Beiträge von Beorn

    Hallo, Heinz!


    Die Pilze im verlinkten Beitrag sind Tompiffge (Craterellus tubaeformis). Craterellus aurora / lutescens ist eine Art ohne ausgeprägte Leisten, siehe dazu auch den Beitrag von Andreas Kunze weiter unten im verlinkten Thema.


    Die Pilze von Freecastle sind schon schwärzende Pfifferlinge (Cantharellus melanoxeros).
    Cantharellus xanthopus halte ich für ein Synonym bzw. eine Forma von C. melanoxeros.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tom.


    Ich kann da nichts anderes als Xerula radicata (Grubiger Wurzelrübling) erkennen. Trotz fehlender Wurzel. Wie weit war's denn von der Stielbasis bis zum Holz?
    Wenn ich Exemplare finde, die direkt auf dem Holz aufsitzen, dann fehlt da die Wurzel.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Danke für die Arbeit und damit für die Bereinigung der Statistik. :thumbup:
    Meiner Ansicht nach ist es viel aussagekräftiger, wenn nur MItglieder erfasst sind, die sich irgendwie beteiligen. Allerdings sehe ich eine Beteiligung auch dann, wenn eben nur (dafür aber mit einer gewissen Regelmäßigkeit) mitgelesen wird.
    Das sieht man ja anhand der Gesamt - Onlinezeit.


    Was das Betrachten der Bilder betrifft:

    Ich bin der Meinung das User die einfach nur hier im Forum mitlesen und das eine oder andere Bild betrachten wollen, sich nicht extra registrieren müssen.


    Das würde dann funktionieren, wenn alle Bilder auch ohne Login zu sehen wären. Dem ist aber nicht so.
    Ältere Beiträge enthalten Thumbnails, die man nur als eingeloggter Benutzer groß klicken kann.
    Ebenso ist es bei neueren Bildern, wenn die Breitenmaße des Originalbildes größer sind, als im Beitrag angezeigt.
    Die Software verkleinert dann auf ein Maß, das in die normale Breite passt.
    Hier ist es so, daß nicht eingeloggte Nutzer und Besucher nur einen Platzhalter angezeigt bekommen.
    Würde man das ändern (wie zB bei Pilzforum.at), also das Betrachten der Attachments für nicht angemeldete Nutzer freigeben, dann wäre eine Anmeldung nur zum Betrachten einzelner Bilder nicht mehr nötig.
    Ich denke, daß gerade dadurch viele "Eintagsfliegen" in die Nutzerliste gelangt sind. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Matze!


    >Uh ßon:g leh boletüß?<


    "Pilzgebiete" sind ja eigentlich alle Gebiete, wo Pilze vorkommen.
    Pilze sind ubiquitär, es gibt auf der Erde nicht einen Quadratmeter Boden, der pilzfrei wäre. Ergo: Die gesamte Erdoberfläche ist "das Pilzgebiet".
    Theoretisch kann auf jeder Rasenfläche, die man beim Gassi gehen tangiert, eine potentiell auch giftige Pilzart Fruchtkörper gebildet haben.
    Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, kann irgendwo mal ein recht unscheinbarer, kleiner, weißbrauner Schirmling stehen. Der zufällig Lepiota brunneoincarnata heißt und Amanitin enthält. Oder irgendwo liegt ein wenig Totholz rum, an dem ein paar Gifthäublinge fruchten.
    Ausschließen kann man gar nichts.
    Aber die Frage ist halt, was man machen kann.
    Im Nachhinein kann man das nicht mehr auflösen.
    Auch in deinem Garten können ja vor zwei Wochen andere Pilze geachsen sein, die jetzt keine Fruchtkörper mehr zeigen.
    Wichtig ist die Behandlúng des Hundes und dann muss man eben mal mit dem Tierarzt beraten, ob ein nachweis von Amanitin (Blutentnahme, Leberbiopsie) möglich ist und ob das Sinn macht.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Idealerweise solltest du die Pilze direkt zu einem Pilzberater bringen. Eine Liste >findest du hier<.
    Auf den Bildern ist nicht viel zu erkennen. Mit etwas Phantasie würde ich das für behangene Faserlinge (Psathyrella candolleana) halten. Die tauchen sehr oft auf Rasenflächen auf und wären ungiftig.
    Ist halt die Frage, ob der Hund tatsächlich wegen Pilzen krank wurde, und wenn ja, ob dann wegen diesen.
    Ein Hund der im eigenen Garten Pilze futtert, wird dieses auch beim Gassi gehen tun mit Pilzen, die wir jetzt nicht mehr überprüfen können.
    Das ist das Problem.


