Hallo, Marion!
Ergänzen kann ich: Ich kenne Judasohren aus den Monaten Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember an Holunder, Rotbuche, Ahorn, Weide und Pfaffenhütchen. Allerdings bislang nur von entweder totem oder doch stark geschädigtem, absterbendem Substrat.
Der Pilz ist meist ein Zersetzer, tritt aber auch bei starker Vorschädigung des Holzes als Schwächeparasit auf. Ob der mehrmals im Jahr Fruchtkörper bilden kann (so wie zB Stockschwämmchen) habe ich noch nicht beobachtet.
Ich denke mal, wenn sich der Pilz so an einem Bonsai einnistet, daß er Fruchtkörper bilden kann, dann stimmte schon vorher etwas mit dem Bäumchen nicht.
Ob aber Fungizide da das richtige Mittel sind?
Braucht ein Bonsai nicht auch bestimmte Mykorrhiza - Pilze um überleben zu können? Und würde man die dann nicht eher killen, als die wesentlich wiederstandsfähigen Judasohren?
Davon verstehst du aber nun mehr als ich, Marion.
Ein Baum ist ja kein Mensch, aber dort würde man wahrscheinlich erst mal versuchen, die natürlichen Abwehrmechanismen zu stärken um dem Parasiten so zu Leibe zu rücken.
LG, Pablo.