Beiträge von Safran

    Und im Hinblick auf Pilzsachverständige.
    Ja , bevor ich so etwas mit staatlicher finanzieller Unterstützung überlege (es müßte ja keine große Vergütung sein, nicht , was man Sachverständigen sonst zahlt, aber eine kleine Aufwandsentschädigung wäre trotzdem nett- der finanzielle Rahmen bliebe echt überschaubar- das könnte man bundesweit mit unter einer Million/Jahr machen.


    Eine Alternative- rein wirtschaftlich- wäre echt ein Versuch- inwieweit würde ein breiteres Netz an Pilzsachverständigen Krankenhauskosten einsparen? O.k. wäre im Kurzzeitversuch nicht machbar, da zu große Schwankungen an Pilzvergiftungen in den einzelnen Jahren und man müßte echt schauen, ob das Angebot entsprechend angenommen würde. Im Falle der häufigen Knollenblätterpilzvergiftungen der letzen Jahre bei Flüchtlingen hätte so ein Programm u.U. gar nicht gefruchtet, wenn Flüchtlinge vielleicht nichtmal wissen, daß es Pilzsachverständige gibt.


    Und dann klare Gegenrechnung- rein wirtschaftich.


    Ok. ein Faktor wäre schwer zu berechenen, nämlich, daß es allgemein immer weniger Pilzsammler gibt. U.U. könnte umgekehrt durch so ein Angebot die Zahl der Pilzsammler wieder steigen- schwierige Frage

    Hessekopp, das ist ein anderes Thema, meine ich.
    Aber mich verblüffen diese Anfragen auch stets, als wenn Pilze giftiger wären , als Pflanzen.


    Meine geradezuStandardantwort dazu: Solange ein Kind noch alles in den Mund nimmt, gehört es NICHT unbeaufsichtigt- auch nicht im Garten- in der Wohnung auch nur, wenn alles irgendwie gefährliche eleminiert wurde- auch Putzmittel. Sicherer ist ein Laufstall.


    Ich bekomme auch stets die Krise.


    Aber es geht tatsächlich sogar nicht nur um Pilze: Bei mir sind echt schon Gäste abgereist wegen ein paar Engelstrompetenblüten, die auf dem Boden Lagen.


    Oh, je, der Hund war mit den Pfoten reingetreten- wie furchtbar. Zufällig hatten sie gelesen, daß Engelstrompeten giftig sind. Vorher war der Hund u.U. durch ein Beet mit geflecktem Schierling getobt, aber das war egal. Und die Buchsbaumhecke und die Kirschlorbeeren im Garten haben auch nicht gestört. Langsam werde ich schon regelrecht aggro , wenn ich solchen Leuten begegne. Nicht gerade beste Vorraussetzungen, um VIELLEICHT mal Pilzsachverständige zu werden. Für so etwas wäre Schmerzensgeld gerechtfertigt.


    Ich gebe wirklich immer gerne Auskunft. Und hatte mal einen netten Passantenfall. Die Mutter gab dem Kind gegenüber VORSICHTHALBER echt alles als giftig an- sie wußte es nicht, war aber auch nicht irgendwie hysterisch. Als das Kind sich dann für meine Berberitzenfrüchte interessierte, klärte ich sie auf. Auch o.k.


    Aber diese Hysterie, nur weil man eine Pflanze zufällig kennt und alle Pilze sind ohnehin lebensgefährlich- ich muß mich echt mittlerweile zurückhalten.


    Dabei ist es so einfach: Jedes Kind hat nichts unbekanntes in den Mund zu nehmen- fertig! Und solange es das noch tut- nie unbeaufsichtigt lassen- Auch Zigarettenkippen können tödlich sein - und die können in den giftpfanzenfreien (wenn sich wirklich jemand auskennt, kann trotzdem schwierig werden) Garten einfach reingeworfen werden.


    Das Problem ist, da0ß die Giftnotrufzentralen im Hinblick auf Pilzbestimmung auch gar nicht qualifiziert sind.


    Ohne Pilzsachverständige können die Giftnotrufe gar nicht richtig arbeiten.


    Das ist ein Aspekt, den ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Erfolgt die Zusammenarbeit der Giftnotrufzentralen auch auf Basis eines warmen Händedrucks mit den Sachverständigen?
     


    Ja, die rufen dann echt nicht selten Pilzsachverständige an. Und ja, dann wird auch nichts gezahlt. Händedruck auch nicht, wegen Entfernung.

