Beiträge von Beorn

    Hallo, Stephan!


    Stimmt schon. Aber der Pilz hier passt nach meinen Erfahrungen (kenne beide Arten ganz gut) schon viel besser zu X. armeniacus. Die Art habe ich auch schon in der Viernheimer Heide (Sandkiefernwald) also in einem völlig untypischen Habitat gefunden. Wenn du im Herbst den hiesigen Sandkiefernwälder einen Besuch abstattest, dann schauen wir an der Fundstelle mal vorbei. Im Portrait ist das der Fund im zweiten Beitrag.


    Wesentlich ist das tatsächlich karottenrote Fleisch in der Stielbasis und die Blaufärbung, die sich auf Hut und Stielspitze bis obere Stielhälfte beschränkt.
    Dann noch die Plaques der Huthaut mit Kongorot (am besten nicht SDS) zu checken, ist aber auf jeden Fall sinnvoll. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Nach wie vor gibt es auch hier ganze Wladstriche, in denen kaum ein Pilz zu finden ist.
    Das sind vor allem Nadelwälder (Fichten und Fichten- Tannenwälder), wo die Trockenheit der Vormonate noch ihren Tribut fordert.


    Aber daß es nun umgekehrt ist, und der Norden unter Dürre und Pilzarmut zu leiden hat, geht eigentlich auch nicht.


    Freilich, einige Bilder sind ganz ok, aber Photographie ist nicht so mein Kernthema. Ich bin eher der Forscher - Typ, der eben gerne Pilze untersucht. Wenn die Biloder, die dabei rauskommen, noch als einigermaßen ansehnlich empfunden werden dann freue ich mich. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Soll ich mal sagen, daß ich noch nie einen Anhängselröhrling in der Hand hatte?
    Nur den Nadelwald - Anhängselröhrling.
    Mein Beineid zu beiden Funden. :thumbup:


    Und klar: Wenn es denn der Harzige ist, dann muss er Ganoderma resinaceum heißen. Das Epithet "resinosum" gehört zu Ischnoderma, also zur Laubholz - Form von Ischnoderma benzoinum.
    Soweit ich mal gelesen hatte (Gerd hatte dazu was hochgeladen, ich glaube in Harrys Forum), dann lassen sich G. lucidum und G. resinaceum (nur europäische Funde berücksichtigt!) in Kultur durch unterschiedliche Chlamydosporen unterscheiden. Dazu kommt die unterschiedliche Wuchsweise.
    Optisch nahezu identisch zu G. resinaceum ist allerdings Ganoderma pfeifferi (Kupferroter Lackporling) mit deutliche schwererem, dunkler gefärbtem Fleisch, anderem Geruch und einer mikroskopisch anders aufgebauten Hutkruste.
    Auch wenn der tendenziell lieber an Buchen wohnt, kann der hier schon auch in Frage kommen.



    LG, pablo.

    Hallo, Hoepf!


    Dann schieß mal los:
    - Netz am Stiel?
    - Porenfarbe bei denen aus dem ersten Bild?
    - Blaufärbungen, und wenn ja, dann wo (Hut, Poren, Stiel)?
    - Tramafarben im Schnitt?
    - verfärbungsmuster im Schnitt?


    Du kannst ja mal >dem Schlüssel folgen<.
    Bestimmbar sind die schon, aber wohl kaum sicher nach einem Bild.
    Ich habe einen sehr interessanten Verdacht, aber das ist ohne die nötigen Angaben eben nur eine nette Phantasie.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Danke.

