Hallo zusammen,
noch hab ich die Pilze vor der Tür liegen. Ich weiß nicht, wie der Zustand ist, weil ich sie nicht gezielt getrocknet habe, aber theoretisch könnte ich sie möglicherweise noch jemandem zu mikroskopieren schicken.
Breitblatt? Gute Idee! Vor allem würde das die verhältnismäßig weit auseinanderstehenden Lamellen erklären, die Harry als Anlass nahm, den Maipilz auszuschließen.
Karsten? Schön, dass du dich so mit dem Thema auseinandersetzt. 
Dass du derartig deformierte Pilze an deiner Maipilz-Stelle gefunden hast, ist ja eigentlich kein Beweis. Möglicherweise nicht mal ein Indiz. Denn vielleicht zeigt es nur, dass beide Pilze den gleichen Standort bevorzugen.
Meine Funde haben allesamt nicht gestunken, auch wenn sie teilweise so aussahen. Aber auch der Schnitt zeigt, dass sie noch nicht sehr alt waren. Den Geruch hatte ich ja oben beschrieben, der war auf keinen Fall unangenehm.
Interessant, dass du das Verhältnis von Hutbreite und Lamellenlänge mit dem junger Maipilze vergleichst. Das ist wiederum ein gutes Argument. Aber ob man bei einer solchen Deformation noch normale Relationen erwarten kann, ist unklar.
Das Vergleichsbild zur Stielzeichnung ist auch nicht schlecht.
An sich ist noch zu erwähnen, dass die zum Absporen abgelegten Lamellenseiten sich beim leichten Trocknen nicht rosa oder rötlich färbten. Eigentlich müsste das doch beim leichten Verfall der Fall sein, wenn es sich um Rehbraune Dachpilze handeln würde, oder?
LG,
Jan-Arne