Beiträge von Ingo W

    Hallo Sarah!


    Gegen dein Wetter hätte ich nichts.


    04+05 kann Mycena speirea (Bogenblättriger Helmling) sein, da gibt es aber noch mehr Möglichkeiten.


    06: Mycena meliigena (Rötlicher Rindenhelmling) sieht gut aus. Winzig klein, bereifter Stiel, mindestens am Anfang rotbräunliche Farbe, kurzer Stiel und an Rinde von älteren Laubbäumen, das passt gut.

    Zitat

    07. Kleine cremefarbene Becherchen (Orbilia?) auf Eichenblatt


    Müsste man etwas besser sehen.
    Orbilia ist das nicht.
    Eine Reihe von Calycellina-Arten wachsen auf Blättern, auf Eichenblättern wäre von der Größe her Calycellina punctata (Eichenblatt-Kurzhaarbecherchen) eine gute Option:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=12791&position=13
    Verschmieren ließ der sich ja nicht? Gibt nämlich auch Schleimpilze/ Nebenfruchtformen, die auf dein Bild passen würden.


    Die Nr. 8 sollte ein Brüderchen des bekannten Resupinatus trichotis (Dichtblättriger Liliputseitling) sein, nämlich der kleinere lamellenlose Resupinatus taxi, wohl bekannter als Stigmatolemma taxi, ein Basidiomycet.
    http://asco-sonneberg.de/pages…axi-130916-01xsj37055.php


    Allerdings muss man da mal ins Innere gucken, ob nicht vielleicht schon Ansätze von Lamellen zu sehen sind, denn auch der häufige Resupinatus trichotis fängt fruchtkörpermäßig erst ohne Lamellen an:


    Die 12 ist Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz);


    Bei der 13, also dem Waldfreundrübling, möchte man mal druntergucken wegen der Lamellenfarbe.


    14 ist schon Ritterling (Tricholoma).


    16.

    Zitat

    Ein Düngerling, vielleicht Panaeolus acuminatus?


    Dunkler bereifter Stiel und der Hut immer irgendwie rotbraun und viel zu groß für den Stiel erscheinend? Da wäre ich auch bei deinem Arbeitsnamen.


    18: interessant, aber kein Gold-Mistpilz.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


    Ich will keine Überzeugungsarbeit betreiben oder Andreas` Bestimmung anzweifeln
    Ich gebe aber zu bedenken, weil ich muss ja auch mein Konzept für mich verteitigen:

    Zitat


    Eventuell / wahrscheinlich hat es in der Nacht davor etwas Bodenfrost gegeben, der Standort liegt ja in einer Mulde.


    1x mal Frost reicht, um die Farben zu verändern und natürlich wirkt sich Frosteinwirkung auch auf den Geschmack aus.
    Hier mal ein Beispiel, wie Lepista nuda abtrocknend aussehen kann. Also diese oft beschriebene Hygrophanität zur Abgrenzung von Lepista nuda und Lepista sordida, ich weiß icht, ob man das wirklich so klar abgrenzen kann.
    Hier mal ein Beispiel einer abtrocknenden Lepista nuda, da sind die Farbunterschiede sogar noch deutlicher als auf deinem Foto.
    http://www.pilzfreun.de/wp-con…12/01/Lepista-nuda-bo.jpg


    VG Ingo W

    Hallo!


    Übrigens beruht dieser komische Autorenname "Jakobashch" auf einem Schreibfehler, da ist irgendwann mal ein "h" zu viel reingeschrieben worden.


    Eigentlich heißt der E. Jakobasch.


    Warum sich das jetzt so beständig hält, liegt wohl daran, dass man sich auf gewisse Institutionen verlässt. So ist in wikipedia rechts bei "Systematik" und im species-fungorum der Name mit Schreibfehler angegeben.


    Dass der Umkombinierer wirklich Jakobasch hieß, ist z.B. in wikipedia ganz unten bei Nr. 4 Einzelnachweise über den aufgeführten Link nachzuverfolgen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Sieht wieder aus wie Substratbewegung. Der größere Fruchtkörper, der uns anschaut wird mal das Hymenophor gewesen sein und hat nach unten gezeigt.
    Der in der jetzigen Lage nach oben zeigende Teil des Irrgarten-Hymenophors wird jetzt scheinbar als die Oberseite vön Hüten angesehen und so weiterentwickelt.
    Ich möchte wetten, dass ich recht habe.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Mit meinem Pilz hat das jetzt nur begrenzt was zu tun, aber man muss ja auch die Alternativen angucken. Damit man beim nächsten Mal nur noch 99% so blöd dasteht.