    Übrigens auf manchen Bildern musste ich die Pilze erst suchen. :evil:


    Dann ist es ja gut. Weil nämlich das ja genau unser Hobby ist: Pilze suchen. :D
    Nein, Spaß beiseite, bei diesen winzigen Dungpilzchen bekomme ich einfach keine besseren Aufnahmen hin. Jedenfalls bei diesen hat es nicht geklappt.
    Vielleicht hatte die Kamera auch gerade ihren schlechten Tag, denn manchmal gehen auch 0,5mm - Pilze ganz gut.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Jetzt ist Pilze zählen dran.
    Das Wetter ist tropisch, immer wieder Regen dabei, eben richtig schön. Da tut sich was, vor allem die kleinen und mittelgroßen Sapros haben in den letzten Wochen ordentlich Programm gemacht.


    Darum ohne viele Worte und Gedöns mal einfach ein paar Bilder.


    01: Agaricus augustus = Riesen - Anischampignon

    Hier übrigens mal ohne irgendwelchen Bezug zu Nadelstreu wachsend


    02: Ascobolus immersus = Eingesenkter Kotling

    Die Fruchtkörper sind nicht gerade groß. Also ziemlich die Grenze für meine Kamera.


    03: Calocera viscosa = Zwergerlfeuer


    04: Cerrena unicolor = Aschgrauer Wirrling


    05: Clitocybe gibba = Ockerbrauner Trichterling

    Etwas ausgeblasst.


    06: Clitocybe sinopica = "Kohlen - Trichterling"

    Hat aber hier nichts mit Kohlen zu tun. Wächst auf dem Mannheimer Friedhof auf einer Wiese unter Eiche und Kiefer.


    07: Coprinopsis cf friesii = Grastintling

    Es gibt noch einige weitere Arten mit ähnlicher Ökologie und aussehen, aber C. friesii ist am wahrscheinlichsten. Bis unters Mikro haben die es nicht geschafft.


    08: Flammulaster limulatus = Orangegelber Flockenschüppling

    Für Uli. ;)


    09: Gymnopus fusipes = Spindeliger Rübling

    Das Photographieren bei strahelndem Sonnenschein unter einem ichten Blätterdach ist nicht ganz einfach. Da wird alles grün. Bei dem Licht sollte man mal Grüne Schwefelköpfe aufnehmen. Da bekommt man sogar die sonst kaum auf Bild zu bannenden Grüntöne hin.
    Die richtigen Kameraeintellungen + Nachbearbeitung bei solchem Licht gebenm mir noch etwas Rätsel auf. Aber ich arbeite dran.


    10: Lasiobolus cuniculi = Schlankborstiger Haarkotling


    11: Marasmius torquescens = Ledergelber Schwindling


    12: Megacollybia platyphylla = Breitblatt

    oder eben Bleibrätling.


    13: Mycoacia uda = Wachsgelber Fadenstachelpilz

    Mit interessantem Würmchen. Kennt das jemand? Hatte ich in letzter Zeit häufiger auf Rindenpilzen, diese Gestalt.


    14: Panaeolus acuminatus = Spitzer Dünergling


    15: Panaeolus foenisecii = Heu - Düngerling

    Das sind eben diese Dunkelsporer, die sofort nach einem Regen überall aus den Wiesen ploppen. Zwei Tage später sind sie wieder weg.


    16: Phallus impudicus = Stinkmorchel


    17: Pholiota flammans = Feuerschüppling


    18: Pholiota tuberculosa = Trockener Schüppling

    Oder auch Bitterster Schüppling. Beide Namen passen gut zum Pilz.


    19: Phylloporia ribis = Strauchporling

    jetzt also auch in deutschland gefunden. Und auch hier an Holunder.


    20: Pluteus phlebophorus = Runzliger Dachpilz


    21: Pluteus salicinus = Grauer Dachpilz


    22: Psathyrella microrhiza = Wurzelnder Zärtling


    23: Russula pectinatoides = Kratzender Kammtäubling


    24: Schizopora paradoxa = Veränderlicher Spaltporling

    An liegendem Kiefernast. Das war noch vor dem Regen, darum auch etwas schmal auf der Brust.


    25: Schizopora radula = Schmalporiger Spaltporling

    Das Schöne ist, die beiden direkt vergleichen zu können. Mit Anleitung, auf was zu achten wäre. Es funktioniert, danke Frank.


