Hallo Christian,
ein tolles Vorhaben, von dem in der Tat viele was hätten.
Ich sehe folgende zwei Probleme:
Zum einen das Problem der Fundnachweise. Wie genau möchtest du das halten? Wenn du das Ganze als Karte konzipieren würdest, wäre das Problem, dass niemand freiwillig seine Morchelstellen verraten würde. Wenn das allgemein bleibt, also bei der Stadt, bleibt das Problem, dass du einen Pool an Leuten brauchst, die dich mit Infos beliefern, damit es irgendwann statistisch aussagekräftig wird. Wenn du 4-mal mehr Fundnachweise von Speisemorcheln aus Baden-Württemberg hast, als aus NRW, ist das m. E. nicht aussagekräftig, wenn einfach 4-mal so viel Rückmeldung aus der Gegend kam. Das sagt dann letztlich natürlich nichts über die Häufigkeit aus. Aber das wirst du dir sicherlich auch schon überlegt haben.
Das andere Problem, was ich sehe, ist die Bestimmung der Arten. Viele Arten der genannten Gattungen lassen sich nur mit dem Mikroskop sicher bestimmen. Das begrenzt natürlich die Auswahl derer, die ihre Funde sicher bestimmt haben und ihre Informationen mit dir teilen können. Zudem kommen möglicherweise auch Bestimmungen ohne Mikroskop, bei denen eines von Nöten gewesen wäre. Das würde dann die Statistiken fälschen und das ist ja auch nicht Sinn der Sache.
Meine auf Herbstlorcheln, Grubenlorcheln, Käppchen- und Speisemorcheln als sicher bestimmte Arten beschränkten Funde kann ich dir zukommen lassen - allerdings auch nur, wenn es bei letzteren beiden bei der Nennung der Stadt statt des genauen Ortes bleibt. 
LG, Jan-Arne