Beiträge von Beorn

    Hallo, Stefan!


    Genau, mit so einem Flaschenöffner knackt man auch die schwerste Route. ;) :thumbup:
    Diese Türme erinnern mich immer mal wieder ein wenig an die Externsteine, die bei meinen Großeltern um die Ecke wachsen. Die sächsischen sind aber vielseitiger.


    Ustulina deusta (Brandkrustenpilz) würde ich bei dem Bild bestätigen. Jedenfalls sieht die Anamorphe genau so aus.



    LG, Pablo.

    Moin, Kernpilzkenner!


    Neulich wurde das Thema ja schon sehr informativ durchdiskutiert:
    >Isaria umbrina<


    Wenn ich das Fazit da so richtig verstanden habe, ist also Isaria umbrina nicht Nodulosprium umbrinum (Anamorpher Parasit an Pyrenos), sondern tatsächlich die Anamorphe der Zimtbraunen Kohlenbeere (Hypoxylon howeanum). Also nach neuer Nomeklatur eben auch mit dem Namen der Teleomorphe zu betiteln.


    Cool.


    Am Sonntag hat Anna einen Ast umgedreht, um den daran wachsenden Rußbraunen Schichtpilz (Porostereum spadiceum) anzugucken. Doch da waren ja noch viel mehr Sachen dran.
    Leider auch das hier:


    Das wäre dann lustigerweise Isaria umbrina auf Diatrype stigma.
    Mit Nectria episphaeria, die hier wohl wegen Lichtmangel oder sonstwas teils die Gelbsucht bekommen hat.
    Schön, oder? :evil:


    Ok, bevor jetzt die Verzweiflung beginnt:
    Ein paar Zentimeter daneben gab's auch noch das hier:



    Da ich aber Kohlenbeeren partout nicht auseinanderhalten kann, wüsste ich nun gerne, ob's tatsächlich H. howeanum ist. Also Mikro an...
    ...Frust.
    Ich will ein Besseres.
    Ein paar Sporen gibt's

    Mit Mühe lässt sich auch ein gerader Keimspalt erkennen:

    Und ansonsten nur diffuse Strukturen an den Perithecieninnenwänden:

    Wieder mal sehe ich nicht einen einzigen, intakten Ascus.
    Dafür unglaubliche Massen an rundlichen Kullern:

    Sind das möglicherweise Konidien?


    Und was schreibe ich jetzt unter die Bilder drunter?


    PS.:
    Kleiner Nachtrag zum Substrat: Sieht für mich eigentlich wie Rotbuche aus (weißfaul wegen Porostereum spadiceum), kann aber auch gut Hainbuche sein, weil die gab's auch im Gegensatz zur Rotbuche auch direkt am Standort. Rotbuche wäre ein paar Meter weg. Eiche auch.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Das soll auch so sein, daß die Blaufärbung erst mit der Zeit kommt.
    Also schließe ich mich an und bin nun auch von L. duriusculum überzeugt.
    L. scabrum kann zwar auch mal etwas bunt werden, aber das ist ziemlich selten der Fall.



    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Das sieht jedenfalls mal sehr gut aus.
    Alle makroskopischen Merkmale würden jedenfalls passen. Ich selbst habe den noch nicht gefunden, sämtliche Pilze, die initial mal so aussahen, haben sich bei mir später als G. applanatum entpuppt.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Sicher, daß da nicht auch irgendwo eine Birke rumsteht?
    Die haben schon so ein bisschen was von Lecinum scabrum. ;)
    Obwohl ich L. duriusculum nicht völlig ausschließen würde, aber so ein wenig Blaufärbung an der Stielbasis und etwas deutlicher überhängende HUthaut (bei denen aus dem letzten Jahr) wäre schon schön.



    LG, pablo.

    Hallo, Abeja!


    T. cervina war mein erster Gedanke, aber die ist ja auszuschließen (siehe oben).
    Nochmal zu einer Borstentramete: Auch davon hatte ich ja schon genug in der Hand (sowohl gallica als auch trogii), die sind schon irgendwie anders von der Konsistenz, auch wenn sie uralt und / oder eingetrocknet sind.
    Wie schon gesagt, da müssten ja zumindest irgendwo Reste von Behaarung zu erkennen sein, eben auch angeklebt. Da ist aber nichts.


    LG, Pablo.

    Hallo, zusammen.


