Beiträge von Beorn

    Hallo, Holger!


    Ich war am Samstag schon in Versuchung, mir einen einzupacken und mal anzugucken. Aber er war so schon eindeutig bestimmbar und die Döschen reichlich voll. Der muss mal mit, wenn sonst weniger los ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Jeder so wie er mag, oder? ;)
    Mir ist das, was Reinhard macht, allemal noch lieber als jemand, der Jahr für Jahr nur durch den Wald stapft, alles was Röhren hat und noch nicht vollständig schwarz und flüssig ist in den Beutel stopft und dann immer wieder fragt, ob jemand ihm das Trümmerfeld als Maronen bestimmt. ;)
    Ich entscheide lieber von Anfrage zu Anfrage, ob ich Lust habe, die zu beantworten.
    Manchmal klappt's halt und manchmal nicht.
    Ist aber deine Sache, was du machst.
    Dann würde sich etwas Mühe aber lohnen, weil deine Erklärungen helfen in der Regel wirklich weiter.
    Cortinarius largus und Lactarius hysginus vergese ich zB mit Sicherheit nicht mehr.



    LG, Pablo.

    Hallo, Holger!


    Das ist eben die Frage, ohne die Sporenbilder zu sehen.
    Und zu wissen, was für ein Mikro das ist. Meines zum Beispiel hat oft Probleme, eine Ornamentation darzustellen.
    Wobei das bei A. aurantia bei reifen Sporen ja schon ziemlcih kräftig wäre...



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Du hast da was falsch verstanden.
    Bei dir geht es mir darum:
    Du bist interessiert, du magst Pilze, du stellst auch interessante Sachen ein, ohne daß es nur ums Aufessen geht. Ich finde das gut und will das auf jeden Fall unterstützen. Darum bekommst du von mir hin und wieder mal eine Kritik reingewürgt.
    Wenn ich das Gefühl hätte, daß dich das Thema nicht wirklich interessiert, oder daß bei dir nicht sehr viel mehr möglich wäre, dann würde ich mir das nämlich schenken und einfach nur ein paar Namen runterleiern, wenn ich die Pilze anhand der Bilder zufällig erkenne.


    Ich erwarte keineswegs, daß du dich stundenlang mit einem Pilz beschäftigst, an die hundert Seiten Literatur zu einer einzigen Art studierst oder dir ein Mikroskop kaufst.
    Das muss auch nicht sein.
    Aber etwas mehr Zeit wäre schon ein großer Gewinn.
    Für dich.
    Da geht es um etwa eine Viertelstunde am Fundort, um von einer Kollektion gute Photos zu machen und die Initialmerkmale zu überprüfen.
    Dann vielleicht noch insgesamt eine halbe bis eine Dreiviertelstunde zu hause, um sich die mitgenommenen Fruchtkörper noch mal genau anzuschauen, ein paar Tests und / oder Notizen zu machen und dann vielleicht noch eine Viertelstunde um eine schöne Anfrage zusammenzubasteln. Ergibt insgesamt einen Zeitaufwand von einer Stunde.
    Ich kann dich gut verstehen, natürlich musst du selbst für dich entscheiden, wie viel Zeit du in die Pilze investierst.
    Mein Tip: Such dir bei jedem Ausflug mal einen Piloz raus, für den du mehr Zeit investierst. Und die anderen Funde versuchen wir dann so rauszubekommen. Wenn es klappt ist es gut wenn nicht: Pech gehabt.
    Aber ich verspreche: Es wird sich lohnen.
    Und zwar aus einem einfachen Grund: Je intensiver du dich mit dem Bestimmen und dem Erfassen von Merkmalen beschäftigst, desto leichter und schneller geht es später.
    Wenn ich durch den Wald laufe, kann ich eine Vielzahl von Pilzen im Vorbeilaufen von oben bestimmen, ohne mich noch bücken zu müssen. Aber das klappt nur deswegen, weil ich die Arten schon mehrmals komplett auseinandergenommen habe.


    Und dann samlle ich mir eben auch mal anspruchsvollere Pilze ein.
    Da kann es durchaus sein, daß ich viele Stunden an einem Pilz sitze. Und irgendwann kommt dann doch die Erleuchtung, was ein besonders schönes Gefühl ist.
    Was ich meine ist das:
    >18<
    >17<
    >16<
    ...


    Es geht jetzt nicht darum, daß du durch eine eigene Untersuchung bei einem kleinen, weißen Pilz abschließend zum Kristallzystiden - Seidenschirmling kommst.
    Sondern darum, daß manche Arten eben dann einen hohen Wiedererkennungswert haben, wenn man sie ein Mal richtig untersucht hat.
    Siehe das Beispiel mit den Kuhröhrlingen.
    Die hattest du jetzt schon zwei mal angefragt, wenn ich mich richtig erinnere.
    Warum wohl? ;)


    PS.:
    In Laubwälder finde ich gelegentlich die Weißhütige Form des grünen Knollis. Da sind bei jungen Fruchtkörpern die Hüte auch gerne mal etwas kegelig.
    Aber der Stiel ist eben anders.
    Der sogenannte Weiße oder Frühlingsknollenblätterpilz (Amanita verna) ist eine eher kleine und schmächtige südeuropäische Art bei Eichen, die in Deutschland nur adventiv mal vorkommt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ivolgin!


