Das Problem ist, da0ß die Giftnotrufzentralen im Hinblick auf Pilzbestimmung auch gar nicht qualifiziert sind.
Ohne Pilzsachverständige können die Giftnotrufe gar nicht richtig arbeiten.
Was Du da ansprichst, ist eine nicht schlechte Frage.
Alleine zum Pilzsachverständigen zu werden ist schon mit Kosten verbunden- und sei es nur für die Prüfung und die dann danach geforderten Fortbildungen..
Es ist also nichtmal nur eine Zeitaufwandssache, sondern obendrein noch eine Kostenfrage.
Ich wäre auch für eine Aufwandsentschädigung, die aber m.E. staatlicherseits übernommen werden sollte, damit das Angebot niederschwellig bleibt.
Wobei die größte Schwelle für mich wäre immer die Entfernung gewesen. Ich selbst habe nie einen Pilzsachverständigen aufgesucht, dann lieber auf viele Pilze verzichtet- bis ich sie dann halt doch ausreichend kannte oder ich verwende sie immer noch nicht. Ich selbst wäre bei einigen wenigen meiner Funde schon bereit, einen Obulus zu zahlen, wenn der Sachverständige dann diese Pilze auch sicher kennen würde, um bei manchen endlich mal weiterzukommen, aber NUR mit guter Erklärung. Einen normalen Pilz-Sachverständigen würde ich aber u.U. auch fast in den Wahnsinn treiben, weil ein Großteil der Pilze, die ich dann vorlegen würde, makroskopisch gar nicht bestimmbar wäre. Aber selbst bei makroskopisch bestimmbaren klaffen bei mir noch Lücken.
Mal so ganz nebenbei: es gibt gar nicht so wenige Pilzsachverständige, die sich gar nicht listen lassen. Eine Aufwandsentschädigung könnte u.U. einige gelistete mehr ergeben. Denn es Bedeutet Stress, Zeit und Kraft, die man dafür aufwenden muß. Bei beschränkten Ressorcen, die ein Mensch halt hat (unterschiedlich groß je nach Gesundheitszustand.....) könnte dann vielleicht die Aufwandsentschädigung für anderes ausgegeben werden, z.B. mal eine Putzhilfe, damit solche Ressorcen überhaupt frei werden.