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    @ Ice , du machst kleines Scherz mit uns , warum hast du Mikro Infos nicht geliefert : Mir Mikroinfos hilft nicht aber Pablo per Mikroinfos Bestimme diese Pilz in weniger Sekunden .


    LG beli !
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    Für Mikrofotos braucht man halt etwas mehr an Ausrüstung.


    Ich könnte z.B. bis jetzt auch nie welche liefern, da mit meinem Mikroskop keine Fotos möglich sind. Auch sonst hat mein Mikroskop einige Mängel (z.B. Keinen Kreuztisch), so daß ich mich überhaupt im wesentlichen auf Sporen beschränke.

    Das Problem ist, da0ß die Giftnotrufzentralen im Hinblick auf Pilzbestimmung auch gar nicht qualifiziert sind.


    Ohne Pilzsachverständige können die Giftnotrufe gar nicht richtig arbeiten.


    Was Du da ansprichst, ist eine nicht schlechte Frage.


    Alleine zum Pilzsachverständigen zu werden ist schon mit Kosten verbunden- und sei es nur für die Prüfung und die dann danach geforderten Fortbildungen..


    Es ist also nichtmal nur eine Zeitaufwandssache, sondern obendrein noch eine Kostenfrage.


    Ich wäre auch für eine Aufwandsentschädigung, die aber m.E. staatlicherseits übernommen werden sollte, damit das Angebot niederschwellig bleibt.


    Wobei die größte Schwelle für mich wäre immer die Entfernung gewesen. Ich selbst habe nie einen Pilzsachverständigen aufgesucht, dann lieber auf viele Pilze verzichtet- bis ich sie dann halt doch ausreichend kannte oder ich verwende sie immer noch nicht. Ich selbst wäre bei einigen wenigen meiner Funde schon bereit, einen Obulus zu zahlen, wenn der Sachverständige dann diese Pilze auch sicher kennen würde, um bei manchen endlich mal weiterzukommen, aber NUR mit guter Erklärung. Einen normalen Pilz-Sachverständigen würde ich aber u.U. auch fast in den Wahnsinn treiben, weil ein Großteil der Pilze, die ich dann vorlegen würde, makroskopisch gar nicht bestimmbar wäre. Aber selbst bei makroskopisch bestimmbaren klaffen bei mir noch Lücken.


    Mal so ganz nebenbei: es gibt gar nicht so wenige Pilzsachverständige, die sich gar nicht listen lassen. Eine Aufwandsentschädigung könnte u.U. einige gelistete mehr ergeben. Denn es Bedeutet Stress, Zeit und Kraft, die man dafür aufwenden muß. Bei beschränkten Ressorcen, die ein Mensch halt hat (unterschiedlich groß je nach Gesundheitszustand.....) könnte dann vielleicht die Aufwandsentschädigung für anderes ausgegeben werden, z.B. mal eine Putzhilfe, damit solche Ressorcen überhaupt frei werden.


    Sorry für den Eindruck einer Vera...
    War nicht so gemeint es hätte ja durchaus sein können dass es mehr Unterarten giebt von den essbaren, die nicht röten, Genattert, und verschiebbaren Ring.
    Ich versuche nur ständig meinen Wissensstand zu erweitern.


    Tolle Einstellung,


    ich versuche auch gerade bei den Filzrörlingen weiterzukommen, unabhängig von der Eßbarkeit.


    Bin schon gespannt auf den Gallenröhrlingpost. Bedenke schon mal auf jeden Fall, daß nicht JEDER die Bitterkeit von Gallenröhrlingen überhaupt schmecken KANN. Wenn man sie aber schmeckt, dann schmeckt man sie immer, auch wenn sich einzelne Exemplare im Ausmaß der Bitterkeit echt unterscheiden können.

    Wie ich mittlerweile sehe, ist der Pilz , wie von mir erwartet, durchaus lösbar. Richtige Antworten sind schon eingetrudelt. Auch wenn bisher insgesamt sehr wenige Vorschläge eingetrudelt sind.
    Na, laßt Euch Zeit.

    Der Kampfermilchling muß nicht immer einen hohlen Stiel haben. Der beginnt erst bei älteren Exemplaren immer wattiger und hohler zu werden.


    Der Geruch wird echt erst mit dem Trocknen wirklich deutlich, dann riecht sogar der Dörrex noch nach dem Trocknen danach.

