Beiträge von Ingo W

    Hallo Conni!


    Die Begrüßung der "Neu-Forianer" ist ja nicht so mein Ding, aber du provozierst ja geradezu eine Stellungnahme von mir:

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    Es gibt wahrscheinlich dümmere Freizeitbeschäftigungen.


    YES!! Sogar sehr viele!!
    Ich freue mich auf deine zukünftigen Beiträge und pilzige Fragen!
    Du postest doch hoffentlich nach deiner Anmeldung hier auch mal was Pilziges?
    Die meisten melden sich nämlich nur an und sind dann nie wieder gesehen oder gehört oder gelesen. Ob die keine Pilze mehr finden, plötzlich das Interesse verlieren, Angst kriegen oder sogar das Schreiben verlernen???


    VG Ingo W

    Hallo!

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    Auf Bild 3) in diesem Beitrag und 19) im startbeitrag kann ich immer noch keine Merulius tremellosus erkennen. Deren Wuchsform und Farbverlauf ist doch bei jungen, Moos bewachsenden Fruchtkörpern ganz anders? Hmmm


    Ich habe Merulius tremellosus (Gallertfleischiger Fältling) noch nie gesehen, wie er sich an Moos hochhangelt. Phlebia radiata macht das am Substrat oberseitig wachsend allerdings ganz gern, insofern Moos vorhanden ist.
    Ich glaube beim Bild nach wie vor an Phlebia radiata (Orangeroter Kammpilz) und bin schon ganz gespannt auf Pablos Portrait von Phlebia centrifuga (Randwüchsiger Kammpilz).


    Auch finde ich, dass die im Beitrag gezeigte Peniophora aurantiaca (Grünerlen-Zystidenrindenpilz) etwas zu schnell abgehandelt wurde.
    Ich sehe die Art als ziemlich selten und kaum vertrauenswürdig abgebildet, und wenn man sowas schon mal so schön fotografiert zu sehen bekommt, wäre ich dafür, dass man daraus auch ein ordentliches Art-Portrait für das Forum macht.
    Sollte Pablo keine Zeit haben, würde ich mich selbst als Mikroskopiker anbieten. Die erste Variante mit Pablo wäre mir freilich lieber.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

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    3) Stereum subtumentosum, eine zugeschnittene Aufnahme, die zeigt Eis und keine striegelige Oberfläche.


    Glaube ich dir nicht.
    Hutform passt nicht und Eiskristalle gibt es nicht nur dort, wo die filzige Zone der Hüte ist. Im Hintergrund siehst du sogar die knallgelbe Farbe der Fruchtschicht eines aufgestellten Hütchens.


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    1) sagt keiner. Habe ich bei Wolfgang so heraus gelesen, "der gemeine Feuerschwamm kann auch an Pappel und Obstbäumen vorkommen". Pappelfeuerschwamm & Obstbaumfeuerschwamm gibt's also auch, Freebsd


    Finde ich irgendwie unlogisch, was du schreibst: weil der Gemeine Feuerschwamm (welcher ist jetzt der Gemeine? Trivialis oder igniarius?) auch andere Substrate besiedelt, kann also Phellinus igniarius nicht an Weide wachsen?


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Was mich eigentlich sofort skeptisch gemacht hat, war die nichtfuchsige Farbe des Hutes, also für mein Empfinden ist für Tubaria furfuracea (Gemeiner Trompetenschnitzling) die Farbe hier viel zu braun, auf Bild 3+4 sogar braunoliv.
    Diese fuchsige Farbe des Trompetenschnitzlings verschwindet ja auf dem Hut mit dem Abtrocknen beinahe zu weiß, aber hält sich sehr lange in den Lamellen.
    Die gezeigten Lamellen hier sind aber nicht mal frisch fuchsig, und dann noch die passende Beschreibung der Klebrigkeit + Wachstum auf (Pappel)-Laub.........


    Die angedeutete Ringzone passt ja zu beiden Arten.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

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    Weiden-Feuerschwamm, Phellinus trivialis weil an einer Weide; wenn nicht an Weide, wär's der Gemeiner Feuerschwamm


    Sagt wer???


