Beiträge von Beorn

    Hallo, Jan - Arne!



    Edit: Irgendwie komisch. Ich hab jetzt noch 3-mal den Geschmackstest beim vermeintlichen Erdritterling gemacht. Es entwickelt sich nach kurzer Zeit (5-10 Sekunden) eine gewisse Schärfe, die allerdings in dem Moment nicht besonders stark ist. Diese leichte Schärfe bleibt bis zum Ausspucken. Was allerdings auffällt, ist, dass die Schärfe nachwirkt. Ich merke jeweils 15 Minuten später noch, dass die Zunge bei Berührung durch anderes Essen Nachwirkungen der Schärfe zeigt... Das hatte ich bei Milchlingen, Täublingen und Co. in der Form noch nie.


    Das ist aber ziemlich genau ein Effekt, der mir von T. sciodes bekannt vorkommt. Ich glaube auch Ingo6E hat sowas mal beschrieben.
    Bei mir war der Geschmack allerdings erst etwas mehlig, die Schärfe kam nach an die zwei MInuten kauen raus. Aber extrem war das nicht, verglichen mit vielen Milchlingen und Täublingen ein müder Vorbeimarsch. Nur dieses lange bleibende Kratzen war halt da...



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    So meinte ich das nicht.
    Ich glaube, IF führt L. rufum derzeit sogar als aktuellen Namen. Kann auch sein, daß L. albostipitatum nach der Datenbank eine andere Art sein soll, aber das wäre Quatsch.
    Mir ging es nur darum, daß dein Pilz nicht Leccinum rufum / albostipitatum / leucopodium / aurantiacum (ja, auch der Name wurde schon für die Weißstielige / Espenrotkappe verwendet) ist. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Dann müsste man ihn eben mal aufgeschirmt sehen. Auch MAcrolepiota rhodosperma ist zB ein eher schmächtiges Pilzchen. Und wenn ich mir hier Hand und Messer im Vergleich ansehe, hat der nicht wirklich ein Parasol - Format.



    LG, pablo.

    Hallo, Mario!


    Leccinum rufum kannst du vergessen. Das ist das, was in Deutschland als Espenrotkappe oder Weißstielige Rotkappe bekannt ist. Ich bevorzuge da den Namen Leccinum albostipitatum (der ist wenigstens noch nicht für andere Arten verwendet worden).
    Die Schüppchen können da auch dunkel sein, aber nicht so prall rotbraun wie hier.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Der weiße Knollen wird wohl ein junger Porling sein.
    Zu Gattung und Art kann man da aber nur wild spekulieren.
    Um das bestimmen zu können, braucht es halt mehr und bessere Bilder, der PIlz muss untersucht werden und wahrscheinlich sogar angeschnitten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Bjoern.


    Ihr habt nicht zufällig diese Pilze mal etwas eingehender untersucht, auch mal einen oder zwei Fruchtkörper mitgenommen, so daß man da noch mehr Perspektiven einsehen kann?



    LG, Pablo.

    Hallo, Helmut!


    Ich würde ja gerne was schreiben zu der Rotkappe, aber ich kann nicht.
    Das Thema ist mir nach wie vor diffus. Gute Anhaltspunkte habe ich nicht, jedenfalls nichts, was ich nicht schon geschrieben hätte.
    Es scheint sich auch niemand derer, die sich mit dem Thema schon ernsthaft auseinandergesetzt haben berufen zu fühlen, ein wenig Klarheit zu schaffen.
    Schade.
    Aber irgendwann bekommen wir das auch noch in den Griff.



    LG, Pablo.

    Hallo, Bjoern!


    Ziemlich gigantisch, in der Tat. :thumbup:
    Schon als ich die Namen gelesen habe, war mir klar, daß mich da überragende Bilder erwarten. Ich wurde nicht enttäuscht.
    Und die Funde haben auch was für sich.


    Einzig beim Berindetetn Seitling habe ich Zweifel, wegen dem Büscheligen Wuchs und den gekerbten Lamellenschneiden.
    Da könnte man auch mal bei Lentinus (Sägeblättlinge) gucken. Anisgeruch vorhanden?



