Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Schäne Ergämzung, Peter und sehr süffisant erzählt.
    Ich höre im Hintergrund die Papagaien kreischen. :)


    7 & 8 ist beides Kammkoralle (Clavulina coralloides).
    Auf Bild 8 eigenltich Pilz auf Pilz: Da sitzt ein Kernpilz drauf, der das Aussehen des Pilzes stark verändert. Wenn du die eingesammelt hast, Ralf hat kürzlich Interesse bekundet, der ist auf den Bewohner scharf.



    LG, pablo.

    Hallo zusammen!


    Ein Pilz mit Satellitenschüssel.
    Das sind schöne Aufnahmen einer Bildungsabweichung.
    Neben unserem "Kuriositätenkabinett" hier im Forum gibt es übrigens durchaus ein eigenes Unterforum, wo solche Erscheinungen auch etwas wissenschaftlicher diskutiert werden. Das ist zwar nich hier, sondern in der Nachbarschaft bei >Harry Regin<, Reingucken lohnt aber allemal.


    Wenn ich das noch richtig zusammen bekomme, handelt es sich hier um eine Verwachsung (Pseudofasciation). Der umgedrehte kleine Hut auf dem Großen zeigt ja einen Ansatz eines Stieles.
    Das passiert, wenn die Primordien zu dicht beieinander liegen und gleichzeitig zur Fruchtkörperbildung ansetzen. Dann kann auch mal eine Fruchtkörperanlage über der anderen liegen und wird dann von der unteren hochgeschoben. In diesem Fall wäre der kleine, obere Fruchtkörper der Schwächere, verliert seinen Stiel, bleibt aber durch das Zusammenwachsen mit dem älteren Fruchtkörper an die Nährstoffversorgung angekoppelt.
    Ob das nun so ganz passt, da bin ich mir auch nicht sicher.
    Aber Gerd hat das >hier< und in einigen anderen Themen erläutert, auch wenn dieses Beispiel schon ziemlich extrem ist.


    Ein ähniches Beispiel anhand von Russula vesca habe ich mal aufgenommen:

    Dort sind die hochgeschobenen Fruchtkörper aber geotrop ausgerichtet. Sie profitieren dennoch von der Nährstoffversorgung durch den unteren Fruchtkörper.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Up to date ist relativ.
    Du kannst bei >Mycobank< und >Indexfungorum< gucken.
    Das ist aber auch nicht alles Gold was glänzt. Bei Projekten in der Größenordnung sind immer Fehler drin.
    Ich habe jetzt nicht nachgeschaut, aber es könnte zB sein, daß eine der Datenbanken Boletus badius und Imleria badia als getrennte Arten führt. Sowas pasiert, wenn es Konflikte mit den Synonymlisten gibt.
    Boletus erythropus und Boletus luridiformis zB sind bei IF auch getrennte Arten, was natürlich Quatsch ist.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Oha, das ist schon eine ansehnliche Sammlung.
    Ich würde sagen, der Fahle ist der Große, der seinen Schirm schützend über die anderen spannt.
    Kleine Wette, 5 Chips?
    Ach nee, lieber nicht. das wäre fies, da gehe ich ja gar kein Risiko. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Maronen schmecken ausgezeichnet, sind aber gut durchzugaren.
    Kleiner Hinweis am Rande: Wir können übers Forum keine Verzehrfreigabe geben. Auch wenn die Art hier unstrittig ist, so lässt sich ja nur dieser eine Fruchtkörper beurteilen. Und bei dem auch nicht, ob er für den Verzehr in Frage kommt, oder teilweise schon "nicht mehr frisch" ist.