    Ich komme schon wieder nicht mit. Was ist "DAS"? Lenzites oder Pablos Alternativen?
    Hier nochmal eine schöne Sammlung von Lenzites betulinus-Bildern:
    http://www.hlasek.com/lenzites_betulina_bh6996.html


    VG Ingo W

    Hallo Craterelle!

    Zitat


    Ich mochte die Gnolme ja in gewisser Weise zur Zeit ihrer Erfindung Entstehung Entdeckung fast lieber, als sie noch nicht domestiziert waren.


    Aber diese eher gefährliche Fiesigkeit der Gnolme zu dieser Zeit nahm im Forum dann Formen an, die gerade in der Vorweihnachtszeit überhaupt nicht mehr schön waren. Jeder wollte die bloß noch von der Katze fangen lassen und verklopfen und verhauen, da wäre beinahe schon Blut geflossen, das war nicht gut.


    Deshalb haben wir die Gnolme lieber etwas naiver und gutmütiger werden lassen. Ich denke, so machen sie vielen Forumlern sehr viel mehr Spaß.
    Wird dein Avatar eigentlich mit Absicht immer undeutlicher und milchiger?


    VG Ingo W

    Hallo Feinschmecker!


    Zitat


    Die Idee dahinter war, daß Pilze ihre Fruchtkörper in irgendeiner Art und Weise dazu bringen müssen, "richtigrum" zu wachsen, also z.B. Hut oben, sporenbildende Schicht unten. Falls das nicht mit einem "Schwerkraftsensor" funktioniert, dann vielleicht mit einem "Lichtsensor"? Hell ist oben?


    Ich denke, der Schwerkraftsensor funktioniert bei Pilzen gut.
    Wäre eigentlich eine schnellgelöste Aufgabe in der Schwerelosigkeit mit einer konstanten Lichtquelle.


    Ich glaube, dass für die richtige Ausrichtung des Pilzfruchtkörpers hauptsächlich die Schwerkraft verantwortlich ist (Stichwort Geotropismus). Würde nämlich das Licht die maßgebliche Rolle spielen, hätte der Pilz im dunklen Erdreich schon keinen Plan, wohin er wachsen soll.


    Man kann sich das auch gut mit einem Versuch veranschaulichen, indem man z.B eine auf solche Einflüsse schnell reagierende Pilzart testet.
    Man nehme also einen Scheidenstreifling und lege den in eine lichtundurchlassige verschließbare Dose (Eisschachtel oder sowas) waagerecht auf zwei kleine Holzbauklötze oder etwas ähnliches, damit der Hut nicht aufliegt.
    Ab in den dunklen Keller/Schrank damit. Am nächsten Tag wird sich der Hut geotrop ausgerichtet haben, also so, dass die Lamellen wieder nach unten zeigen. Ganz ohne Licht.


    Also ich denke, dass das Licht auf jeden Fall eine große Rolle bei der Farbentwicklung spielt, aber eher nur eine unwesentliche bei der Fruchtkörper-Ausrichtung.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Da werden sich die Gnolmis freuen.
    Wir haben nämlich letztens in der strategischen Endauswertung des APR nochmal darüber gefachsimpelt, dass es einen kleinen Unterschied zwischen Knusper-Cracker und Pilzwettchips gibt. Ich glaube, die Mannschaft hat das gut aufgenommen und kann das jetzt sogar im Schlaf erklären.


    VG Ingo W


    "Gnihihihihi........"

    Hallo Pablo!


    Zitat


    .....gerade in dem Detritus zwischen den Weiden hätte man sicher nochmal mindestens ein Dutzend Arten aufstöbern können.


    Wobei jetzt in der Winterszeit solche Arten in der Streu anzahlmäßig stark nachlassen nach meinen Beobachtungen. Ist ja auch irgendwo verständlich, denn es sind ja nicht gerade gute Sporenflug-Bedingungen im faulig-nassem Laub mit Schnee drauf. Aber "ordentliche" Becher findet man jetzt tatsächlich eher "im Luftraum".


    Zitat


    Ob die Becher am Vergehen sind, bezweifle ich.


    Ok, dann aber zumindest mit Schädigung. Wenn innendrin alles ok ist, dann eine Schädigung der Farbe.


    Zitat


    Jedenfalls: Wenn ich das unterm Mikro angucke, ist es immer die gleiche Katastrophe........


    Das ging und geht ganz vielen so und deswegen wurde und wird mitunter recht komisches Zeug beschrieben.
    Mach dir also nichts draus.
    Wobei ich allerdings nochmal sagen muss: die winzighaarige cf. intacta hast du hinbekommen, längere Haare wurden bei dieser cf. aureliella gesichtet im Mikroskop, also sollten die schon auch da sein.


