrigens: die Fingerabdrücke auf dem Hut, so kenne ich das auch. Weiß jetzt gar nicht, ob mir das schon mal bei einem Trichterling begegnet ist.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Die Sporen sind hier aber auch schwer darzustellen.


    Da ist man wohl fast am Ende des gut Darstellbaren, was das Lichtmikroskop betrifft.
    Ich selbst muss bei so winzigen Strukturen Kongorot-SDS ranhauen; wirkt zwar auch abtötend, aber lässt sich etwas Zeit.
    Dein Mikroskop ist qualitätsmäßig besser als meins, schau halt mal, was geht.


    Mit der Sporenanordnung im Ascus könnte es sein, dass bei dir eine E-Mail von mir angekommen ist. Die ging mir verloren. Zumindest kann ich das Abschicken nirgends nachvollziehen, geschrieben habe ich aber eine.


    Wie interessant Zotto deinen Fund hält und ob der möglicherweise weitergeschickt werden soll, kann ich dir natürlich auch erst sagen, wenn er drüber geschaut hat.

    Zitat


    Soll ich von dem Material etwas aufbeahren, eventuell trocknen?


    Naja, erst mal nicht wegschmeißen. Das Gros möglichst vital halten, wenn du viel hast, auch welche trocknen.


    Zitat


    Bilder in Originalauflösung oder lieber etwas verkleinert?


    Wenn die Originalauflösung gestochen scharf ist, wäre das natürlich ein Argument, nichts zu verkleinern.
    Ansonsten muss man schauen, was am besten aussieht und was Information rübergibt.


    Ich nehme ja an, am Standort war auch mindestens eine Erle?
    Zotto nimmt ´s recht genau und will normalerweise das konkrete Substrat wissen. Möglicherweise wird man sich dann noch mit Holzmikroskopie befassen müssen.


    Irgendwas war noch.
    Ach ja, der vorher angefragte "Schimmel" auf den veritas-Bildern ist Orbilia-Kultur in Petrischale, genau.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Die Anamorphen schwimmen manchmal im Präparat rum. Sollen so außenrum um die Apos wachsen, aber oft habe ich auch kein Glück die zu finden.
    Wollte dich bloß etwas sensibilisieren, falls dir sowas unterkommt, sicherlich nicht unbedingt nötig für die Bestimmung.


    Also ich komme zu Orbilia luteorubella und sarraziniana. Laut einer Zotto-Schlüsselaussage von 2008 sind die schwer voneinander zu unterscheiden, es soll da wohl sogar intermediäre Kollektionen geben.
    Die Arten der Sektion luteorubella sind wohl beinahe alle "semiaquatisch" von der Wuchsweise, manmchmal substratüberspült, und farblich hyalin oder mit Lila(Rosa?)schein angegeben.


    Die letztendliche Antwort werden wir aber auf jeden Fall erfahren, denn Zotto iinteressiert sich ja für solche Funde.
    Also mach auch schon mal den punktgenauen Fundort fertig!
    Wenn du so weit bist, schickst du mir am besten alles an meine E-Mail Adresse, außer, du willst Zotto selbst kontaktieren.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zur Form der Anamorphe habe ich oben noch einen Link auf Zottos "veritas"-Seite gesetzt.


    Die SBs sind schon welche. Auch gut zu sehen im Bild, auf dem du die abgeplatteten Asci zeigst. Innendrin die Sporen anschauen.
    Momentan bin ich bei Orbilia luteorubella. Feinabstimmung muss aber noch gemacht werden.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Eigentlich hast du ja alles, was man zur Orbilienbestimmung braucht.


    Da sich die Hauben auf den Randzelllen anfärben lassen, handelt es sich um Exsudat, also das gleiche in verstärkter Form wie auf der Fruchtschicht aufgelagert ist. Für die "Glaskörper" hat wohl noch niemand ein geeignetes Färbemittel gefunden.


    Interessant ist die Art des Sporenkörpers (SB = spore body) in vitalen Sporen: siehe fotografierte Spore 2 und 3 von links.



    Ich schaue mal, was ich rauskriege.
    Falls du weitermikroskopierst, achte auch mal auf das Vorhandensein der NFF. Das sind viel größere, aber hyalinzellige septierte Strukturen in Form von eingerollten "Schnecken" oder Ypsilons oder bei dir wahrscheinlich 3-fach septierte große "Kommas" (Bilder des Fundes HB 94242a anschauen):
    Anamorphe



    VG Ingo W