Beiträge von Beorn

    Hallo, Julia!


    Hübsches Bild. :thumbup:
    Müsste man mal genauer ansehen, ob das eine exzessive Hymenophorbildung oder der Rest eines Doppelfruchtkörpers ist. Mit den verschiedenen Mißbildungen und deren Beurteilung kenne ich mich aber kaum aus, der Fachbereich dafür ist >hier<.


    Nachtrag; Bildchen ohne Mißbildungen:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum nicht einfach beide Lorcheln Helvella macropus oder eventuell Helvella villosa sein können.
    Zumindest Helvella macropus ist in solchen Habitaten nicht selten, farblich traue ich der Art die Variabilität zwischen Hell und Dunkelgrau durchaus zu.
    Helvella queletii würde ich mit deutlicher rilligem Stiel erwarten (eher an Helvella acetabulum erinnernd) und Stiel weißlich, klar von der Farbe des Hymeniums und Ectal - Excipulums abgesetzt, Helvella elastica & co haben einen vollständig glatten, keineswegs filzigen Stiel und Helvella ephippium (+ H. stevensii) sollte eine etwas andere Hutform und Farbe haben sowie einen weniger filzigen, sondern wenn dann kleiigen Stielteil.


    Bei den Ritterlingen halte ich mich zurück.
    T. imbricatum ist klar, die Art kenne ich ganz gut.
    Ansonsten kenne ich an braunen Arten nur T. populinum, T. ustale und T. ustaloides.
    Alles andere... 8|



    LG, pablo.

    Hallo, Peter!


    Danke dir !
    Mir selbst hilfts ja auch, ein paar kleine Texte zu den Pilzen zu schreiben. Prägt sich besser ein dadurch. Solange es nicht um Flaschenstäublinge geht.
    Und merken muss man sich all das nicht. Man muss nur wissen, wo's steht. ;)
    Also nicht hier im Forum sondern in welchem Pilzbuch.
    Nachschlagen und Nachfragen kann man ja immer.



    LG, pablo.

    Hallo, Jörg!


    Sehr schöne und aussagekräftige Bilder von beiden Arten! :thumbup:
    Die Karbolis sind derzeit massiv auf dem Vormarsch. Auf dem Mannheimer Hauptfriedhof steht derzeit alles voll von denen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo.


    Ja, hätte ich jetzt so gedacht. Aber vielleicht muss ich die mal wirklich wechselnd beriechen, um die Unterschiede nachzuvollziehen. Sollte ja kein Problem sein, bei zwei so häufigen Arten.



    LG, pablo.

    Hallo, Margit!


    Klar, es ist ja ein Schirmling. ;)
    Du kannst dir mal noch Lepiota cristatoides (Falscher Stinkschirmling) oder Lepiota lilacea (Lilaschuppiger Schirmling) angucken.
    Lepiota oreadiformis (Nelkenschwindlingsähnlciher Schirmling) und Lepiota subalba (Fastweißer Schirmling) haben keine so grobschuppige Hutoberfläche.



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Danke euch allen für die netten Kommentare!
    Es macht Spaß, das nachzulesen. :thumbup:


    Andreas, du bekommst gleich die Koordinaten (via Google - Maps) für Tricholoma sejunctum und Tricholoma squarrulosum per PN. Die standen ja am selben Fleck.


    Peter, wer sagt, dann, daß ich mit Dicky White Stefan meine?
    Und wer sind die Leute, die auf dem Bild gar nicht zu sehen sind und irgendwie doch?


    Und wenn doch Stefan noch nicht mal eine schöne, weiße Semmel zum Frühstück bekommt...
    Ich darf jetzt nichts mehr dazu sagen, sondt kann ich mich am Samstag auf was gefasst machen. :whistling:


    Zu den Wesen von der Taunus - Tour steht alles im entsprechenden Thread, soweit ich es rausbekommen habe. Die Erdzunge ist noch unklar, die nehme ich nächste Woche aber mit nach Dresden und dann hoffentlich an Nobi weiter.


    Die Stäublinge an Holz habe ich doch...
    Au weia. X/
    Ja, ich werde das oben korrigieren.


