Beiträge von Beorn

    Hallo, Fips!


    Du hast aber recht, die Filzröhrlinge sind auch schwierig.
    Am besten kommt man da voran, wenn man immer und immer wieder Kollektionen untersucht. Also wirklich Kollektionen (mehrere Pilze, die offensichtlich zum selben Mycel gehören).
    Und untersuchen heißt, sich da mit allen Merkmalen zu beschäftigen.
    Dann evrsuchen, zu einer Bestimmung zu kommen, und dabei aber möglichst alles in Frage zu stellen, was in den Standard - Pilzbüchern dazu steht.
    Für Xerocomus s.l. braucht es Spezialliteratur und vor allem auch solche neueren Datums, da die Gattung zwischen 2005 und 2010 stark überarbeitet wurde.


    Der in der MItte ist der selbe Fruchtkörper, der auch links daneben mit der Schnittfläche nach oben liegt. Würde ich so jedenfalls vermuten.
    Ansonsten sind junge flockis am Hut nicht so grubig und blauen auch sofort auf Berührung an der Huthaut.
    Ansatz war hier in der Tat der Habitus (Erfahrungswerte) und die Hutoberfläche mit den Dellen und Grübchen. Klar gibt es das bei X. pruinatus auch, aber auch bei Arten in der X. communis - Gruppe.
    Und X. pruinatus kann es nicht sein, weil das Fleisch nicht leuchtend gelb ist, der Pilz im Hutfleisch blaut (passiert bei X. pruinatus fast nie und wenn dann nur sehr schwach) und diese gelbe Randzone am HUt auch icht unbedingt ins Bild passt.
    Gegen X. bubalinus würde hier übrigens auch das Blauen im und am Stiel sprechen. Aber wie gesagt mit Vorbehalt, ich bin ja bei dem Pilz auch nicht sicher, wie er einzuordnen ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Coprinus macrocephalus wächst in der Tat nur auf Mist bzw. auf mit Dung durchsetztem Stroh. Deiner gehört also eher in die Verwandschaft der Hasenpfote (Coprinus lagopus). Aber frag mich nicht, welche Art aus der Gruppe. Da wird's dann schwierig im einzelnen.


    Die Hühner sind übrigens Champis von ziemlich schlankem, schmächtigem Wuchs. Das passt hier nicht. Deine Karbolis sind schon Agaricus xanthodermus, Karl hat die Variationsbreite dieser Art >hier< sehr schön dargestellt.



    LG, pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Das erste sind Gesäte Tintlinge (Coprinellus disseminatus).
    Die zweiten sind ja viel größer und wachsen nicht so gedrängt, das ist was anderes. In dem Alter allerdings nicht mehr bestimmbar.
    Bei den meisten Tintlingen geht's ja nur mit Mikro.
    Es gibt ja sehr viele Tintlings - Arten, die nicht zerfließen.
    Wichtig auch: Bei deinem zweiten Pilz gibt es auch etliche, optisch ähnliche Faserlinge (Psythyrella), bei denen sich aber im Alter die Hutränder nicht so hoch rollen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Marion!


    Der Filzröhrling ist jedenfalls ganz interessant.
    Lass den mal noch etwas wachsen, damit man auch mal reife Fruchtkörper beurteilen kann. Interessant wäre, ob die Huthaut mit der Zeit aufplatzt und gleichzeitig sehr glatt wird, ob der Stiel mit dem Alter von der Basis her zunehmend braun wird, ob das Fleisch wirklich so hell ist, wie es hier den Anschein hat, ob der immer dieses Muster im Querschnitt im Hut zeigt und ob sich irgendwo in der Kollektion in der untersten Stielbasis winzige, orangerote Pünktchen zeigen.
    Ich denke, daß auch hier wieder nur Xerocomellus engelii (bzw. X. communis) rauskommt, aber den kann man schon mal mit einem kleinen Xerocomus bubalinus - Verdacht belegen.



    LG, pablo.

    Guten Morgen zusammen!


    Danke für's Lob und PIlze gucken!


    das Goldblatt hätte ich auch mal gerne :D


    Das findest du auch noch, Enrico. Sooooo selten ist es nicht. Jedenfalls häufiger als der Ohrförmige Seitling.
    Irgendwann läuft der dir sicher über den Weg. :thumbup:



    Zitat

    Gallerttrichter - Bei Lea in der Ecke stehen ganze Wälder voll damit.


