Beiträge von Beorn

    Hallo, Sandra!


    Wenn du die Gattung erkennst, dann musst du dir keine Sorgen machen: Wirklich giftig ist da keine Art. Weder bei den Milchlingen noch bei den Täublingen. Eine Kauprobe kannst du also immer durchführen, da gehst du kein Risiko ein. Auch der Maggipilz / Bruchreizker ist essbar. Wird nicht von allen gut vertragen und der Geschmack soll wohl gewöhnungsbedürftig sein.


    Das Wichtigste hast du ja offenbar verstanden: Das Fleisch muss brechen wie ein Käse oder Apfel oder so, jedenfalls nicht faserig sein.
    Das ist auch beim Frauentäubling so, wenn du den Stiel durchbrichst.


    Du kannst auch mal einfach ein paar Testreihen starten.
    Oder in der nächsten Woche mal in MAnnheim vorbeikommen. Ich bin zwar wegen Rückenverletzung nicht fahrtüchtig, aber waldtauglich. ;)
    Dann können wir das mal zusammen durchgehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Schöne Funde hast du da zusammengetragen und gut abgebildet!
    Eselsohr und Kammporling sind gut getroffen. :thumbup:
    zweiteren suche ich noch in diesem Jahr, dabei war der im letzten Jahr im Odenwald eine Massenerscheinung.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich bin weiß Gott kein Experte was Tintlinge betrifft.
    Aber wenn ich das aus dem Kopf noch richtig zusammenbekomme, waren hier vor allem die Kaulozystiden wichtig, natürlich die Sporen (Größe und Form) und die Lamellenzystiden.
    Also eigentlich das Standardprogramm.
    Huthaut kann man auch immer noch mit reinnehmen. ;)
    Mit den Daten wird sich sicher hier jemand finden, der die Art erkennt.



    LG, pablo.

    Hallo, Helmut!


    Tolle Sache, und gut auch, den einfach so zu lassen. :thumbup:
    In Ameisenhaufen wachsend fand ich bisher nur Anischampis, Gefleckte Rüblinge und Perlpilze. Den aber noch nicht.
    Flück hat dir übrigens die richtige Art angegeben. ;)



    LG; pablo.

    Hallo, Andreas!


    Tut mir leid, da bin ich überfragt. Aber auch wenn es dazu dient, überschüssiges Wasser los zu werden, hat es ja auch mit dem Stoffwechsel zu tun. Allerdings sehe ich auch in Trockenperioden gerade den Rotrandigen auch mit Guttationstropfen, es ist also gut möglich, daß da noch etwas anderes "ausgeschieden" wird, was eben in Wasser gelöst sein muss.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna & Eike!


    Danke auch euch für das Feedback!
    Der "jemand" bekommt dann jedenfalls einen kleinen Aufsatz, wenn der erscheint, Anna. :thumbup:


    Agaricus leucotrichus hatte ich noch nicht, Eike!
    Tolle Sache, der gehört natürlich auch noch in die Gruppe. :thumbup:
    Allerdings schlägt Gröger (mit dem schlüssele ich zurzeit alle Champis zumindest alternativ mit) für die Art eine Synonymie mit A. arvensis vor. Für A. fissuratus aber auch. Da gibt es dann natürlich wieder mehr Sichtweisen als Autoren.
    Ich tendiere dazu zu trennen, wo man trennen kann. Daß es bei Champis immer mal wieder auch grenzwertige Aufsammlungen gibt, ist ja klar.
    Und mit "kompliziert" meine ich dann eben schon diese Grenzfälle, wo es eben auch mikroskopisch nicht klar ist.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Genau, Guttationstropfen. Das machen viele Pilze, meist aber nur wenn sie jung sind. Bei manchen Arten ist die Farbe übrigens auch bestimmungsrelevant. Hier aber nicht. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Da bin ich skeptisch.
    Die Lamellen sind schon arg dunkel bei einem nicht voll aufgeschirmten Hut.
    Die Hutschuppen erinnern mich eher an Arten aus der Umgebung von Agaricus subperonatus (Gegürtelter Egerling).
    Die Größe ist hier nicht zu beurteilen, es ist nicht mal erkennbar ob es ein Röter oder ein Gilber ist. Solange ich da keine angeschnittene Knolle sehe, kann das alles mögliche sein, auch einer aus der Karboli - Gruppe ist nicht auszuschließen.


