Beiträge von Beorn

    Hi.


    Dann musste ich natürlich gucken, ob hier auch Lösungen versteckt sind.
    Sieht aber alles clean aus. Klar, sonst wäre eingangs ja auch irgendwo eine Brille gewesen. :cool:
    Macht nichts, und ich höre auch gleich wieder auf, dir hinterherzuschreiben, Mähli.


    Aber was wäre das für eine geiles Rätsel, nur so drei, vier Millimeter Lamellenschneide von Russula illota zu zeigen. Und es wäre sogar lösbar.


    Angucken werde ich mir immer wieder Täublinge, aber ich bin sicher: Trotz der Schönheit und Faszinierenden Wandelbarkeit dieser Arten, werde ich mich in der Gattung nie so richtig auskennen.



    LG, Pablo.

    Hallo, und ein Frohes Neues, falls jemand noch keins hatte! ;)


    Ich lese das Thema gerade noch mal mit völlig anderen Augen. 8|
    Danke für's Hochschubsen, Melanie. :thumbup:
    Das war ganz kurz vor dem APR, dieses Thema.
    Und gleich das dritte Bild ist eine Brille, wie die von Anna. Und ich meine sogar, zwei der Rätselpilze wiedergefunden zu haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alis!


    Ich halte mich mit Kritik zurück, weil ich auch in der Jury sitze. Da mag ich keine Anleitung geben, welche Bilder denn wie am besten ankommen.
    Technisch gesehen ist das Bild aber gut: Der Bereich, der scharf sein soll (Pilz) ist scharf, die Strukturen sind gut zu erkennen, die Farben kommen trotz der schwierigen Lichtsituation gut zur Geltung.
    Das ist bei dem Bild neben dem Standort auch aus meiner sicht eine besondere Herausforderung: Pilz von Sonne beleuchtet, Hintergrund im Schatten (dunkel). Bei mir ist dann entweder der Pilz völlig überstrahlt und nicht mehr zu erkennen, oder der Hintergrund wird komplett schwarz und konturlos.
    Das ist dir schon ganz gut gelungen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    Nicht, daß ein falscher Eindruck entsteht:
    Das Kriterium "auf Kalk" halte ich eben für relativ. Du kannst auf der Schwäbischen Alb oder im Jura unterwegs sein und findest trotzdem Maronen und Flockis. Dazu muss der Boden aber immerhin stellenweise etwas abgesäuert sein. Wenn auch nur in einem kleinen Bereich und oberflächlich, aber das reicht vielen Arten schon. Bestimmte säuregebundene Ritterlinge oder Schleierlinge wirst du an solchen Stellen dagegen nicht finden, die reagieren sehr viel empfindlicher.
    Und auch B. aereus stirbt eben nicht sofort ab, wenn der Boden oberflächlich etwas sauer wird. Und dann kommt es eben mal zu recht witzigen Nachbarschaften. Auch sowas wie Butterpilze einen Meter neben Schwarzbehöften Stielbovisten kann es geben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Wunderschön!
    So sollte das neue Jahr beginnen, fern ab der Böllerei.
    Fest steht: Ich muss morgen raus. Auch wenn das Wetter hier eher nebelig trüb ist, das stört nicht.


    Ein frohes Neues!



    LG, Pablo.

    Hallo, Melanie!


    Zusammengekommen sind 3,24GB, 1384 Dateien in 416 Ordnern.


    Oh, du hasts gut. ;)
    15,1 GB; 14118 Dateien; 979 Ordner (aber nur 898 Arten).
    Dazu kommen noch die, die gerade in Bearbeitung sind, sowie die unsicher bestimmten und unbestimmten, die Myxos und die Flechten sind auch ausgenommen. Und an die 20 GB Literatur.
    Was ein ziemliches Drama ist, wenn man so einen Datenwust von einem Rechner mit defekter Festplatte irgendwie runterziehen muss...
    Also Tip an alle aus leidiger Erfahrung: Unbedingt extern sichern!



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich bin absolut für diese Diskussion. :)


    Inhaltlich schließe ich mich aber Hans an.
    Als Juror schaue ich allerdings schon auch mit drauf, was gerade in den Monat passt. Habe das bisher aber immer als nachrangiges Kriterium betrachtet, das gab dann hier und da mal einen Extrapunkt in der Rubrik "Kreativität".