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    Am Fuße dieses Weidenstammes hätte ich Weidenkätzchen-Becherlinge erwartet, gezeigt haben sich Erlenkätzchen-Becherlinge, Ciboria amentacea,


    Und das habt ihr wie festgestellt?
    So von weitem betrachtet sieht das doch schon ziemlich nach den weiblichen Fruchtständen der Weide aus, das ja bekanntlich das Substrat von Ciboria caucus ist.


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    Stereum subtomentosum, Samtiger Schichtpilz,


    Das ist der Striegelige Schichtpilz (Stereum hirsutum). Der Samtige wächst nicht so wellig am Hutrand, nicht so wirr am Substrat (viel schöner waagerecht und die Hüte fast paralel zueinander) und ist nicht striegelig auf dem Hut.
    Beim jungen Fruchtkörper sieht man auch das Gelb der Fruchtschicht, das nicht zum Samtigen passt.


    12 und 14 hat Pablo schon gesagt, wobei ich die 14 am ehesten für Amylostereum areolatum (Fichten-Amyloidschichtpilz) halte.


    Dafür glaube ich dir aber sofort die 15, also den Rosafarbenen Rindenpilz (Laeticorticium roseum).


    Hallo Magic!

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    Acrosperum compressum - auf alter Himbeere


    Also wenn das der Stängel von oben von Peter ist, dann glaube ich das nicht mit der Himbeere.


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    Der Weidenfeuerschwamm, Phellinus trivialis (warum trivialis, meiner Meinung sensationell und überhaupt nicht trivial) muß aufgrund seiner Größe mit der Canon vorlieb nehmen - jedem Pilz, was für ihn am besten ist.


    Ob der nich eher einen roten Rand hat? Irgendwie glänzt es dort und das Substrat sieht wie Fichte aus.


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    Ein Grünerlenzystidenrindenpilz, Peniphora aurantiaca.....


    Kann also nicht Peniophora incarnata (Fleischroter Zystidenrindenpilz) sein, weil....???


    Beim grauscheibigen Becher würde ich nie gegen Pablos Tipp wetten, weil er wahrscheinlich recht hat.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!

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    Ein paar Sporen hatten aber auch keinen erkennbaren Inhalt.


    Auch das kann manchmal begründet werden.
    Gewertet sollten reife Sporen werden, günstigerweise welche, "die voll im Saft stehen", im Beisein abgeschossene sind natürlich der Optimalfall.
    Unreif ist schlecht und überreif im Vorkeimstadium auch, geschädigt kann irreführen und mit Fremdsporen muss man natürlich auch manchmal rechnen.
    Dann muss man noch einschätzen: erkennt man die kleinen Tropfen bloß nicht (oder schlecht) oder sind sie tatsächlich nicht vorhanden.
    Bei ganz winzigen Tröpfchen kann man sich behelfen, indem man die etwas ärgert mit Kongorot-SDS, dann laufen die eventuell nach etwas Zeit zu größeren zusammen, die man dann besser sieht.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Da scheinst du bei dem Kleinzeug trotzdem jetzt an die Grenzen zu kommen.

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    Besser?
    Ganz scharf ist recht schwierig, ......


    Besser? Ja schon, aber eben trotzdem nicht zweifelsfrei.
    Das Problem ist folgendes (was auch oft zu Missverständnissen und damit Fehlbestimmungen führt): nehmen wir mal eine Spore mit OCI = 0, also völlig ohne Öl im Inneren. Durch Alter, Trocknung oder Stress, meist auch in Exsikkaten, zieht sich für gewöhnlich das Sporenplasma zusammen, das sieht dann so "weißlöchrig" aus. Drum rum das Dunklere könnte man jetzt unscharf betrachtet für Inhalt halten.
    Folgend im Link habe ich solche Sporen gefunden: in der Mitte des Sporenbildes ist das kollabierte Weißlöchrige zu sehen und rechts von dieser Spore (oder auch links davon mit Lugol) könnte man die Schatten unter Umständen für Inhalt halten:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=3531&position=27
    Vieleicht trotzdem mal Kongorot-SDS an dein Präparat ranhauen? Wirkt zwar auch letal, aber lässt sich Zeit.


