Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Nein Pablo, ich werde ihn nicht essen :(


    Ist eh ein wenig wenig für eine propere Mahlzeit.
    Scheibenlorcheln werden übrigens auch oft als Speisepilze geführt, obwohl sie gewisse Mangen an Gyromitrin enthalten (der selbe Giftstoff wie in der Frühjahrslorchel). Gyromitrin ist hitzeinstabil, zersetzt sich aber manchmal nicht vollständig.


    Gut, wenn er nach Chlor gerochen hat und auf nacktem Erdboden, nicht auf Holz gewachsen ist, dann sollte es doch schon ein Morchelbecherling gerwesen sein.
    Irgendwie hatte ich aber in diesem Frühjahr auch schon eine Peziza mit Chlorgeruch in der Hand. Und vor zwei Wochen Morchelbecherlinge ohne Chlorgeruch. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Fips & Mario!


    Für einen Winterhelmling (Mycena tintinnabulum) ist der schon sehr dunkel. Gut, das kann passieren, aber dazu wäre das bevorzugte Substrat des Winterhelmlings Laubholz. Das hier sieht sehr nach Nadelholz aus.
    Nimmt man den Nitratgeruch dazu, ist der Winterhelmling eigentlich schon raus.
    Der Graue Nitrat~ (Mycena leptocephala) passt schon eher, aber ich denke, der wächst tendenziell eher in der Streu und jedenfalls nicht büschelig, ist zudem mehr ein Herbstpilz (?).
    Da müsste man mal gucken, ob gerade bei dem Grüppchen auf dem vierten Bild die Stiele an der Basis direkt zusammengehören.
    Dann wäre man beim Büscheligen Nitrat~ (Mycena stipata s.l.).
    Ebenfalls nach Chlor riecht der Fichtenzapfenhelmling (Mycena strobilicola), aber der ist schon auf Zapfen festgelegt.
    Also ich würde mal 5 Chipse auf M. stipata setzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo & Frank!


    Ja, daß es nicht Scytinostroma hemidichophyticum sein kann, war mir dann klar, nachdem ich den mikroskopisch it einem eindeutigen Fund vergleichen konnte.
    Sowas hilft, selbst wenn man von Mikroskopie noch kaum eine Ahnung und zudem schlechtes Material hat. ;)
    Wenn ich allerdings so hier und da im Internet oder auf einer Tour Pilzfreunden von Scytinostroma hemidichophyticum erzähle, werden die wahrscheinlich kaum wissen, wovon ich erzähle. Schwierig. Trotzdem eine wichtige Info, vielleicht lesen es ja ein paar Leute mit.


    Ich denke übrigens schon, daß die Sporen zu dem Pilz gehören.
    Mikroskopiert habe ich allerdings erst nach dem Trocknen. Und habe da im Präparat, um ein paar Basidien auch proper sehen zu können, ziemlich rumgequetscht. Sonst sehe ich da nämlich nur ein Gefussel (= sich überlagende Basidien) mit ganz viel lecker Streusel drauf (= die runden Sporen mitten im Gefussel der Fruchtschicht).
    Aber allein die schiere Menge (da ist wirklich alles gerappelt voll mit diesen Sporen) und die Tatsache, daß sich nichts anderes sporenmäßiges in einer Anzahl > 4 in 5 Präparaten findet, deuten schon darauf hin, daß das auch die Sporen zu dem Pilz sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hartmut!


    Phantastische Bilder von dir! :thumbup:
    Glückwunsch insbesondere zu G. leucoxantha.
    Bislang wusste ich noch nicht mal, daß es sowas gibt. Nun bin ich wieder ein Stück schlauer und weiß einmal mehr, wie viele Pilze es noch zu entdecken gibt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Ich bekomme ihn nicht auf die Reihe, den fragwürdigen Pilz. Huttrama und Lamellentrama scheinen nciht voneinander abgegrenzt zu sein, was jedenfalls ein Trametes - Merkmal ist. Kommt aber auch in einigen verwandten Gattungen vor. Für eine Buckeltramete sind jetzt auf den Bildern die Poren aber schon sehr wenig langgezogen.
    Den Nordischen Porling würde ich nun aber auch endgültig ausschließen. Da ist das Hutfleisch im Schnitt schon erkennbar zweischichtig bzw. "zoniert".
    Ich komme nicht dahinter. Am besten mal eine Anfrage für den Kerl starten.
    Die Salatschüssel bleibt aber für mich auch aus der Perspektive eine klare Buckeltramete (T. gibbosa). Das Substrat könnte Ahorn oder Esche sein, da bin ich mir weniger sicher.