    Aber:
    >Maronen< sind leicht erkennbare Pilze.
    Da wirst du schon bald selbst die Sicherheit haben, sie dir zu bestimmen. :)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das soll nicht heißen, daß man da nicht reingucken soll. Im Gegenteil. Aber dabei gilt es immer, ein kritisches Auge offen zu halten. Die Arbeit ist schon gut, entspricht aber in einigen Teilen nicht mehr dem aktuellen Stand.
    Insbesondere was die Raufüße und die Filzröhrlinge betrifft.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Ein beeindruckender Fund.
    Bislang kenne ich nur deutlich stärker gefärbte Formen, hatte aber von dieser blassen Form schon gehört.
    Toll, dazu mal gute Bilder zu bekommen. :)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Dann passt das jedenfalls.
    Ehrlich gesagt: Etwas anderes als Anisgeruch hätte mich bei solchen Fruchtkörpern auch überrascht.
    Aber einfach ist es wirklich nicht. Wollte ich kurz drauf hinweisen, hab's getan. ;)


    Nun aber einen Glückwunsch zu deinem schönen Waldfund von Pleurotus pulmonarius. :thumbup:
    Ist ein Klonversuch geplant?



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!



    Die Großpilze Baden-Württembergs - das wohl anerkannteste und umfangreichste Großpilzesammelbuch zur Zeit


    Im Bezug auf Röhrlinge aber mit sehr großem Vorbehalt. ;)
    Da geht mir momentan nichts über den Munoz und meine eigenen Recherchen.


    Die Pilze oben sind sicher Maronen (Boletus badius).
    Boletus reticulatus kann auch eine so dunkle Kappe haben, aber insgesamt passt das Gesamtbild nicht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Auch wenn ich ihn ob der gegenwärtigen Schnelllebigkeit des Forums beinahe übersehen hätte!
    Das soll keine Kritik am momentanen Zustand sein - es ist ja auch ein Zeichen für die Lebendigkeit dieses Forums.
    Dass dabei viele aufwändig erstellte Beiträge, denen ich mehr Resonanz wünschte, allzu schnell ins Forennirwana versinken, ist nun mal die Kehrseite der Medaille.


    Da sagst du was Wahres.
    Ich glaube, der "Ansturm" wird in den kommenden zwei Monaten noch zunehmen. Da wird's oft schwierig, das stimmt.
    Hast du eine Freundesliste?
    Ich selbst habe das Tool noch nie genutzt, aber offenbar ist es so, daß man sich Themen von "Freunden" gesondert anzeigen lassen kann. Das sollte etwas helfen, den Überblick zu bewahren.
    Es soll ja auch so sein, daß jede/r hier reingucken und schreiben darf und Hilfe bei Fragen oder ein paar Kommentare zu Bildern bekommt.
    Aber die Menge an Beiträgen kann schon erschlagend wirken. Das macht sich auch an anderen Stellen bemerkbar.
    Zum Glück schreiben hier mittlerweile viele Leute mit viel Ahnung, so daß kaum eine Anfrage unbeantwortet bleibt.
    Aber gerade für die Gattungsspezialisten ist es mühselig jede Anfrage durchzuklicken, ob sich hinter "ist das ein Pilz oder ein Auto" vielleicht eine interessante Art verbirgt.
    Ich rätsele selbst schon, wie man da einiges verbessern kann, aber komme auf keinen vernünftigen Plan, ohne das Forum dabei noch weiter aufzublähen.


    Vielleicht sollten wir dazu mal ein Brainstorming im OT - Bereich starten?
    Oder einfach auf die ruhigen Zeiten ab November warten, wenn sich hier alles wieder auf den harten kern reduziert und Adventsrätsel, Becherchen und Rindenpilze Konjunktur haben. :)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Die 123 - Seite ist im Großen und Ganzen schon ok.
    Sicher, bei der Vielzahl an Pilzen und Bildern ist auch mal ein falsches Bild drin, die Beschreibungen sind teils etwas spartanisch.


    Zur Ziegenlippe ist es wichtig, die Fleischfarben zu beurteilen. Die sind dort nämlich gelblich, im Stiel auch mal rosabräunlich. Der Mährische Filzröhrling hat rein weißes Fleisch, unter der Huthaut auch mal ockerbräunlich durchfärbt.


    Die Hutfarben sind bei Seitlingen zur Bestimmung kaum relevant. Der Lungenseitling sollte anisartig riechen. Ein weiteres Merkmal wäre die Wuchsform und die Dicke des Hutfleisches.



    LG, Pablo.

    Hallo, Vogti!


