Beiträge von Ingo W

    Hallo Jürgen!


    Das ist der Gelbe Zitterling (Tremella mesenterica). Der parasitiert Peniophora-Arten (Zystidenrindenpilze).
    Wenn man Glück hat und etwas schaut, sieht man manchmal die entsprechenden Fruchtkörper mit auf dem Sbstrat. Bei deinem Fund sollte es sich um Peniophora quercina (Eichenzystiden-Rindenpilz) handeln.
    Es gibt nämlich noch einen makroskopisch identischen Zitterling, der Stereum-Arten parasitiert, deshalb ist es gut, auf die Begleit-Funga zu achten.
    http://www.mykoweb.com/CAF/species/Tremella_aurantia.html


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Hübsches Pilzlein!


    Außergewöhnliche Fundorte führen zu außergewöhnlichen Pilzen.

    Zitat


    Etymologie
    von amniculus (lat)-das Flüßchen
    und
    parva bzw. parvus (Lat.)- das Kleine Mädchen,klein


    "Amniculus" = "Flüsschen" passt.
    Da fehlt jetzt aber noch der Wortteil "cola" (= "dort lebend"), heißt also im Zusammenhang "Im/am Flüsschen Lebender".
    Das "parvus" wird nichts mit Mädchen zu tun haben, sondern mit "winzig" oder "klein".


    Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass bei deinen Portraitköpfen die Fettschreibung oder Kursivschrift nicht ordnungsgemäß funktioniert und so Befehlsteile wie [i] und [b] zu lesen sind?


    Sieht aus, als verwendest du eine Maske, die irgendwie falsch funktioniert.
    Oder bin ich der einzige, bei dem das so ankommt?


    VG Ingo W

    Hallo Frank!


    Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass sich ein Pilz mit etlichen Fruchtkörpern in dem Ausmaß nur vom Splintholz ernährten kann.
    Also der sollte schon ordentlich im Holz "wohnen" und ab und an bildet er eben Fruchtkörper auf der Außenseite zur Vermehrung.
    Ob er beim Holzabbau eine spezielle Strategie besitzt, also von "außen nach innen" oder "innen nach außen" arbeitet, weiß ich nicht. Ich vermute einfach mal, dass er so viel wie möglich vom Holz versucht für sich in Anspruch zu nehmen, ist ja immer eine Fage geeigneter Bedingungen (Lage, Feuchtigkeitshaushalt, Morschheitsgrad, Substrat, Konkurrenzdruck usw.)


    VG Ingo W

    Hallo!


    Bin gerade über diesen Beitrag gestolpert.
    Bei der 7 müsste man halt das Substrat wissen. Sieht ziemlich krautig aus, also wird der Becher wahrscheinlich eine Pyrenopeziza sein.


    Zitat


    Noch einmal Becher. Man sieht hier bereits, dass wohl durch ihre Einwirkung das Holz rötlich verfärbt wurde. Beim Abziehen der Rinde war dies noch weit deutlicher erkennbar. Dieser Fund hab uns ein Rätsel auf. [Edit: Jetzt haben wir eine mikroskopische Lösung. Es ist der Rosafarbene Schmarotzerpustelpilz (Hypomyces rosellus) . Danke Michael!


    Zur Nr. 8: der Schmarotzerpustelpilz würde ja Beläge bilden, hier ist aber nur das Holz rot gefärbt.
    Wenn man genbau hinschaut, sieht man überall kleine dunkle gestielte Becher. Die gehören zur Gattung Hyphodiscus (Staubhaarbecherchen) und etliche Arten sorgen für rotes Holz:
    http://asco-sonneberg.de/pages…50322-01xsmcoljj38218.php


    VG Ingo W

    Hallo Frank!


    Trockene Exidia (Drüsling) sehen so aus.
    Ich denke, das ist Exidia glandulosa/truncata = Becherförmiger/ Abgestutzter/Stoppeliger Drüsling.
    Einfach ein paar Fruchtkörper mit nach Hause nehmen und in Wasser legen, dann nehmen die wieder Form an.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    .....um diese Linie irgendwo nachzuweisen.........Es ist ja auch nicht immer der gesamte Hutfilz schwarz.


    Einer der häufigsten Pilze überhaupt.
    Ob es da nicht schon mal Sequenzen gibt, die was über die Zuverlässigkeit der dunklen Linie aussagen?
    Frank, weißt du da was drüber?


    VG Ingo W

    Hallo Norbert!


    Zerschlitzt-porig bis fast gezähnt, das geht und ist wohl hauptsächlich in der kalten Jahreszeit so zu finden(?).
    Mir geht es ja wie dir und Pablo, also ich sehe von der Wuchsweise eher einen hellen Schmetterling. Die Farbe ist allerdings ungünstigerweise irgendwie zu hell.
    Die Angabe des Vorhandenseins der oft gerühmten dunklen Linie unter dem Hutfilz per Schnitt durch den Fruchtkörper vermisse ich natürlich hier als Hinweis zur Art.