    Was man hier sicher sagen kann: Es ist ein Champignon (agaricus species), also eine der ungefähr 50 in Europa vorkommenden Arten.
    Viel mehr ist da nicht drin.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das ist doch mal eine sehr gelungene Anfrage.
    Ein Standortbild könnte man noch mit reinnehmen, aber es geht auch so. Ich denke, du hast da den klassischen >Chlorophyllum olivieri< gefunden.
    Die etwas hellere Gartenform wäre >Chlorophyllum rachodes< und die Art, die wohl schon mal gelegentlich Vergiftungen hervorgerufen hat wäre >Chlorophyllum brunneum<.
    Zu allen Arten bitte die Synonyme beachten, in vielen Pilzbüchern heißen die noch etwas anders. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    @Moderator: Bitte Thema schließen.


    Genau das hatte mein Kollege gestern schon vorgeschlagen.
    Und das hat auch nur bedingt was mit Sonjas Kommentar zu tun.
    Nach einer in der Tat eher mißglückten Pilzernte darf man sich auch mal Kritik gefallen lassen. Ansonsten ist alles gesagt.
    Die Fehler wurden ausgiebig diskutiert und auch erklärt, wie es dazu kam. Ich denke, beim nächsten Mal läufts anders und besser.


    Haken wir das hier mal unter "Erfahrungsgewinn" ab.



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr alle!


    Also ich bin auch nicht mehr ganz sicher mit den Butterpilzen. Ich erinnere noch, daß wir welche hatte, daß die ganz ung waren und erstmal aussahen wie Kuhmäuler von oben. Ich denke schon, das daß die auf dem Bild von Markus waren. Geblaut haben die aber sicher nicht.


    Ein Hoch auf deine Bilder, Stefan!
    Das von der Streuobstwiese ist klasse. Schade, daß wir dann so wenig Zeit hatten, aber wenn GWMZZA mal zuschlägt...
    Und das mit dem Purzelbaum kann man ja mal probieren. Hätte ja auch sein können, daß es den Rücken wieder genau richtig einrenkt. Aber wahrscheinlich wäre Homer's großartiger Rückrad - Zylinder in dem Fall besser gewesen. X/



    LG, pablo.

    Hallo.


    An Haustintlinge (Coprinus domesticus) denke ich da weniger. Die wachsen normalerweise kaum so büschelig und sind von der Farbe etwas anders (gelblicher).
    Aber eine Art aus der Gruppe wird's schon sein, vielleicht auch der Glimmertintling (Coprinus micaceus) daselbst.
    Das lässt sich aber ohne Mikroskop kaum auflösen, da die einzelnen Arten in der Gruppe sehr ähnlich sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Absolut ohne Gewähr, weil es eine ganze Reihe weißlicher Trichterlinge auf Grasflächen gibt:
    Clitocybe rivulosa (Rinnigbereifter Trichterling) sieht schon sehr ähnlich aus. ;)
    Aber gut antizipiert: Das ist auch wieder ein recht schwieriges Kapitel.
    Würde ich einen Pilz mit der Optik und ohne auffälligen Geruch finden, dann wäre das mal mein Arbeitstitel.
    Dann kommt das Mikroskop zum Einsatz und die entsprechende Literatur.



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ja, das ist schon richtig Schwerstarbeit zur Zeit, wenn man von dem ganzen Großzeug möglichst viel erkennen möchte.
    Irgendwie: So ein bisschen freue ich mich schon auf Ende Oktober / Anfang November, wenn's wieder ruhig wird. :)


    Nicht, daß es so nicht auch schön wäre, aber eben auch anstrengend irgendwie.
    Mal eine Frage zu den Milchlingen: Nach was bestimmst du die?
    Gröger II?
    Der wirft bei mir teils mehr Fragen auf, als er beantwortet.
    FNE2?
    Den finde ich ganz gut.
    Ansonsten bin ich da auch gerne auf Tips gespannt.


    Übrigens hätte ich wohl Schwierigkeiten gehabt, die Keulenfüße so zu erkennen. Bei mir sind die meist etwas dunkler, aber dann mit dem Geruch sehr gut zu bestimmen.
    Das mit den Geruchs - Dateien sollte man mal angehen.
    Für jeden Schmarrn gibt's eine App, aber für sowas nicht.