    PS.: INzwischen kenne ich schon Hund, die auch Pilze futtern. Der Hund eines Freundes ist sogar an einer Knollenblätterpilz - Vergiftung gestorben.
    Darum ist es jedenfalls richtig, der Sache möglichst weit auf den Grund zu gehen.
    Wenn auch kein Grund zur Panik besteht: Der Tierarzt sollte eine Leberschädigung schon feststellen können, wenn der Hund seit einer Woche krank ist. Und meistens nehmen Hunde Pilze in den Mund und spucken sie dann wieder aus, weil sie nicht schmecken.
    Wichtig wäre es aber auch, das Verhalten weiter zu beobachten und dem Hund eben das Pilze futtern auszutreiben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan & Andreas!


    Das ist echt interessant!
    Bei der Stielbasis muss man erstmal auf Tricholoma bzw. Ripartites kommen.
    Hut ab!
    Das behalte ich mal im Hinterkopf. Solche Diskussionen mitzulesen kann echt irgendwann mal hilfreich sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matze!


    Ok, dann nehme ich die 5 Chips an. :thumbup:


    Die Bilder sind jedenfalls interessant. Aber man kann ja mal festhalten, was man so sieht: Gelbliche, offenbar leicht ablösbare Röhren (kurz herablaufend); vollfleischig, Fleisch weißlich, in der Stielbasis blauend; Stieloberfläche entweder stark samtig oder vielleicht gar fein dunkel geschuppt; Stielcortex dick, bräunlich; Hutoberfläche filzig; ganzer Fruchtkörper ohne Rottöne.


    Hm.
    Kann freilich auch eine tropische Gattung sein.
    Muss aber nicht. Gyrodon vielleicht?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wenn letzteres, führt mich der Schlüssel zu einem ultrahässlichen Schönfußröhrling. Schmeckte eindeutig bitter.


    Passt.
    Scheint gar nicht soooo schlecht zu sein, der Schlüssel. :D
    Ziegenlippennetz ist oben an der Stielspitze und geht nie bis zur Basis runter.


    Der Schönfuß hier ist aber echt nicht der hübscheste, und ziemlich schmal und kümmerlich gewachsen.


    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Meine Meinung dazu: Du hast eine traumhafte Landschaft da. :thumbup:
    Und Wälder, in denen es auch noch genug zu gucken gibt, wenn die Eierschwammerl rar werden. ;)


    Dein Schönfußröhrling ist ein Bereifter Rotfuß (Xerocomellus pruinatus).
    Flacher Lackporling ist richtig, der muss aber lateinisch auf Ganoderma applanatum oder Ganoderma lipsiense hören.
    Ganoderma adspersum ist der Wulstige, also der mit den großen Sporen.
    Der "Pilz auf Pilz" heißt Spinellus fusiger (Helmlingsschimmel) auf Mycena sp.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alis!


    Willkommen im Forum! :thumbup:
    Bei den Doppelpilzen treibe ich seit einiger Zeit auch hin und wieder mein Unwesen, da lesen wir uns sicher auch mal über den Weg.


    Ich denke, der Pilz ist eigentlich recht gut bestimmbar, auch makroskopisch. Ein Exemplar in dem Alter hatte ich aber noch nicht in der Hand. Mikroskopiert habe ich den auch noch nicht, aber zumindest die gelatinösen Hyphen unter der HDS müssten interessant aussehen.