    Morchelbecher (Disciotis venosa) stimmt aber nicht. Das sollte auf (Nadel-)Holz gewachsen sein und dürfte auf den Namen Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis) hören. Oder es ist eine Peziza. Könnte auch sein.


    BH stimmt allerdings, die Bestimmung kann ich bestätigen. :thumbup:
    Habe ich auch schon mal gefunden, allerdings mit 2 Cups und nicht im Wald. Aber BHs kommen zwar vom Fliesband, haben aber auch eine recht große Variationsbreite.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mähli!


    Daß ich deine Bilder mag, weißt du.
    Die Perspektiven haben immer wieder so einen Überraschungseffekt bei mir. Und passen sich in eine Geschichte ein.


    Das Gebiet gefällt mir auch jetzt schon. Nur die Sonne kannst du noch einschalten, am besten ein paar tage vorher nach ausgiebigen Regenfällen in der kommenden Woche. ;)


    LG, Pablo.

    Hallo, Fredy!



    Bitte diesen Beitrag in die Schleimpilzbestimmungsabteilung verschieben!


    Ist erledigt. :thumbup:



    Vielleicht knacken wir ja dort in diesem Jahr ja noch die 2000-Beiträge-Grenze... :) !


    Das wäre jedenfalls wünschenswert und zieht vielleicht gar noch den einen oder die andere Experten / Espertin an. Auch wenn sich da ja schon im letzten Jahr dank Ulla, Matthias und Toffel eine gute Qualitätsfront gebildet hat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alina!


    Ok, man erkennst schon einen Unterschied zu deinen heuztigen Bildern. Trotzdem sind deine Photos von 2006 immer noch viel besser als zB meine Anfangsbilder. ;)


    Zudem ist der Wollige Scheidling freilich ein ganz besonderer Fund, und makroskopisch lässt dürfte jedenfalls nichts gegen die Hasenpfote (Coprinus lagopus) sprechen.



    LG, Pablo.

    Hallo und willkommen zurück, Frank!


    Ich hoffe, die zurückliegenden Tage hatten von allem Gewünschten genau die richtige Mischung.
    Dann sende ich dir hiervon gerne eine Probe zu, warte aber noch ein klein wenig, denn neben >diesem UMO< (habe ich nicht vergessen) stelle ich demnächst noch ein oder zwei Bilder ein. Möglicherweise ist da auch noch was Interessantes dabei, was sich so nicht klären lässt.
    Dann kannst du aussuchen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr Wassermenschen!


    Eine sehr interessante Diskussion, wie ich finde. :thumbup:
    Klar, an Vibrissea truncorum, Mitrula paludosa oder Cudoniella clavus hätte man auch denken sollen.
    Und Hymenoscyphus vernus, den ich neulich für Cudoniella clavus hielt, wäre dann quasi in den semiaquatischen Bereich zu stellen, weil er es schon gerne sehr feucht mag?


    Zweite Frage:
    Sollte man das Thema mal in die Wissenschafts - Rubrik verlagern?



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Danke für den Hinweis.
    Vor allem in Hinblick auf Gerds unglaublich gute Photos sicher ein "Must - Have" für das kommende Jahr.!


    Kleine Nörgelei am Rande:


    Die Aufnahmen und Rezepte stammen allesamt von Gerhard Schuster, hier im Forum bekannt als Gerd unter dem Usernamen "lebrac".


    Ist hier im Forum freilich bekannt unter dem Nutzernamen >Schleimrüpel< in Anlehnung an Oudemansiella mucida. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Arne!