    Inwieweit die Haarlänge auf bestimmte Einflüsse zurückgehen könnte, habe ich keine Antwort. Ich meine, ich hätte schon Kollektionen gehabt, da waren an einigen Apos tatsächlich die Haare stark reduziert (oder nicht vorhanden) im Vergleich zu Nachbar-Apos.
    Woran es lag? Keine Ahnung. Entweder es gibt den Effekt oder ich war gerade Modus der Ausredensuche, weil es mir ging wie dir gerade.


    Falls du nochmal einen Test machen willst: probier mal ein Apo zu schnappen, wo du auch makroskopisch was haariges siehst, lege es gleich in einen Tropfen Kongo mit Fruchtschicht nach unten, lass das Deckglas einfach nur drauffallen ohne groß zu quetschen und drücke dich nach jeder Mikrosichtung Stück für Stück vor.


    VG Ingo W

    Hallo Heide!


    Ich habe nichts gegen Vergleiche, und Vereinfachung sichert besseres Verständnis.
    Aber ich sag ´s nochmal: der Vergleich stimmt einfach nicht! Ein bereits bestehendes Myzel muss nicht erneut durch Sporen befruchtet werden.


    Verrückt? Wiir 2 Beide?
    Lass mich nachdenken?
    Gnolmi, was sagst du dazu?
    "Alloooo Eidi!
    Anda`n auch ve``ückt sin!
    Schüssiii"


    VG Ingo W

    Hallo magellan!


    Da hat Pablo recht, der gedachte Ästchen-Schichtpilz auf den letzten Bildern ist die Tabakbraune Borstenscheibe.


    Ich finde die Aufnahmen von Pilz und Pflanzen sehr schön.
    Als botanischer Tiefflieger wünschte ich mir die Namen bei den Bildern, denn wenn ich zwischendrin mal sehen will wie du eine abgebildete Pflanze bestimmt hast, geht ein richtiges Gesuche los. Musst du mal ausprobieren: zuerst Bilder durchzählen (da nicht nummeriert), dann oben die entsprechende Passage mit den Namen durchzählen.


    Jetzt mittendrin spinnt die Maus, ist gleich zwei Bilder vorgerutscht. Also neu anfangen.
    Was ist jetzt los, bei Nummer 15, das kann doch nicht passen, ach da sind ja Arten mit 2 Bildern dabei.
    Also wieder neu anfangen! Stimmt das jetzt wirklich, was ich gezählt habe? Was hatte ich eigentlich für eine Nummer?


    Ich habe jetzt versuchsweise mal das Sumpf-Vergissmeinnicht an 12. Stelle angucken wollen, passt aber nicht.
    Ich probier ´s mal von hinten her: Ne, passt auch nicht!
    Wahrscheinlich ist die Position der Bilder gar nicht passend zu der Reihenfolge der aufgeführten Namen, stimmt ´s?


    VG Ingo W


    Beim Helmling sollte eigentlich Mycena galericulata (Rosablättriger Helmling) rauskommen.

    Hallo Sebastian!

    Zitat


    Meine Beobachtungen gehen also eher in die Richtung die Heidi beschreibt das Pilze ( natürlich gibt es bestimmt mal wieder hunderte von Außnahmen ) mit Licht besser wachsen oder es sogar brauchen


    Verstehe ich nicht. Und was habe ich geschrieben? Wenn Pilz im Licht, dann Streckenwachstum einstellen und Entfaltung des Fruchtkörpers forcieren mit Ausbildung der Fruchtschicht zur Sporenbildung.
    Nicht das gleiche?


    Übrigens irrt Heidi mit dem Vergleich:

    Zitat


    Man könnte sagen.......der "männlche" Pilz ist der FKP und der "weibliche" das Myzel. ..... Wink So aber isses.


    Nein, so isses nicht! Noch nicht mal annähernd!


    Der Pilzfruchtkörper ist das Instrument des Pilzes (Myzel), für die Vermehrung zu sorgen. Dabei werden bei Reife die eigentlichen "Früchte" gebildet, nämlich die Sporen.
    Es gibt, vereinfacht gesprochen, Plus-Sporen und Minus-Sporen. Diese Sporen verbreiten sich und wenn die Bedingungen passen, dann "keimen" die aus.
    Wenn sich jetzt die "Hyphen" der ausgekeimten Plus-Spore und einer Minus-Spore unter günstiger Bedingung im richtigen Milieu treffen, kann es zu einer Verschmelzung dieser Hyphen kommen. Erst das ist die Geburtstunde des neuen Pilzes, welcher dann natürlich bestrebt ist, wieder Fruchtkörper zu bilden.