    :D Meine Güte 8| In Meck-Pomm ist der mittlerweile ausgestorben bzw. verschollen. Der letzte Nachweis um 1938 ;(


    Die voll stehende Wälder besziehen aich aber auf nr.29 (Spateling).
    Der Gallerttrichter ist hier auch deutlich seltener. Aber es ist ja eher ein Gebirgspilz, der dann leider in den "flachen" Bundesländern nur sporadisch auftritt.




    Hallo Pablo,


    das ist wieder ein tolles Durchlauf von Bilder bei dir, da kann mann ja neidig werden, vielen dank für die nette Unterhaltung.


    Solange es kein bös gemeintes Beneid ist, gerne. Bei dir sehe ich auch immer wieder Funde, die mich staunen lassen. Stichwort Entoloma incanum. ;)
    Wenn's eine gute Unterhaltung ist, dann ist das Ziel erreicht.




    Und diese Mycena flavoalba ist in ihren natürlichen Farben so gut wie nicht abbildbar. Ständig ist das Gelb auf den Fotos weg.
    Deswegen kann ich auf deinen Fotos nicht mal dagegen was sagen!
    Obwohl ich krampfhaft im Netz suche, ein wirklich farblich treffendes Bild zu finden, gelingt das Vorhaben nicht sofort. Denn wo das Gelb vorhanden wie hier....,
    http://www.rogersmushrooms.com…source~gallerydefault.asp
    .......da ist der Pilz falsch bestimmt auf den unteren Bildern (das ist ein Dehnbarer Helmling, Mycena epipterygia).


    Und dabei hatte ich die Rogers - Seite doch für einigermaßen zuverlässig gehalten. 8|
    Aber es ist tatsächlich so: Das Gelb ist hier eine zarte Farbe, die sich einfach kaum wiedergeben lässt. Das Problem kennt man ja von einigen Arten, zB ja auch von dem Grün von Hypholoma fasciculare.
    Manchmal verschwinden auch kräftigere Farbtöne auf meinen Bildern fast vollständig, zB die leuchtend gelbe Milch von Lactarius chrysorrheus. Die sieht bei mir meist cremefarben aus. Das Rosarot im Schnitt oben bei Lactarius fuliginosus wollte sich auch nicht abbilden lassen.




    Bei E. chalybaeum gehe ich davon aus, dass der kleine Frk. blaue Lamellen hatte.


    Ja, und ob!
    Der jüngere (den ganz kleinen noch ein Stück links habe ich erst auf den Bildern bemerkt) hatte tatsächlich tief himmelblaue Lamellen. Da hat's aber auch mit der Abbildung gehapert. Wieder so ein Pilz, bei dem die Farben nicht einfach wiederzugeben sind.
    Eigentlich müsste ich da ja auch ein "s.l." hinschreiben. Allerdings hat Noorderloos die var. lazulinum wieder auf ein Synonym zurückgestuft. Und einen gerieften Hutrand gab's hier ja ohnehin nicht. Mikroskopisch fallen da auch die schnallenlosen Septen (in HDS, Trama und Hymenium keine Schnalle gefunden) und die aus deutlich verbreiterten, aufgeblasenen Zellen der Huthaut mit intrazellulärem Pigment auf.
    Hätte ich auch ruhig oben dazuschreiben können.




    Hallo Pablo!
    Auch die Nr. 17 ist wieder ein gelungener "Rundumschlag" durch die Funga. Danke fürs Teilen!


    ...


    Und auf Deinem Bild auch noch mit der Lorchel in der Mitte, sehr hübsch!


    Danke!
    Solche Grüppchen sind zur Zeit viel zu finden weil einfach so viele Arten aus dem Boden drücken.
    Die Lorchel hier auf dem Bild blieb allerdings unbestimmt. Das kann eine zu blass geratene Helvella lacunosa sein. Allerdings waren in dem Waldstück viele dieser eher kleinen, blassen Lorcheln mit längsfaltigem Stiel. Das kann auch in richtung Helvella lactea gehen. Oder noch eine weitere Art, die ich gerade gar nicht auf dem Schirm habe. Wie gesagt: Nicht mitgenommen, nicht untersucht. :shy:



    LG, Pablo.

    Hallo, Enrico!


    Welche der vermeintichen Rötlinge hast du denn auch untersucht?
    Ich denke zB die Nummer 8 könnte auch weiß abgesport haben und auf den Gattungsnamen Dermoloma (Samtritterlinge) hören.