    Gegen eine gute Bildbearbeitung habe ich gar nichts. Auch das muss man können, das kann gut werden aber auch daneben gehen. Dennoch haben auch Bilder ohne professionelle Bearbeitung immer eine Chance, es muss kein Stack sein, um ein hervorragendes Bild zu zeigen.


    PS.:
    Die Jury hat ja nur eine bewertende, keine gestaltende Funktion. Natürlich diskutieren wir intern immer mal wieder etwas, meist geht es aber um die Abstimmungen und Abstimmungstechniken.
    Der Photowettbewerb ist ja für alle da und meiner Ansicht nach ist er in erster Linie für die Fotografen und das Publikum, das sich die Bilder ansieht, beim Ranking mitfiebert und mitdiskutiert.
    Wenn es technisch machbar ist, dann wird man sich hier gerne einem Konsenz der Photographen und Betrachter anschließen und diese Ideen umsetzen.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Ich stelle fest: Ich habe auch keine verwertbaren Mikrobilder von der Art. X/
    Das wäre mal nachzuholen.


    Da ich ja mit dem selben Mikro wie du gearbeitet habe, Norbert: Die Sporen sind klar dextrinoid, aber nicht amyloid. Die blauen Schatten sind - wie von Ingo schon vermutet - Artefakte. Die sieht man mit dem Mikro übrigens auch so durchs Okular. Ist halt nicht die beste Optik.



    LG, Pablo.

    Ein Frohes Neues Jahr, Uli!


    Desgleichen an Isa und die Jungs!
    Ich gucke und genieße. Wunderschön, nach den letzten Hiobsbotschaften bei der APR - Auflösung bin ich froh, sowas Schönes im Forum zu finden. :)


    Für Nummer 16 könnte Cylindrobasidium laeve (Ablösender Rindenpilz) eine Spur sein.
    Bei 31 würde ich mich nicht entscheiden wollen, ohne die Sporen vermessen zu haben. Das dünne Substrat ist für T. aurantia ungewöhnlich. Es kann ja durchaus noch eine Peniophora an dem Ast sein, die eben gerade keine Fruchtkörper gebildet hat (T. mesenterica befällt das Mycel).
    Wenn es ein dicker Stamm oder ein Stumpf wäre, wär's sicherer, aber ein Blick durchs Mikro ist da nicht verkehrt.
    34: Das sollte was Imperfektes sein. Ich denke an eine Nebenfruchtform einer Kohlenbeere, diese Dinger nenne ich gerne "Plüschknubbelpilze". ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    Ein Frohes neues Jahr!


    Ich habe es schon ein paar Mal geschrieben, und ernte jedesmal Stürme der Entrüstung:
    Auf die Bodenbeschaffenheit darf man sich nicht zu sehr verlassen.
    Boletus reticulatus wächst bei mir auf saurem Bundsandsteinboden. Bei Markus an der schwäbischen Alb wachsen Boletus badius und Boletus erythropus auf Kalk, lustig durcheinander mit Boletus aereus.


    Wenn ich mir das Bild so ansehe, hätte ich immer noch eine leichte Tendenz zu Boletus aereus bei deinem Fund. Aber eben nur eine Tendenz, rein gefühlsmäßig. Ohne den Pilz in der Hand werde ich hier eine Bestimmung als Boletus reticulatus nicht ernsthaft anzweifeln. Nur auf die Ähnlichkeit der beiden Arten aufmerksam machen.



    LG, Pablo.

    Morgen & ein Frohes neues Jahr allerseits!


    Obwohl...
    Irgendwie ist das ja eher Katerstimmung.
    OK, die 13: Das war sozusagen Versagen mit Ansage. Nicht weiter schlimm, den Lärchenritterling vergesse ich so schnell nicht mehr.
    Der Körnchenschirmling ist allerdings sehr ärgerlich. Cystoderma carcharias und Cystolepiota seminuda waren die beiden, die aus meiner Sicht in Frage kamen. Ich habe mich dann für die Art entscheiden, die keine gerunzelte Hutmitte aber dafür eiine mehr konische Hutform hat.
    Wahrscheinlich habe ich einfach noch keine starkriechenden Körnchenschirmlinge in der Hand gehabt, die so jung waren.



    LG, Pablo.

    Moin und ein Frohes Neues, Sepp!