    Zitat


    Die Farben passen aber auch nicht zu Trametes versicolor, es sein denn daß bei der Art sowohl Tomentum als auch Subtomentum durch Verwitterung verschwinden können.


    Den Gedankengang von Pablo verstehe ich nicht. Was haben die Farben mit dem Tomentum zu tun?


    Schön wäre ja mal bei solchen oft gezeigten unsicheren Funden die Beobachtung übers Jahr hinweg, also ob sich da farblich noch was ändert im Voranschreiten des Alters.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Naja, gehört ja nicht so richtig hier ins Thema.

    Zitat


    Wenn ich Abschüses beobachte, habe ich meist erstmal ein Problem mit der Dynamik der Sporen:


    Da geht es ja auch nicht unbedingt darum, jetzt gerade nach diesen davonschwimmenden 8 Sporen auf die Jagd zu gehen (was dann beim Einfangen natürlich noch idealer ist), sondern mehr darum, ein Gefühl für die Größe der reifen Sporen zu bekommen.
    Wenn man einen Ascus abschießen sieht, dann sind natürlich auch andere voll aufgebläht (turgeszent) und bereit und für gewöhnlich ist dann auch das Umfeld reichlich mit freischwimmenden Sporen besetzt.


    Schlechter ist es halt ohne diesen Effekt, denn dann kann das Sporenmaß stimmen oder größer sein.


    Übrigens, damit es nicht zu einfach bleibt, es gibt ein unterschätztes Gegenteil: man kann auch zu groß messen, nämlich dann, wenn man ein altreifes Apothezium vor sich hat, bei dem sich die Sporen im Vorkeimstadium befinden.
    Aber das passt alles nicht wirklich hierher.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Die Sporen aus einem Abwurf (wie macht man den eigentlich bei Becherchen?


    Es geht ja beim Abwurf darum, wirklich reife Sporen zu werten und die Farbe zu bestimmen.
    Bei der Sporenpulverfarbe sieht es etwas schlecht aus bei den Winzbechern.
    Und wegen der Reife hat man eben Glück, wenn die Fruchtschicht so weit ist, dass man beim Mikroskopieren das Abschießen mitverfolgen kann.
    Solche gemessene Sporen sind der Idealfall. Ansonsten gehört wohl etwas Erfahrung dazu und man kann sich da auch irren, z.B. bei Exsikkaten oder reifemäßig falsch eingeschätzten Becherchen. Nicht wenige beschriebene Arten sind wahrscheinlich Ergebnis von falsch eingeschätzter Reife.


    Meine Deformierungsbeispiele bezogen sich nur auf dieses angerissene Teilthema......

    Zitat


    Was man übriegns auch gut machen kann: "Zystiden" züchten.


    ......nicht auf die eventuelle Schuppenbildung beim Stummelfüßchen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Jawohl, unnatürliche Umgebung oder zerstörerische Einflüsse können Formen hervorbringen, die manchen Mykologen genötigt haben, neue Arten zu beschreiben.


    Für Ascomyceten hatte ich mir solche Beispiele mal aufgehoben:
    http://asco-sonneberg.de/pages…140503-mcol-01jj37492.php
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26111&position=22
    http://asco-sonneberg.de/pages…mierung-151112jj38648.php


    Eine KOH-reaktive Mollisia wurde auch schon neu beschrieben, weil KOH den Paraphyseninhalt gelb/orange färbte.
    Nun, ich denke, das war einfach eine steckengebliebene Positiv-Reaktion wie hier:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=28541&position=21


    VG Ingo W

    Hallo Nobi!


    Sicherlich Erfahrungssache, aber dieser Punkt hätte mich schon in die Irre geführt:

    Zitat


    G. ...... Paraphysen nicht deutlich erweitert


    Die sind doch nun apikal recht keulig, wieso zählt das nicht als "deutlich erweitert"?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Was du alles erkennst und definieren kannst! Mono-, di- und trimitisch oder doch pseudodimitisch? Ein pilziges Kapitel, dass ich nie richtig begriffen habe.


    Von Junghuhnia separabilima habe ich noch nie was gehört, und wie zielsicher du auch die Peniophora lycii oder Ceriporiopsis bestimmst, das ist schon beeindruckend.


    Sehr viel kann ich da nicht mitreden, aber lesen tue ich das schon gern. Nur einmal habe ich was entdeckt, dass du sicherlich anders meinst:

    Zitat


    ....da sitzt an einigen Ästen von Wildkirschen der klassische Doppelgänger von Radulomyces confluens, nämlich
    Basidioradulum radula = Reibeisen-Rindenpilz.....


