Beiträge von Beorn

    Morgen!


    Demnach sind Ingo und ich also die am gleichzeitigstschreibendsten Mitglieder?
    Das ist gut. Auch dann, wenn Ingo der Schnellstabschickendste ist.


    Aber was habe ich da mit dem unbedachten Ausdruck losgetreten!
    Unbedacht, ja. Weil "Naheliegendste" wirklich ein Wort ist, das sich furchtbar anhört, ausspricht und schreibt. Sowas muss nicht sein. Auch wenn es im Duden steht. Denn dort steht auch eine ganze Menge Mist drin. Das halte ich mormalerweise wie mit der sogenannten "Rechtschreibreform": Man muss nicht jeden Scheiß mitmachen.


    Man kann das ja auch schön umschreiben:
    "was nach der Optik am besten hinkommt"
    "am ehesten zum Aussehen passende Art"
    "makroskopisch ganz nah an X. frustratulus dran"
    "kann man sich am besten so vorstellen"


    Sprache ist wie ein lebendiges Wesen (also ein Pilz) und bietet immer eine Menge Möglichkeiten und Alternativen.
    Aber im Forum schreibe ich schon anders, als ich es meist in Briefen und sonstigen Texten mache. Aus sprachlicher Sicht eben etwas oberflächlicher.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ulli!


    Zitat


    Weidendrüsling


    Sicher?
    Beim ersten Bild könntest du mich vielleicht irgendwie überzeugen, wenn man die fruchtkörper etwas näher und deutlicher und von beiden Seiten sehen könnte.
    Aber auf dem zweiten Bild sind das am Holunder schon auch Judasohren.
    Bei denen dahinter an dem anderen Gehölz halte ich mich mal zurück, auch wenn Judasohren nicht an Holunder als Substrat gebunden sind und an diversen Laubhölzern vorkommen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Also auf dem neuen Bild erkenne ich freilich nicht mehr von dem Schichtpilz, als auf dem ersten. Aber wenn es keine Isaria (Plüschknubbelpilz, Nebenfruchtform von Kohlenbeeren) ist, dann ist Mosaikschichtpilz immer noch das Naheliegendste.


    Noch was zu den Bildern von Björn:

    Zitat


    orangefarbende Gallerttränen?


    Das ist ziemlich sicher die Anamorphe von Nectria cinnabarina.
    Färbung und Form sind typisch. Die Teleomorphe ist noch kleiner und wie die meisten Pustelpilzchen leuchtend rot. Gerne auch in kleinen Grüppchen gedrängt bis büschelig wachsend. Wie Jan-Arne schon sagt: Makroskopisch nur bestimmbar, wenn man die Nebenfruchtform direkt dabei hat.


    Zitat


    Nectria cinnabarina?


    Sieht so ähnlich aus, ist es aber nicht.
    Eine Nectria ist es in jedem Fall. Das Substrat sollte Buche sein, die sehr kleinen Einzelfruchtkörper brechen in büscheligen Clustern unter der Rinde hervor: Nectria coccinea sollte so aussehen.


    Danach das sollte schon hinkommen mit Ruzenia / Lasiosphaeria spermoides. Bei Lasiosphaeria gibt es aber noch ein paar ähnliche Arten, wenn die vom Regen blankgespült sind, dann ist es nämlich ende mit kleinen Borsten oder weißem Flaum, der andere Arten (Lasiosphaeria strigosa, Lasiosphaeria ovina) makroskopisch unterschiedbar macht.


    Zitat


    Jetzt am Rechner habe ich auch die Namen parat. Der kleine Weiße müsste 'Cudoniella acicularis - Dünnstieliger Helmkreisling' heißen, wobei ich letztens etwas von Hymenoscyphus gelesen habe. Ein möglicher Verwechslungspartner?


    Schon möglich.
    Substrat dickes, stark morsches Eichenholz?
    Fruchtkörper bis +/- 3mm groß?
    "Hütchen" mit heruntergebogenen Rändern?
    Fruchtkörper grauschwarz fleckend, zumindest im Stielbereich?


    Zu dem Schleimpilz habe ich erstmal keine Idee. Wenn jemand Metatrichia vesparum vorschlagen würde, könnte ich nicht wiedersprechen. Aber am besten Ulla, Bernd (Bibobb), Toffel oder Matthias (Mreul) fragen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Helge!


    Wobei das dann bei abgefallenen Fruchtkörpern nicht ganz einfach ist, den genauen Wirtspilz zu ermitteln.
    Aber bislang habe ich immer noch keine verlässliche Quelle gefunden, die Funde von Tremella aurantia an dünnen, ansitzenden Zweigen beschreibt.
    Und von einem dicken, liegenden Stamm besiedelt mit Stereum werden sie ja nicht abgefallen sein.



    LG, Pablo.

    Naja...


    Oben auf dem Turm hätte es wohl eher was hochprozentiges gebraucht. Aber wie komme ich dann da unbeschadet wieder runter?