    Und natürlich Mellele (höhö...) hast du auch absolut recht: Ist natürlich schön safranfarben überhaucht. So wie es sein soll. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Ich bin Realist.
    Lassen wir mal die Menschenrechtsverletzungen und das totale Versagen der USA in Bezug auf Ökologie und Klimaschutz sowie bei der Weltpolitik mal außen vor, das Thema sprengt hier den Rahmen.
    Ich bin mir dessen völlig bewusst, das relativiert aber aus meiner Sicht keineswegs die Verbrechen des sogenannten "Islamischen Staates".
    Das sind meiner Meinung nach keine Freiheitskämpfer, sondern eine Horde mordender und brandschatzender Irrer, die völlig entfremdet von jeder Religion und Menschlichkeit sind.
    Was immer sie dazu auch gebracht haben mag.
    Die Fehler des sogenannten "Westens" sind in dem Zusammenhang unübersehbar.


    Gedankensprung.


    Die Globalisierung ist wohl eine Tatsache und ein nicht mehr umkehrbarer Prozess. Und aus meiner Sicht ist es auch nicht zielführend, in Kleinstaaterei zurückzufallen. Die Folgen des Klimawandels sind global, genauso wie sonstige Umweltzerstörung, die daraus resultierenden Flüchtlingsströme, die Konflikte, das Artensterben.
    Mittelfristig werden wir das nur als Weltgemeinschaft zusammen regeln können (wenn überhaupt, das ist ja erstmal fraglich).
    Und damit sind wir wieder am Punkt:
    Im KLeinen anfangen, und so viele Nachbarn wie möglich mitziehen.
    Der Nachbar zieht aber nur mit, wenn er das Gefühl hat, ihm wird nichts weggenommen. Er zieht umso bereitwilliger mit und trägt den Gedanken weiter, wenn er dafür noch was raus bekommt.
    Wenn wir also nach und nach in Deutschland ein System schaffen, daß sich nachhaltige Forstwirtschaft lohnt, daß die Forstwirte und Waldarbeiter bei schonenden Eingriffen in die Bestände gut leben können und Gewinn verzeichnen, dann gewinnen wir für uns etwas und die Nachbarn werden von sich aus vesuchen, das System zu kopieren.


    Will man aber wirklich so arbeiten, daß sich das bei umweltverträglicher Arbeit auch lohnt, dann wird der Rohstoff Holz teurer. Das ist dann kein Problem, wenn er ressourcenschonender verbraucht wird.
    Und hier lässt sich viel in der Verarbeitung und der Verwaltung ansetzen.
    Möglichkeiten gibt es, sobald man sich auf einzelne Bereiche beschränkt.


    Aber ich ziehe vollkommen mit:
    Dazu braucht es Charakterköpfe mit Visionen und Ideen wie Heiner Geißler. Gepaart mit dem Verstand, solche Ideen auch umsetzen zu können. Diese Charaktere sind viel zu rar, wenn ich mir unsere politische Elite ansehe, das wirkt mir blutleer und schluffig.
    Nur haben wir sie auch gewählt. Und bevor jetzt jemand "ich nicht" schreit: Das ist Demokratie. Und Alternativen sind leider rar.


    Mir erscheinen auch Kommunalwahlen wichtiger zu sein als Bundestags- oder gar Europawahlen.
    Nur da geht kaum jemand zur Wahl?
    Sonderbar, oder?
    Die Führungsriegen sind ja auch irgendwie ein Abbild der Gesellschaft. Wenn die so schlaff und mutlos wirken, müssen wir uns dann nicht mal an die eigene Nase packen und zu was Sinnvollem aufraffen?



    LG, pablo.

    Hallo, Margit!


    Der Geruch dürfte dem vom Kartoffelbovist ählich sein, oder?
    Die Ringe bei Lepiota cristata haben die Angewohnheit, gerne mal abzufallen.
    Ansonsten sieht es schon sehr nach der Art aus.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Interessant, ein Röter mit zahnrad - Ring.
    Was es nicht alles gibt...
    Agaricus bitorquis ist auszuschließen, der Ring ist ganz anders und der Pilz rötet meist nicht so stark.
    Agaricus litoralis kann laut den Tafeln bei Ludwig so einen besetzten Ring haben, der Hut ist so jung oft noch nicht klassisch aufgerissen. Intensität der Verfärbung und Wuchsform passen auch weitestgehend, aber der Standort nicht.