    Das mit dem Unbeliebt machen wird so nicht funktionieren.
    Da musst du was anderes anstellen, als nur Pilze zu zeigen. ;)


    Natürlich wäre es aber schöner, mehr von dem Pilz zu sehen. ZB eine Detailaufnahme der Außenseite.
    Oder ein Photo der Sporen, wenn du die untersucht hast.


    Das Habitat, die Färbung und der Habitus der Fruchtkörper passen hier aber schon zum Orangebecherling (Aleuria aurantia).
    Dazu müsste die Außenseite aber glatt oder bereift sein, keinesfalls haarig oder filzig.
    Ähnliche Arten wachsen allerdings kaum an solchen Standorten sondern sind eher Waldbewohner.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Und ob die was Feines sind, diese Stachelpilze!
    Ich habe zwar auch erst zwei gefunden, war aber total fasziniert davon.
    So schön präsentiert ist das dann jedenfalls hilfreich, auch wenn mich einige Sachen immer gut durcheinanderbringen. Aber das wird sich mit der Zeit auch klären. Solche Vorstellungen sind dann immer ein Gewinn.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Danke daß du die Bilder hier zeigst!
    Ich habe mich gefreut, daß du dir die Zeit für einen Nachmittag und Abend genommen hast und habe den Ausflug sehr genossen!
    Auch wenn ich in meiner Heimatstadt Kirchen und Rathäuser nicht auseinanderhalten kann.
    Aber das muss daran liegen, daß man die nicht absporen lassen kann, auch ein Schnittbild zB habe ich ncoh nicht gemacht. ;)


    Der Wollige Scheidling ist schon ein solcher. Ungewöhnlich war nur der Standort (Wegrand auf Holzresten und Detritus) und die eher geringe Gesamtgröße (Hutbreite hatte ich glaube ich 6,5 cm gemessen), wahrscheinlich eine folge des Standortes.
    Ansonsten passt alles makroskopisch wie mikroskopisch. :thumbup:


    Ein Bild zu dem anderen Champignon am selben Wegrand ein Stückchen weiter kann ich noch ergänzen:

    Der hat sich als Agaricus moelleri (Perlhuhnchampi) herausgstellt.
    Der von dir Gezeigte ist aber - wie du schon schriebst - das Rebhuhn. :thumbup:
    Man könnet sich hier vielleicht nach den dunkleren Schuppen beim Perlhuhn richten, aber ob das immer passt, kann ich nicht sagen. Mikroskopisch sehen die Lamellenschneiden der beiden Arten ganz anders aus:
    - Dicke, ballonförmige Cheilozystiden bei Agaricus phaeolepidotus
    - eher keulige, dünnere bei Agaricus moelleri, die eigentich schon fast wie sterile Basidien aussehen.


    Den wunderlichen Riesenschirmling habe ich mal nach hinten angestellt. Untersucht ist er, ein Herbar angelegt, aber da kann man noch einiges an Literatur durchgehen.
    Fakt ist: Die Gattung Macrolepiota ist sicher. Also auch kein Leucoagaricus und kein Chlorophyllum.
    Es kann nicht Macrolepiota procera s.l. sein (Also auch nicht permixta, fuliginosa usw.). Dazu sind die Sporen etwas klein und der Stiel zu glatt.
    Macrolepiota excoriata scheidet wegen der andersartigen Hutschuppung aus, genauso wie Macrolepiota rhodosperma (konradii). Die Gruppe um Macrolepiota mastoidea ist wegen der Hutform auszuschließen.
    Da gibt es jeweils noch ein paar Mikrodetails, die nicht ganz passen.
    Jedefalls schlüssele ich mit Gröger und mit Friebes im Tintling ins Leere.


    Andere Pilze waren da schon einfacher:


    Vielleicht hat Pablo bei der 17 ja den Fleckenden Schmierschirmling, Chamaemyces fracidus, genannt?


    Hat er. :)
    Das ist so einer dieser charakteristischen Pilze, die ein absolut typisches Aussehen haben, wenn man sie mal gesehen hat. Auch für mich ein Erstfund, der mich sehr gefreut hat.


    Ansonsten kann ich noch einen weiteren ungelösten Fall zeigen:

    Diese Egerlingsschirmlinge fand ich auf dem Weg zum treffen an einer Böschung mitten in der Stadt am Neckar.
    Momentan tendiere ich eher zu Leucoagaricus cinerascens (Grauender Egerlingsschirmling), aber mit der Hutschuppung und den tief im Boden steckenden Stielen (leider kaum zu bergen, da verwurmt und sofort brechend) ist auch Leucoagaricus barsii (Wurzelnder Egerlingsschirmling) für mich noch nicht vom Tisch. Bei dem allerdings sollte der Keimporus bei den Sporen fehlen oder zumindest undeutlich sein. Da ich aber bei einigen Sporen selbst mit meinem Mikroskop den Keimporus erkennen kann, muss man den schon als deutlich einstufen.
    Andererseits stellt Gröger den mitteleuropäischen Leucoagaricus cinerascens in die Synonymie von Leucoagaricus carneifolius (Rosablättriger Egerlingsschirmling) und akzeptiert als Leucoagaricus cinerascens ss. orig. nur eine südeuropäische Sippe.
    Was für mich irgendwie nicht leicht nachzuvollziehen ist...