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Erstmal die einfache Sachen:
    Tricholoma ustale passt.
    Tricholoma terreum glaube ich nicht. Ich denke, der dürfte nach längerem Kauen ganz schön schraf werden und mehlartig riechen.
    Wenn das so ist, vergleiche mit Tricholoma sciodes.


    Pilz 1 und 2 sind harte Nüsse.
    Zu PIlz 1 habe ich mal in FNE4 geblättert.
    Nachdem ich sämtliche Erdritterlinge und den Schwarzfaserigen wegen Hutoberfläche + Stieloberfläche ausgeschlossen habe, bleibe ich bei den Seifenritterlingen hängen.
    Da müsste man aber den Geruch noch mal prüfen.
    Tricholoma saponaceum gibts auch mit schwarz geschupptem Stiel.
    Und wenn die Stielbasis mit der Zeit rosa fleckt, denn vergleiche mal auch mit tricholoma sudum. Das wäre ein Kiefernbegleiter, auch mit seifigem Geruch, der aber wohl irgendwie schwach ausgeprägt sein kann.


    Und den Weißen überlasse ich mal noch der Nachwelt. Ich kann ja nicht alles nachlesen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Der Pilz links lässt sich auch bestimmen.
    Das wäre Lepista flaccida (Orangefuchsiger Rötelritterling).


    Der in der Mitte ist mir noch unklar. Kann das sein, daß der im Schnitt auch Milch hatte? Und brich da mal den Stiel in der MItte durch. Würde mich mal interessieren, wie das aussieht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!



    (...)Stockschwämmchen.
    Der speckig glänzende Hut (...) sind gute Merkmale, die man auf den Bildern auch schön erkennen kann.


    Super, das mit dem speckig glänzenden Hut!
    Dann sind das hier

    Stockschwämmchen, die haue ich mir glaich mal in die Pfanne. :P


    Und das hier

    sind dann natürlich Gifthäublinge, weil der Hut glänzt ja nicht wirklich. (Außerdem wachsen die an Fichte. ;) )



    ???



    Keine Sorge, Nobi.
    Mir ist schon klar, was du meinst. Und ich gebe zu, daß ich auch in 98% aller Fälle richtig liege, wenn ich mich schon aus 10 Metern Entfernung über einen Stumpf voller Stockschwämmchen freue. Das sind eben Erfahrungswerte, die man sich aber erst mit der Zeit erarbeitet.
    Und ich kontrolliere nach wie vor immer die Stiele, wenn ich Stockschwämmchen sammle.


    Mir geht es nur darum, daß das Leseverhalten vieler Pilzfreunde recht selektiv ist.


    Darum verzichte ich soweit wie möglich auf Merkmale, die unsicher sind (Hutoberfläche) oder schwer zu beurteilen (Geruch).
    Du hast das Wesentliche ja geschrieben: Stielschuppen.
    Aber man kann leider nicht damit rechnen, daß Pilzanfänger einschätzen können, auf welche Merkmale sie sich verlassen müssen.


    Daraus entstehen sicher auch viele Probleme und Unwahrheiten, die in der Sammelsaison gerne von Zeitschriften und Radiosendern verbreitet werden.
    Natürlich hat sich der Reporter mit einem Experten unterhalten. Der hat sicherlich auch den schuppigen Stiel erwähnt. Dann hat er aber noch über den Geruch gesprochen. Hier kommt die selektive Wahrnehmung ins Spiel, und in der Zeitung steht dann nachher:
    "Gifthäubling und Stockschwämmchen sind am Geruch sicher zu unterscheiden."
    Und die Krankenhäuser dürfen anschließend mal noch ein paar Lebern transplantieren.