    Ah, die braunen Ritterlinge!
    Da habe ich bei meinen wenigen Funden im Herbst irgendwann entnervt aufgegeben. Was zum einen eben an der teils verwirrenden taxonomischen Situation liegt, teils auch daran, daß Manches noch unklar ist und nicht jeder Fund wirklich in ein Artkonzept passt.
    Irgendwie scheint da noch mehr drin zu stecken, besonders bei den Arten in Kiefernwäldern.
    Dazu kann man auch mal in >diese Diskussion< hereinschauen. Dort geht es darum, ob sich einzelne Arten auch anhand chemischer Reaktionen abgrenzen lassen. Auch taxonomische Fragen und Unklarheiten der Artabgrenzungen werden besprochen.


    Ausgehend von meinem sehr bescheidenen Wissen in der Gruppe würde ich aber sagen: Du hast diese Art hier gut getroffen. Jedenfalls passt es wunderbar zu dem, was Riva und auch Krieglsteiner unter Tricholoma fracticum verstehen (wenn die Pilze auf Kalkboden wachsen).
    Nach Christensen & Heilmann-Clausen (Fungi of Northern Europe 4) muss das dann Tricholoma batschii Gulden heißen. Wobei hier dann ein Neotypus angelegt wurde, was dann Tricholoma batschii Gulden ex Mort. Chr. & Noorderl. heißen müsste.


    Nach Indexfungorum müsste es dazu neben Tricholoma fracticum (Britzelm.) Kreisel ss.auct. noch eine Tricholoma fracticum (Britzelm.) Kreisel ss. orig. geben. Was für mich kaum nachvollziehbar ist, wenn nach dem Konzept von Morten Christensen und Machiel Noorderloos diese Art in den Neotypus von Tricholoma batschii integriert wurde.


    Ebenso verwirrend ist die Abgrenzung bzw. Synonymie nahe stehender Arten, insbesondere Tricholoma subannulatum und Tricholoma striatum. Hier stellt sich je nach Autor die Situation ganz anders da. Insbesondere die Konzepte von Riva und von Heilmann-Clausen & Christensen weichen da deutlich voneinander ab.


    Da viele Autoren (wenn ich das richtig im Kopf habe auch Krieglsteiner in "Großpilze Baden-Württembergs" sowie Breitenbach & Kränzlin in "Pilze der Schweiz" Riva folgen, und den Pilz Tricholoma fracticum nennen, kann man das hier gerne so stehen lassen, auch wenn tricholoma batschii wohl der aktuell gültige Name sein müsste.
    Aber für derlei Nickligkeiten gibts ja Synonymlisten.


    Was mir persönlich auffällt: Bei den beiden letzten Bildern könnte man fast schon an >Tricholoma focale< denken kann. Der ist in der Färbung ziemlich variabel und kann auch ins rotbräunliche oder olivgelbe gehen, ist nicht immer deutlich beringt. Allerdings sit das wohl eine streng an saure Böden gebundene Art. Auch wenn ich persönlich der Bodenbeschaffenheit nicht allzugroße Bedeutung beimesse. Was wohl an meinem Gebiet liegt, wo in der Oberrheinebene kalkhaltige Schwemmsande mit sauren Böden stark wechseln, so daß man immer wieder Kalkzeiger und Säurezeiger lustig durcheinanderwachsen sieht. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Sarah!


    Bei Täublingen war ich auch unterwegs. Dann bei Milchlingen. Bei Schnecklingen sowieso eine ganze Weile. Schmierröhrlinge waren auch einige Zeit gut im Rennen. Bei allen diesen Optionen wäre das rechts der Stiel gewesen. Aber wie schon im Rätselthread geschrieben: Es musste ja erstens eine Art mit akut schleimigem Hut sein, und zweitens eine, die auch vom Hutrand her flecken kann.
    Daß die Struktur rechts irgendwie für einen Stiel zu stark wellig oder gerippt erschien, passte dann gut.
    Übrigens: Lorcheln standen auch auf dem Programm. Am liebsten hätte ich noch eine schwarzweiße Lorchel (Helvella leucomelaena) draus gemacht. Der Hutrand ganz links im Bild wäre dann der BEcherrand gewesen. Problem: Wegen der Wölbung hätte das fleckig-glitschige die Außenseite sein müssen. Und das geht nicht, keine Lorchel ist da so schleimig.


    Wirklich ein sehr schöner Pilz übrigens, Anna.
    Würde ich auch gerne mal entdecken.