    Über Agaricus perturbans oder Agaricus depauperatus (ebenfalls kurz im Ludwig erblättert, aktuelle Synonymie bitte selbst rechercheiren) kann man noch nachdenken, aber da passt wohl noch mehr nicht als bei A. litoralis.



    LG, pablo.

    Hallo, Abeja!


    Ist der dritte hier einer von denen, die du an Frank verschickst?
    Das wäre nämlich mal sehr interessant, würde mich auch interessieren, was da rauskommt.
    Thelephora - Arten sind ja im Aussehen recht variabel, aber ich würde mich da auch sehr schwer tun, die Nummer 3 als Th. anthocephala zu bestimmen. Th. atrocitrina könnte besser passen, aber die Art ist mir völlig unbekannt, habe ich noch nichts von gehört.


    Die beiden anderen sind ja klar.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Solange bei Träuschlingen keine Sporen entwickelt sind, können die Lamellen durchaus weiß sein. Die Lamellen selbst (Cheilos und Basidiolen + Basidien) sind ja nicht pigmentiert, nur eben die Sporen.
    Bestimmbar sind diese Embryos freilich nicht, also einfach mal wachsen lassen und gucken was rauskommt.


    Achso, die Fruchtkörper sind natürlich nicht durch "Sporen" miteinander verbunden, sondern durch Mycel. Sporen sind das, was die Pilze später (wenn sie reif sind) produzieren, um sich fortzupflanzen. Die Fruchtkörper sind ja im Grunde nur die Geschlachtsorgane, der eigentliche Pilz ist das Hyphengeflecht, das das Substrat durchzieht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Mit den eher einheitlichen, braunen Hutfarben, dunklen Flocken am Stiel (auf weißem Grund) und absolut keinen Verfärbungen bist du bei Leccinum scabrum s.str. (Gemeiner Birkenpilz im engen Sinne, also keine der beschriebenen Varietäten und Formen). :thumbup:



    LG, pablo.

    Hi.


    Das sollte auch C. rugosa sein.
    Wenn die mal noch deutlich stärker verästelt ist, und die Spitzen kammförmig - spitz und scharf, dann kann man über Clavulina coralloides (Kammkoralle) reden.



    LG, pablo.

    Hallo, Kleinknecht.


    Ist ein wenig Offtopic, dahin habe ich es auch gerade veschoben. ;)
    Die Foren - Regeln fühlen sich dann in keiner Weise verletzt oder mißhalndelt, also keine Sorge: Alles OK.


    Das was du suchst, ist das das, was hier um Mycena sanguinolenta herumwächst?


    Diese Sporenkapseln von Moosen sind ja überall, suchen muss man die eigentlich nicht. Schwierig wird es nur, wenn es ein spezielles und seltenes Moos ist. Da kenne ich mich aber zu wenig aus mit der Unterscheidung.
    Aber dann könntest du auch die Spezis >im Naturforum< mal fragen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Mit der Zonierung des Hutes hast du das entscheidende Merkmal. :thumbup:
    Die beiden sind sich ansonsten sehr ähnlich und können auch an ähnlichen Standorten vorkommen. Ob der Stiel hohl ist oder nicht ist bei beiden eine Frage des Alters. Die Hutfarben bei L. pubescens sind tendenziell etwas blasser.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Trotz Trockenheit und Pilzarmut in der letzten Zeit gibt's mal noch ein paar zusammengekratzte Bilder zum angucken.


    01: Agaricus litoralis = Gedrungener Egerling

    Leider nur zwei nicht ganz hübsche Exemplare und auch schon umgestupst, weil direkt auf einem Pfad im Sandtrockenrasen wachsend.
    Neben dem Standort (Halb- und Volltrockenrasen, kalkhaltige Dünen, eher nährstoffarm) ist die Art durch recht kompakte, vor allem im Hut dickfleischige Fruchtkörper, schwaches und meist nur im Stiel deutliches Röten, einen einfachen, vergänglichen Ring, zylindrische bis spindelig wurzelnde Stielbasis und grobschollig aufreißende Huthaut zu erkennen.