    26: Suillus granulatus = Körnchenröhrling


    27: Tapinella atrotomentosa = Samtfußkrempling


    28: Thecotheus holmskjoldii = Holmskiolds Dungbecherling


    29: Xerocomellus pruinatus = Bereifter Rotfußröhrling


    30: Xerocomus subtomentosus = Ziegenlippe

    In der dünnen Form. So erscheint sie bei mir meist in schattigen Wäldern mit feuchten Böden, an sonnigen, trockenen Standorten sind die Fruchtkörper dicker und oft heller.


    ...und da geht noch mehr. Aber nicht heute.
    Das Jammern hat sich gelohnt: Wetter und Pilze hatten ein Einsehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Oli!


    Das ist die richtige Einstellung. :thumbup:
    Bitte weiter so, angucken, nachfragen, vergleichen. So erhöht sich auch unweigerlich die Anzahl der Arten, die du als Speisepilze erkennen und nutzen kannst.


    Mit einigen bist du ja sicher gut vertraut, aber es gibt eben immer nohc ein wenig mehr zu entdecken. Und Pilze zum Essen sind eben auch nur die Spitze des Eisberges. Da verbirgt sich viel Schönes, Spannendes, Seltenes...


    ZB wird Lepista flaccida sicher oft mit ebenem Hutrand abgebildet. Die Art kann aber auch ganz anders. Ebenso variieren die Hutfarben schon beträchtlich. Von fast weißen, ausgeblassten Exemplaren bis zu richtig dunkel fuchsroten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Conny!


    Bei den meisten Rotporern sind die Poren in dem Jungstadium noch gelb.
    Es kann also durchaus eine Netzhexe sein. Allerdings sehen junge Schonfußröhrlinge auch so aus.
    Das kannst du rasch klären:
    Blaut die Hutoberfläche, wenn du da draufdrückst?
    Ist die Kauprobe bitter oder mild?



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!



    Auf gar keinen Fall.
    Du kennst mich doch.
    Ich lasse kaum etwas liegen oder stehen, ohne wenigstens mal eine Bestimmung versucht zu haben.
    Trotz grottenschlechter Mikroausrüstung, mangelnder Erfahrung und einer Bibliothek mit vielen leeren Regalen.
    Aber ein kleiner Spaßmuss sein.
    Hatte ich erwähnt, daß ich gerade wieder versuchte, einen champignon zu bestimmen?
    Da ist es zB noch viel schlimmer, als bei Dachpilzen.
    Jeder Autor scheint da ein eigenes Artkonzept zu verfolgen, daß den Konzepten anderer Autoren diametral widerspricht. Ludwig kennt Arten, die Gröger völlig abwegig findet, keine davon aber taucht bei B&K auf, Kibby synonymisiert alles, was die vorherigen Autoren trennen und trennt alles, was die anderen als Synonym erachten usw.
    Problem?
    Keineswegs.
    Lothar hat's ja oben geschrieben: Man muss nur mal dazu notieren, nach was man bestimmt hat.
    Das Chaos aufdröseln müssen die Taxonomen machen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Olli!


    Karl - Heinz hat recht: Das sieht etwas alt aus. Zum Essen sollte man immer junge Pilze nehmen, da sinkt das Risiko, sich eine "unechte" Pilzvergiftung einzufangen beträchtlich. ;)


    Gregor sieht das auch völlig richtig: Diese trichterlingsartigen Lamellenpilze sind am Anfang mal alle uninteressant. Da braucht man viel Erfahrung, um da bei einigen Arten sicher genug sein zu können.


    Zudem gibt es in der Gattungd er Trichterlinge (Clitocybe) nur einen vernünftigen Speisepilz, das ist der Mönchskopf (Clitocybe geotropa) der sich erstens von der Größe zu sammeln lohnt, zweitens gut schmeckt und drittens mit etwas Erfahrung schon makroskopisch von ähnlichen Arten (in der Gattung gibt es etliche sehr giftige Vertreter) unterscheiden lässt.