    Wenn die paar Tropfen unmissverständlich als Tropfen in den Sporen zu sehen sein werden, dann würde ich diesen Fund mit Hyaloscypha quercicola (Hakenloses Eichen-Hyalinbecherchen) betiteln. Alles weitere passt wunderbar.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


    Zur 3: Ja die Schichtpilze im Winter! Glück hat man eben, wenn man rumgedreht ordentlich gelbe Farben sieht. Dann ist man mit der Fruchtkörperform ziemlich sicher bei Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz).
    Hier hat uns das nicht weitergeholfen. Da kann man dann höchstens am Fundort nach jüngeren frischeren Ausschau halten. Insgesamt wäre es für mich aber immer noch der Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz), der gerade im Winter auch mal mit ockerlichen und braunen Farben daherkommt.
    http://www.123pilze.de/DreamHC…ad/StriegeligeSchicht.htm


    Zur 8 Ablösender Rindenpilz:
    Ist die Farbe in natura tatsächlich so violettlich?
    http://mycoweb-stv.ru/fungi/Js…olvens_2_STV_20111206.jpg


    Zitat


    Zu Nr. 9: Scytinostroma hemidichophyticum (Pablo)
    Wird im Alter die Fruchtschicht dünner. Riecht der Fruchtkörper dann noch?


    Trocken sind Pilze wohl allgemein immer dünner, natürlich auch Mottenkugelpilz. Er kann seinen Geruch bei Trockenheit und Kälte verlieren. Da hilft manchmal befeuchten.
    Ich kann Lothars Einschätzung zum Geruch im Video übrigens nicht nachempfinden. Für mich riecht der tatsächlich und fantastisch (eher total faszinierend als ekelig) nach Mottenkugeln, so wie ich das aus Museen und auch von früher aus Schränken (wenn mit Mottenkugeln ausgestattet) kenne.


    Eichen-Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina) passt.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


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    Aber was meint ihr könnte Botryotinia ficariarum hinkommen ?


    Mit den Sporenlängen sicherlich nicht.
    Hast du rausfinden können, auf was er wächst. Gab ´s da so eine Art Sklerotium oder geschwärztes Wirtsgewebe? Oder vielleicht doch nur die Überreste von Erlenkätzchen?


    Zitat

    .......wo ich dachte es wäre Ciboria viridifusca......


    Ich schätze mal, wenn du zuerst an den Erlenzapfenbewohner Ciboria viridifusca (Erlenzapfen-Ciboria) gedacht hast, dass da am Fundort auch Erlen rumstanden.
    Und was läge da näher als die jetzt schon reichlich in der Erlenstreu wachsende Ciboria amentacea (Erlenkätzchen-Ciboria)? Sporengrößen und -form und -inhalt passen auf jeden Fall.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Zitat


    Lässt sich das so bestimmen?


    Theoretisch schon, ......
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=38954&position=23
    ......aber mit der Sicht auf den Ölinhalt in den Sporen bin ich nicht so recht zufrieden.
    Mit deinem prima Mikro ist doch da sicherlich was besseres möglich. Zur Not kannst du ja auch mal mit wenig-letaler Farbe panschen, aber ich glaube bei deinem Mikro braucht es das nicht.


    Die Makros sind natürlich der Wahnsinn. Sind die Bilder gestackt?


    Das braune am Anwuchs ist was fremdes, und beim Ectal-Excipulum sind ein paar langgestreckte Zellen des submarginalen Bereiches reingerutscht.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Bei Nummer 9 denke ich an einen älteren Fruchtkörper von Scytinostroma hemidichophyticum.....


    Ja genau, das ist mein blockierter Gedanke.
    http://www.naturamediterraneo.…922234636_crostaR8947.jpg


    Zitat


    Das Problem bei 7: Unterseits am Substrat wachsende Phellinus tuberculosus (Pflaumen - Feuerschwamm) können auch so aussehen. Denn dann müssen die ja auch keine Knubbel / Vorsprünge bilden.


