Hallo zusammen!
Ein Pilz mit Satellitenschüssel.
Das sind schöne Aufnahmen einer Bildungsabweichung.
Neben unserem "Kuriositätenkabinett" hier im Forum gibt es übrigens durchaus ein eigenes Unterforum, wo solche Erscheinungen auch etwas wissenschaftlicher diskutiert werden. Das ist zwar nich hier, sondern in der Nachbarschaft bei >Harry Regin<, Reingucken lohnt aber allemal.
Wenn ich das noch richtig zusammen bekomme, handelt es sich hier um eine Verwachsung (Pseudofasciation). Der umgedrehte kleine Hut auf dem Großen zeigt ja einen Ansatz eines Stieles.
Das passiert, wenn die Primordien zu dicht beieinander liegen und gleichzeitig zur Fruchtkörperbildung ansetzen. Dann kann auch mal eine Fruchtkörperanlage über der anderen liegen und wird dann von der unteren hochgeschoben. In diesem Fall wäre der kleine, obere Fruchtkörper der Schwächere, verliert seinen Stiel, bleibt aber durch das Zusammenwachsen mit dem älteren Fruchtkörper an die Nährstoffversorgung angekoppelt.
Ob das nun so ganz passt, da bin ich mir auch nicht sicher.
Aber Gerd hat das >hier< und in einigen anderen Themen erläutert, auch wenn dieses Beispiel schon ziemlich extrem ist.
Ein ähniches Beispiel anhand von Russula vesca habe ich mal aufgenommen:

Dort sind die hochgeschobenen Fruchtkörper aber geotrop ausgerichtet. Sie profitieren dennoch von der Nährstoffversorgung durch den unteren Fruchtkörper.
LG, Pablo.