    Bei den Pilzen, die du da hast, muss man außer Clitocybe costata (Kerbrandiger Trichterling) noch Lepista flaccida (Fuchsiger Rötelritterling) auf dem Schirm haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Trichterlinge sind schon ein schwieriges Thema.
    Wenn es denn tatsächlich nur eine Art gibt, die einen glatten, hygrophanen Hut mit +/- gerieftem Hutrand hat; Hut flach bis trichterig, weißlich bis bräunlich; und Geruch penetrant und durchdringend nach sowas wie ranziger Butter oder moderndem Pommes - Fett:
    Dann sollte das Clitocybe phaeophthalma (Ranziger Trichterling) sein. Dann hätte ich den vor zwei Jahren oder so auch mal gefunden (Fichtenwald) und der sieht schon so ziemlich aus wie die von dir.
    Wie gesagt, wenn...



    LG, Pablo.

    Hallo, Ditte & Steffen!


    Danke für eure Ideen trotz schlechter Optik! :thumbup:
    An I. napipes habe ich vorbeigeschlüsselt (wegen der Knollenform), aber im Vergleich passt das definitiv am besten.


    Wegen den Sporen:
    Da fehlen mir die richtigen Begriffe.
    Warzig?
    Höckerig?
    Gummibärchen?
    Keine Ahnung. Also nenne ich es mal Höcker: Die sind schon extrem ausgeprägt. Unterschiedlich stark und in unterschiedlicher Anzahl. Wobei das schwierig zu sagen ist, weil die Sporen ja mal so und mal anders liegen.
    Aber da das selbst mit meinem Material so zu sehen ist, ist es schon auffallend.


    Wegen den Bildern:
    Und ob die schlecht sind!
    Es liegt auch an der USB-Kamera (durchs Okular ist die Optik schon wesentlich besser). Leider bringe ich mit meiner normalen Kamera durchs Okular keine verwertbaren Bilder zu stande. Bei anderen Mikros geht das allerdings ganz gut. Weil, Mikro: Ja, sobald die Finanzen das zulassen, kommt da ein richtiges her.
    Das jetzt ist ein Billigteil vom Discounter.
    Optik ist gruselig, Vergrößerung geht nicht guten Gewissens mehr als 640fach (mit Barlowlinse wird's größer, aber nicht schärfer), kein Ölimmersionsobjektiv, noch nicht mal ein Feintrieb...
    Die kleinen Probleme des kleinen Geldbeutels eben.



    LG, pablo.

    Hallo, Gregor!


    Es gibt ein paar Hotspots in Deutschland, wo X. armeniacus regelmäßig erscheint und dort auch nicht selten.
    Auch außerhalb dieser Gegenden sind Vorkommen durchaus möglich.
    Die Hutfarben alleine können bei Filzröhrlingen nicht zu einer Bestimmung herangezogen werden. Ohne Schnittbild, Verfärbungsmuster, Ökologie bleibt es immer nur ein "könnte-sein".
    Auch das Gedamt - Erscheinungsbild ist wichtig, und manchmal muss das Mikroskop ran. Dazu gibt es immer wieder mal Kollektionen, die sich sich auch mit allen Mitteln nicht einordnen lassen.
    Aber das kommt in vielen Gattungen vor.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Den wunderlichen Porling halte ich auch für Polyporus leptocephalus / varius.
    Ein Stielporling ist es auf jeden Fall. Die Hutoberfläche und die relativ weiten Poren schließen P. badius aus.
    Mit der Wuchsform, Größe und Hutoberfläche bleibt nur Polyporus varius übrig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Einige 10 µm Sporen sind schon dabei, auch wenn die Merhzahl etwas kürzer zu sein scheint. Aber dann ist es ja auch immer eine Frage, ob die irgendwie leicht schief liegen. Dann ist die Messung ja sozusagen "verzerrt". Und allszu genau ist meine Methode ja auch nicht.
    Ich kann ja mal noch ein wenig vergleichen (danke für die Vorschläge :thumbup: ). Gegebenenfalls lasse ich halt ein cf stehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Tolle Sachen da.
    So sollte Urlaub Spaß machen.
    Also ein zweiter Teil kommt noch?
    Sehr gut. Ich bin nämlich schon auf den Kopfzerbrechenden Porling gespannt.
    Bei dem ersten Bild (vermeintliche Amanita crocea) musst du dir noch mal den Ring und den Pilz genau angucken. Weil, ähm... Ja, der Ring eben.
    Das sieht doch irgendwie stark nach Amanita eliae (Kammrandiger Wulstling) aus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Arne!