    Verena, zeig doch einfach mehr von deinem Pilz und am besten gibst du ihm auch ein eigenes Thema. Dann kann man den besser diskutieren.
    Suillus viscidus blaut, aber meines Wissens nur in der Stielbasis / unteren Stielhälfte. Aber Sichwort Variationsbreite... Keine Ahnung, was der alles kann. So viele hatte ich von der Art noch nicht in der Hand.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dany & Marigold!


    Ich hab's oben schon mal geschrieben, aber ich schreib's gerne noch mal:
    Bestimmung von Milchlingen nur nach Bild funktioniert nicht.
    "Der sieht aber genauso aus" ist nicht nur bei Milchlingen sondern in ganz vielen Gattungen keine Bestimmung sondern nur eine Feststellung, daß sich eben auch ganz unterschiedliche Pilze sehr ähnlich sehen können.
    Das kommt erst mit der Erfahrung vieler untersuchter Funde, daß man nach Bildern eine Aussage treffen kann, die hin und wieder nicht falsch ist.


    Milchlingsbestimmung:
    - Pilz ist ein Sprödblättler: Stiel bricht ohne aufzufasern, ungefähr wie Hartkäse
    - Pilz ist ein Milchling: Beim Abbrechen des Stieles, Verletzen der Lamellen, Abbrechen eines Teiles vom Hut trittt eine Flüsigkeit aus.
    - Flüssigkeit klar, Pilz riecht nach Maggi ---> Maggipilz (Lactarius helvus)
    - Flüssigkeit ist orange bis rot, beim Eintrocknen oft grün oder Blau ---> Sektion Dapetes (Reizker - Arten)
    - Flüssigkeit weiß, gelb, weißgelb, eventuell auf Taschentuch lila verfärbend oder gelblich ---> enie der sehr vielen anderen Milchlings - Arten
    Dann werden wichtig:
    - Farbe der Milch frisch
    - Farbe der Milch beim Antrocknen (auf Taschentuch tupfen)
    - Verfärbung des Fleisches nach einiger Zeit beim Durchschneiden
    - Geschmack der Milch
    - Geschmack des Fleisches
    - Geruch des Pilzes frisch
    - Geruch des Pilzes beim Trocknen
    - Beschaffenheit der Hutoberfläche (schuppig, flaumig, filzig, glatt, schleimig)
    - Stielbeschaffenheit (glatt, grubig, schmierig, trocken)
    - Begleitbäume + Ökologie
    Damit kommt man bei Milchlingen schon recht weit. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Dany!


    Ich muss zugeben: Ich selbst habe noch nie eine Art der Gattung probiert.
    Theoretisch ist es richtig: Alle Arten sind essbar bzw. in der Gattung gibt es keine Giftpilze. Auch beim relativ häufigen Eselsohr wird der Geschmack kontrovers beurteilt, von "minderwertig" bis "sehr gut". Ich bezweifle aber, daß viele Autoren den selbst in der Pfanne hatten.
    Mit der Bestimmung ist das so eine Sache. Es gibt ja noch eine ganze Reihe ähnliche Pilze in anderen Gattungen (zB Peziza, Helvella, Aleuria, Melastiza, Sowerbyella und die, die ich jetzt vergessen habe).
    Wenn man das Eselsohr (oder eine Art der Gattung) sicher erkennen kann, dann muss man das mit dem Geschmack einfach mal selbst ausprobieren (nicht roh!).
    Dabei muss man sich auch klar machen, daß alle Pilzarten recht variabel sind. Um zu wissen, welche Merkmale konstant ausgeprägt sind, und welche Merkmale wie variieren, braucht es eben eine gewisse Erfahrung.
    Ich habe früher auch oft Pilze aussortiert, weil sie nicht den Beschreibungen im Pilzbuch entsprachen. Inzwischen weiß ich es auch besser: Die Pilze haben die Beschreibungen eben oft nicht gelesen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ja, das ist schon verrückt. Das Komische: Hier gibt's sowas auch. In manchen Waldstücken. In anderen muss man dann Stöckchen drehen, wenn man einen Pilz sehen will. Was auch incht schlimm ist, aber momentan nutze ich die ziemlich überfordernde Masse und Artenvielfalt an schnöden Großpilzen, um ein paar Wissenslücken zu schließen und sehr viele andere Wissenslücken zu entdecken.


    Das Bild ist auf deiner HP übrigens irgendwie deutlich schärfer, als wenn ich es runterlade. :thumbup:



    LG, Pablo.