    Die Saftlinge sind wohl schon was interessantes. Aber da braucht's eben sehr viel mehr Angaben, um da makroskopisch irgendwas machen zu können.


    Der letzte macht ja so mit em Bild einen ganz Tricholoma - mäßigen Eindruck.
    Dr Spur müsste man wohl mal folgen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Der variiert farblich sowohl jung als auch alt.
    Hat aber immer schon die speckig glänzende Hutoberseite und die extrem feinen Poren, die sich mit blosem Auge nicht erkennen lassen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Schöne Sammlung, ich glaube einige der Schleierlinge werde ich hier in meiner Ecke nicht zu Gesicht bekommen. Ist aber nicht schlimm, irgendwann fahre ich mal in einen Fichtenwald auf Kalk, um den varius mal zu verkosten.


    Ich glaube übrigens, die Champis mit den rötlichen Hüten sind ganz einfach auch essetteis. Die Hüte flecken da auch mal purpurrot, wenn sie alt und durchfeuchtet (!) sind. Das machen ja einige Arten, auch A. augustus macht das recht gerne.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Das war jedenfalls ein gelungenes und gut gemachtes Rätsel.
    Hätte auch Spaß gemacht, wenn ich mich mehr geirt hätte.
    Und natürlich macht es Lust auf Kärnten. Aber nicht nur wegen den PIlzen, wenn schon auch.


    Gerade dieser letzte Block war echt interessant und wieder mal habe ich gemerkt, wie wenig ich von diesen Schleierlingen verstehe!



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich bin immer wieder froh über die Pilze, die du zeigst.
    Das sind ja meist richtig schöne Arten und Impressionen. Sachen, die man sonst kaum zu Gesciht bekommt. Den Igelstachelbart zB habe ich noch gar nicht gefunden.


    Bitter gerne weiter so! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    In dem Sinne: Prost Neujahr! :thumbup: :D
    Ist schon ein superschöner Pilz und solche Funde machen das Hobby auch besonders spannend.
    Und dann schon vier Funde der Art: Das ist beachtlich.



    LG; pablo.

    Hallo, Stephan!


    Danke!
    Mit Lea unterwegs zu sein, ist auch wirklich eine Freude. So ein gutes Auge habe ich nicht. Und ich bin immer wieder baff, was sie so weiß.
    Allerdings sind die Bilder von mehreren Ausflügen zusammengetragen, teils auch mit anderen Leuten und an unterschiedlichen Orten.


    Aber du kannst dich gerne mal eingeladen fühlen, hier vorbeizukommen.
    Ich habe im Moment Urlaub, bin zwar etwas gehandicapt wegen Rückenverletzung aber laufen geht noch besser als Sitzen oder liegen. ;)


    Edit:
    Die hier gezeigten Lepioten gehen ja noch, Mausmann.
    Ich habe da gerade zwei Pilzchen rumliegen, die in die Gruppe der kleinen, rotbraunen gehören. der eine ist Lepiota castanea (da schlüssele ich mit Gröger und mit GPBWs jeweils zielstrebig und ohne Kopfkratzen genau zu der Art). Der andere sieht fast genau so aus, ist aber wohl was anderes (HDS sieht ganz anders aus), lässt sich aber mit ebiden oben genannten Schlüsseln nicht sauber bestimmen. :(



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Bei mir haben sich noch einige Stapel an Pilzen angesammelt. Die Bearbeitung der Funde braucht aber mittlerweile mehr Zeit als das einsammeln. So ist das eben, wenn man dann auch Namen wissen will, die niemand direkt auf die Pilze draufgemalt hat.
    Und weil das immer so dauert, die ganzen Döschen durchzuarbeiten, durchs Mikro zu gucken, Literatur zu vegleichen und dann die Bilder einzusortieren, die Funddaten in die datenban einzupflegen, schaue ich oftmals wehmütig in die Körbchen meiner Mitstreiter, die voll mit leckeren Sachen sind. Und in meinem nur Schachteln mit kleinen, unbekannte Pilzen. :(
    Aber immerhin kommt man da zu manch interessanten Ergebnissen. :)


    01: Agaricus subperonatus = Gegürtelter Egerling

    Da braucht es nicht viel Bestimmerei. Die Art ist durch den grobschuppigen Hut, schwaches bis starkes Röten im Schnitt, kompakten Wuchs, kräftigen wattigen Ring und Gürtelzonen am Stiel oberhalb der Stielbasis gut charakterisiert.