    Bei Anfragen ist es gut, kleine Kollektionen (zb. verschiedenes Alters) zu präsentieren. Allerdings sollten jew. alle bestimmungsrelevanten Merkmale aller Fruchtkörper erkennbar sein. In einem Pilzforum gibt es ohnehin keine Verzehrfreigabe. Es ist ungeeignet, um ganze Sammlungen zu sortieten. Das macht nur ein Pilzberater vor Ort.


    Grüße


    Ich gebe zu, daß ich bei solchen Sammelkollektionen auch die Krise bekomme, denn es kann sich darunter echt ein Giftpilz verstecken.


    Erding, Du hast immerhin nicht wahllos geammelt. sondern die Pilze gut zu Kollektionen zusammengefaßt. Und auf den ersten Blick stimmen Deine Zusammenfassungen auch.
    Aber bei allen Pilzen muß man echt jeden Pilz EINZELN bewerten Es gibt halt immer ähnliche.
    Ich selbst gehöre nicht mal der Fraktion an, die meint, JEDEN Pilz selber sehen zu müssen. Ich traue mir soagr zu , einzelne Pilzer nur nach Foto zu bewerten (gilt als verpönt- und es gibt gute Gründe dafür! ) Aber Kollektionen. wo man bei einigen Pilzen nicht mehr alle Merkmale sehen kann,- nein- da passe ich auch. Zu leicht übersieht man da was- So etwas ist echt für den Pilzsachverständigen!- der dann gerne noch mal jeden einzelnen Pilz prüft.


    Pilzsachverständige sind NICHT dazu da, wahllose Kollektionen zu sortieren. aber DAS ist bei Dir ja echt nicht der Fall.. Du hast Deine Pilze perfekt pilzsachverständigenmäßig sortiert Und wahrscheinlich liegst Du richtig, aber selbst eine 99% Wahrscheinlichkeit oder sogar mehr würde Dir nichts nutzen. Msan muß bei vielen Pilzen 100% sicher sein.


    Bei einigen Pilzen riskiert man maximal Magen- Darm- Symptome- und ja auch ich bin da etwas!! sorgloser. Aber trotzdem versuche ich auch DAS zu vermeiden. Ich hatte bisher noch nie eine echte Pilzvergiftung und das soll so bleiben.


    Eine unechte hatte ich einmal bei meiner Tochter- es war dann echt beruhigend zu wissen, daß ich mir bei den Pilzen 100%ig sicher war. Ich wäre sonst echt ins Krankenhaus gefahren. Die Wirkungen waren der Wahnsinn. So setze ich mich an den Computer , um medizinische Wirkungen /Nebenwirkungen des genossenen Pilzes zu ergoogeln und wurde schnell fündig, nehme diesen Pilz aber jetzt gerne als Beispiel für unechte Pilzvergiftungen (sicher seltene Wirkung- zumindest in der Extremform- ,mein Töchterchen fühlte sich STERBENSkrank- war aber nach Therapie(Traubenzucker) flugs gesund)

    Tolle Vorstellung! auch der gesammelten Pilze.
    Du machst das echt gut! Auch schon mal einen Bestimmungsversuch waagen und dann hier nachfragen. Super!


    Es wäre toll, wenn Du am Ball bleibst. Auch ich heiße Dich bei uns Pilzverrückten herzlich willkommen.


    Ich habe übrigens vor etwas weniger als 2 Wochen meinen ersten! Pfefferröhring gefunden- ja tatsächlich in Baden- Württemberg. Ich habe mich da sehr gefreut. Hier in meinen Wäldern habe ich die noch nie gefunden.


    Mit Röhrlingen anzufangen ist übrigens auch sinnvoll.

    Da Du Ihn ohnerhin essen willst, frage ICH mich: Wozu die Anfrage?
    Das Forum auf die Probe stellen? Doch noch mal die Art absichern (es gibt ja auch andere ähnliche eßbare, trotzdem kann es sehr interessant sein, die exakte Art genauer rauszubekommen.)
    MIR sieht das gezeigte echt nach Parasol aus, obwohl ich den Parasol eigentlich immer noch zu wenig kenne, aber, wenn man nach den Merkmalen geht....., trifft er (der gezeigte Pilz) es.


    ICH sammle übrigens auch Waldsafranschirmlinge. Aber wenn ich echt mal Pilzsachverständige werden sollte- keine Ahnung, ob ich das überhaupt will. Bei einigen Pilzen würde ich zum Fundort gerufen werden wollen. Was ich nie machen wollen würde wäre, Pilze zu sortieren- selbst, wenn ich da mal besser werden würde.


    8| 8| 8| 8| 8| 8| 8| 8|


    Was soll denn DAS sein bitteschön??????


