Beiträge von Ingo W

    Hallo Pablo!


    Genau, jetzt sind wir richtig. Diese flaschenförmigen Ampullen brauchen wir, denn das sind die echten Haare, mit denen man in die Gattung kommt.
    Die konischen Zuckerhütchen und die "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Zellen an der Margo sind fast bei allen Winzlingen genau so ausgebildet.

    Zitat

    Die sind echt unscheinbar und kurz. Das Längste, was ich da messen kann, sind 25 µm


    Perfekt!
    Das passt aus meiner Sicht erst mal zur angedachten Bestimmung mit Hyaloscypha cf. intacta (IKI+).
    Der Fehler kann jetzt eigentlich nur noch darin liegen, dass der Becher längere Haare hätte. Beim Bild mit den abgeknickten Haaren weiß man es nicht wirklich, ob die vielleicht trotzdem länger sind. Ist aber eigentlich unwahrscheinlich, weil man Haare bei 30 µm und länger dann in einer Kollektion auch makroskopisch irgendwo gut erkennt.



    Bei der Nadelholz-Hyaloscypha bist du ja fast fertig, Die Haarform und Länge dürfte passen. Die Harztropfigen Anlagerungen sind nicht Bedingung, aber bei so sehr reifen müsste da trotzdem was zu sehen sein.
    Haare sind ja schon mal da, bloß noch ein bisschen besser darstellen, dann dürftest du erlöst sein, denke ich. Beim Haar mit dem roten Pfeil meine ich schon, dass da was außenwandig dranhängt.

    Naja, schaun mer mal, die Haare sind ja jetzt länger als von der intacta, da sollte das Aufspüren doch kein Problem mehr für dich sein.


    VG Ingo W

    Hallo Feinschmecker!


    Also nur ganz unfachmännisch, wie ich es mir zusammenreime durch gemachte Beobachtungen:
    Ich denke, der Pilz hat irgendwie Sensoren, die auf Licht reagieren.


    Ein Pilzfruchtkörper kommt ja oft aus dem Dunklen, und ich denke mal, dass durch das empfangene Licht ein Schalter umgelegt wird, der das Streckwachstum nach "oben" beendet, gewissermaßen "Kommando Streckenwachstum einstellen, jetzt um den Rest kümmern!"


    Für die Sporenverbreitung ist das ja für die Mehrzahl der Pilze ziemlich effektiv, den Fruchtkörper oberirdisch zu bilden.


    Wenn du natürlich jetzt sagst, die Champis brauchen kein Licht, gerät mein Erklärungsversuch etwas ins Wanken.


    Dass mit dem eingebürgerten Wort "Pilzzucht" ist eine interessante Feststellung.
    Man sagt das immer so leichthin, aber du hast vollkommen recht, mit einer Zucht hat es eigentlich meist nicht zu tun.


    VG Ingo W

    Hyaloscypha quercicola (Velen.) Huhtinen 1990


    Ziemlich winzig ist es, wie die meisten Hyalinbecherchen.
    Ich fand es an einem liegenden ca. 2 cm starkem Laubholzast. Abtrocknend sieht man mit der Lupe ganz kurze Haare am Rand.

    Die Merkmale zur Bestimmung liegen eher im mikroskopischen Bereich.
    Es ist hakenlos und ohne Porusreaktion mit Liugol.
    Vom Komplex Hyaloscypha intacta/Parorbiliopsis minuta ist es gewissermaßen lediglich durch kürzere Sporen zu unterscheiden, welche auch weniger Öltropfen in sich haben.



    Im Optimalfall findet man unter dem Mikro längere Haare bis ca. 30 µm. Der Apikalteil dieser ist dann auffällig dünnfädig und beträgt ca. die Hälfte der Gesamtlänge.


    VG Ingo W


    Aufsammlung vom 10.12.2016 an sehr morschem Laubholz, vergesellschaftet mit Lachnum impudicum:





    Hallo Pablo!

    Zitat


    Nun, wie sieht's mit dem Porling aus? Gibst du Anna ein Contra?