    Schau mal in den Hintergrund, da wachsen eventuell auch welche seitlich.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


    2. Polyporus brumalis (Winter-Stielporling);
    3. wird wohl Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) sein, mir fehlt da der farbliche Eindruck der Unterseite;
    4. Hättest mal dran riechen sollen! Ich denke, Scytinostroma hemidichophyticum (Mottenkugelpilz);
    5. Am ehesten Basidioradulum radula (Reibeisen-Rindenpilz) oder wie auch immer der gerade aktuell heißt;
    6. Da bin ich bei dir mit Vuilleminia comedens (Gemeinen Rindensprenger), ein äußerst aussagekräftiges und schönes Bild der Art!!
    7. Normalerweise Phellinus punctatus (Polsterförmiger Feuerschwamm), weil unterseitig am Ast und eben so polsterförmig.
    8. Wohl wieder Cylindrobasidium evolvens/laeve (Ablösender Rindenpilz);
    9. -?- (kommt mir bekannt vor, habe da aber gerade eine Blockade)
    10. Hatten wir ja oft besprochen in letzter Zeit, dass man bei der Tremella auf die Begleitpilze achten muss. Dem Substratdurchmesser zur Folge müsste es aber schon Tremella mesenterica (Gelber Zitterling) sein;
    11. Merismodes/Cyphellopsis spec., wobei es sich bei Funden auf Weide schon oft um confusa handelt, aber genau kann man das erst mit Sporenvermessung sagen.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Sehr schön!!
    Passt alles, kann man sehr ruhigen Gewissens Parorbiliopsis/Hyaloscypha minuta nennen.
    Wahrscheinlich eines meiner häufigstmikrospierten Becherchen, weil eben im Winter recht häufig anzutreffen. Wächst normalerweise im Luftraum an noch festem Laubholz, oft Bruchstellen o.ä.
    Die Art kann noch richtig eigenartige Zaubereien, z.B. Sporen teilen oder Sporenkonidien entwickeln, bei angegriffenen Apos kann man auch mal einen sich einnistenden fremden Asco beobachten (Helicogonium), der die Fruchtschicht für sich benutzt usw.


    Im Bild mit "Haar?" ist ein Element, das wohl nicht zum Becher gehört.


    Diese "Täuscherhaken" an der Ascusbasis sind nicht selten Grund für Missverständnisse. Manche Mikroskopiker meinen, sie könnten das Hakenverhältnis allein anhand abgelöster Asci beurteilen, dann sind Missverständnisse vorprogrammiert.
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=24711&position=11


    Zitat


    Auf die Idee, dass es so halbbefestigte Ascusbasen als Merkmal gibt, wäre ich nie gekommen.


    Weiß ja auch niemand.
    Aber alle meine mikroskopierten minuta/intactas hatten das sehr auffällig.
    Letztens hatte ich eine vermutete Hyaloscypha minuta (allerdings Porus schwach blau) geschickt bekommen, da fiel das richtig auf, dass dessen Ascusbasen alle sehr ordentlich und immer vollständig angeschlossen waren (weil eben andere Art):
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=39033&position=25


    VG Ingo W

    Hallo Günter!

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    Basidien und Sporen hatte ich keine gefunden. Auch der Versuch eines Sporenabdrucks hat nichts gebracht.


    Wenn keine Sporen im Präparat rumschwimmen, dann ist er einfach nicht reif oder schon drüber weg.
    Die Peniophora ist ziemlich sicher Peniophora quercina (Eichen-Zystidenrindenpilz). Substrateindruck, Farbe und ablösende Fruchtkörperränder passen da auf jeden Fall bestens.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Makroskopisch passt das ausgezeichnet. Allerdings können manchmal etwas unfrische, "schwitzige" andere Hyaloscyphen mit angeklebten Haaren ähnlich aussehen.
    Es wäre also wichtig, dass du auch die Haarform und Haarlänge noch genauer dokumentierst.


    Was mir auch immer auffällt und was ich inzwischen als brauchbares Merkmal zur Abgrenzung zu anderen Arten sehe, ist, dass du bei der Analyse des Hakenverhältnisses normalerweise ca. 10% Ascusbasen sehen müsstest, die nur halb auf der Basiszelle befestigt sind, im Linkbild rechts unten:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=24801&position=30


    Die Unterscheidung Parorbiliopsis minuta und Hyaloscypha intacta ist für mein Verständnis schwerlich möglich, bisher versuche ich die anhand des Sporeninhalts zu trennen, aber das ist nicht sehr überzeugend. Womöglich ist beides das gleiche, das weiß ich aber nicht sicher.


    Die Paraphysen bei Hyaloscypha sind eigentlich immer gegabelt (auch, wenn das mitunter so dieser oder jener Beschreiber anders angibt).
    Der Witz bei P. minuta/ Hyaloscypha intacta ist, dass die Gabelungen der dünneren Paraphysen (im Vergleich zu anderen Hyaloscyphen) manchmal auch im oberen Teil zu finden sind.