    02: Agaricus xanthodermus = Karbolegerling

    Auch das ist ja ein ziemlich eindeutiger und rasch zu bestimmender Pilz, auch wenn man nicht immer das Glück hat, daß die chromgelbe Verfärbung so ausgeprägt ist.


    03: Agrocybe dura = Heller Ackerling

    Der Pilz ist mir bisher immer im Frühjahr begegnet. Aber das muss ja nichts heißen.


    04: Clathrus archeri = Tintenfischpilz

    Bunte Stinker im Wald und an den Wegen...


    05: Craterellus cornucopioides = Herbsttrompete

    Die üppigsten Vorkommen hat gestern Lea mit mir im Schlepptau aufgestöbert. Ich hoffe, sie ist inzwischen mit dem Putzen fertig. Aber wenn sie die Nacht durchgearbeitet hat und dann heute den Tag, dann könnte es passen. ;)
    Vergelsellschaftet übrigens an fast allen Standorten mit Nr. 25.


    06: Entoloma chalybaeum + Clavaria falcata = Schwarzblauer Rötling + Weißes Spitzkeulchen

    Das war eine tolle Stelle da. Manchmal bleibt man irgendwie an einem Flecken hängen und findet auf engstem Raum eine spannende Art neben der anderen...


    07: Fistulina hepatica = Ochsenzunge

    Als hätte da jemand ein Stück Fleisch an den Baumstumpf geklebt...


    08: Flammulina sp. = Samtfußrübling

    Mit der Artbestimmung habe ich mich da nicht aufgehalten. Ein andermal vielleicht.


    09: Helvella lacunosa = Grubenlorchel

    Da wird auch mal deutlich, woher der Name ("lacunosa" frei übersetzt "die Löchrige") kommt.


    10: Inonotus hispidus = Zottiger Schillerporling

    In Sachen Porlinge ist der Mannheimer Friedhof gar nicht schlecht. Boletentechnisch allerdings eine einzige Enttäuschung.


    11: Lactarius controversus = Rosascheckiger Milchling

    Der strahlte mich mit teils riesenhaften Fruchtkörpern aus einem Geb ´üsch voll junger Pappeln an. Fast hätte ich die Pappel - Raufüße wegen ihm übersehen, oder den kleinen, leuchtend roten Filzer, der wohl bei Xerocomellus ripariellus in die Gruppe gehört. Also noch so ein Standort, an dem man länger hängen bleibt als geplant.


    12: Lactarius deterrimus = Fichtenreizker

    Das wechselt so in manchen Waldstücken: Entweder der Boden ist flächendeckend mit Fichtenreizkern voll, oder mit Tompiffge und in den jüngeren Waldstücken kann man sich nicht bewegen, ohne die Maggipilze niederzutrampeln.


    13: Lactarius fuliginosus = Rußbrauner Milchling

    Danke an Anna. gestern auch wiedergefunden. Allerdings ohne Bild, da muss es halt das hier noch mal sein.


    14: Lactarius lignyotus = Mohrenkopf

    Den Fruchtkörper kennen auch einige von euch. Im Odenwald suche ich den aber noch vergeblich.


    15: Lepiota alba = Weißer Schirmling

    Ein recht stämmiger Schirmling, komplett weiß, nur die Hutmitte bisweilen blass ockerlich gefärbt, mit fast glattem Hut (faserfilzig) aber reichlich Wolle am Stiel, die aber nicht oder kaum als Ringuone ausgeprägt ist. Ziemlich geruchslos, wächst bei mir in Magerrasen und Sandtrockenrasen und zeichnet sich zudem noch durch ganz schön riesige Sporen (bis 16 µm lang) aus.


    16: Lepiota clypeolaria = Wollstiel - Schirmling

    Womit wir in einer Gruppe von mittelgroßen bis (für die Gattung) großen Schirmlinge wären, in denen es einige oberflächlich ähnliche, aber doch gut unterscheidbare Arten gibt. Das hier wäre die mit dem hellen, fein gelbbräunlich geschuppten Hut und der weißen Wolle am ringlosen Stiel.


    17: Lepiota ignivolvata = Braunberingter Schirmling

    Der sieht von oben Lepiota clypeolaria recht ähnlich, unterscheidet sich aber durch eine breite, braune bis gelbe Ringzone am Stiel.