    Da bin ich mir zu unsicher.
    Farblich und vom Substrat her gefällt mir Annas Vorschlag eigentlich sehr gut, da wette ich nicht dagegen.


    Bei der Hyaoloscypha waren ja makroskopisch nicht wirklich Haare zu erkennen, nur so ein paar sporadische Fusseln, ja?
    Auch, wenn sie trockener werden?
    Der Becher ist ohne Haken. Da gibt es auf deinen hübschen Mikros mehrere überzeugende Beispiele:

    Wäre natürlich interessant, woher dann der Eindruck kommt vom Inhalt des blauen Kastens.


    Das einzige, was mir momentan dazu einfällt, ist wieder eine Wolfgang Schößler Aufsammlung:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=38065&position=18
    Gibt es aber meines Wissens nicht als beschriebene offizielle Art.


    So kleine Haare am Rand müssten dennoch zu finden sein. Die gucken oft nur ganz wenig über die Marginalzellen.


    VG Ingo W


    Edit: Achso, der obere 1. blaue Kasten zeigt die für Parorbiliopsis minuta /Hyaloscypha intacta auftretenden Ascus-Scheinhakenfüße. Das sind basisnahe Verdickungen, die aber nie an einer Basiszelle angeschlossen sind. Gerade in dem Komplex recht typisch.
    Oft sieht man auch Asci, die nur halb auf der Basiszelle sitzen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=24711&position=11

    Hallo Emil!

    Zitat


    ...und war weniger rosa als auf den Fotos zu sehen.


    Naja, wenn der Hut mehr braun war und die Lamellen mehr weiß, bin ich ja wieder dabei.
    Ansonsten weiß ich von Andreas, dass er schon auch grazilere violettliche Fruchtkörper als L. sordida ansieht, in pilzepilze war glaub ich mal so eine Bestätigung von ihm.


    Ich bin da mit meiner Meinungsbildung noch nicht am Ende angelangt, bleibe erst mal bei meinem engen Konzept.
    Die Sequenzierung wirds richten.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich möchte auch mal auf das Lactarius-uvidus-Bild in PdS Bd. 6 Nr. 76 aufmerksam machen mit dem Hinweis, dass der Hut im feuchten Zustand stark schleimig ist, trocken eben klebrig.
    Naja, man kennt es z.B. vom Goldröhrling.
    Das Bild in PdS passt natürlich wunderbar (könnte glatt der Fotografierte sein), ist aber eben keine perfekte Bestimmung ohne "M".


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Den hat mir Wolfgang Sch. mal aus Gießen zukommen lassen. Sollte Allophylaria macrospora sein (Allophylaria wegen zähem Aufbau Ectal-Excipulum + Sporenform).
    Die Sporen könnten noch ein klein wenig länger sein:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=37255&position=5


    Da, wo der Freiraum in den Sporen ist, also wo keine Öltropfen zu sehen sind, da befindet sich in der Regel der Zellkern.
    Deswegen wird hier der Tropfengehalt mit dem Index 5, also maximal eingeschätzt.
    Dass sich dieser Umstand natürlich einschätzungsmäßig ändert, wenn die Spore altert und das Öl zusammenläuft, kann manchml zu Missverständnissen führen.


    Vakuolen sind übrigens Inhalte, die eher gasartiger Natur sind, die würden beim Einsatz von KOH oder beim Nachlassen der Vitalität verschwinden.
    "Öltropfiger" Inhalt bleibt jedoch auch mit KOH.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Der Sparringpartner zu Cerocorticium molare ist Radulomyces/ Radulum/ Hyphoderma/ Basidioradulum/ Xylodon radula (Reibeisen-Rindenpilz).
    Dessen Farben gehen eigentlich ganz gern in Oranglich-Gelbe.
    Was jetzt für deinen Fund eher zutrifft oder ob es sich um was ganz anderes handelt, weiß ich nicht.


    VG Ingo W

    Hallo Emil!

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    irgendwie weigere ich mich, ......


    Ja klar, das ist schon ok.
    Mache ich ja auch ständig.

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    .....an eine so dünnfleischige, fleischrosa (L. nuda kenne ich eigentlich nur violett mit Blaustich oder bräunlichlila) L. nuda zu glauben.