    VG Ingo W

    Olla transiens (Höhn.) Baral 1993
    Protounguicularia transiens (Höhn.) Huhtinen 2008
    Bärtiges Glashaarbecherchen


    An dickem Laubholz findet man die Art, wohl besonders gern an Buche.

    Solange die Apothezien frisch sind, also die langen Haare weiß und strahlig abstehend, kann man die Art eigentlich auch makroskopisch kaum verwechseln.

    Da die Art aber auch in der kälteren Jahreszeit zu finden ist, sind diese kennzeichnenden weißen Haare manchmal nicht mehr zu sehen, sondern oft nur noch, durch bräunliches Exsudat entstanden, Becherchen mit brauner Außenseite.


    Da gibt es dann recht ähnliche Arten aus anderen Gattungen, welche auch mikroskopisch auf den ersten Blick recht ähnlich aussehen.
    Psilocistella variepilosa oder Dematioscypha richonis var. olivacea wären z.B. solche Arten:
    http://www.pilzforum.eu/board/…acea?pid=284213#pid284213
    Haare mit Glasspitzen haben die aber alle nicht.
    Die Mikros:




    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Genau, jetzt sind wir richtig. Diese flaschenförmigen Ampullen brauchen wir, denn das sind die echten Haare, mit denen man in die Gattung kommt.
    Die konischen Zuckerhütchen und die "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Zellen an der Margo sind fast bei allen Winzlingen genau so ausgebildet.

    Zitat

    Die sind echt unscheinbar und kurz. Das Längste, was ich da messen kann, sind 25 µm


    Perfekt!
    Das passt aus meiner Sicht erst mal zur angedachten Bestimmung mit Hyaloscypha cf. intacta (IKI+).
    Der Fehler kann jetzt eigentlich nur noch darin liegen, dass der Becher längere Haare hätte. Beim Bild mit den abgeknickten Haaren weiß man es nicht wirklich, ob die vielleicht trotzdem länger sind. Ist aber eigentlich unwahrscheinlich, weil man Haare bei 30 µm und länger dann in einer Kollektion auch makroskopisch irgendwo gut erkennt.



    Bei der Nadelholz-Hyaloscypha bist du ja fast fertig, Die Haarform und Länge dürfte passen. Die Harztropfigen Anlagerungen sind nicht Bedingung, aber bei so sehr reifen müsste da trotzdem was zu sehen sein.
    Haare sind ja schon mal da, bloß noch ein bisschen besser darstellen, dann dürftest du erlöst sein, denke ich. Beim Haar mit dem roten Pfeil meine ich schon, dass da was außenwandig dranhängt.

    Naja, schaun mer mal, die Haare sind ja jetzt länger als von der intacta, da sollte das Aufspüren doch kein Problem mehr für dich sein.


    VG Ingo W

    Hallo Feinschmecker!


    Also nur ganz unfachmännisch, wie ich es mir zusammenreime durch gemachte Beobachtungen:
    Ich denke, der Pilz hat irgendwie Sensoren, die auf Licht reagieren.


    Ein Pilzfruchtkörper kommt ja oft aus dem Dunklen, und ich denke mal, dass durch das empfangene Licht ein Schalter umgelegt wird, der das Streckwachstum nach "oben" beendet, gewissermaßen "Kommando Streckenwachstum einstellen, jetzt um den Rest kümmern!"


    Für die Sporenverbreitung ist das ja für die Mehrzahl der Pilze ziemlich effektiv, den Fruchtkörper oberirdisch zu bilden.


    Wenn du natürlich jetzt sagst, die Champis brauchen kein Licht, gerät mein Erklärungsversuch etwas ins Wanken.


    Dass mit dem eingebürgerten Wort "Pilzzucht" ist eine interessante Feststellung.
    Man sagt das immer so leichthin, aber du hast vollkommen recht, mit einer Zucht hat es eigentlich meist nicht zu tun.


    VG Ingo W

    Hyaloscypha quercicola (Velen.) Huhtinen 1990


    Ziemlich winzig ist es, wie die meisten Hyalinbecherchen.
    Ich fand es an einem liegenden ca. 2 cm starkem Laubholzast. Abtrocknend sieht man mit der Lupe ganz kurze Haare am Rand.