    PS.:
    Hexenei ist stark, Hans.
    Gut, daß ich darauf nicht gekommen bin. Sonst hätte ich das bestimmt auch angenommen und falsch eingeloggt.



    LG, pablo.

    NEIN NEIN NEIN !!!


    Jetzt ist es chirurgisch entferntes, aspiriertes Frühstück!
    Das andere war doch nur so anhand der Merkmale zusammengesponnen, das kann doch alles nicht sein.
    Schaut doch noch mal genau hin, das kann doch wirklich kein Pilz sein. Völlig undenkbar!



    ***Jupdedi, Diplomflorist***


    Dann wars ja wirklich so: Das Unscharfe auf dem Bild in der rechten Hälfte waren fleckige Lamellen eines weit aufgeschirmten Hutes. :cool:



    LG, Pablo.

    Morgen!



    als Nach-dem-Frühstück-Häppchen die Auflösung von Nr. 12...


    O-oh!
    Nicht, daß einem da was quer im Halse stecken bleibt. :D
    Könnte sein, wenn es chirurgisch entfernt wird, daß es dann so aussieht. :evil:


    Grrrrr...:
    Die besten Sachen fallen einem immer zu spät ein.
    Hätte ich:
    "Aspiriertes Frühstück, chirurgisch entfernt"
    als Lösungsvorschlag abgeschickt, hätte es wenigstens einen Creativitätspunkt gegeben, glaube ich.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Nachvollziehbar. Es scheint, als hätte ich da Glück gehabt. In der Tat findet sich der Scheidling hier in der Gegend gerne mal an Wegrändern auch in Waldstücken, wahrscheinlich habe ich darum gar nicht weiter nachgedacht.
    Manchmal (eben nur manchmal) ist es ganz gut, einfach gar nicht weiter zu denken und gewisse Dinge abzuhaken. ;)


    Ob sich ewige Grübelei und mühevolle Suche auszeichnet, werde ich bei der 12 sehen. Und bei der 13, ob nicht auch schnelles Abhaken ohne weiteres Nachdenken falsch sein kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Die Frage ist nur: Warum sollte Anna einen Pilz mit so einem auffälligen Rosa - Lamellen - Detail zeigen, wenn es kein Rosasporer ist? ;)
    Ich hätte den ja fast als Pluteus salicinus fehlbestimmt...
    ...der aber eine ganz andere Hutoberfläche haben muss.


    PS.:
    Ackerscheidling, Helmut. ;)


    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    Das ist in jedem Fall eine tolle Serie.
    Und sehr schöne Bilder dabei. :thumbup:
    Porphyrellus porphyrosporus und Suillus placidus haben sich mir in diesem Jahr nicht gezeigt, umso besser, daß beide hier jetzt schön zu sehen sind.


    Bei Suillus collinitus ist nicht nur die teils rosa überlaufene Stielbasis gut zu sehen, sondern auch die deutlich radialfaserige Huthaut. Auch das ist ein Unterscheidungsmerkmal zu Suillus granulatus, wenn auch nicht das Sicherste. Die Farbe der Tröpfchen sieht man hier leider nicht, aber da gibt es auch Unterschiede: Bei S. granulatus hast du sie schön eingefangen: Trüb, milchweiß. Bei S. collinitus wären sie durchsichtig, erscheinen dann bernsteinfarben (wohl auch durch die Farbe der Poren).
    Wären wir jetzt im mediterranen Raum wäre das noch etwas komplizierter, aber mit Suillus mediterraneensis habe ich mich auch noch nicht wirklich beschäftigt. ;)


    Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet mir der Sommersteinpilz. Der Hut wirkt ja fast schon glänzig, bei der Art begegnet mir der selbst im hohen Alter meist noch deutlich samtig oder gar feinfilzig. Etwas mehr Tendenz zum Verkahlen zeigt Boletus aereus. Der auch typischerweise eine scheckige Hutoberfläche hat, die meist (aber nicht immer) schwarze Farbtöne mit drin hat. Das Fleisch von B. aereus ist fester, kompakter, ebenso wie die Röhren.
    Das aber nur so am Rande. Ohne Pilz in Hand halte ich mich da besser zurück, weil auch B. reticulatus ein gar variables Pilzchen ist.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Was echt jetzt?
    Das ist wirklich eine Grapefruit? 8|
    Reiner Glückstreffer.
    Obwohl Ingo hatte es ja schon fast ausgeplaudert, schreib irgendwo mal, "es sei ja ganz bestimmt keine Orange". :D
    Aber welche Zitrusfrucht es denn nun war, das habe ich nicht gewusst.