    Das mit dem Lamellenpilz muss stark bezweifelt werden!
    Ich hatte es oben schon geschrieben, aber ein Pilz der zufällig gelegentlich überschwemmt wird, ist noch lange kein mariner Pilz.
    Den Kommentar von Andreas Melzer dazu habe ich >hier< gefunden.
    Dazu passt auch die skeptische Anmerkung auf >seiner Homepage<.
    Daß da durchaus eine eigenständige Art beschrieben wurde, hat ja erstmal noch nichts mit den bevorzugten Lebensbedingungen zu tun.



    LG, Pablo.

    Lenzites warnieri Durieu & Montage
    Auenblättling
    Synonyme:
    - Trametes warnieri (Durieu & Montage) Zmitr., Wasser & Ezhov
    - Lenzites faventina caldesi


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Lenzites --> Lenzites warnieri



    Fruchtkörper: pileat; konsolig bis halbkreisförmig oder nierenförmig; Ansatzstelle etwas verdickt; Hutrand schwach wulstig; Oberfläche feinsamtig, bald verkahlend, im Alter glatt; mehr oder weniger deutlich gezont und teils etwas konzentrisch wulstig; jung in dunkel schwarzbraunen Farben, alt zu bräunlich oder rostocker verblassend.


    Fruchtschicht: lamelloid; Lamellen breit, dick; cremefarben bis ockerlich; zum Hutrand hin regelmäßig gegabelt


    Fleisch: zähelastisch bis korkig, wie Hartgummi biegsam; weißlich bis blass ocker; Geruch unbedeutend oder etwas säuerlich; Huttrama von Lamellentrama nicht abgegrenzt (Trametes –“ Merkmal); Hyphenstruktur trimitisch, Septen mit Schnallen


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß; Sporen länger als 6 µm


    Vorkommen: In Deutschland zerstreut und sehr selten; Bewohner naturbelassener Auwaldgebiete und ähnlicher Habitate in den großen Flußniederungen, dort an toten Laubholzstämmen und Stümpfen; thermophile Art mit eher mediterraner Verbreitung; Fruchtkörper theoretisch ganzjährig zu finden.


    Verwechslungen: Mit dem viel häufigeren Birkenblättling (Lenzites betulina), der aber meist etwas heller gefärbt ist, kaum gegabelte Lamellen aufweist, eine deutlicher filzige oder sogar striegelige Hutoberfläche hat und mikroskopisch durch kleinere Sporen unterschieden werden kann.
    Die Dreifarbige Blättertramete (Daedaleopsis tricolor) Rötet deutlich im Alter und ebenso bei Verletzungen sowie eine dunklere Tramafarbe.
    Der Eichenwirrling (Daedalea quercina) ist von derberem Wuchs, meist deutlich heller gefärbt, hat eine filzige Hutoberfläche und die Fruchtschicht ist unregelmäßig labyrinthisch.
    Blättlinge wie der Tannenblättling (Gloeophyllum abietinum) sind schmächtiger im Wuchs und kommen überwiegend an Nadelholz vor.


    Anmerkungen: Offenbar ist es so, daß Lenzites warnieri nur einmalig Fruchtkörper ausbildet. Diese sind zudem noch oft steril, was neben der Schwierigkeit bei der Ermittlung der Sporengröße auch mit ein Grund für die Seltenheit des Pilzes sein könnte. Der Hauotgrund ist aber mit Sicherheit die fortlaufende Zerstörung der natürlichen Biotope des Pilzes.



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Lenzites betulina = Birkenblättling<
    >Daedaleopsis tricolor = Dreifarbige Blättertramete<
    >Daedalea quercina = Eichenwirrling<
    >Gloeophyllum abietinum = Tannenblättling<

    Lenzites betulina (L.) Fr.
    Birkenblättling
    Synonyme:
    - Lenzites betulinus (L.) Fr.
    - bitte auch >hier< und >hier< vergleichen.
    Umfangreiche Synonymie


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Lenzites --> Lenzites betulina



    Fruchtkörper: Vollständig pileat; meist büschelig oder dachziegelig; halbkreisförmig, nierenförmig oder konsolig; bis gut 13 cm breit, teils miteinander verwachsend, Rand alt scharf, Ansatzstelle meist verdickt; Oberfläche filzig bis fein striegelig –“ haarig; meist mehr oder weniger deutlich gezont; in Ocker- und Brauntönen, von der Ansatzstelle oft mit Algen bewachsen und dadurch grünlich; bei Trockenheit und im Alter cremeweißlich ausblassend.