    Um ein Haar wäre mir dieses Thema entgangen! 8|
    Hab' also noch mal Glück gehabt.
    So ein schöner Trip, da möchte man doch zumindest virtuell dabei gewesen sein, wenn's schon nicht persönlich möglich war.
    Danke also euch allen Beteiligten für's mitnehmen und Herzeigen der ganzen Fundsachen.


    Mit Gloeporus dichrous bin ich absolut einverstanden, wenn der an Laubholz wuchs. An Nadelholz gibt's mit Skeletocutis amorpha (Orangeporiger Knorpelporling) einen Doppelgänger. Schöner Fund!


    Tulostoma brumale finde ich hier in den entsprechenden Habitaten auch oft ohne oder mit nur undeutlichem dunklem Hof, also genau so aussehend wie auf den Bildern oben.
    Mikroskopisch war alles, was ich dann untersucht habe, aber eindeutig: Derb dick verbreiterte Hyphensepten, deutliche Kristalle um die Capillitiumhyphen.



    LG, Pablo.

    Ahoi - hoi!


    Von Rißpilzen habe ich nicht die geringste Ahnung. Um die mache ich immer einen möglichst großen Bogen oder schenke sie Anna.
    Darum kann ich dir auch helfen, Verena: Du hast >Mycena polygramma< gefunden.
    Bei meiner letzten M. polygramma - Diagnose war's dann zwar ein Rötling, aber in diesem Fall wird's passen. ;)



    LG, Pablo.

    Danke, Stefan!


    Nun sind die Namen bekannt, du kannst also mit dem Finden und Einsammeln anfangen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Tolle Bilder von tollen Tagen, muss ich sagen! :thumbup:
    Ich fürchte nur, dein vermeintlicher Laubfrosch ist gar keiner, sondern ein Rohrfrosch. Und zwar von der eisenharten Sorte.


    11: Versuch's mal mit Pholiotina (Glöckchenschüppling). ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Bei dem Rauhfuß würde ich die Espenrotkappe ausschließen; die verfärbt sich doch im Anschnitt türkis...


    Das Bild mit dem aufgeschnitten Pilz ist von mir, das ist auch definitiv Leccinum duriusculum. Ohne jegliche Restzweifel.
    Das sollte nur als Referenz / Anschauungsmaterial dienen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Liebe Leute!


    Gestern war eine kleine Gruppe Vogel- und Pilzgucker unterwegs in einer hübschen Wiesenlandschaft in der nördlichen Oberrheinebene bei Rot - Malsch. Dort durchziehen einige Wassergefüllte Gräben die Wiesen und Raine, was nicht nur den Störchen gefällt, sondern auch dem Schilfrohr. Neben einem Weg lagen auch einige vorjährige Stengel herum, an denen befanden sich kleine, hyalin - weißliche Becherchen.





    Die Apothecien werden kaum 0,5 mm groß und sind offenbar am Rand behaart.


    Auch drinnen ist alles eher klein, wirklich gut bekomme ich das nicht dagestellt.
    In H2O:


    Die Paraphysen sind filiform, hyalin, teils verzweigt und ragen kaum aus der Fruchtschicht hinaus:


    Asci mit Haken:


    Sporen länglich ellipsoid, teils mit kleinen Tröpfchen (Inhalt muss man sich vorstellen, durchs Okular ist das besser zu erkennen):


    In Lugol:


    Was ich leider gar nicht finden kann, sind die Randhaare. Selbst wenn ich mal ein ganzes Becherchen nehme, ohne zu quetschen bei geringerer Vergrößerung angucke nicht:


    Mit Deckgläschen und etwas Druck:


    Das einzige, was eventuell ein Haar oder ein Haarbruchstück sein könnte, ist das hier:


    Momentan denke ich an eine Hyaloscypha oder Dasyscypha.
    Lässt sich da mit den Angaben irgendwas rausholen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Großartige Story übrigens. :D
    Du hast echt nicht zu viel versprochen. Vor allem sind zwei der Hauptcharaktere auch im RL gerade im Star - Wars - Imperium gefangen, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß. ;)
    Ich glaube ich weiß auch, was ich mir demnächst mal wieder anschauen muss. Mal abgesehen von Darth Orange...



    LG, Pablo.

    Hallo, Anja!