    Und L. sordida kennst du in der gezeigten fleischrosa Farbe?


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!

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    Wieso gezeichnet?
    Das sind Fotos !!!!


    Naja, "abgezeichnet" wäre eine unangreifbarere Definition gewesen. Die schlaue Forumsmannschaft davon überzeugen wollen, dass das Fotos sind, ich weiß mir nicht.......
    Da hat er wohl ein bisschen viel Fantasie, der Björn. Wir wollen aber besser mal bei den Tatsachen und der Realität bleiben.


    Aber stimmt schon, Björn hat sich gnolmologisch sehr positiv entwickelt. Spricht auch sehr gut und verständlich gnolmisch.


    Ähm Tuppie? Gibt ´s den liegenden Gnolm auch in Groß und ohne Buchstaben davor?
    Könnte ich gut gebrauchen, irgendwie drückt der sehr schön einen Gemütszustand aus, den ich perfekt beherrsche.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


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    Bleibt noch eine Eigenschaft (ich weiß jetzt nicht mehr, woher):
    L. sordida: Hut hygrophan
    L. nuda: Hut ausblassend


    Da frage ich mich als Laie: wie unterscheide ich das?


    http://enciclopedia.funghiitaliani.it/termine.php?show=3064
    Im italienischen Link auf Bild 11 ist der Optimalfall von hygrophan, also trocken andere Farbe als durchfeuchtet.


    Die Frage ist aber, wo fängt hygrophan an, wo hört es auf. Denn wenn man mal abtrocknende Lepista nuda betrachtet, so tritt das schon auch auf, eben abgeschwächt.
    Ich weiß auch, dass manche Autoren mal schrieben, dass bei sordida der Rand durchscheinend gerieft ist(?)/ sein kann. Bringt auch nicht wirklich die Entscheidung, außer man hat solche Exemplare dabei.


    Zitat


    Da frage ich mich als Laie: wie unterscheide ich das?


    Das fragst nicht nur du dich.
    Und wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, kann man dann noch diese knallviolette Varietät von Lepista sordida ins Spiel bringen:
    http://mushroomhobby.com/Galle…0var.%20lilacea/index.htm
    Hier hätten wir also ganz klare violette Farben und Hygrophanität.


    VG Ingo W

    Hallo Emil!


    Vielleicht habe ich eine zu enge Auffassung, vielleicht aber auch viele anderen eine zu weite.
    Hier in dem folgenden Link wären für mich als Lepista sordida nur Nr. 4, 8, 9, 10, 11 akzeptabel, beim Rest erkenne ich es nicht oder halte die für Lepista nuda. Die ersten 2 Bilder sind so blaustichig, dass sie auch als glaucocana durchgingen.
    http://enciclopedia.funghiitaliani.it/termine.php?show=3064


    Was wäre denn das für ein Standort, der dir hier besonders gut gefällt für L. sordida?


    Ui, beim TINTLINGs-Bild, das ich sonst immer noch gerne beim Thema aufführe, fällt mir gerade auf, dass das mit der Lamellenhaltung wohl eher ganz was anderes ist.
    http://tintling.com/pilzbuch/arten/l/Lepista_sordida.html


    Ob das alles so stimmt, wie ich es mir einbilde, ist natürlich die 2. Frage (oder 3. schon?).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich schwör ´s: normalerweise sieht das bei mir so aus mit den vielen Arten, die überall dran sind.
    Allerdings ist eben doch auch einiges kaputtgegangen mit Frost und wieder auftauen.


    Also die kurzhaarige Lachnum ist brevipilosum oder impudicum, die kriege ich makroskopisch nicht gebacken, aber was anderes kurzhaariges zu dieser Zeit hatte ich noch nie gehabt.