    Die Joker brauchte ich ja für die anderen B-Rätsel. Für die Kastanienschalen und einige Pilze hat die Anzahl nicht gereicht, das hätten auch gut 7 oder 8 sein dürfen.



    LG, Pablo.

    Hallo nochmal.


    Genau, und Psathyrella spadicea sollte auch ein Saprophyt sein.
    Der würde aber optisch schon mal gut passen, aber diese Gruppe ist wohl auch nicht ganz einfach.
    Ich vermute aber auch, es wird nicht einfach festzustellen, ob der Pilz eben wirklich an vitalen Wurzeln sitzt. Man kann sich nciht darauf verlassen, daß das Ersscheinen von Fruchtkörpern auf einer Wurzel auch bedeutet, daß das Mycel sich von dieser Wurzel ernährt. Der Pilz kann auch auf der Wurzel herumklettern, ohne diese zu infizieren. Er sucht nur einen geeigneten Standort für seine Fruchtkörper, die Nahrung zieht das Mycel aber ganz woanders her.
    Ist ungefähr so wie mit einem Speisetäubling, der in Kniehöhe aus der Rinde einer lebenden Buche wächst. Der ist ja auch kein Parasit, sondern ein Mykorrhizapilz, dessen Mycel einfach mal in der Borke nach oben gekrabbelt ist. ;)


    Nachtrag:
    Wenn der Baum keine weiteren Schäden und Parasiten aufweist, würde das ja dafür sprechen, daß der Pilz tatsächlich keinen Schaden anrichtet, sondern wirklich nur den Detritus in den Ritzen zwischen den Wurzeln aufisst.



    LG, Pablo.

    Hallo, Georg!


    Das ist bei solchen Dunkelsporern auch kaum machbar, eine exakte Bestimmung über Bilder im Netz durchzuführen.
    Ich hätte da auch starke Zweifel an Psathyrella multipedata. Die Art sieht nach meiner Erfahrung im Alter anders aus, mit dünneren, relativ geraden, zerbrechlichen Stielen, eher konisch - glockig bleibendem Hut, der an den Rändern zum radialen Aufreißen tendiert, nicht aber dazu, wellig zu verbiegen.


    An einen Faserling denke ich aber durchaus.
    Die Gattung ist ziemlich schwierig. Ich will dir da nicht allzuviel Hoffnung machen, daß sich das ohne mikroskopische Untersuchung sicher bestimmen lässt. Wenn hier eine Bestimmung möglich ist, dann weiß das >Pilzmel<. Ich kenne in Deutschland niemanden, der sich mit dieser Gattung so gut auskennt. Du kannst ihm mal eine PN schreiben mit der Bitte, sich das Thema anzusehen.


    Was den Baum betrifft: Meist sind die Arten der Gattung Saprophyten, keine Parasiten. Ernähren sich also von abgestorbenem organischem Material. Zunächst mal müsste man feststellen, ob ein direkter Kontakt des Pilzes (des Mycels) zu vitalem Holz (Wurzeln) besteht, oder ob der Pilz nur am Holz und am Detritus des Baumes wächst.
    Die andere Frage ist, ob der Baum weitere Anzeichen von Krankheit und Schwäche zeigt. Da werden dann auch weitere Pilze am Baum interessant, insbesondere auch klassische "Schädlinge" wie Hallimasch - Arten, Austernseitlinge, Samtfußrüblinge sowie diverse Porlinge, Rinden- und Schichtpilze.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorsten!


    Bei so kleinen Pilzen beiße ich gerne für die Geschmacksprobe mal einen ganzen Hut ab und kaue den durch. Natürlich mit der Gewissheit im Vorfeld, daß die Art weitestgehend ungiftig ist. Der bittere Geschmack kommt aber hier recht schnell raus, meist schon nach wenigen Sekunden kauen.
    Da kann man theoretisch auch eine kleinere Probe nehmen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Danke für die Infos, das hilft mir schon sehr weiter. :thumbup:
    Gröger I scheint momentan vergriffen zu sein, der fehlt mir sehr.
    Dann müsste ich mit FN arbeiten und im Ludwig vergleichen, das geht.



    LG, Pablo.