    Die Marginalzellen/Kurzhaare und die zuspitzenden "richtigen" Haare kennzeichne ich mal mit grünem und roten Pfeil:


    Dein Randhaar/Marginalzellenbild zeigt wahrscheinlich ein Stück des Becherrandes (siehe eingeschlossene Luft = dunkle Bereiche), aber die fädigen Paraphysen im Hintergrund vermitteln ein falsches Bild.


    Das Excipulum-Bild zeigt, wie schon gesagt, eher den Außenbereich des Bechers im oberen Teil (ganz rechts sind die Excipulumzellen). Die Excipulumzellen-Form holt man sich besser basisnah, damit es nicht zu Missverständnissen kommt, sollte so aussehen (Bild Mitte unten!):
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=33091&position=31


    VG Ingo W

    Hallo Timo!


    Das graue sieht schon wie Peniophora cinerea (Grauer Zystidenrindenpilz) aus. Das nimmt man allerdings vor Ort am besten wahr, denn hier am Bildschirm könnte man womöglich auch feuchte Stellen für sowas halten.


    Wenn es heißt, die Tremella mesenterica parasitiert auf Zystidnrindenpilzen (Peniophora), dann bedeutet das natürlich nicht zwangsläufig, dass die Zitterlings-Fruchtkörper direkt auf oder bei den Peniophora-Fruchtkörpern sitzen müssen. Der Zitterling parasitiert ja den Pilz (im Holz) und nicht den Fruchtkörper.
    Manchmal muss man also auch die Zitterlingsumgebung dazu genauer anschauen.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!

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    Mein Pilz ist nun eindeutig (makroskopisch wie mikroskopisch) der Blassstielige Dachpilz (Pluteus satur = Pluteus pallescens).
    Was meint Ihr? Abahken als satur?
    NACHTRAG: Matthias hat soeben noch die Theorie aufgestellt dass der Pilz keine Pleuros hat. Das kann durchaus sein, vieleicht ist mir oben ein Stückchen Lamellenschneide mit rein gerutscht. --> wenn es sein muss werde ich noch ein drittes mal nach Pleuros suchen.


    Deine Ehrlichkeit ehrt dich, mir ist das aber etwas zu viel Hin-und-Her: Lamellenschneide abgeschnitten.......vielleicht aber doch ein Stück mit reingeraten........eindeutig satur..........doch nicht wirklich.........


    Zitat


    EDIT: Die Antwort lautet: Das Bild ist ein Trugschluss. die Härchen sind eben nicht direkt an der Schneide.


    Dann reden wir von verschiedenen Bildern.
    Ich hatte Bild 7 im Auge und da sieht man keine umgeklappten haarähnlichen Pleuros, sondern die im Mikro abgebildeten Cheilos. Würde mich doch wundern, wenn ich da tatsächlich falsch liegen sollte.


    Zitat


    Die Schneiden sind nämlich seitlich umgeklappt und die Härchen sind an den Lamellenseiten. Genau dort, wo ich die langen Terminalzellen fand, nachdem ich die neue Quellmethode anwendete.


    Auch das kann aus meiner Sicht nicht sein. Irgendwelche Elemente sind nicht unsichtbar und erscheinen erst mit einer bestimmten Quellmethode.


    Zitat


    Lamellenschneide mit rein gerutscht. --> wenn es sein muss werde ich noch ein drittes mal nach Pleuros suchen.


    Genau! Solange, bis du immer wieder das gleiche und richtige siehst!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    An einen Schlüssel für Holz-Mollisien hatte ich auch schon gedacht. Wenn nur nicht alles so unvollkommen wäre.......


    Heute habe ich mal kurz nach der Entwicklung von Mollisia fusca ganz allgemein geschaut.
    Liegende optimalmorsche Äste von Weide, Espe und Erle mit Borke sind oft schon mit dem typischen feucht = schwarzen Subikulum überzogen. Oft fehlen aber die Becherchen noch darauf (obwohl ich dieses Jahr M. fusca auch schon reif hatte).