    LG, Pablo.

    Hallo, Klaus!


    Das sollten jetzt allerdings >Eichenwirrlinge< sein.
    Bei Unsicherheit einfach mal einen Fruchtkörper anschneiden.
    Das Fleisch von Trameten ist weißlich, das von Eichenwirrlingen auch jung schon blass bräunlich.
    Du kannst dir auch gerne die Portraits zu >Lenzites betulina<, >Lenzites warnieri<, >Daedaleopsis confragosa< und >Daedaleopsis tricolor< angucken. Zum Balkenblättling (Gloeophyllum trabeum), Tannenblättling (Gloeophyllum abietinum) und Zaunblättling (Gloeophyllum sepiarum) haben wir leider noch keine Portraits. Aber die sind dann auch schon deutlich schmächtiger und nicht so wuchtig.



    LG, Pablo.

    Hi, Leute!


    Die Gerichteberichte sind echt interessant. Ich muss auch mal wieder mehr Sachen ausprobieren.
    Und du traust dich, von mir bestimmte Tellerlinge zu essen Verena? Nach dem Bock, den ich geschossen hatte? :D
    Ich platze vor stolz über so viel Vertrauen und hoffe, dir geht's auch gut und du bist nicht gerade unterwegs zur Dialyse oder so. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, gweeny!


    Das sind ja auch rötliche Semmelstoppelpilze (Hydnum rufenscens), eine nahe mit Hydnum repandum verwandte Art.
    Viele Basis - Pilzbücher machen da aber keine Unterscheidung.


    Das andere ist Aleuria aurantia (Orangebecherling).


    Wie immer ohne Gewähr und ohne Verzehrfreigabe.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Auch für einen Habichtspilz oder eine der ähnlichen Arten wäre der ziemlich wunderlich gewachsen. Aber auf dem rechten liegt ja auch offensichtlich ein Schimmel drauf. Sowas kann zB zu Wuchsstörungen führen.
    Interessant ist das allemal, und wenn du da tatsächlich noch mal hinkommst, dann schau dir das ruhig nochmal genau an.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Es gibt exakt 666 Arten, die je nach Lust und Laune im umgangsprachlichen Gebrauch Hexenbutter heißen. Ich verwende diesen Namen ungefähr so gerne wie "Braunkappe", was ja ein umgangssprachliches Synonym für "Pilz" ist.


    Das was du zeigst, ist ein Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans).



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Genau, an Phellodon tomentosum hatte ich ja gedacht. :thumbup:
    Phellodon melaleucus wäre auch auf keinen Fall zoniert, und auch insgesamt wohl etwas kleiner und weniger ausfächernd.
    Allerdings kenne ich mich in der Gattung auch nicht aus. Ich habe mich nur wegen zwei Funden in letzter Zeit da für interessiert und ein wenig rumgeschmökert und beraten lassen.


    LG, Pablo.

    Hallo, Dodo!


    Die Kartierungsdaten der Landesumweltämter sind jedenfalls nicht generell öffentlich. Wenn man die einsehen will, muss man das glaube ich beantragen. Und dann sind sie natürlich nicht so genau, daß man da mit einem Ansturm rechnen müsste.



    LG, pablo.

    Hallo.



    Soo ich war dann doch noch bei der Beratung und es war sehr aufschlussreich. Ich hab einiges gelernt und bin gespannt wann ich es anwenden kann. Nächstes Jahr geh ich dann auch mal bei der Exkussion mit.


    Das ist doch super! :thumbup:
    Gerade bei Exkursionen mitzugehen macht nicht nur einen Mordsspaß sonder man lernt auch immer was dazu.



    LG, pablo.

    Hi.


    Was bedeutet "leicht grünlich"?
    Wenn du an oder in der Stielbasis grüne Flecken findest, dann kommt die Stielbekleidung unter die Lupe. Die ist hier nämlich etwas abgegriffen und schwer zu erkennen, kann aber so ein fluffig - wolliges Aussehen haben, wie bei Leccinum cyaneobasileucum / brunneogriseolum.
    Den gibt's auch in weiß.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Das ist nicht Phellodon niger. Das ist - wenn in die Gattung gehörend - Phellodon tomentosum. ;)
    Phellodon niger ist schon echt richtig schwarz zumindest in der Hutmitte, nie zoniert und sollte spätestens im Schnitt auch blauschwarz sein.
    Sollte der Birkenpilz dabei bleiben, absolut nicht zu verfärben (also auch kein rosa im Hut - Stiel - Übergang entwickeln, hast du die Wahl zwischen einem hellen Leccinum scabrum und Leccinum holopus.



    LG, Pablo.