    02: Agaricus macrocarpus = Großfrüchtiger Anisegerling

    Ein im Idealfall durch die Größe der Fruchtkörper und starkes Gilben mit Marzipangeruch gut zu erkennender Waldbewohner. Sieht im Grunde aus wie ein riesenwüchsiger Agaricus essettei (Schiefknolliger Anischampi) und kommt an ähnlichen Standorten vor (wenn auch seltener). Kleinere Exemplare lassen sich durch die deutlich größeren Sporen von A. essettei unterscheiden.


    03: Amanita crocea = Safran - Scheidenstreifling

    Kennt ja jeder. Durch gelbere Hutfarben, den deutlicher genatterten Stiel und eine reinweiße Scheide von Amanita fulva (Fuchsiger Scheidenstreifling) zu trennen, die ebenfalls sehr ähnliche Amanita flavescens (Gelber Scheidenstreifling) sollte keinen genatterten Stiel haben.
    Meiner Ansicht nach übrigens die einzig wirklich leckere Art in der Untergattung. Leider in diesem Jahr irgendwie selten, nur zwei Exemplare habe ich bislang gesehen.


    04: Amanita virosa = Kegelhütiger Knolli

    Den hatte ich ewig nicht gesehen!
    Und wo taucht er auf? Am Bodensee in einem Kalkbuchenwald. Sachen gibts...


    05: Armillaria mellea = Honiggelber Hallimasch

    Wenn so ausgeprät, dann kaum zu verwechseln. Armillaria gallica (Gelbschuppiger Hallimasch) hat bräunlichere Hutfarben (nur das Velum ist gelb), wächst meist nicht so büschelig, hat eine verdickte Stielbasis. Andere Hallimasch - Arten sind anders gefärbt und / oder haben keinen Ring und / oder bevorzugen eine spezielle Ökologie (Moor).


    06: Calvatia gigantea = Dicky White

    Fällt unter die Rubrik "Pilze, die man aus dem fahrenden Auto sehen und sicher bestimmen kann".


    07: Cantharellus cinereus = Grauer Leistling

    Es ist kaum zu glauben, in diesem Jahr steht alles voll mit Leistlingen aller möglichen Arten. Nur den Schwärzenden kann ich nicht fnden.


    08: Cantharellus friesii = Samtiger Leistling

    Auffällig sind die freudig gefärbten, dünnfleischigen Fruchtkörper. Interessanterweise ist diese Art gemessen an meinen Funden in diesem Jahr nicht häufiger als in anderen Jahren. Das muss aber nichts heißen.


    09: Chroogomphus helveticus = Filziger Gelbfuß

    An bekannter Stelle im jungen Fichtenwald. In dem finsteren Tann leuchten die lebhaft orangenen Fruchtkörper regelrecht, was sich auf Bild nur leider kaum wiedergeben lässt. Die filzige Hutoberfläche ist neben Standort und Färbung ein weiteres gutes Abgrenzungskriterium zum Kupferroten Gelbfuß.


    10: Clavaria vermicularis = Wurmförmiges Wiesenkeulchen

    Wird in den GPBWs mit Clavaria fragilis synonymisiert. Irgendwie scheint aber ausgehend von dieser Literatur was nicht zu stimmen in der Gattung. Liegt aber auch daran, daß ich ein besseres Mikro gebrauchen könnte. Immerhin hier ließen sich die großen Schnallenbögen an der Basidienbasis gut erkennen, sowie die relativ schmalen (und wohl auch glatten) Sporen.


    11: Clavulina cinerea = Graue Koralle

    Auf Halbtrockenrasen unter einer einzelnen Buche in etlichen alten, dichten Büscheln wachsend. Nachdem wir da erst an eiine echte Koralle (Ramaria) dachten, hat das weiße Sporenpulver das rasch geklärt. Da von Befall durch einen kernpilz keine Spur war, nehme ich die Form mal als charakteristisch an und schließe C. coralloides aus.