    Passt von der Wuchsform immer noch nicht für G. lucidum.
    Am besten noch eine Woche beobachten. Dann schauen wir noch mal, eventuell auch mal mit durchschneiden. Zumindest Ganoderma resinaceum und Ganoderma pfeifferi sollten sich dann gut trennen lassen. Und wenn der schon so Hüte, aber keine Stiele bildet, und das auch in Zukunft nicht macht, dann müssen wir uns eben von Ganoderma lucidum verabschieden und an eine der selteneren Arten denken. ;)


    Ganoderma wächst bei diesem Wetter übrigens rasant schnell.
    Den kleinen Knubbel oben im ersten Bild von mir hatte ich vor etwa einer Woche aufgenommen.
    Heute sieht der so aus: >Klick<



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Das ist phaszinierend. Hatte ich so noch nirgendwo gesehen, aber das zeigt mal wieder, wie eine lange Trockenheit das Erscheinungsbild verändern kann.



    LG, pablo.

    Hallo!
    Da hat mir jemand was in den Korb gelegt, was da ja gar nicht rein gehört. :D
    Aber nun ist der Pilz mal da, dann will er auch untersucht werden. Ein paar einleitende Angaben:
    Gefunden am Sonntag im südwestlichen Odenwald (zwischen Schreisheim und Wilhelmsfeld);
    Talgrund; schattige Westhanglage mit feuchtem Untergrund; unter Hainbuchen, Fichten, Birken und Erlen
    Hut bis 3,5 cm breit, Gesamthöhre bis 7,5 cm; Stielbasis rundknollig;
    Hut radialfaserig, nicht schuppig; Stiel längsfaserig, kaum bis garnicht bereift;
    Trama weißlich, in Stiel (besonders Stielrinde) braun bis rostbraun bzw. so einfärbend bei Verletzung;
    Hut anfangs rundlich, flach kegelig, später mehr ausgebreitet mit flachem Buckel und herabgebogenen Huträndern;
    Geruch unspezifisch.


    Ich hoffe, Anna hat da noch ein paar Standortaufnahmen von und vielleicht ergänzende Angaben.


    HDS hyphig, größtenteils aus liegenden, teils auch veschlungen aufsteigenden Hyphen, Hyphenenden maximal etwas keulig; Schnallen vorhanden:



    Subkutis aus breiteren, eher kurzzelligeren Hyphen:


    Sporen wie "Gummibächen", unregelmäßig höckerig mit einem bis 5 großen Auswüchsen; in Wasser blassbräunlich; nicht mehr als 10 µm lang(eher kleiner):


    Lamellenquerschnitt:


    Cheilozystiden zahlreich, apikal inkrustiert:




    Pleurozystiden vorhanden, ähnlich geformt, spärlicher:


    Kaulozystiden an Stielspitze vorhanden, im unteren Stieldrittel keine gefunden:


    Je nach dem, ob ich die Kaulos im unteren Stielteil übersehen habe, oder ob da wirklich keine sind, komme ich entweder bei I. asterospora raus (wo die Sporen aber wohl zu klein wären und die Knollenform nicht passt) oder bei Inocybe pseudoasterospora s.l.
    Ich muss aber zugeben (jetzt bekomme ich wieder eins auf den Deckel), daß ich nur schnell mit der BaWü - Flora durchgeschlüsselt habe und noch keine "richtige" Literatur dazu angeguckt habe.


