Hallo.
Dann räumen wir mal das Pferd von hinten auf.
Die Nummer 5 ist wie erwartet Leucogyrophana mollusca (Orangegelbe Fältlingshaut). Die wohl ähnlichste Art in Deutschland dürfte Pseudomerulius aureus (Goldgelber Fältling) sein, die eben auch eine wattig - weiche Konsistenz hat und auch an Nadelholz lebt. Die hätte aber kleine, zylindrische bis schwach allantoide Sporen. Hier sind die Sporen recht groß und breitelliptisch.
Die Nummer 4 ist mir noch nicht ganz unklar. 
Den Tintling habe ich gerade verlegt, aber wenn ich das richtig erinnere, schrieb Gernot da nichts groß anderes als [url=http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,794.msg8601.html#msg8601]>hier<[/url].
Somit fehlen da klare mikroskopische Trennmerkmale. Auch die Abgrenzung zu M. procera f. permixta ist schwierig, da müsste ich erstmal was entsprechendes finden.
Aber diese Pilze röten mir da doch zu schwach, ansonsten passen sie makroskopisch gut zu Macrolepiota procera forma fuliginosa.
Oder eben Macrolepiota fuliginosa: Nach IF wird hier auf Artebene getrennt.
Die Nummer 3 ist mit meinem Billig - Mikro ein graus.
Die Strukturen (auch Sporen) sind ziemlich winzig. Die Basidien kaum mehr als halb so groß, wie ich sie in Clavulinopsis - Arten kenne.
Mit dem erkennen der Sporenstrukturen tut sich mein Mikro dann auch entsprechend schwer. Glatt sind sie nicht.
Aber insgesamt bin ich schon sicher, daß das Ramariopsis ist. Und dann dürften mit den Farben und den kleinen, sehr grazilen Fruchtkörpern nur noch zwei Arten in Frage kommen. In den "Großpilzen" wird hier makroskopisch ausgeschlüsselt.
Ramariopsis citrina zitronen- bis chromgelb (was in aller Welt ist chromgelb?) und einige Male dichotom verzweigt.
Ramariopsis crocea goldgelb bis orangegelb und bäumchenartig verzweigt.
Demnach ist das oben Gezeigte Ramariopsis crocea. Zumindest die erste Verzweigung hat immer mehr als zwei Äste. Die Farben passen auch, jüngere Fruchtkörper sind etwas blasser.
Nach den Angaben in den Großpilzen ist die Art in BW als "RL0" (ausgestorben / verschollen) geführt.
Der Stand ist zumindest seit gestern dann nicht mehr aktuell. Nach weiteren Fundmeldungen müsste man mal gucken.
Ist aber wohl wie immer bei solchen Pilzen: Unterdokumentiert und oft übersehen bzw. fehlbestimmt (Clavulinopsis corniculata).
Die Nummer 1 ist richtig schön.
Wobei sich mikroskopisch bestätigt hat, daß auf beiden Bildern die selbe Art zu sehen ist, aber in unterschiedlichen Ausprägungen und Altersstufen.
Den entscheidenden Hinweis brachte gestern schon die Ökologie: Alle Fruchtkörper saßen auf Hundsflechten (Peltigera sp.).
Gibt man das in eine Suchmaschine ein, landet man rasch bei >dieser hervorragenden Vorstellung< von Jürgen. 
Sowas ist echt hilfreich.
Da kann man dann die Merkmale schön durchgehen:
- Schnallen in allen Teilen des Fruchtkörpers zahreich vorhanden
- Stieloberfläche mit vielen abstehenden, keuligen Endzellen (Kaulozystiden)
- Hymenialzystiden scheinbar fehlend, aber Basidien recht vielgestaltig und oft steril
- Sporen recht groß (bis knapp 10 µm lang), subglobos bis mandelförmig oder apfelkernförmig, mit deutlichem Apikulus
- HDS eine Kutis, gelegentlich mit kurzen, aufsteigenden Zellen. Wie das Pigment vorliegt, kann ich mit meiner Optik nicht sicher beurteilen.
Insgesamt für mich nun sicher Arrhenia peltigerina (Hundsflechten - Adermoosling).
LG, Pablo.