    18: Lepiota magnispora = Gelbwolliger Schirmling

    Der dritte im Bunde, mit kräftigeren Farben, meist dunkler und derber geschupptem Hut und vor allem recht grobem, gelblichem Flausch am Stiel.


    19: Mycena flavoalba = Zitronengelber Helmling

    Ein ziemlich fieses Pilzchen, das in einer Kiefernschonung in meinem Sandkasten zu hauf wächst. In der Gruppe ist man schnell, aber dann gibt es ein kleines Problem mit der Artbestimmung. In der richtigen Gruppe ist man ja schnell, aber dann ist die Artabgrenzung zwischen Mycena flavoalba und >Mycena floridula< wohl etwas unklar.
    Für mich nachvollziehbar, da es dazwischen immer mal wieder vereinzelte Fruchtkörper mit blass lachsfarbenem Hauch in den Lamellen oder auf dem Hut gab...
    Ich habe mich mal entschlossen, vorerst nur die gelben zu beachten.


    20: Otidea alutacea = Ledergelber Öhrling

    Das scheint eine ziemlich variable Spezies zu sein. Und auch wenn hier die Sporen grenzwertig groß waren, passen alle Alternativen entweder makro- oder mikroskopisch noch viel schlechter.


    21: Peziza michelii = Gelbfleischiger Becherling

    Der zwar seltener sein soll als der Gelbmilchende (Peziza succosa), aber das ist mir egal! Ich wollte den Blaumilchenden finden. :D


    22: Phellinus igniarius = Weiden - Feuerschwamm

    Und die Abgrenzung zu Pehllinus trivialis ist mir immer noch nicht klar. Mit "tendenziell etwas grauer und flacher" vs. "tendeziell etwas schwärzer und dicker" kann ich inichts anfangen. Vielleicht war's auch andersrum. Aber ich finde ohnehin sowohl schwarze flache, als auch graue dicke und dicke schwarze und flache graue, mitunter sogar an ein und dem selben Baum. ;)


    23: Phylloporus pelletieri = Goldblatt

    Eigentlich wollte ich ja für die Röhrlinge extra ein Boletum zusammenstellen, wo der auch rein gesollt hätte. Aber das Boletum ist voll. Dann wird der Blätterröhrling hier schon mal ausgelagert.


    24: Pleurocybella porrigens = Ohrförmiger Seitling

    Den wiederzufinden war für mich mit das Schönste Ereignis der letzten Wochen.


    25: Pseudocraterellus undulatus = Krause Kraterelle

    Vgl. 5. An zwei Standorten außerordentlich üppig vertreten.


    26: Ramaria cf apiculata = Grünspitzige Koralle

    Wuchs am selben modrigen Fichtenstumpf wie der Ohrförmige.
    Leider hat sich der pilz geweigert, Sporen abzugeben. Aber die Astspitzen waren schon grün (ist auf dem Bild schlecht zu sehen), auch die Astgabelungen, der Strunk war beige bis braun und fleckt dunkler rotbraun beim Ärgern. Zusammen mit den dickwandigen Tramahyphen sollte das schon so passen zur Abgrenzung von Ramaria abietina.


    27: Sericeomyces crystallifer = Kristallzystiden - Seidenschirmling

    Das war auch so ein Kracher, an einem krautigen Wegrand in einem Kiefernmischwald auf Sandboden. Sieht ungefähr aus wie eine Bonsaiform von Leucoagaricus leucothites. Im Inneren offenbaren sich dann die durchgehend mit groben Kristallen besetzten Zystiden, die ihn von ähnlichen Arten unterscheiden.


    28: Sparassis crispa = Krause Glucke

    Ohne Worte. :)


    29: Spathularia flavida = Dottergelber Spateling

    Auch den habe ich noch nie so oft gesehen, wie in diesem Jahr. Bei Lea in der Ecke stehen ganze Wälder voll damit.


    30: Tremiscus helvelloides = Rötlicher Gallerttrichter

    Auch ein sehr erfreulicher Fund, der auf meiner To-Find-List weit oben stand.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hüft - Wulstling!


    Ja, das passt!
    Die gesellen sich gerne mal unter die Herbsttrompeten.
    Schöner Fund, der fehlt mir in diesem Jahr noch. :thumbup:



    LG; pablo.

    Hallo, Karsten!


    Mycena pura und Mycena diosma können schon ähnlich aussehen, wenn die Lamellen dunkel gefärbt sind (was durchaus vorkommt.