    Und wieso antun?
    Da hat es ausnahmsweise mal einen Tag Winter, dann muss das auch möglichst exzessiv ausgekostet werden. Außerdem hatte ich ja einenSchutzbrille und eine Mütze auf. Kann also nichts passieren.
    Und groß Pilze gucken war eh nicht, weil immer sofort die Linse der Kamera zugeschneit war.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Und es kann auch den Reiz noch erhöhen. Und außerdem bekommt man es ja auch nur mit, wenn man eben die Pilzberichte und Bestimmungsanfragen auch liest. So nebenbei, neben dem Rätsel.
    Wäre ja auch so: Anna dürfte sonst keine Pilze einstellen, die die Teilnehmer auch schon mal gesehen haben. Sonst ist es ja zu leicht. Also am besten im nächsten Jahr nur noch endemische Arten von den Andamanen, Borneo, Tasmanien und der Walross - Insel im Südpazifik. :evil:



    LG, Pablo.

    Aber Peter!


    Ich las aus Sarahs Kommentar beißenden Spott heraus.
    Und das völlig zurecht, das ist doch kein Gedicht sondern blos ein bissel Unfug im Schnee. ;)


    Aber frisches Bier habe ich noch im Kühlschrank, da kannst dir ein frisches aufmachen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hi.


    Das Problem ist: Mein Zeigefinger ist ja an der Kamera (festgefroren).
    Wenn ich den woanders hintue, fällt die runter, und das sind von der Plattform bis zum Boden 36 Meter.
    Ist übrigens ein echt toller Turm, weil der ganz aus Metallstreben und ein paar Holzteilen ist. Beim Hochsteigen guckt man also immer zwischen den Füßen durch bis auf den Boden.
    Und auch schön: Bei dem Wetter schaukelt die Plattform oben nicht nur, sondern der Turm singt auch ganz lauschige, heimelige Lieder.


    Zitat


    Noch jemand "glustrig"?


    Schaust oben mal, wie ich ausseh, Peter.
    Da sag ich doch nicht nein. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Werden Winterpilze einmal "schockgefroren" und es bleibt in den kommenden Tagen beim Dauerfrost, passiert eigentlich ncihts Schlimmes. Das ist wie tiefgefrorene Pilze aus der Kühltruhe. Nur wenn sie mehrmals einfrieren und wieder auftauen, dann kann das Schäden verursachen. Die man eventuell auch erstmal nicht so sieht.
    Am selben Stamm wie die Muschelseitlinge hingen heute auch ein paar Pfund Samtfüßchen. Die waren halb gefroren und völlig vermatscht. Klar: In den letzten Nächten hatte es immer wieder Frost, an den tagen Plusgrade.


    PS.: Selfies mit meiner Kamera ist auch erstmal nicht so einfach. Habe aber vor ein paar tagen entdeckt, daß auch das seinen Reiz hat wenn man nicht sieht, was man eigentlich gerade aufnimmt. ;)



    LG, Pablo.

    Hi.


    Kein Neid bitte, inzwischen schüttet es hier auch wieder und wahrscheinlich labbert es auch da oben (etwas über 500m) wo die Bilder entstanden den Schnee gerade weg.


    Danke für das Lob zu meiner großartigen Dichtkunst. :D
    Das können andere wirklich besser, siehe sämtliche Beiträge im PPC.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    Wenn ich jetzt darauf hinweise, daß du mit Safrans Urkunde auch gleich den nächsten Pilz aufgelöst hast, bekomme ich dann eine Brille oder ein Lob, weil ich dir einen Arbeitsschritt erspare? :evil:


    Glückwunsch an Safran zu dem Punkte - Kracher zum Wiedereinstieg. :thumbup:



    LG, pablo.

    Moin.


    Hat hier jemand "Schnee" gesagt?


    Ok.


    Zuerst mal schnell einen Pilz:





    Und dann habe ich ein kleines Gedicht geschrieben, für das ich keinen passenden Ort gefunden habe. Also hier vielleicht, wenn's beliebt:



    DER WETTERBERICHT


    Oben auf dem Teltschikturm

    im Schneesturm.



    LG, Pablo.

    Hallo, Safran!


    Ich bin mir gerade gar nicht mehr sicher, ob der Name wirklich von den Lamellen kommt, oder eher von den gegabelten (verzweigten) Hyphen der Huthaut.
    Aber irgendwie schreiben alle, daß es dort gegabelte Lamellen gäbe. Gibt es ja auch, aber eben nicht immer, wie du richtig beobachtet hast. Und wenn es sie gibt, dann nicht regelmäßig, sondern oft nur ein paar Lamellen pro Fruchtkörper. Da muss man auch mal genauer hinschauen, weil die Gabelungen ganz nahe beim Hutrand sind.



    LG, pablo.

    Hallo, Alis!