    12: Clavulina coralloides / mixta = Verwirrende Koralle

    Nicht evrwirren lassen. Hier sollte man wohl den Seitenast beachten, der die spitz zulaufenden Äste zeigt. Der große Strunk scheint eben durch den Befall von Helmintosphaeria clavariarum im Wuchs beeinträchtigt und auch farblich verändert zu sein.
    So zumindest mal meine Theorie. Leider hat es der Fund nicht zu mir nach hause geschafft. Hätte man da keinen Befall nachweisen können, könnte man mal wieder die Diskussion lostreten, ob C. cinerea und C. coralloides nicht doch ein und die selbe Art ist.


    13: Clavulinopsis laeticolor = Schöngefärbtes Wiesenkeulchen

    Ist ein anderer Fund als der bei der Taunus Tour.
    Und lustigerweise war da nichts orange, weswegen ich eigentlich mit Clavulinopsis helvola gerechnet hatte. Aber Pustekuchen. Sporen sind schon mal glatt, mit großem Apikulus und der Geschmack mild.


    14: Cortinarius largus = Blasser Schleimkopf

    Phlegmacien merken, gar nicht so leicht. Hier waren es die meist blassen, tonfalben Farben, jung mit etwas lilablau (Stielspitze und Hutrand), auch und gerade in der Stielbasis, braune KOH - Reaktion mit gelber Randung, unauffälliger Geruch, Wachstum im Buchenwald, schleimige, nicht auffallend faserige Hutoberfläche, Stielbasis keulig, nicht gerandet.


    15: Cortinarius malicorius = Orangerandiger Hautkopf

    Der ist etwas einfacher. Unter den Hautköpfen mit lebhaft orangenen Lamellen ist das die Art mit oliv durchfärbter Trame, besonders in der Stielspitze.


    16: Entoloma incanum = Braungrüner Zärtling

    Wow. Mit dem stand eine ganze Wiese voll. 8|
    Stefan hilt mir den ersten hin, dachte es wäre ein Papagei. Er hätte ihn mir gleich unter die Nase halten sollen, der Geruch ist komisch auch wenn ich ihn nicht recht beschreiben kann.
    Auch die stark radialfaserige, eher braune Hutoberfläche untescheidet die Art vom Papageien - Saftling, ebenso wie die Farbe des Sporenpulvers. Ähnliche Rötlinge dürften auch kaum vorhanden sein, zumindest nicht mit dem Geruch und so schön dunkel grün fleckendem Stiel bei Berührung.


    17: Lepiota oreadiformis = Nelkenschwindlingsähnlicher Schirmling

    Ebenfalls ein Fund vom Magerrasen. Die Hutoberfläche sollte eigenltich glatter sein, aber für Lepiota alba ist der wieder zu stark pigmentiert, ansonsten finde ich mit den großen, ungespornten Sporen und den balssen Farben nichts Entsprechendes.


    18: Leucoagaricus cf barsii = Wurzelnder Egerlingsschirmling

    Glaube ich zumindest. Leider sind die Fruchtkörper ziemlich mitgenommen, mitten in Mannheim an einem Damm am Necker unter einer Pappel wachsend. Die völlig verwurmten Stiele schienen ewig in den harten Boden zu reichen, ließen sich leider nur in kleinen Bröckchen herauspulen (ohne Messer unterwegs).
    Die Egerlingsschirmlinge sind allerdings eine furchtbare Sache. Hier dachte ich auch erst an Leucoagaricus cinerascens, weil ich den kleinen Apikulus an den Sporen für einen Porus hielt. So viel zum Thema Billigmikro.
    Alledings ist Leucoagaricus cinerascens im Sinne von Krieglsteiner / Gminder auch etwas ganz anderes als L. cinerascens im Sinne von Gröger. Ich bin damit gescheitert, einen Konsens zwischen diesen beiden Bestimmungsmitteln zu finden.
    Angesichts der konstant schuppigen Hüte, Sporen ohne KP und wurzelnder Stiele sollte L. barsii aber eher passen.