    Bei der Neodasyscypha, da wird nix andres rauskommen, die werden so braunoliv-scheibig, wenn vergehend:
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/32946534


    Exidia saccharina (Kandisbrauner Drüsling) sollte passen, beim schwarzen fällt mir dann auch nichts anderes ein, die weißen winzigen Becherchen dazwischen sind (vorausgesetzt, sie sehen habituell wie die weiter unten auf dem vorletzten Bild aus) Hyaloscypha aureliella, da sollten ältere dadurch auffallen, dass die Haare etwas gelblich glitzern durch mikroskopisch kleine angelagerte Tröpfchen.


    Die Calycina auf Weide ist wieder Bisporella subpallida (Blassgelbe Bisporella).


    Beim weißen Winzling käme mehreres in Betracht, wahrscheinlich ist es schon eine Hyaloscypha, aber da gibt es eben auch einiges.


    Viele Grüße
    Ingo W


    Edit:
    Bei dem Stubbenpild mit der NFF sieht es übrigens rechts beim roten Holz so aus, als wüchse dort auch Hyphodiscus.
    Vielleicht ist es auch etwas zu viel Fantasie:

    Hallo Pablo!


    Das hört sich gut an.
    Bei dem, was du mitgenommen hast, da sind dann sicherlich auch Orbilien mit drauf, etliches sieht man erst zu Hause.


    Also ich nehme dann die schöne große Mollisia-Kollektion von Weide, die kleinere von Kiefer, die blasse winzige Orbilia, die du noch auf dem veralgten Holz entdecken wirst, ok. die größere kannst du auch dazutun.
    Die kleinen haarigen Weißen und die gelbscheibige auf Kiefer brauche ich nicht, aber die winzigen konvexen Pusteligen mit der bereiften Oberfläche kannst du dazulegen und auch die vom Zapfen. Ok?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich war heute nochmal fort.
    Kurzer Sonnenschein lädt ja geradezu ein doch fix mal was neues zu holen. Als ich aber aussteige aus ´m Auto und ein paar Meter gelaufen bin ist Graupel und Regen.
    Wie gewohnt also ein paar Äste aufgehoben "nein, die Mollisien an dem Stöckchen sind ja zu wenig" und "Nein, die sehen nicht schön genug aus", am Ende hatte ich zu tun, überhaupt was zu finden.
    Schätze, ich muss das Biotop wechseln. War jetzt 2x buchendominiert, ist wohl gerade nicht so gut.
    Ich bin das auf jeden Fall so nicht gewöhnt und kann so nicht arbeiten!!!


    Was meinst du mit Kapazitäten? Mollisia oder Orbilia übrig für mich?
    Zeit habe ich gerade.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich bin ja hier selten zu Gast (macht zuviel Frust, wenn man sieht, wie Fotografieren ordentlich geht), aber ich möchte mal denen sagen, die nicht auf ´s Treppchen kamen: es ist wohl immer auch irgendwie eine subjektive Einschätzung. Da sind auf jeden Fall Bilder außerhalb der oberen Platzierung dabei, die mir richtig gut gefallen!!


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

    Zitat


    Wenn ich es irgendwie schaffe, geh ich am WE einen Lärchenast fotografieren.


    Aber schön die Knubbel dranlassen, wo früher mal die Nadeln rausgewachsen sind.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Ich übernehme 10 Chips auf Eiche.
    Wäre ja schön, wenn noch mehr vom Ast übriggeblieben wäre, wo der Zähnchenrindenpilz nicht drauf ist, damit man dort nach weiteren Pilzlein suchen kann, z.B. Colpoma quercina.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!

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    .....da die Dinger immer früh erscheinen und ich die Bilder im Halbschlaf vor der Arbeit machen musste.


    So schöne Bilder wie du im Halbschlaf machst, möchte ich mal ausgeschlafen hinkriegen.
    Irgendwann kriege ich wohl mal den Staune-Mund nicht mehr zu.


    VG Ingo W

    Hallo Norbert!

    Zitat


    Hallo Norbert!
    Was hältst Du von Cerocorticium confluens (Zusammenfließender Reibeisenpilz.
    Gruß
    Winfried


    Ich denke mal, dass sich Winfried verschrieben hat. Sicherlich meint er Cerocorticium molare (Gezähnter Reibeisenpilz), denn C. confluens macht nicht wirklich Zähne.


    VG Ingo W