    Fruchtschicht: lamellig; Lamellen breit (meist breiter als Hutfleischdicke), dickfleischig, im Alter schmaler werdend und dann auch gerne etwas wellig; untermischt, selten unregelmäßig gegabelt; weißlich –“ cremefarben bis ocker.


    Fleisch: zähelastisch bis korkig, wie Hartgummi biegsam; weißlich bis blass ocker; Geruch unbedeutend oder etwas säuerlich; Huttrama von Lamellentrama nicht abgegrenzt (Trametes –“ Merkmal).


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß; Sporen bis 6 µm lang


    Vorkommen: Ziemlich weit verbreitet und häufig, seltener in montanen Lagen; Die Fruchtkörper sind von Herbst bis Frühjahr fertil, können aber das ganze Jahr über gefunden werden; Vorkommen an Laubholz mit recht hohem Substratspektrum, bevorzugt aber an Rotbuche, etwas weniger häufig an Birke und Eiche; meist an Stümpfen oder abgestorbenen, noch stehenden Stämmen, aber auch an dickem, liegendem Substrat und an gelagertem Holz in Stapeln, Gerne mit Trameten vergesellschaftet.


    Verwechslungen: Mit dem sehr seltenen Auenblättling (Lenzites warnieri), der regelmäßig gegabelte Lamellen besitzt, eine nur feinsamtige bis glatte Hutoberfläche hat, zumindest jung gerne dunkler gefärbt ist und sich mikroskopisch durch größere Sporen unterscheidet.
    Die Dreifarbige Blättertramete (Daedaleopsis tricolor) ist ebenfalls dunkler gefärbt bzw. dunkelt bei Verletzung oder beim Trocknen rötlichbraun nach.
    Der Eichenwirrling (Daedalea quercina) ist meist heller, von derberem, dickfleischigem Wuchs, mit dickeren Lamellen, die zudem oft labyrinthisch verzweigt sind.
    Blättlinge wie der Tannenblättling (Gloeophyllum abietinum) wachsen hauptsächlich an Nadelholz, sind dünnfleischiger und kleiner und auch anders gefärbt.
    Der Lamellige Violettporling (Trichaptum laricinum) ist in Deutschland noch nicht nachgewiesen, sollte aber ebenfalls nur an Nadelholz vorkommen, deutlich dünnfleischiger sein und sich durch violette Farbtöne unterscheiden.


    Anmerkungen: Die gelegentlich auch in der Literatur verwendete Schreibweise –žLenzites betulinus–œ scheint nicht korrekt zu sein.
    Der Name Birkenblättling ist etwas verwirrend, da die Art ein recht hohes Substratspektrum aufweist und am häufigsten an Buche vorkommt.
    Es sind diverse Formen bzw. Varietäten beschrieben, die allerdings allesamt in die natürliche Variationsbreite der Art fallen.
    In den "Großpilzen Baden - Württembergs" sind zwei Funde an Nadelholz erwähnt. Hierbei solle es sich aber um sog. "Übersteiger" von Laubholz handeln.



    Bilder:
    Lenzites betulina 01.JPG








    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Lenzites warnieri = Auenblättling<
    >Daedaleopsis tricolor = Dreifarbige Blättertramete<
    >Daedalea quercina = Eichenwirrling<
    >Gloeophyllum abietinum = Tannenblättling<
    >Trichaptum laricinum = Lamelliger Violettporling<

    Hallo, Björn!


    Wenn man ein Rennen veranstalten würde, ob die DHL schneller ist, oder du bei der Untersuchung eines Kernpilzes, hättest du wahrscheinlich knapp die Nase vorn. :thumbup:


    Danke für den Namen zu dem Pilzchen, für die famosen Bilder und die ausdrucksstarke Beschreibung!
    Es freut mich jetzt natürlich auch, daß es tatsächlich die erhoffte Art bzw. Gattung ist.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Ja, spannendes Thema!
    Da wird freilich noch weniger geforscht als bei den landlebenden Pilzen.
    Aber man kann mal zB. "marine fungi" als Suchbegriff eingeben.
    Da kommt einiges zusammen, unter anderem landet man rasch beim >Geomar - Institut<, die sich damit auseinandersetzen, wenn auch primär natürlich mit dem Ziel, medizinisch nutzbare Substanzen zu erforschen. Auch Sarah (Sarifa) hat sich dazu schon mal geäußert.
    Höchstwahrscheinlich gibt es da noch sehr viel zu entdecken, was wirklich obligat aquatische und marine Pilze betrifft.