    Aufklärung zu meinen Bildern in diesem Beitrag


    Das obere Bild zeigt Gifthäublinge (Galerina marginata), in dieser Kollektion übrigens mit größtenteils ungerieftem Hutrand, speckig glänzendem Hut, unbedeutendem Geruch (beim zerquetschen etwas mehlig), gewachsen an Fichte.
    Gut erkennbar sind hier die glatten, weißlich längsfaserigen Stiele


    Das untere Bild zeigt Stockschwämmchen mit eher matten Hüten, typischem Geruch, gewachsen an Fichte.
    Gut erkennbar sind hier die Stiele mit den abstehenden Schüppchen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Um welchen Büschelrasling geht es denn?
    Für den Braunen (Lyophyllum decastes s.l.) ist der Hut zu hell.
    Das würde eher zum giftigen Weißen Büschelrasling (Lyophyllum connatum) passen.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Bei Pilz 1 sollte man mal die kleineren Riesenschirmlinge aus der Gruppe um Macrolepiota mastoidea (Zitzen - Riesenschirmling) ins Visier nehmen. Da tummeln sich aber einige, nicht einfach zu unterscheidende Arten. Essbar sind sie alle.


    Pilz 2 ist einer der kleinen Schirmlinge (Gattung: Lepiota).
    Gut möglich ist hier eine Art aus der Gruppe der Stachelschirmlinge. Die werden teils auch in einer eigenen Gattung geführt: Echinoderma.
    Phyllogenetisch gehören sie aber zu Lepiota.
    Man kann hier sagen, daß es nicht der Stachelschuppige (Lepiota aspera) ist. Die anderen Arten aus der Gruppe müssen mikroskopisch bestimmt werden.
    Trotzdem schade, daß man hier nichts vom Stiel und kein vollständiges Schnittbild sieht.
    Darum noch mal ein kleiner >Reminder<.
    Das ist schon wichtig, gerade am Anfang, daß das Ermitteln und Darstellen möglichst vieler Merkmale einfach dabei ist.
    Achtung übrigens bei den kleinen Schirmlingen:
    Da gibt es viele giftige bis tödlich giftige Arten in der Gattung.
    Die Stachelschirmlinge um Lepiota aspera sind giftig, aber nicht tödlich.


    Der hohle Stiel beim Flaschenstäubling ist wohl wuchsbedingt. Normalerweise wäre der voll, aber Pilze halten sich nicht immer an die Beschreibungen in Büchern.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Mit Rot- Grün- Schwäche ist natürlich die Bestimmung von Pilzen durchaus erschwert. Rückversicherungen sind da nötig und natürlich musst du deinen Fokus verstärkt auf andere Merkmale richten.
    Ich bin sicher, daß es sich bei Pilz 2 um einen Reizker (also eine rot / otange milchende Art) handelt.
    Hutrand und Lamellen zeigen eine deutliche und intensive Orangerote Färbung. Hutmitte und ältere verletzte Stellen sind grün eingefärbt.
    Ohne Grübchen am Stiel kommt meiner Erfahrung nach so nur der Fichtenreizker in Frage.


    Du kannst natürlich auch hier im Forum Hinweise zu den Farben erhalten.
    Kleiner Tip dazu: Die Pilze draußen bei Tageslicht photographieren. Meist kommen so die echten Farben auf Bildern am besten zur Geltung.



    LG, pablo.

    Hallo, Emil!


    Ausgezeichneter Hinweis! :thumbup:
    Die Art hatte ich gar nicht auf dem Schirm (und auch och nicht in der Hand).
    An deiner Bestimmung habe ich keine Zweifel. Auch das schwache Röten vornhemlich im Bereich der Stielrinde passt zu den Beschreibungen von Macrolepiota excoriata (muss nicht immer ausgeprägt sein).


    Auch die Schuppung des Hutes sollte so aussehen.
    Nun denke ich bei Leos Pilz schon auch eher an diese Art, der Hut ist (nach einem genaueren Blick) doch anders geschuppt, als man es bei L. leucothites erwarten würde. Rötende Stielrinde gibt's hier auch (sollte bei L. leucothites nicht vorkommen, andere Egerlingsschirmlinge würden wenn dann überall röten).



    LG, Pablo.

    Hallo, Roli!


    Das wichtigste ist: Eigene Funde immer möglichst weit untersuchen. Zeit lassen für die einzelnen Arten. Da kann man einem Pilzfund auch ruhig mal einige Stunden widmen. Leicht erkennbare Arten aus Pilzbüchern rauspicken, diese gezielt suchen und dann bestimmen.
    Neue Funde immer wieder untersuchen und mit vorherigen Funden und den Beschreibungen in den Büchern vergleichen.