    Wenn du deine Aufnahme erstmal nicht verkleinerst / komprimierst, dann kannst du den mittleren Bereich ausschneiden, so daß die schwarzen Okularränder verschwinden. Dann sieht das gleich mal noch viel professioneller aus. Eine gewisse Unschärfe ist fast immer drin bei Mikroaufnahmen, wenn nicht gestackt wird.


    Eine Möglichkeit, die Exif - Daten zu entfernen, sollte eigentlich jedes Bildbearbeitungsprogramm bieten. Ich glaube man kann das bei Irfan sogar als Standard einstellen.



    LG, pablo.

    Hallo, Alis!


    Nicht entmutigen lassen!
    Es geht nicht darum, mit irgendwelchen Vollprofis mitzuhalten.
    Wenn bei den Makroaufnhemen nur die mitmachen würden, die mit dem aktuellen Siegerbild mithalten können, wäre der Wettbewerb eine ziemlich elitäre Sache und würde auch viel weniger Spaß machen.
    Ich selbst sehe sehr gerne auch Bilder, die eben nicht perfekt sind, aber dafür authentisch und trotzdem die Begeisterung zeigen, sich der Herausforderung des Wettbewerbes zu stellen. Auch wenn diese Bilder nicht auf den vorderen Plätzen landen, sie sind eine Bereicherung. Und das sollte so auch für Mikroaufnahmen gelten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Martin!


    Geniale Kollektion mit etlichen Sachen, sie ich noch nicht gesehen habe. Clavaria zollingeri ist herrlich, aber da sind die Farben im Bild etwas arg kräftig gesättigt. Macht aber nichts.
    Nummer 16: Könnte man mal mit Hygrocybe spadicea vergleichen.
    Nummer 17: Pfifferling glaube ich nicht so ganz. Die Lamellen laufen extremer herab bei der Art, die Farben gehen mehr ins orangene, besonders die Hutschuppen sind heller und auch meist gröber. Glaube ich. Aber eine Art aus der miniata - Gruppe wird das schon sein.



    LG, Pablo.

    Hi an alle!


    Anna und Stefan befinden sich heute auf der Rückfahrt von Dresden (Silvester bei Verwandschaft) nach Heidelberg. Wenn ich so aus dem Fenster gucke, und den Schnee sehe, dann kann das eventuell noch ein wenig dauern, bevor es weiter geht.
    So viel zur Erklärung. Lasst uns mal Daumen drücken, daß die beiden gut durch kommen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Vincent!


    Eine Chrysozystide ist das auf dem unteren Bild mit dem farbigen Inhalt. Das andere sind normale Hymenialzystiden.
    >Begriffserklärung<


    Bist du sicher, daß das letzte Bild im Startbeitrag Huthaut ist?
    Warum sind da sporentragende Basidien drauf?


    Wegen dem Kongorot:
    Ich denke nicht, daß es viel schlimmer ist als zB Rauchen. ;)
    Alternativen sind schwierig. Tinte / Tusche kann man versuchen, aber bei einigen Pilzen färben sich Strukturen eben mit KGR am besten. Andere Farbstoffe wie verschiedene Blau- und Grünfärbungen sind ebenfalls verdächtig.


    Und um Gerd nochmal zu bestätigen: Mit den Merkmalen, die zu sehen und beschrieben sind, ist der Pilz auch makroskopisch sehr gut anzusprechen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Bei den Filzröhrlingen hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren viel getan. Das ist anscheinend bei vielen Autoren noch nicht angekommen bzw. wird verweigert, sich mit den korrekten Artabgrenzungen und Taxonomien vertraut zu machen. Ist auch im gruznde irrelevant, wenn man Filzröhrlinge einfach nur zum Essen sammeln will.


    Tatsächlich ist X. cisalpinus in Deutschland eine sehr häufiger Art, die aber lange Zeit unbekannt war und auch heute noch oft fehlbestimmt wird.
    Obwohl die Art makroskopisch leicht erkennbar ist und schon im Feld in den meisten Fällen sicher angesprochen werden kann.


    Der gute, alte Maronenröhrling...
    Xerocomus, Boletus, Imleria...
    Im Grunde wäre Imleria die logische Konsequenz daraus, daß er weder zu Xerocomus noch zu Boletus wirklich passt. Ich lasse ihn für mich trotzdem bei Boletus stehen. Dann fasst man die Gattungsdefinition dort eben etwas weiter. Ansonsten müsste man auch noch ein paar Dutzend andere Röhrlinge bei Boletus rausschmeißen. Was man ja mit den Arten um den Anhängselröhrling und Königsröhrling schon gemacht hat.


    Und warum soll die Marone bei mir eher ein Boletus als ein Xerocomus sein:
    Ganz einfach und logisch:
    Junge, knackige Maronen sammeln, in die Pfanne tun und aufessen. Der Geschmack ist dann ganz klar boletoid und nicht xerocomoid. ;)



    LG, Pablo.