    Zu der Psathyrella hat sich Pilzmel auch mal in einem Forum geäußert. Wo das war, weiß ich jetzt nicht mehr, müsste man mal nachsuchen. Wenn ich das damals richtig gelesen habe, hält er das für ziemlichen Unfug. persönlich bin ich bereit, mich der Meinung eines ausgemachten Experten anzuschließen. ;)



    LG, Pablo.

    Hej, Uli!


    Sehr schöne Köddl hast du da. ;) :thumbup:
    Sogar um die beneide ich dich derzeit. Hier bei mir stehen durch das anhaltend schlechte Wetter die Wälder und selbt Moore, Flüsse und Seen kurz vor der Selbstentzündung.


    Jedes Dungbröckchen, daß ich umdrehe, zerfällt sofort zu Staub. Selbst diese Hinterlassenschaften sind - achtung, jetzt kommt der Witz: furztrocken.


    Schöne Funde und Bilder.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Das war auch mit einer gewissen Ironie geschrieben. ;)
    Ich denke natürlich, daß das zwei "gute" Arten sind. Zumal es lt. GPBWs auch unterschiedliche Sporengrößen gibt. Ich würde nur gerne mal ein Exemplar in der Hand halten, wo alles für den Wulstigen passt: Wulstiger Hutrand, dicker, hoher Wuchs, dicke, nicht eindrückbare Hutkruste, nicht oder nur undeutlich geschichtete Röhren, Trama ohne weiße Fasern und Flecken. Und Sporen länger als 10 µm (wobei ich Letzteres eh nicht messen kann).



    LG, Pablo.

    Hallo, Horst!



    Entsprechend denke ich, ist eine Aussage zur Konsistenz nur begrenzt hilfreich


    Dann hätte ich nicht danach gefragt. ;)
    Zur Bestimmung von Porlingen gehört eine Beurteilung der Konsistenz unbedingt immer dazu. Sonst könnte man auch versuchen, einen Röhrling zu bestimmen ohne zu wissen, ob er sich im Schnitt verfärbt.
    Wenn die Fruchtkörper also tatsächlich "bockelhart" sind, kann man einen Schillerporling (Inonotus) schon mal ausschließen. Das überrascht mich zwar etwas, weil ich insgeheim auch Inonotus nodulosus favorisiert hatte, aber bei Schillerporlingen lässt sich selbst im Alter immer noch irgendwas eindrücken, verbiegen oder abreißen. Das ist bei Phellinus sehr viel schwerer.
    Und nein, wenn das Substrat tatsächlich Schwarzerle ist, dann ist P. tuberculosus recht unwahrscheinlich. Auch wenn es optisch gar nicht so abwegig ist. Wie die meisten Porlinge hat auch P. tuberculosus eine schwer abzuschätzende Variationsbreite. Und ich sehe eigentlich nichts, was die Art hier rein optisch ausschließen würde.
    Allerdings gibt es schon noch andere Phellinus Arten, über die man sich Gedanken machen könnte, wie zB den Polsterförmigen (Phellinus punctatus). Der würde aber nirgendwo Hutkanten bilden. Wenn da welche sind, ist es nicht P. punctatus. Dazu ist auch die Art zwar nicht festgelegt, was das Substrat betrifft, hat aber klare Vorlieben, die mit Schwarzerle nichts zu tun haben.


    Es bleibt also schwierig.
    Ich hoffe, du hast bei deinem letzten Besuch immerhin mal ein Stückchen mitgenommen?


    PS.:
    Mir fehlt gerade die Zeit, noch in einem weiteren Pilzforum einen account zu basteln. Falls es von Interesse sein sollte, Horst:
    >Marasmius bulliardii<
    >Lenzites betulina<
    Zum Glück landet man manchmal auch bei recht gut bestimmbaren Arten. ;)



    LG, Pablo.