    Da meinst du sicherlich Rudulomyces molare als Doppelgänger zu Basidioradulum radula.


    Mir würde zu den schönen Vorstellungen auch immer noch die Angabe des Substrats gefallen, das fehlt bei eingen Arten.
    Ansonsten großes Kino!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Mit den Bildern von Enrique Rubio bin ich schon sehr viel glücklicher.


    Ja, ich auch!
    Gut, dass dir der Lapsus aufgefallen ist und du dich geregt hast!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Mit der Methode habe ich es im letzten Jahr geschafft, mit nur einem einzigen Fruchtkörper Xerocomus communis und Xerocomus bubalinus nachzuweisen. Und das gleiche Spiel bei einem Einzelfruchtkörper, der gleichzeitig Boletus luridus und Boletus mendax war. Man muss nur halt nochmal 30 andere Sporen vermessen, dann ist das kein Problem.


    Jo, das Problem kenne ich auch. Sollte es beim ersten Mal nicht gleich klappen, dass man aus einem Fruchtkörper/Apothezium 2 Arten schafft, kann man die auch mal etwas liegenlassen. Manchmal ist die Entwicklung von jungreif über reif zu altreif oder gar kränkelnd reif schon beachtlich.


    Beim speziellen Crepidotus-Problem kann ich nicht helfen, glaube nicht, dass ich sowas schon mal gesehen habe.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Und E. pithya in klein an Nadelholz, wo ich übrigens >hier< mit dem zweiten Bild auch ein Problem hätte: Ist mir zu hell / hyalin für E. pithya.


    Waren auch so meine Gedanken, bin also nicht sicher, ob das so stimmt, was dort gezeigt wird.
    Auch für das wiki-Bild fehlen mir Argumente, schätze da liegst du auch besser mit deiner Bewertung.
    Ich füge oben mal gleich ein besseres Bild von jungen Stoppeligen Drüslings-Fruchtkörpern hinzu.


    VG Ingo W

    Hallo eberhard!

    Zitat


    ....ich dachte hier an das, was ich mal als Exidia glandulosa kennengelernt hab...


    Schon möglich, aber woher soll man wissen, was du als E. glandulosa kennengelernt hast?


    Das Problem des wissenschaftlichen Namens ist, dass er in der Vergangenheit für 2 verschiedene Arten verwendet wurde, nämlich für:
    1. den Warzigen Drüsling (Exidia plana, jetzt Exidia nigricans, das ist deiner mit den flach am Substrat aufliegenden hirnigen Fruchtkörpern, deren Ränder sich nur wenig vom Substrat abheben lassen)
    http://www.morelmushroomhunting.com/exidia_plana.htm


    2. den Stoppeligen/ Becherförmigen/Abgestutzen Drüsling (Exidia truncata). Diese Exidia ist eigentlich die wirkliche Exidia glandulosa. Ältere Fruchtkörper hängen immer vom Substrat weg, sind weniger hirnartig gewunden, erinnern manchmal an Becher oder Kreisel, eine Seite ist immer samtig matt:
    http://www.123pilze.de/DreamHC…ABgestutzterDruesling.htm


    Die Unterscheidung der beiden ist etwas schwieriger, wenn der Stoppelige Drüsling noch sehr jung ist:
    https://de.wikipedia.org/wiki/…idia_glandulosa_74739.jpg
    Links unten, die flächigen kreiselförmigen verraten, dass der Pilz richtig bestimmt wurde. Live vor Ort könnte man zur Sicherheit nach der matten anderen Seite schauen:
    http://www.nahuby.sk/obrazok_d…943d8c23ccc179854a63624de
    Hier ein besseres Bild als das oben verlinkte wiki-Bild, dass doch eher zweifelhaft ist. Enrique hat hier schöne junge Stoppelige:
    http://www.asturnatura.com/fot…dia-truncata-2/12803.html


    Wächst was ähnliches an Nadelholz hat man die andere Verwechslungsart, nämlich Exidia pithya (Teerflecken-Drüsling). Der ist insgesamt kleiner und weniger hirnartig gewunden, aber durch starke Nässe richtig aufgequollen kann der recht ähnlich aussehen.
    http://www.mycodb.fr/fiche.php…ist&filter=&numfiche=2043


    VG Ingo W

    Hall Kaulbarsch!

    Zitat


    Sorry für die Anfrage.


    Also das Anfragen wollte ich dir mit meiner Antwort nicht vermiesen.
    Mich wunderte es halt nur, dass du auf bestimmte zielführende Merkmale (und die müssen ja dann auch in deinem Pilzbuch stehen) nicht eingehst.
    Frag nur weiter, aber schaue auch die Pilze von allen Seiten an.


    VG Ingo W