    Bei so einer Hutoberfläche gint es aber kaum Alternativen. Der wesentlich seltenere Buchwaldoboletus hemichrysus wäre mehr leuchtend gelb und sollte kaum jemals so einen flachen Hut entwickeln.
    Ein paar Vergleichsbilder wären >hier anzugucken<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rene!


    Genau die Pünktchen meine ich. :thumbup:
    Es gibt noch ein paar andere, rot gefärbte Filzröhrlinge, die sind aber alle selten und / oder blauen ziemlich stark.
    Mit solchen Pünktchen (das können auch mehr sein) gibt es aber nur 2 Arten: X. rubellus und X. engelii. Sauber trennen lassen die sich aber nicht immer, da das nur über die Hut- und Stielfarben möglich wäre. Und da gehen beide "Arten" ineinander über.
    Auf dem Mannheimer Friedhof wachsen beide an vielen Standorten und sehr zahlrecih, aber das geht teilweise innerhalb einer Kollektion fast ineinander über (ziemlich rote neben ziemlich blassen Exemplaren).



    LG, Pablo.

    Hallo, Rene!


    Der Scheidenstreifling kann ganz gut Amanita battarrae (Zweifarbiger ~) sein, kann aber auch zB Amanita submembranacea (Grauhäutiger ~) sein.
    Die Trennung der beiden ist im Jungstadium nicht ganz einfach.
    Bei dem Filzröhrling....
    Jaaaaaa, ist schon richtig. Aber: Schnittbild vergessen!
    Das brauchts für den ganzen Pilz. Also mit Stielbasis und allem pipapo. Sonst siehst du ja nicht die entscheidenden Merkmale, hier zB die kleinen, roten Pünktchen in der Stielbasis ganz unten. Die gibt's nämlich nur bei zwei Arten und sind ein wichtiges Kriterium, wenn der Pilz mal nicht rot ist.
    Gallenröhrling passt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Harry!


    Das sieht sehr nach dem Nadelholzröhrling aus! :thumbup:
    Hast du noch ein Bild der Hutoberfläche? Die nimmt im Alter ein mehr und mehr zerzaust - zerfleddertes Aussehen an.
    Zwischen Huthaut und Hutfleisch müsste sich eine gelatinöse Schicht befinden. Ich meine das auch auf dem Schnittbild zu erkennen.
    Du kannst die Huthaut auf dem Hut dadurch hin und her schieben, wie die Haut über dem eigenen Ellenbogen. Jedanfalls kam mir diese Assoziation bei unserem Fund im letzten Jahr. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Karl!


    Eine Prolifikation, würde ich sagen.
    Ich nehme mal das erstbeste Thema, das mir dazu unterkommt >aus dem Gruselkabinett<.
    Ist ein anderer Pilz und die Mißbildung ist längst nicht so extrem wie hier, aber das system sollte das selbe sein.



    LG, Pablo.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Danke für das Bild!


    Das, was du von den Sporen von S. verrucosum zeigst, kommt schon sehr gut hin. Hat mit meinem Bild oben nicht viel zu tun, aber durch's Okular sieht es bei mir auch noch mal anders aus.
    Das Problem dabei ist nur: Sowohl S. verrucosum als auch S. areolatum wären ja Arten ohne Schnallen an den Peridien - Hyphen.
    S. areolatum hat makroskopisch eine andere Oberflächenstruktur: Die Areolen lassen sich spätestens mit der Einschlaglupe gut sehen. Hier gibt es keine.
    S. verrucosum müsste auch eine deutlich gestielte Art sein.
    Das alles unter Vorbehalt, für Fehler in meiner Literatur übernehme ich keine Haftung. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Patrick & Heinz!


    Die Bilder hat Björn seinerzeit bei imageshack hochgeladen. Kann gut sein, daß die Vorhaltezeit auf deren Server durch ist. Dann sind sie einfach weg, die Bilder. Es sei denn, jemand schreibt mal Björn an und fragt ganz lieb, ob er die noch mal einstellen kann.
    Das ist übrigens so eine Sache, die nicht passiert, wenn man die Bilder direkt im Forum hochläd.