    Die Merkmale zur Bestimmung liegen eher im mikroskopischen Bereich.
    Es ist hakenlos und ohne Porusreaktion mit Liugol.
    Vom Komplex Hyaloscypha intacta/Parorbiliopsis minuta ist es gewissermaßen lediglich durch kürzere Sporen zu unterscheiden, welche auch weniger Öltropfen in sich haben.



    Im Optimalfall findet man unter dem Mikro längere Haare bis ca. 30 µm. Der Apikalteil dieser ist dann auffällig dünnfädig und beträgt ca. die Hälfte der Gesamtlänge.


    VG Ingo W


    Aufsammlung vom 10.12.2016 an sehr morschem Laubholz, vergesellschaftet mit Lachnum impudicum:





    Hallo Pablo!

    Zitat


    Nun, wie sieht's mit dem Porling aus? Gibst du Anna ein Contra?


    Da bin ich mir zu unsicher.
    Farblich und vom Substrat her gefällt mir Annas Vorschlag eigentlich sehr gut, da wette ich nicht dagegen.


    Bei der Hyaoloscypha waren ja makroskopisch nicht wirklich Haare zu erkennen, nur so ein paar sporadische Fusseln, ja?
    Auch, wenn sie trockener werden?
    Der Becher ist ohne Haken. Da gibt es auf deinen hübschen Mikros mehrere überzeugende Beispiele:

    Wäre natürlich interessant, woher dann der Eindruck kommt vom Inhalt des blauen Kastens.


    Das einzige, was mir momentan dazu einfällt, ist wieder eine Wolfgang Schößler Aufsammlung:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=38065&position=18
    Gibt es aber meines Wissens nicht als beschriebene offizielle Art.


    So kleine Haare am Rand müssten dennoch zu finden sein. Die gucken oft nur ganz wenig über die Marginalzellen.


    VG Ingo W


    Edit: Achso, der obere 1. blaue Kasten zeigt die für Parorbiliopsis minuta /Hyaloscypha intacta auftretenden Ascus-Scheinhakenfüße. Das sind basisnahe Verdickungen, die aber nie an einer Basiszelle angeschlossen sind. Gerade in dem Komplex recht typisch.
    Oft sieht man auch Asci, die nur halb auf der Basiszelle sitzen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=24711&position=11

    Hallo Emil!

    Zitat


    ...und war weniger rosa als auf den Fotos zu sehen.


    Naja, wenn der Hut mehr braun war und die Lamellen mehr weiß, bin ich ja wieder dabei.
    Ansonsten weiß ich von Andreas, dass er schon auch grazilere violettliche Fruchtkörper als L. sordida ansieht, in pilzepilze war glaub ich mal so eine Bestätigung von ihm.


    Ich bin da mit meiner Meinungsbildung noch nicht am Ende angelangt, bleibe erst mal bei meinem engen Konzept.
    Die Sequenzierung wirds richten.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich möchte auch mal auf das Lactarius-uvidus-Bild in PdS Bd. 6 Nr. 76 aufmerksam machen mit dem Hinweis, dass der Hut im feuchten Zustand stark schleimig ist, trocken eben klebrig.
    Naja, man kennt es z.B. vom Goldröhrling.
    Das Bild in PdS passt natürlich wunderbar (könnte glatt der Fotografierte sein), ist aber eben keine perfekte Bestimmung ohne "M".


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Den hat mir Wolfgang Sch. mal aus Gießen zukommen lassen. Sollte Allophylaria macrospora sein (Allophylaria wegen zähem Aufbau Ectal-Excipulum + Sporenform).
    Die Sporen könnten noch ein klein wenig länger sein:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=37255&position=5


    Da, wo der Freiraum in den Sporen ist, also wo keine Öltropfen zu sehen sind, da befindet sich in der Regel der Zellkern.
    Deswegen wird hier der Tropfengehalt mit dem Index 5, also maximal eingeschätzt.
    Dass sich dieser Umstand natürlich einschätzungsmäßig ändert, wenn die Spore altert und das Öl zusammenläuft, kann manchml zu Missverständnissen führen.


    Vakuolen sind übrigens Inhalte, die eher gasartiger Natur sind, die würden beim Einsatz von KOH oder beim Nachlassen der Vitalität verschwinden.
    "Öltropfiger" Inhalt bleibt jedoch auch mit KOH.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Der Sparringpartner zu Cerocorticium molare ist Radulomyces/ Radulum/ Hyphoderma/ Basidioradulum/ Xylodon radula (Reibeisen-Rindenpilz).
    Dessen Farben gehen eigentlich ganz gern in Oranglich-Gelbe.
    Was jetzt für deinen Fund eher zutrifft oder ob es sich um was ganz anderes handelt, weiß ich nicht.


    VG Ingo W