    19: Leucoagaricus cf sublittoralis = Blassrosa Egerlingsschirmling

    Bestimmungsdesaster siehe oben.
    Kann aber auch an der Seltenheit dieser Arten in Deutschland liegen, die wohl nur sporadisch ab und an mal in warmen Sommern auftauchen.


    20: Leucoagaricus leucothites = Gemeiner Egerlingsschirmling

    Gut, daß es den gibt. Einfach und leicht zu bestimmen und auch immer wieder mal zu finden. Gilbende Exemplare werden bei Krieglsteiner / Gminder (Großpilze Baden - Württembergs) als eigene Art abgetrennt (Leucoagaricus holosericeus), Gröger subsummiert alles unter Leucoagaricus leucothites. Gut, daß ich noch nie einen Gilbenden gefunden habe. ;)


    21: Lycoperdon mammiforme = Flockenstäubling

    Noch nie gesehen aber der scheint ja ziemlich unverkennbar zu sein mit den groben, breiten Flocken über der warzigen Peridie.
    Gefunden am Bodensee im Kalkbuchenwald am Wegrand.


    22: Lycoperdon pyriforme perlatum = Birnenstäubling Flaschenstäubling

    Wirklich nichts besonderes, aber doch immer wieder hübsch anzugucken. Auch wenn schon alt wie hier.


    23: Macrolepiota mastoidea = Zitzen - Riesenschirmling

    Lustig: Büschelig wachsend habe ich die Art bisher noch nicht gefunden.
    Zu beachten sind hier der feinschuppige Hut, eher schmächtige Fruchtkörper, fein genatterte (und hell genatterte) Stiele und der nicht deutlich doppelte, eher platte Ring.
    Da fällt auch der hier schwach ausgeprägte Nippel in der Hutmitte kaum ins Gewicht.


    24: Pterula multifida = Stinkende Borstenkoralle

    Ich bezeichne die hier mal als forma densissima. Ist aber ohnehin kaum zu untescheiden. Gefunden im sauren Fichtenwald, bei der Taunus Tour haben wir uns für den Geruch auf "Klostein" geeinigt.


    25: Rhizopogon roseolus s.l. = Rötende Wurzeltrüffel

    Ein selten schöner Pilz, bei mir in der Gegend in lichten Kiefernwäldern auf Sandboden wachsend. Die reifen Fruchtkörper ragen gerne aus dem Boden heraus. Anscheinend handelt es sich um einen Artenschwarm, den aufzudröseln ich mir momentan nicht zutraue.


    26: Tricholoma saponaceum forma atrovirens = Seifenritterling

    Also der mit dem schwarzen Hut und Schuppen am Stiel. Der Geruch ist wie bei der Leitart, ebenso die speckige Hutoberfläche und die entfernt stehenden Lamellen oft mit leicht grünlichem Hauch.


    27: Tricholoma sciodes = Schärflicher Ritterling

    Ein Buchenwaldbewohner mit radialfaseriger, gelegentlich auch mal schwach aufschuppender Hutoberfläche, schwach erdigem bis mehligem Geruch und einem ganz wunderlichen Geschmack, der erst nach etwa einer Minute kauen langsam und nachhaltig brennend scharf wird. Und ein ganz unangenehmes Gefühl auf der Zunge hinterlässt.
    Stielbasis und Hut bleiben ohne jede Rotfärbung, auch bei alten Exemplaren und nach Stunden des Lagerns. Bei alten Fruchtkörpern sehe ich auch hin und wieder schwarz fleckende Lamellenschneiden.


    28: Tricholoma sejunctum = Grüngelber Ritterling

    Ebenfalls eine Laubwaldart mit mehligem Geruch, auffallend grüngelber Hutoberfläche, radialfaserig aber nicht schuppig, weißlichem bis gelbgrün überlaufenem Stiel.