    Oh, danke, Deine Äußerung beruhigt mich :D Ich hatte nach dem Einstellen echt erstmal das Gefühl, daß ich zu viel gezeigt hätte- ist ja mein erstes Rätzel :shy: .
    Das Rätzel ist ! schaffbar- da bin ich mir eigentlich echt sicher-es wird viel charakteristisches gezeigt- aber über eine Grobbildersuche nur über ein Bild von jedem Pilz wird man nicht fündig werden.
    Es könnte sein, daß sich 2 Lager aufspalten: ein Lager, welches den Pilz kennt, und das andere Lager, welches den Pilz noch! nicht kennt. Aber das ist ja häufig so.

    Und soll ich dann mal das nächste machen?


    Ich könnte bei beiden Terminen kurz darauf einstellen.


    Ob es leicht oder schwer ist- keine Ahnung, aber es wäre meines! Erachtens nicht sehr! leicht, aber schaffbar.

    Leider gilben Karbolchampignons nicht IMMER auffallend in der Knolle, nur meistens. Deswegen sehe auch ich das nicht als 100%iges Unterscheidungsmerkmal und Gerüche sind ja immer so eine Sache.
    Die mal, es reichen Minimengen, in den Kochtopf (nur zur Bestimmung) zu geben, ist sinnvoll.- Mit Wasser


    Neben dem dann auffälligeren Geruch verfärbt sich zumindest beim herkömmlichen Karboli (weiß nicht, ob auch beim Perlhuhn und/oder Rebhuhn) auffallend gelblich (bei alten etwas in bräunliche gehend)


    . Bisher bin ich nicht der Fan davon mir unbekannte Pilze in den Mund zu stecken und drauf rum zu kauen. Da traue ich mich garnicht dran. Ich denke das kommt mit der Zeit. Kommendes Wochenende besuche ich ein Pilzseminar, da werde ich vermutlich jede Menge "Standard Materie" lernen.


    Viele Grüße


    Pilzklaus


    Einen Täubling darfst Du auch nur probieren, wenn Du ihn zumindest SICHER als Täubling erkannt hast, sonst NICHT.


    Viel Spaß beim Pilzseminar.

    Giersch und Breneesel sind Stickstoffanzeiger,
    die Brombeere bevorzugt auch stickstoffreicheren Boden, ist aber kein Stickstoffanzeiger, mag saure Böden eher nicht und liebt vor allem Licht.



    Je neuer ein Buch ist, umso aktueller ist es natürlich- auch im Bezug auf eventuelle Vergiftungen. Der Grünling z.B. ist erst vor relativ kurzer Zeit in Veruf gekommen. Der Giftriesenschirmling dürfte in älteren Büchern auch fehlen.
    Wenn in einem Buch der Krempling noch als eßbar gilt, ist das Buch eindeutig zu alt :D . In einigen meiner älteren Bücher fehlt z.B. der Gifthäubling und es gibt angeblich keine tödlich giftigen auf Holz wachsenden Lamellenpilze. Im nächsten tauchte er schon auf, wuchs aber angeblich nur auf Nadelholz- alle meine Funde waren bisher an Buche.


    Ansonsten ändern sich halt die lateinischen Namen regelmäßig.


    Nein, ich habe trotzdem nicht immer nur die neuesten.


    Aber man sollte sich ohnehin nie nur auf ein Buch verlassen, sondern immer mehrere Quellen berücksichtigen.


    Das von Dir anvisierte Buch kenne ich nicht näher. Da sollen besser andere zu schreiben

    Immer! einen runden Hut hat der falsche Pfiffi auch nicht- nur meistens.
    Lamellen lassen sich einfacher entfernen als Leisten.
    Am auffälligsten ist m.E. bei falschen Pfiffis die Konsistens- weicher, nachgiebiger als beim Pfiffi.


    Eine Verwechslung mit dem falschen Pfiffi sehe ich! im übrigen als nicht schlimm an. O.K. in größeren Mengen soll es schon zu Unverträglichkeiten gekommen sein, aber ansonsten schmecken die falschen nichtmal schlecht- auch wenn kein Vergleich zu den echten.


    Eine Verwechslung mit Rauköpfen (wenn das möglich ist) wäre in der Tat übel und eine Verwechslung mit dem Ölbaumtrichterling , den ich noch nie gefunden habe, auch "nicht erstrebenswert" (-;. Der Ölbaumtrichterling ist mittlerweile zumindest bis Niedersachsen schon vorgedrungen, wenn auch immer noch ziemlich selten.