    Es gibt aber kompetenten Ersatz. Im >Portrait zum Gifthäubling< findet sich eine hervorragende Gegenüberstellung von Anna und auch ein Link zu einem weiteren Thema von ihr.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Wie gewohnt: :thumbup: :)
    So in Szene gesetzt schaue ich mir gerne auch Arten an, die man oft zu sehen bekommt.
    Aber mit solchen Bildkompositionen wie zB beim Samtfußkrempling und dem Saftling ist es immer wieder neu.
    Bei dem Champi wird nichts anderes rauskommen als Agaricus essettei.
    Grüner Schimmer hin oder her. Ich glaube sogar, sowas auch schon mal gesehen zu haben, hab's aber wohl auf die Lichtverhältnisse geschoben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Schön von dir hier wieder was zu lesen!
    Und auch gleich wieder hilfreich: Wenn X. porosporus tatsächlich auch im Schnitt recht deutlich blauen darf, dann muss ich den hier:

    Nämlich mal flugs in einen anderen Ordner verschieben. ;)
    Hatte ich den doch wegen Verfärbungen in Hutfleisch und Stielkortex zu X. cisalpinus gepackt....



    LG, pablo.

    Hallo, Karl!


    In solchen Fällen arbeiten manche Freaks ja dann mit diesen lustigen Scheiben, die sich als Beschattung verwenden lassen, aber auch als Spiegel, um solche Schlagschatten zu begrenzen.
    In >diesem Beitrag< sind zwei Bilder von Uli und Christoph bei der Arbeit. Diese runde Scheibe ist zusammenfaltbar, aber wo man die herbekommt und was es kostet, da wäre ich überfragt.



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Einen Nachtrag hätte ich noch.
    Dieser Hartbovist vom Blutsee:

    Ist nicht Scleroderma cepa!


    Asche auf mein Haupt, aber die grottenschlechte Optik meines Mikros gepaart mit ungenauem Hinsehen und magelnder Erfahrung haben mich zu der Fehlbestimmung verleitet.


    Ich habe noch mal nachgeprüft, in der Peridie gibt es durchaus Hyphesepten mit Schnallen. Dann bleiben nur noch S. citrinum und S. bovista übrig. Den Dickschaligen kann man ausschließen. Für Scleroderma bovista (Netzsporiger Kartoffelbovist) müssen die Sporen netzartig ornamentiert sein.
    Hier mal zwei richtig miese Bilder:


    Die Schnalle wird man vielleicht erkennen können, das Sporenornament wohl kaum. Das ist aber auch der Kamera geschuldet, die hier noch wesentlich mehr Probleme zu haben scheint als sonst. Durch's Okular lassen sich die netzartigen Grate zwischen den Stacheln schon erkennen.


    Christoph, wenn du noch einen getrockneten davon hast, dann kannst du ja mal mit besserer Optik reinschauen.
    Insbesondere die Sporen würden mich doch mal interesieren, wie die durch ein richtiges Mikroskop aussehen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wahrscheinlich gibt es auch liechte Unterscheide bei den Sporen. Aber die werden wir wirklich nciht brauchen.
    Man kann es auch so auflösen: Leccinum Arten mit gelben Röhren / Poren gibt es bei uns auch nur eine (s.o.). Die rötet im Schnitt erst und wird dann grau. Blauendes Fleisch kommt da nicht vor.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matze.


    Es ist nicht nur die Größe. Zumindest unter der Stielrinde bilde ich mir ein, daß das Fleisch deutlich gelblich ist. In Europa gibt es nur eine Raufuß - Art, die das kann, wenn auch nicht so stark. Das wäre der Gelbporige Raufuß. Den wird man hier wohl ausschließen können. Bei allen anderen Raufüßen ist das Fleisch weiß. ;)


    Edit: Nö, lass den mal lieber auf dem Kompost, Verena. ;)
    Getrocknet könnte man vielleicht noch was rausholen (mikroskopisch), aber wenn er verschimmelt ist, dann geht nichts mehr.
    Bei der Unterscheidung Leccinum vs. Xerocomus s.l. kann man sich recht gut auf andere Merkmale als die Sporengröße verlassen.



    LG, Pablo.