    Ich glaube, da sind wir dann doch auf einer Wellenlänge. :)
    Steinpilz und Pfifferling sind sicher nicht selten. Und die aktuelle Gesetzeslage hilft wenig zum Artenschutz. Das geht nur über strikten Biotopschutz, und dazu gehört eben eine viel strengere Prüfung von Bauvorhaben, eine nachhaltigere und umweltverträglichere Forstwirtschaft, einen viel zurückhaltenderen Umgang mit Düngemitteln und Insektiziden, Pestiziden und Fungiziden.
    Der einzelne Pilzsammler, der sich einen Korb voller Steinis, Maronen, Pfifferlinge oder was uch immer mitnimmt, richtet dagegen einen verschwindend geringen Schaden an.
    Und dennoch: Ich denke, wir brauchen die Gesetze schon.
    Es gibt auch jetzt schon Probleme mit Kolonnensammeln, also Unternehmen, die illegal für den kommerziellen Handel ganze Waldgebiete systematisch leersammeln. Und das schadet schon.
    Besser wäre es, wie es in manchen Gebieten gehandhabt wird: Da wird gegen einen Kenntnisnachweis und eine Bearbeitungsgebühr ein Sammelschein ausgestellt, so daß ausgesuchte personen auch für den regionalen Handel sammeln können. Ein meiner Meinung nach durchaus sinnvolles System.
    Unabhängig davon, daß für den eigenen Gebrauch weiterhin gesammelt werden kann.



    LG, pablo.

    Hallo, Uli!


    Vielen dank für die Bilder vom Gelbfuß!
    demnach würde ich alles zurücknehmen, das sieht schon sehr nach C. helveticus aus. :thumbup:
    Zumal wenn das wirklich ein reiner Fichtenwald ohne Kiefern war.
    Zumindest für die neu gezeigten Bildern kannst du das CF eigentlich weglassen.


    Bei dem Rötling denke ich, daß der sogar relativ sicher makroskopisch anzusprechen sein sollte.
    Bislang finde ich jedenfalls keine andere Art mit der Merkmalskombination:
    - kleine Pilze
    - Waldbewohner
    - Nabelingshabitus
    - Huthaut glatt, nicht oder kaum faserig / schuppig
    - Hut durchscheinend gestreift
    - Hutfarben graubraun, nicht weißlich
    Bei meinem Fund vorgestern habe ich freilich auch rein geschaut.
    Es kam nichts anderes raus und optisch ist das ziemlich identisch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sonja.


    ich denke aus deiner Beschreibung, daß das schon passt.
    Agaricus langei (Großsporiger Waldchampignon riecht niht anisartig und rötet deutlich. Eher könnte man hier noch Agaricus porphyrizon (Purpurfaseriger Egerling oder so) ins Feld führen, aber das würde auch nicht wirklich passen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Noch eine Idee:
    Schopftintlinge (Coprinus comatus).
    Kaum zu verwechseln und ein hervorragender Speisepilz.
    Täublinge sind auch eigentlich gar nicht so schlimm. Die Gattung hat man meist schnell raus zu erkennen. Dann macht man anfangs Geschmacksproben (am besten erstmal nicht die roten und gelben Probieren), die milden sind ja alle essbar und die schaerfen auch nicht wirklich giftig.
    Ebenfalls ein leciht erkennbarer Pilz: Schwefelporling (Laetiporus sulphureus).
    Nicht der beste im Geschmack, aber richtig zubereitet schon ziemlich lecker.
    Im Winter kann man an Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) gehen. Zur kalten Jahreszeit gibt es keine kritischen Doppelgänger.
    Flockis (Boletus erythropus): Auch anhand weniger merkmale leicht und sicher zu erkennen.
    Stäublinge / Boviste (siehe auch Birkis Antwort): Muss man durchschneiden um noch geschlossene Wulstlinge auszuschließen. Muss man aber sowieso um zu schauen, ob sie noch essbar sind. Ansonsten kann man da auch nicht viel falsch machen.
    Reizker (Gattung Lactarius, Sektion Dapetes): Auch schon von Birki vorgeschlagen, in jedem Fall eine gut erkennbare Gruppe, die Artbestimmung ist teils etwas knifflig, aber da kann man so mit der Zeit rangehen. Und essen kann man eh alle.



    LG, Pablo.