    Meinst du mit Grauweißer Faserling Psathyrella spadicea?
    Keine Ahnung. Rottöne in den Lamellen würden dafür sprechen. Die Gattung ist aber recht kompliziert und erfordert Mikroaugen.
    Kann auch aus der Gruppe um den Rotschneidigen (Psathyrella corrugis) oder aus der Gruppe um den Behangenen (Psathyrella candolleana) stammen.
    Oder es ist doch ein Samthäubchen, da gibt's auch greuweißliche, wie Conocybe lactea.


    Die Gattung kann man da mit einem Sporenabwurf klären.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta) kannst du ausschließen. Die wächst nicht auf Holz und benötigt in aller Regel Kiefer.
    Die Riesenlorchel (Gyromitra gigas) bewohnt nach meiner Literatur nur Nadelholz, in der Regel Fichte.
    Die Bischofsmütze (Gyromitra infula) kann wohl auch an Laubholz gehen (?), ist aber eher ein Herbstpilz und ein Gebirgspilz.
    Bliebe die Zipfellorchel (Gyromitra fastigiata). In die Richtung könnte man mal ermitteln. Darüber hinaus gibt es noch Alternativen bei den Scheibenlorcheln (Discina) oder bei den Dickbecherlingen (Pachyella).
    Leider sieht man so wenig vom Pilz. Bastel doch mal eine Anfrage, ich find's spannend.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anja!


    Das nenne ich vollen Einsatz und hervorragende Zeiteinteilung. :)
    Dabei rausgekommen sind schöne Bilder und Funde.
    Arten aus der Gruppe um Psathyrella spadiceogrisea >werden gerade gesucht<.


    Und das Samthäubchen nehme ich dir erstmal nicht ab. Da will ich Sporenpulver sehen, sondt könnte es ja auch ein Faserling sein. :evil:



    LG, pablo.

    Hallo, Andreas!


    Was blöd ist: Vor einigen Wochen hatte ich zweimal jeweils ein ungefähr passendes Exemplar in der Hand. War aber nicht in Psathyrella - Untersuchungslaune bzw. hatte keine Zeit und Möglichkeit. Habe mich damit beruhig: "Der taucht in diesem Frühjahr noch oft genug auf." Seitdem aber: nüscht. X/
    War aber auch Sahara hier im nördlichen Oberrheingebiet.
    Wenn noch was auftaucht, landet's bei dir. Samt Standortbildern. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Vielen Dank für den traumhaften Bericht.
    Das ist nicht nur ein Land für Pilze, sondern auch bietet auch sonst unheimlich viel. Jedenfalls laden deine Bilder zum Träumen ein, an den wunderschönen Seen, natürliche Wälder und schöne Orte.
    Die Blütenpracht gewinnt auch durch die Kontraste, wenn die Wälder noch nicht so grün sind.


    Besonderen Glückwunsch bekommst du für deinen Fund von Sarcosoma globusum.
    Vielleicht schafft der es auch irgendwann nach Deutschland? Ansonsten ein weiterer Grund für einen Urlaub in Litauen oder in Russland.


    Kleine Anmerkung zum Kiefernzapfenrübling: Der Geschmack ist für die Bestimmung völlig wurschd. Ich hatte schon mild schmeckende Bittere und bitter schmeckende Milde gefunden. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Sabine und Holger!


    Dann mal herzlichen Glückwunsch zu der Rarität. :thumbup:
    Bemerkenswert, und man sieht eben auch, daß nicht nur Pilze interessant sein könnten. Wobei die Kronenbecherlinge bei mir natürlich auch strakes Beineid hervorrufen. ;)



    LG, Pablo.

    Guten Morgen!


    Tja, wie schafft so ein Pilz das ins Terrarium?
    Da gibt es natürlich einen Haufen Möglichkeiten.
    Es kann sein, daß das eingebrachte Material schon vor Jahren Sporen oder Mycel enthielt, aber jetzt erst der Pilz genug Nahrung (bzw. die passenden Bedingungen) gefunden hat, um Fruchtkörper zu bilden.
    Dann können natürlich irgendwie mal Sporen reingeflogen sein, beim Öfnnen, beim Füttern, beim Saubermachen. Pilzsporen sind ja mehr oder weniger omnipräsent. Oder eben es klebten Sporen an Futtertieren oder waren im Wasser.
    Das ist ja eben der Trick der Pilzsporen, daß sie lange Zeit irgendwo rumfliegen können, sehr lange vital bleiben und erst beim Vorfinden von günstigen Bedingungen keimen.



    LG, Pablo.