    Mein Lieblings - verwechslungspartner ist aber der hier:
    >Link<


    Und Hygrocybe viola ist kleiner.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Meintest du mit Schleierlinge den farbigen oam oberen Bildrand?


    Gut aufgepasst. ;)
    Das ist ein Schleierling, vielleicht auch ein Rißpilz.
    Aber das hat auch damit zu tun, daß ich derzeit immer nach Kohl stinke, wenn ich selbst mich im Nadelwald niederlasse, um dort Pilze zu knipsen.
    Gymnopus perforans (Nadel - Stinkschwindling) ist derzeit überall.
    Aber es gibt noch ein paar ähnliche Arten ohne diesen Geruch (oder zB nach Knoblauch). Darum die Frage.



    LG, Pablo.

    Hallo, Razbur!


    Das ist einer der Filzröhrlinge, aber nicht aus der Ziegenlippen - Verwandschaft, sondern eine Art aus der Verwandschaft der Rotfußröhrlinge (Gattung: Xerocomellus).
    Auch wenn hier wahrscheinlich nichts anderes rauskommt als Xerocomellus communis / engelii, sind die Bilder für eine Bestimmung absolut nicht ausreichend.


    Das wichtigste vorweg: Pilze zur Bestimmung sind immer vollständig aus dem Boden zu entnehmen, keinesfalls abzuschneiden.
    So ist natürlich auch das Schnittbild kein vollständiges, sondern nur ein teilweises. Das entscheidende Merkmal (die winzigen roten Pünktchen im Fleisch der Stielbasis) sind so natürlich nicht zu sehen. ;)


    Aber keine Sorge, das sind ja so Sachen, die weiß man am Anfang nicht.


    Es gibt im Internet keine Verzehrfreigaben, das kann nur ein Sachverständiger machen, der die Pilze vor sich liegen hat.
    Aber bei den Filzröhrlingen gibt es prinzipiell keine Giftpilze.
    Der Fruchtkörper, den du zeigst, ist aber zu alt zum Essen. Der dürfte schon ziemlich weich sein. Filzröhrlinge sind lecker, wenn sie jung und fest sind, alt, durchwässert und weich schmecken sie wie sauer gewordene alte Socken und können wie alle zu alten Pilze auch schon mal Verdauungsbeschwerden verursachen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Kogge!


    Das erste ist einer der sehr vielen champignons.
    Ohne weitere Angaben (speziell Geruch, Verfärbungen) und ohne vollständiges (!!!) Schnittbild und ohne Stielbasis (vgl. "vollständig" bei Schnittbild) ist eine Bestimmung nicht möglich.


    Bei dem anderen aus dem Reich der Schwindlinge wäre mal interessant, ob die intensiv nach verfaultem Kohl riechen, wenn man sich da drauflegt um ein paar Schleierlinge vernünftig ablichten zu können. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Max.


    Diese Beschreibung vom Steinpilz liest sich eher wie die Beschreibung der Marone. ;)
    >Hier gibt's das mal etwas ausführlicher.<
    Aber keine Sorge, es ist noch kein Pilzkenner vom Himmel gefallen. Irgendwo muss man mal anfangen. Auf Exkursionen mitzugehen ist eine sehr gute Möglichkeit, sich etwas enzuarbeiten. Und Björn hat natürlich auch enorm viel drauf.
    Ein gutes Pilzbuch einpacken ist auch nicht schlecht, aber dazu kann man ja auch noch ein wenig in anderen Quellen stöbern. Auch im Netz. Auch im Forum.
    Und auch wenn's hier keine Verzehrfreigaben gibt, sind deine Pilze und Anfragen stets willkommen, dann kann man die Merkmale durchdiskutieren und du erfährst, worauf zu achten ist.
    Dazu schadet es nichts, wenn du vorher mal >hier< reinschaust.
    Muss nicht jeder Punkt abgearbeitet werden. Wenn es anfangs mal um Röhrlige geht, ist es eben wichtig, daß due die Fruchtkörper komplett aus dem Boden entnimmst (also mit Stielbasis, nicht abschneiden) und auch Schnittbilder (vom Scheitel bis zur Stielbasis anbietest).
    Also raus mit dir in den Wald, Kamera nicht vergessen, estmal auf Röhrlinge konzentrieren.
    Dann gehen wir hier die Funde durch.
    Das wird schon. :thumbup:



    LG, pablo.