    29: Tricholoma squarrulosum = Schuppenstieliger Erdritterling

    Leider nur ein angeknabberter Fruchtkörper, der zusammen mit den oben gezeigten Grüngelben wuchs. Zeigen wollte ich den trotzdem. Teilweise wird der auch zu Tricholoma atrosquamosum gestellt oder als Varietät zu diesem betrachtet. Nach FNE 4 unterscheidet er sich von diesem aber durch einen auf ganzer Länge dicht und deutlich geschuppten Stiel und eine ausgeprägtere, abstehende Hutschuppung. Auch hier sind die Lamellenschneiden teils schwarz gefleckt.


    30: Tricholoma vaccinum = Bärtiger Ritterling

    Mal eine leichte Art. Wenn man den nicht für einen Rißpilz hält, kommt mit dem Aussehen kaum ein anderer Ritterling in Betracht. Und ähnliche Rißpilze sind meist kleiner, haben im Alter einheitlich dunkle Lamellen, die aber auch bei T. vaccinum mal dunkel flecken können.
    Das sporenpulver ist hier natürlich wie bei allen Ritterlingen weiß.


    So, und nachdem jetzt draußen in den letzten beiden Tagen ordentlich Regen zusammengekommen ist und es auch warm beliben soll und Andreas schon wieder ein paar feine Sommerboleten gezeigt hat, wünsche ich uns allen noch ein paar schöne und reichhaltige Funde für die nächste Zeit. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Oben rechts auf Jürgens letztem Bild ist ein gelber Balken, als Maßeinheit.
    Also teils schon länger als 1 mm, teils aber (sofern eher rundlich) darunter.



    LG, pablo.

    Hallo, Chris!


    Könnte man durchaus.
    Leider hatte ich G. striatum noch nicht selbst in der Hand (zumindest nicht gesichert, weil ich eben nicht auf den Kragen geachtet habe).
    Die Sporen sollten aber nach GPBWs tendenziell etwas kleiner (3,5-4,5) bei G. striatum sein.
    Und eben das Sporenpulver dunkler.
    Könnte ich den Kragen sicher beurteilen, dann wäre das aber wohl das beste Merkmal. Da bleibt dir nur übrig, selbst mal im Netz nach Vergleichsbildern zu stöbern.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    So, jetzt wollte ich doch mal ein paar Gedanken zu einigen Teilen aus Jürgens 9 - Punkte - Plan was schreiben.



    Einige Punkte hängen ja ziemlich dicht zusammen.
    Punkt 7 und 8 ist ja eigenltich eins. Wenn Mastbetriebe abgeschafft werden, dann sinkt automatisch die Fleischproduktion (geht Ressourcenbedingt nicht anders), die Preise steigen entsprechend und folglich wird weniger Fleisch gefressen.
    Problem gelöst.
    Großes Problem, das dabei entsteht: Billigfleisch aus Massentierhaltung / Mastbetrieben aus dem Ausland müsste genau so teuer sein wie das heimische, sinnvoll produzierte Fleisch. Was automatisch einen Einfuhrzoll beinhaltet, was aber bei geltendem internationalem Recht schwierig werden könnte.


    Konflikt erkannt?
    Eigentlich logische, notwendige Entwicklungen scheitern rasch mal an den Barrieren, die wir uns selbst auferlegt haben.
    So weit sind wir als globalisierte Gesellschaft einfach noch nicht, daß wir alle gemeinsam etwas beschließen und am selben Strang ziehen können. Da sind wir an den Jahrtausenden, in denen wir uns für teils lächerliche Konflikte die Schädel eingeschlagen haben, noch zu nahe dran. Oder noch mitten drin, siehe Russland vs. Europa und USA auf Kosten der Ukraine.
    Hier ist Vorsicht geboten.


    Aber da wird ja Punkt 5 so interessant:
    Es muss ein System entstehen, daß allen nützt.
    Und der größte Nutzen besteht darin, nicht innerhalb der nächsten 50 Jahre alle vorhandenen Ressourcen dafür zu verbraten, daß ein paar Reiche Trottel weiter ihre Elefantenklos (Große Limousinen mit hohem Spritverbrauch / Hindernisse im Straßenverkehr) spazieren fahren können.
    Die sollen sich lieber Segelboote kaufen!


    Der Naturschutz ist nur ein Teil davon (Wenn auch ein ganz wesentlicher).