    Zu deiner Vorstellung habe ich gleich mal so einen Ast mit schwarzem Filz + Apos mitgenommen:
    http://asco-sonneberg.de/pages…um-160305-01xssr39070.php
    Das Bild lässt sich großklicken.
    Hier ist das mit der Schwarz-Fleckigkeit schöner zu sehen (muss aber natürlich nicht immer so schön flächig ausgeprägt sein):
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=30721&position=50


    VG Ingo W


    Edit:
    Also das nächste Mal bei deinen Mollisia-Funden unbedingt die Rindenpilze etwas warten lassen, denn gerade solche nicht einordenbare Funde wie deine letzten Mollisien wären mir schon sehr willkommen!
    Und wenn die so unangegriffen wie auf deinen Bildern aussehen und noch vollständig erhaltene Vakuolen haben, dann kann man gut was anfangen mit dem Material.

    Hallo Dieter!

    Zitat


    Seht Euch das an! Das dürften die Härchen sein, die wir im Lamellenschneidenbild (siehe oben) schon fotografiert haben.


    Auf den Lamellenschneiden waren da aber die Cheilos zu sehen.
    Du bräuchtest ja ein Bild der Lamellenflächen, wenn du Pleuros makroskopisch sichtbar machen willst.


    Ich halte die neuerlichen zylindrischen Elemente übrigens für herausgequetschte Tramahyphen.


    Trenne doch mal eine ganze Lamelle heraus, schneide die Lamellenschneide mit den Cheilos ab und mach mal einen Querschnitt, dann kannst du vielleicht besser eventuell vorhandene Pleuros beurteilen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Das sehe ich zuächst mal wie Tanja mit Mollisia olivaceocinerea, die irgendwie auffällig oft und gerne mit und zwischen anderen Pilzen wächst.


    Und ja, genau, von den Sporengrößen sind deine Werte eigentlich zu lang, aber es ist gleichzeitig natürlich schon auch so wie du es geschrieben hast: anhand der verformten Sporen sieht man eine gewisse Überreife/Vorkeimstadium und dann dürfen die insgesamt mal etwas etwas länger sein (aber gleich 12,5?).
    http://asco-sonneberg.de/pages…oup_id=38945&position=104


    Lade doch mal eine großes Bild der Sporen mit Mess-Skala hoch, dann können wir mal sehen, auf was für Werte ich käme und was ich vielleicht als Ausnahmesporen aus- oder einklammern würde.


    Zitat


    Irgendwann finde ich auch mal eine mit richtiger, positiver KOH - Reaktion der Paraphysen.


    An der Unterseite von liegenden Laubholzästen wächst gern Molisia fusca, meist auffällig auf schwarzen Flächen (Subikulumfilz) unter den Bechern, auch auf der Borke von Ästen wachsend. Die Art lässt sich jetzt und im Frühjahr leicht finden und hat eine der stärksten KOH-Reaktionen.


    Zitat


    Was ich mich frage: Hat das vielleicht mit der Lagerungszeit zu tun?


    Solange du die Paraphysen-Vakuolen siehst, brauchstdu dir darum keine Sorgen zu machen. Auch wenn die Vakuolen schon am Zusammenfallen sind, gelingt die KOH-Reaktion noch.
    Schwierig sind alte Aufsammungen und Exsikkate, wo die Vakuolen nicht mehr vorhanden sind, dann ist die Aussage "KOH-negativ" unzuverlässig.


    Übrigens kann man sich bei solchen Sporen, die schon etwas gelitten haben und bei denen man nicht recht weiß, was jetzt eigentlich die "gesunde Sporenlänge" ist, dadurch behelfen, indem man vielleicht mal von anderer Stelle an jüngerem Apo die Sporen anschaut.


    Merke dir auch mal die Form der Excipulumzellen an der Basis, die ja hier hauptsächlich subglobos bis angulär ist. Bei einer M. lividofusca würde dir sofort der Unterschied auffallen, die hat nämlich fast durchgängig auffällig kugelige Zellen.


    VG Ingo W


    Edit:

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    Die Art hatte ich irgendwie ganz übersehen.


    Kann natürlich da dran liegen, wenn du mit Andreas` Mollisia Schlüssel arbeitest, dass die bei Punkt 33 iimmernoch mit OCI = 0 ausgeschlüsselt ist. Zumindest war es vor einem halben Jahr noch so, als ich den aktuellen mal anschaute.