    Idealerweise geht man auch mal mit jemandem los, der direkt im Wald am Pilz einiges erklären kann.
    Hat man nicht immer.
    Kann man aber auch gezielt suchen, so eine Begleitung. Dann Seminare besuchen, Pilzausstellungen, geführte Pilzwanderungen usw.


    Bei mir lief's etwas anders. Ich habe mir das meiste mit Hilfe des Forums angeeeignet. Da steckt natürlich auch eine ganze Menge Arbeit drin.
    Aber hier schreiben etliche richtig gute Kenner. Das hat man recht bald raus, wer hier wirklich Ahnung hat. Deren Beiträgen folgt man, ließt, vergleicht im Netz und in Büchern liest noch viel viel mehr mit, Redet dazwischen, stellt Fragen, bekommt eins aufs Dach wegen Fehlbestimmung oder schwachen Angaben, Mund abputzen, nochmal nachlesen, mit eigenen Funden vergleichen, wieder einmischen, wieder aufs Dach bekommen, noch mehr lesen, irgendwann wächst mehr und mehr das Bewusstsein, wie wenig man eigentlich über Pilze weiß.
    Inzwischen bin ich so dermaßen beeindruckt von der unglaublichen Menge an Dingen, die ich über Pilze nicht weiß, daß ich mich durchaus als ziemlich kundig bezeichnen würde.
    Gehört aber auch eine Menge an Pilznerdigkeit dazu. ;)



    LG; pablo.

    Hallo, Klaus.


    Es ginge auch besser.
    Weiße Pilze sind ohnehin schwer zu knipsen, weil oft völlig überstrahlt. Die hier standen dann auch noch in der Knallsonne. Und ich hatte nichts geeignetes zum Beschatten dabei, musste also den Rucksack mit einer Hand hochhalten und mit der anderen Hand die Kamera bedienen.
    Aber dafür wurde es noch ganz akzeptabel vom Ergebnis her. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Mostly!


    Wenn Lamellen bei Pilz 3 weich und irgendwie speckig beim Rüberstreichen, dann sollte das schon ein Frauentäubling (Russula cyanoxantha) sein.



    LG, pablo.

    Hallo, Roli!


    Stockschwämmchen gehört für meinen Geschmack absolut zu den allerbesten Speisepilzen. Ich finde sie definitiv besser als Steinpilz, Flocki und co.
    Und natürlich nehme ich die mit, kann sie aber auch zweifelsfrei bestimmen.


    Das auf dem letzten Bild sind übrigens Schwefelköpfe.
    Erfahrungsgemäß wird da nichts anderes rauskommen als Grünblättrige (Hypholoma fasciculare).



    LG, pablo.

    Hallo, Fred!


    Der hygrophane Hut ist ohnehin kein Trennmerkmal. Das haben ja beide Arten. Und klar, auch wenn die silbernen Fasern am Stiel abgegriffen sind, sollte man schon erkennen, daß da keine Schuppen waren. Daß der Mehlgeruch nach dem Transport in einer Flasche nicht mehr zu erkennen ist, ist freilich auch kein Wunder. Aber wie gesagt: Das klappt auch bei Frischmaterial im Wlad nicht immer.


    In der Konsequenz ist ja aber alles richtig gelaufen:
    Der Berater konnte die Pilze nicht eindeutig zuordnen, gibt sie also nicht frei.
    Das ist dann ok, weil so ja kein Schaden entsteht.
    Dennoch denke ich, daß die Erkennung von Gifhäublingen schon sitzen muss.
    Und da sollte man sich eben auch hin und wieder auf eine Fort- oder Weiterbildung begeben (wird auch von der DGfM gefordert, da sonst die Zulassung verfällt). Damit sollte man sich schon gerade bei so wichtigen Arten wie hier auf dem neuesten Stand halten.
    Auch wenn es eigentlich ein alter Hut ist, daß sich die beiden durch die unterschiedliche Stielbeschaffenheit gut trennen lassen.



    LG, Pablo.