    Und trotzdem:
    "Realisierbare Idealvorstellung" ---> Antinomie


    Auf höchster politischer Ebene sind wir als globale Gesellschaft handlungsunfähig. Das ist mal die erste Realität, die man anerkennen muss. Selbst der amerikanische Präsident kann zwar ein paar Bömbchen auf eine bande mordender Banditen in Syrien und Irak abwerfen, hat aber absolut null Handhabe gegen das teils ebenso mörderische Vorgehen von Banken und Spekulanten im eigenen Land.
    Spekulation auf Nahrungsmittel ist auch nichts anderes als Mord, wird aber leider gesetzlich nicht so verstanden.


    Ich habe in dem Zusammenhang durchaus Verständnis für das sehr zögerliche Vorgehen der Regierungen wenn es um die Regulierung des internationalen Marktes geht. Da steckt zu viel Geld drin.
    verständnis heißt nicht, daß ich es gut finde, sondern daß ich vestehe, warum es so ist.


    Das sind einge der Mißverhältnisse, die einem gezielten Wandel zu nachhaltiger Wirtschaft im Wege stehen.
    So wie sich das System auf globaler Ebene verselbständigt hat, ist es irrsinnig schwer, Ansatzpunkte zur Verbesserung zu schaffen.


    Womit wir wieder ebim Thema wären, von unten her Fakten zu schaffen.
    Und da sehe ich in dem 9 - Punkte - Plan durchaus hervorragende Ansätze.
    Mit oder ohne Geburtenkontrolle. Die Verteilung der Ressourcen ist wichtiger. Und da ist mit jedem, der meinetwegen auch nur an 5 Wochentagen auf Fleisch verzichtet, schon einiges erreicht.
    Und mit jedem, der Pilze, Käfer, Libellen oder was auch immer kartiert, dafür Lobbyarbeit verrichtet und den Behörden (von natur aus träge) auf den Pelz rückt.
    Oder mal präzise auf einer (mehr oder weniger) geeigneten Plattform (der Urberif des Forum aus dem römischen Reich ist ja bekannt, oder?) ein paar Gedanken formuliert.



    LG; pablo.

    Hi.


    Achso. Dann ist es am besten, wenn du dich mal mit einem Pilzverein in deiner Region in Verbindung setzt. die meisten Vereine haben so was wie "Kartierungsbeauftragte", die sich um die Weiterreichung der Daten an die Landesämter kümmern.
    Dazu gibt es auch noch unabhängige Projekte wie Pilzkartierung - Online.
    Offiziell ist es aber dann, wenn es in die Datenbanken der Bundesländer (meist Ministerium für Umweltschutz) eingang findet.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Was macht man wenn man eine Fundmeldung von einem vorher nicht in der Gegend dokumentierten Pilz melden will - und an wen?


    Macht das Sinn?
    Das wäre dann eine weitere "unbestätigte Fundmeldung".
    Also im Endeffekt wenig hilfreich. Auch wenn der Pilz optisch sehr gut passt: Du hast keinen Beleg, du hast noch nicht mal das Photo von einem Schnittbild. Auf den erwähnten "nicht bitteren Geschmack" ist hier nicht viel zu geben. Eine Geschmacksprobe hast du ja nicht durchgeführt, sondern nur angeleckt. Im Grunde hättest du den Geschmack auch auspendeln können, ist genau so aussagekräftig.
    Besser: Merk dir den Fundort, wenn du selbst nicht regelmäßig vor Ort sein kannst, gib ihn jemandem weiter, der auf Rügen kartiert und der im nächsten Jahr die Stelle regelmäßig scannen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Zu den Erdzungen halte ich mich total zurück. Daran habe ich mir kürzlich schon die Finger verbrannt.
    Bei dem Rötling wäre mal interessant, ob die Lamellen jung komplett weiß oder grauweiß sind, oder ob da auch ein Blauton drin ist.
    Den Saftling hätte ich gefühlsmäßig mal irgendwo in der Umgebung von Hygrocybe miniata angesiedelt. Oder vielleicht den auf dem mittleren Bild auch bei Hygrocybe insipida, wenn Hut nicht schuppig.



    LG, Pablo.