    Weiß jemand Rat?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Am Sonntag lenkte ein Büschel Bluthelmlinge die Aufmerksamkeit auf folgenden Rindenpilz:



    Gefunden im Südwestlichen Odenwald in einem schattigen Talgrund, Gelände feucht bis sumpfig; unter Erlen, Fichten, Ahorn, Eschen, Rotbuchen; liegender Laubholzast; Pilz zeigt keine Verfärbungen, keine Rhizomorphen, Belag dünn, weich.


    Leider ist der Pilz offenbar reichlich von Parasiten befallen. Was einige Schwierigkeiten bereitet, weil gerade im Subikulum da einiges durcheinanderhypht. ;)


    Auffällig, riesige, stark inkrustierte Zystiden:

    Sowas Ähnliches hatte ich schon mal gesehen, eben bei Peniophorella pubera. Allerdings waren die dort irgendwie eingeschnürt, hier sind sie gerade. Kann aber auch daran liegen, daß durch Björns Mikro generell mehr zu sehen ist.


    Hier noch mal Lamprozystiden (heißt doch so, oder?) und Basidien, dazu eine Struktur in der Bildmitte:

    Kann das auch eine etwas verkümmerte Zystide sein?


    Die Sporen sind so etwa elliptisch bis bohnenförmig (oder einfach nur einseitig eingedellt?) und bis knapp 10 µm lang:


    Wegen dem Befall bin ich nicht so ganz klar, wie die Hyphenstruktur eigentlich aussieht. Jedenfalls monomitisch, im Subikulum meine ich auch die eine oder andere Schnalle gesehen zu haben. Zwischen Subikulum und Trama scheint es aber auch komische, blasige Elemente bzw. breit aufgeblähte, kurzzellige Hyphen zu geben:

    Kann natürlich auch sein, daß das durch fremdhyphen beeinträchtigt ist.
    Da sitzt ja auch noch dieser Kernpilz drauf, oft sind da solche Strukturen zu sehen:


    Ist der so bestimmbar?



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Der Pilz ist der Hammer.
    Aber bist du sicher mit der Bestimmung? Ein weißer Stiel sollte bei der Art eigentlich nicht vorkommen. Der müsste gelb sein und bei der geringsten Berührung ja sofort schwarzblau anlaufen. Eben so, wie bei den anderen Funden auf deiner HP. :/
    Aber blauen tut er ja, oder? Da sehe ich so eine Stelle am Hutrand.
    Sonst hätte ich jetzt fast an einen ungewöhnlich gefärbten Fahlen Röhrling gedacht.



    LG, Pablo.

    Na, wie wohl:


    Man fühlt sich wie ein exotisches Tier im Zoo.
    "Was, bitte?"
    "Und was ist das?"
    "Da muss ich mal die Chefin fragen."
    Chefin:
    "Was ist das?"
    "Iod hätten wir."
    "Ach, das muss was bestimmtes sein?"
    "Wofür brauchen sie das denn?"
    "Wie bitte?"
    "Wofür brauchen sie das?"
    "Ach..."
    "Und wie ist die Zusammensetzung?"
    "Aber Iod ist sicher drin?"
    "Ich muss mich da erkundigen"
    "Das können wir sicher besorgen"
    (nächster Tag, da hatte ich es schon bei Andreas bestellt)
    "Ja, das wird schwierig, weil..."
    "Und..."
    "...dann können wir nicht..."
    "...aber..."
    "Ungefähr 10 Euro"
    "So 10 Milliliter."


    ---> Gut, daß es Myko - Shop gibt. :thumbup:



    LG, Pablo.